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Die Welt des weißen Mannes in den USA – Palm Springs 1960 von Robert Doisneau

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Es ist das Buch, das gefehlt hat.

Als Robert Doisneau in den USA war, machte er Farbfotos. Er war ein Meister der Beobachtung und gilt als einer der Vertreter der humanistischen Fotografie.

Rückblickend ist sein Buch über Palm Springs das gut beobachtete Sittengemälde der Vorzeigewelt des weißen Mannes und der weißen Frau im Amerika der 60er Jahre.

Das Buch ist sozialdokumentarisch grandios und ein wahrer Glücksfall, weil nur ein Fotograf wie Doisneau über die Beobachtungsgabe verfügte und die kulturelle Distanz, die nur den Fremden sehen lassen, was für den Eingeborenen alltäglich und selbstverständlich ist.

Gemischt mit der Geometrie der visuellen Grammatik ist ein kleines großes Buch erschienen, das ich als direkte Ergänzung des Buches von Robert Frank sehe.

Wo Robert Frank die Zerrissenheit zwischen Sein und Sicht zeigt, fotografiert Doisneau die gelebte amerikanische Traumwelt des weißen Mannes und der weißen Frau.

Doisneau zeigt den konstruierten amerikanischen Traum, der in der Wirklichkeit der USA bei Frank nur als Hoffnung in den Gesichtern der Menschen zu sehen ist.

Es sind materialisierte Träume, die wir bei Doisneau sehen, während Frank uns die unerfüllte Sehnsucht nach diesem Traum in den Blicken der Menschen zeigt.

Das Buch ist bei randomhouse noch zu haben.

 

Fast 50 Prozent weniger Fotojournalisten als im Jahr 2000

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

So steht es zumindest in einer Statistik über die Entwicklung der Jobs in den USA.

Und in Deutschland?

Der Vorsitzende von Freelens ist umgeschwenkt vom Fotojournalismus auf PR und Werbung.

Als ich vor ein paar Jahren bei Freelens nach einem Presseausweis fragte erklärte man mir, den würde man nur hauptberuflich tätigen Fotojournalisten ausstellen.

In dieser Logik dürfte der Vorsitzende von Freelens keinen Presseausweis mehr bei Freelens erhalten.

Ja so ist das, wenn man mal darüber nachdenkt…

Ulrike Kaiser vom DJV weist darauf hin, daß es für Deutschland keine genauen Zahlen gibt. Aber auch die ungenauen Zahlen malen ein Bild.

Was wird von diesen Zahlen bleiben? Warten wir mal die nächsten zehn Jahre ab.

Sandy oh Sandy

Der Hurrikan Sandy hat grossen Schaden angerichtet. Es ist viel darüber geschrieben worden wie darüber berichtet wurde. Wer sich einen kleinen Überblick verschaffen will, der hat viele Möglichkeiten.

Ich möchte auf einige Varianten hinweisen.

So erhält man viele verschiedene gesammelte Blicke, die dokumentieren, was geschehen ist.

  • Sind die Fotos in ihrem Aussagewert gleichrangig?
  • Gibt es Unterschiede bezüglich des Dokumentationswertes?
  • Welche verschiedenen Themen finden sich auf den Fotos?