Michael Freeman, Capturing Light, Vorhandenes Licht in der Fotografie einfangen und optimal nutzen

Es gibt Bücher, die mehr als eine Auflage verdient haben. Dieses Buch gehört dazu. Freeman bietet in diesem Buch die Chance, Licht als Leitfaden für die Fotografie einzusetzen und damit fotografisch zu malen.

„Das Ziel in Capturing Light besteht darin zu zeigen, wie man mit natürlichem und verfügbarem Licht arbeitet, und das beginnt damit, dass man dessen Qualitäten versteht. Dazu ist wiederum ein Vokabular erforderlich, falls wir mit Licht arbeiten und es nicht nur als sensorische Erfahrung genießen wollen. Normalerweise braucht man so etwas nicht, und deshalb sind Wörter rar, mit denen sich beschreiben lässt, wie es auf Szenen, Menschen und Objekte fällt. Eine ähnliche Schwierigkeit gibt es übrigens auch bei der Beschreibung anderer sensorischer Erfahrungen wie Geschmack und Geruch. Es gibt ein professionelles Vokabular, das jedoch bei Weitem nicht so ausgeprägt ist wie bei den zwei großen Sinnesgebieten Wein und Parfüm.“

Und so entführt Michael Freeman seine Leserinnen und Leser in die Welt der Lichtmalerei, die wir heute Fotografie nennen. Es ist ein Buch, das für Lesen und Ausprobieren mindestens vier Wochen Zeit benötigt. Eine kleine Investition, die lebenslang die eigene Fotografie verbessern kann.

Wer sich dafür interessiert, erhält hier ein selten gelungenes Fachbuch aus der Fotopraxis, das in gewisser Weise einen Standard setzt.

Es ist bei mitp erschienen.

Capturing Light

ISBN: 9783747501795

 

About Michael Mahlke

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte. Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. So kam ich zum Fotografieren. Mehr hier - http://dokumentarfotografie.com/2022/09/17/der-fotomonat-und-seine-zeiten/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert