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Wie wird man Dokumentarfotograf?

Ein Beispiel – mein Beispiel

Früher habe ich Bücher geschrieben über den Nationalsozialismus, die Gewerkschaftsbewegung, das Leben der kleinen Leute im Arbeitsleben, Ausstellungen organisiert, Lernsoftware entwickelt und Seminare zu Themen wie „Global denken vor Ort handeln“ geleitet. Nach der Grenzöffnung 1989 qualifizierte ich Menschen und half, in Umbrüchen neue Lebensorientierungen zu finden und dann wechselte ich in die industrielle Organisationsentwicklung.

Ein besonderes Erlebnis hatte ich kurz nach dem Fall der Mauer. Ich hatte den Auftrag in Frankfurt/Oder Lehrgänge durchzuführen. Ich erhielt Räume in der ehemaligen SED-Parteihochschule. Dort waren noch die Fotos von Breschnew und Honecker an der Wand und Aufrufe zur Völkerfreundschaft. Die Menschen wurden in den Betrieben und den Verwaltungen „freigestellt“ und über Nacht in die „Lehrgänge“ geschickt. Alles erwachsene und qualifizierte Männer und Frauen. Und ich sollte nun das „Ankommen“ und die Strukturierung übernehmen. Niemand hatte Erfahrung, wie man damit umgeht, dass über Nacht ein System verschwindet und ein anderes System kommt und „Hallo“ sagt. Leider habe ich damals noch nicht fotografiert.

Als ich zurückkam erlebte ich im Bergischen Land die Fortsetzung dieser Politik unter neuen Bedingungen. Die politisch beschlossene gesetzliche Öffnung der Märkte, der Abbau von Schutzzöllen und die EU-Subventionen liessen Betrieb für Betrieb verschwinden. Westdeutsche Betriebe wanderten nach Ostdeutschland ab und ostdeutsche Betriebe dann nach Polen oder China. Oft war ich einer der wenigen, der das Sterben der Betriebe und das Sterben der Hoffnung der Menschen sah. Darüber wollte ich schreiben. So entstanden wieder Bücher zur Selbsthilfe für die Menschen wie die Sorgenfibel.de und Webseiten wie lebenspower.de.

Aber das war zu wenig. Ich wollte nicht nur helfen sondern auch festhalten für die Nachwelt. Denn die Worte zeigten keine Gesichter und die Geschichten erzählten keine Momente, so wie ich es erlebt hatte.

So kam ich zum Fotografieren.

Versuch und Irrtum

Viele Fotos gefielen mir nicht. Da ich keine fotografische Erfahrung und Schulung hatte, war es oft ein reines fotografisches Schiessen. Das gefiel mir so wenig wie das Schreiben, weil es vielfach nicht zeigte, wie es wirklich war.

Der Bericht über den Kampf um Mannesmann war 1999/2000 wie eine Art fotografische Erweckung. Dabei war es so, als ob mir eine unsichtbare Hand damals den fotografischen Weg gewiesen hatte. Es geschah mit einer der ersten 3 Megapixel Kameras. Aber es reichte nicht. Ich sah die Diskrepanz zwischen Wollen und Können.

Also suchte ich nach fotografischen Vorbildern. Ich entdeckte Henri Cartier-Bresson und seine Art der Fotografie sprach mich sehr an. Mir wurde klar, dass ich so auch fotografieren wollte.

Ich besuchte Seminare, arbeitete mit anderen Fotografen zusammen, wollte viel lernen –  und lernte auch viel, nur anders. Meistens ging es nicht um Einsicht sondern um Eitelkeiten. Nur sehr wenige Menschen vermittelten mir echt neues Wissen.

Aber das Problem für mich war die Parallelität von Ereignissen und der Zwang in mir, dies fotografisch festhalten zu wollen. So machte ich mir selbst ein Programm und wandelte auf den Spuren von Henri Cartier-Bresson. Fotos mit Geometrie, Fotos mit Struktur, Fotos mit Details – so versuchte ich mich fotografisch an den Themen, die ich für die Nachwelt bewahren wollte, weil es kein anderer tat.

Wenn ich das alles damals schon nicht aufhalten konnte, dann wollte ich es wenigstens festhalten. Eine kleine Kompaktkamera mit einem 6MP CCD-Chip wurde später mein erster ständiger Begleiter.

Irgendwann merkte ich, dass sich mein Blick verändert hatte und ich beim Fotografieren anders blickte. Auf der Grundlage von Cartier-Bresson entstand mein Blick auf monochrome Art. Dabei bin ich nicht stehengeblieben aber es ist wesentlich.

Es war die Loslösung von der Frage, ob die Fotos ankommen hin zu der Frage, wie ich die Fotos in meinem Sinne hinbekomme.

Ich lernte auch, dass das Fotografieren dieser Themen und dieser Art von Wirklichkeit nicht unbedingt viele fotografische Anhänger bringt.  Es sind Fotos, deren Zweck das Festhalten ist, um zu dokumentieren und den Zeitgenossen und der Nachwelt eine soziale, historische und politische Reflexion zu ermöglichen. Inhaltlich geht es darum Themen im Längsschnitt oder im Querschnitt fotografisch festzuhalten über ein einzelnes Ereignis hinaus.

Es sind oft fotografische Themen ohne Publikum. Als ich das akzeptiert hatte, wurde ich freier. Und so konnte ich mental und inhaltlich auch Dinge einordnen, die sonst so weder gesehen noch fotografiert noch aufgeschrieben worden wären.

So war das.

Und heute lese ich etwas über Sebastiao Salgado, das dies alles bestätigt:

„Der Besuch bei ihm und der Anblick all dieser Negative und Kameras, seine Leidenschaft für Fotos und die Geschichten, die er damit erzählen konnte, all das motivierte mich dazu, Dokumentations- und Pressefotografin zu werden. An diesem Tag gab er mir den allerbesten und nützlichsten Rat: Wenn ich meine Fotos verbessern und aussagekräftig machen wollte, sei es das Wichtigste, nicht Fotografie zu studieren, sondern Geschichte, Wirtschaft oder etwas anderes, was mich interessierte…“

So erzählt es Graciela Magnoni zitiert von David Gibson in seinem Buch „Streetphotography – Die 100 besten Bilder.“

Das ist genau mein Weg in umgekehrter Weise, nur die Vermarktung verkaufsfähiger Themen ist mir nicht gelungen, weil die kleinen Leute vor Ort in kritischen Zusammenhängen eben kein Verkaufsschlager werden aber dies meine Themen waren. Aber ohne mein Studium wären dieser Blick und diese Arbeitsweise nicht möglich gewesen.

Für die Dokumentation sozialer Wunden gab es nie Geld. Aber viele zehntausend Menschen tragen die Narben der sozialen Wunden, die ich hier konkret im Ablauf, in der Masse oder als pars pro toto dokumentiert habe, hier und anderswo in sich, sie werden davon mit bestimmt und geleitet, sie leiden darunter und oft genug versteht dann niemand warum, weil niemand mehr sieht was war.

Das führe ich hier nicht mehr weiter aus, weil ich ja nun aufhöre. Aber auf meinen Webseiten ist dazu genug zu finden.

Und genau diese Themen wären ausgeschlossen gewesen, wenn ich den Ringeltanz mit den Mächtigen getanzt hätte, um für Fotografie bezahlt zu werden. Vielleicht war es mein Fehler aber es war mein Weg.

Salgado hat aber recht. Denn so kam es, daß ich Dokumentarfotograf wurde.

Aber dieser Artikel hier ist kein guter Artikel für einen Menschen, der aus der Schule kommt und etwas lernen will in Deutschland. Ich würde nicht als erste Ausbildung Fotograf erlernen oder anlernen (Dokumentarfotograf als Ausbildung gibt es gar nicht) sondern entweder eine Facharbeiterlehre oder eine Kaufmannslehre machen oder Gerichtspfleger oder Pflegekraft oder ein solides Studium, damit ich immer eine sichere Basis habe.

Nur so bin ich frei für das, was ich wirklich will. Das gilt aber nur für Menschen, die nicht alles gesponsert bekommen und eigentlich nicht arbeiten müssen. Die können es machen, wie sie wollen. Aber die lesen hier auch nicht.

Ich betone die eigene Einkommensquelle aus einer soliden Tätigkeit auch noch aus einem anderen Grund. Wenn man in der fotografischen Welt Geld verdienen will, dann braucht man den Zugang zu den Geldverteilungsstellen. Dazu muß man Wettbewerbe gewinnen und genau die Menschen kennen, die darüber entscheiden, wer wofür Zugang erhält. Dabei wird erfahrungsgemäß sehr oft Qualifikation durch Nepotismus ersetzt, so daß der Aufwand fast nie in einem Verhältnis zu einem möglichen Erfolg steht.

Denn es geht ja um mehr als nur darum, einmal oder mehrmals ein Foto oder eine Geschichte irgendwo abgedruckt zu bekommen. Es geht darum jeden Monat genug Geld zu haben.

Selbst so wie hier vorgestellt würde es nicht reichen und wäre wohl illusorisch.

Es ist viel einfacher mit einer sicheren Einkommensquelle dann seine fotografische Energie da einsetzen zu können, wo man es wirklich will und wo man auch Spaß dabei hat (hätte ich früher nicht geschrieben stimmt aber). Zudem muß man dann niemand fragen und kann die Wege gehen, die bei der abhängigen Auftragsfotografie ein zu großes Risiko wären.

Damit erhält man nicht die „Museumsqualität“ der Herrschenden im Kulturbetrieb, weil man nicht die soziale Anerkennung bekommt in ihren Reihen und man bekommt trotz publizistischer Tätigkeit über öffentliche THEMEN keinen Presseausweis.

Aber es ist ein guter Weg, um die eigene Lebenszeit und die Fotografie und das soziale Leben immer wieder neu zu erleben und soziale Fragen fotografisch aufzugreifen, die nicht in die bezahlte Werbung zwischen die bisherigen Medien dürfen, weil sie weder Sex sells können noch politisch opportun sind.

Umgekehrt ist der Kampfplatz für die gesellschaftliche Anerkennung natürlich die „Museumsqualität“. Wer dorthin will braucht hier nicht weiterlesen.

Wenn man dies real, sozial und fotografisch sieht und dennoch tätig wird, dann bringt man fotografisch wirklich etwas ein in diese Gesellschaft, die mehr als lachende Gesichter und Werbung braucht.

Es ist natürlich auch der Versuch, mit sich selbst in der durch nichts gerechtfertigten Ungerechtigkeit (jenseits von leben und leben lassen) zurechtzukommen, die stark einschränkt und lebensbestimmend ist.

Denn wenn man die Ausgrenzung wegen Armut als schmerzhafte Narbe in sich trägt oder sogar erlebt als täglichen Lebensbestandteil (einen sehr guten aktuellen Bericht gibt es dazu hier) und man erkennt, daß die Überwindung wegen neu geschaffener sozialer Strukturen für kleine Leute fast nicht mehr möglich ist, selbst wenn man „Erfolgskriterien“ wie Intelligenz und Qualifikation hat, dann kann man daran kaputtgehen, falls man nicht eine Mischung aus Aggression, Achtsamkeit und Agilität findet, die hilft, damit zu leben ohne nur davon dominiert zu werden.

Und so kam ich zum Dokumentieren von unangenehmen sozialen Abläufen und Wahrnehmungen über die man lieber nicht spricht.

Aber gerade die Konfrontation mit dem Verdrängten tut weh und kann helfen, privat und sozial weiterzukommen und weiter zu leben. Dafür muß es aber sichtbar sein, es muß zu sehen sein.

Meine Themen ergaben sich immer aus den sozialen Fragen in unserer entwickelten Industriegesellschaft mit ihren sozialen Landschaften, ihren Bedingungen und Lebensweisen in Umbruchzeiten zwischen dem Zusammenbruch des Sozialismus und der neu entstandenen Demokratie mit neoliberaler Ideologie und dem Abbau der sozialen Marktwirtschaft, deren Konsensversprechen der funktionierende und sichernde Sozialstaat war (so wie es heute noch in Österreich, Dänemark, Schweden etc. ist).

Hinzu kamen für mich in Anlehnung an Bordieu die sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie in diesem Zusammenhang, so daß ich die Nutzung und die fehlende Nutzung der Fotografie dabei interessiert beobachtete.

Übrigens ist es eine Erfahrung von mir, daß das Schweigen über Ungerechtigkeit nicht nur von den Tätern nicht gewünscht wird. Die Opfer sind auch fast alle still. Insofern kann man fast nie dabei gewinnen.

Jahre später ist es dann im besten Fall über Nacht selbstverständlicher Teil des vergangenen Geschehens geworden und tut niemand mehr weh weil viele Betroffene mit ihrem Leiden gestorben sind und mit ihnen die Wahrheit, die nicht mehr zu sehen ist. Da ist dann die Zeit drüber hinweggegangen, weil es politisch und sozial nicht aufgegriffen wurde als Potential für Veränderungen.

In größerem sozialen Rahmen mit sehr persönlichen Erfahrungen habe ich dies im Wupperartmuseum umgesetzt, das es nur digital gibt. Da drin sind visuell offene soziale Fragen zu sehen, die nicht nur mich betreffen und die außerhalb meiner persönlichen Möglichkeiten sind. Sie sind nur von uns zusammen lösbar. Es sind daher auch digitale visuelle Kunst-”objekte”, die zur Nutzung, zum Anschauen zur Verfügung stehen, um sozial zu wirken.

Die Webseite hat den Vorteil, daß die dort ausgestellten Fotografien weltweit Beachtung finden, weil sie einfach Wirklichkeit zum Sprechen bringen und ich mich damit auch in die Welt einbringen kann. Andere Webseiten ergänzen dies.

So ist viel Zeit mit Fotografie vergangen, vieles habe ich wegweisend auf fotografie.international zusammengefaßt, so daß es heute noch da ist und sonst nirgendwo zu sehen wäre trotz sozialer Relevanz.

Denn „Fotos sind ein Medium, sie leben von der Verbreitung“, hat David Gibson mal so einfach und klar aufgeschrieben. Und dazu braucht man digitale Orte, von denen aus sie sich verbreiten können.

Nun will ich diesen Artikel beenden, weil die Tätigkeit als Dokumentarfotograf in dieser Form eben nur für ganz wenige Menschen in Betracht kommt. Man sucht sie nicht, sie findet dich.

Heute kannst du auch ein guter Dokumentarfotograf ein, wenn du kein „Profi“ im Sinne eines/r bezahlten Auftragsfotografen/in bist, sondern wenn du die Freiheit hast, die Dinge, die dich interessieren, fotografisch so zu tun, wie es angemessen und sinnvoll ist und die Fotos öffentlich zugänglich machst und einbringst. Das ist vielleicht echte Professionalität und wahre Profession ohne Profit.

Wenn man das weiterdenkt hilft folgender Satz: „Die Profession Soziale Arbeit zeichnet sich durch zielorientierte und ergebnisorientierte Leistungen auf der Grundlage von ethischen Grundhaltungen und Prinzipien aus“, schreibt der deutsche Berufsverband für soziale Arbeit. Daraus ergibt sich dann, daß diese Art der Profession auch Gesellschaftspolitik ist, weil sie soziale Zustände und Entwicklungen zeigt durch visuelles Dokumentieren. Daraus könnte sich sogar fotografische Sozialarbeit im Sinne von photovoice oder Fotocoaching entwickeln. Damit ist man dann aber mittendrin statt nur dabei und kann sich nicht raushalten und mit den Auftraggebern tanzen.

In diesem Sinne viel Erfolg auf deinem Weg!

Übrigens könnte dieser Artikel auch heißen „Das kleine mühselige Leben eines selbstbestimmten Dokumentarfotografen in digitalen Zeiten“.

Und hier noch ein paar Gedanken dazu, die mich immer noch bewegen:

„Es gehört zu den wichtigen Fähigkeiten des modernen Menschen, mit der Unsicherheit zu leben. Trotzdem zu handeln. Mit der Substanz der Menschenwürde und einer Vorstellung des Gemeinwesens.”

Roland Günter

„… dass die Kunst auch eine Aufgabe hat, indem sie den Teil der Wirklichkeit beschreibt, den wir am liebsten verdrängen wollen.“

Klaus Staeck

«Kunst ist Propaganda für die Wirklichkeit und wird daher verboten.»

Oswald Wiener

„Die Wahrheit ist das beste Bild.“

Robert Capa

„Die Wirklichkeit bietet sich in einer solchen Überfülle dar, daß man nur hineinzugreifen braucht, um vereinfachend und sichtend etwas herauszuholen.“

Henri Cartier-Bresson

„Kunst ist jedoch dann radikal mehr, wenn sie zum eigenen künstlerischen Handeln führt. Wenn sie uns erkennen läßt, dass wir selbst die künstlerischen Akteure sind. Die Kraft und das Potenzial der Kunst stecken in jeder menschlichen Handlung, in jedem Gegenstand, den wir uns erwählen – fernab politischer, religiöser oder sonstiger Bevormundung. Die Kunst hat eine ungeahnt große befreiende Kraft, weil sie unsere besten Energien ans Licht befördert.“

Wolfgang Boesner

Text 1.12

Eine neue alte Dimension der Streetfotografie – the pictorial treatment of locality

Foto Mahlke

Ich las in dem Buch Unfamiliar Street Photography von Frau Bussard. Das Buch ist eher akademisch und für eine amerikanische Leserschaft gemacht aber lesenswert, leider nur auf Englisch.

Frau Bussard greift einen Artikel von Osborne Yellott auf, der als erster über Street Photography / Strassenfotografie um 1900 schrieb und dort zwei Betrachtungsweisen unterscheidet: die Örtlichkeit und das soziale Leben. Während z.B. Cartier-Bresson dann den entscheidenden Moment im sozialen Leben fand, ist die Örtlichkeit bisher nicht so als Betrachtungsweise in der Streetfotografie aufgetaucht. Das führt sie an Fotos von Richard Avedon, Charles Moore, Martha Rosler und Philip-Lorca Dicorcia dann aus. Ich finde ihre Schreibweise etwas schwierig aber die Gedankenführung an sich sehr aufschlußreich.

So waren die Kämpfe für Gleichbehandlung 1963 in Birmingham in den USA zu dieser Zeit an diese Örtlichkeit gebunden und die Fotos von Charles Moore auf der Straße an diesem Ort zeigten was geschah. Denn dort wurde der öffentliche Raum besetzt, um Gleichbehandlung auf sozialer Ebene durchzusetzen.

Das war Strassenfotografie, die zugleich politische Fotografie war und ohne die Straße gar nicht da gewesen wäre, weil es um die Besetzung der Straße als Ort für soziales Geschehen ging, „politicized streets“ in ihren Worten.

Bei Avedon ging es nicht direkt um Politik sondern um Mode, aber diese war direkt an die Straßen von Paris gebunden und wäre ohne diese Straßen so nicht umsetzbar gewesen.

So geht es weiter in dem Buch und diese Betrachtungsweise zeigt, daß Streetfotografie durchaus mehr sein kann als nur der entscheidende Moment einer sozialen Situation auf irgendeiner Strasse. Es kann genau so gut entscheidend sein, dass das Soziale nur an einer bestimmten Örtlichkeit entstehen kann, das dann zum Motiv wird.

Da Streetphotography zudem in New York geboren wurde und dann später in Paris wuchs, um später jede Stadt zu erobern, ist die Örtlichkeit als fotografisches Biotop wesentlich für viele Motive.

Die bildhafte Betrachtung eines Ortes ist ja auch mehr als die rein architektonische Aufnahme.

Was für Menschen gemacht ist, erfüllt erst in der Interaktion von Mensch und Örtlichkeit seinen Zweck. Und wer dies fotografiert, macht dann Strassenfotografien, die Form und Inhalt zusammenbringen können.

„Art is social in the first instance“ – Kunst ist zuerst immer sozial. Mit diesem Zitat von Rosalyn Deutsche fängt das Kapitel von Frau Bussard über Martha Rosler und ihren Spaziergängen in der Bowery an, einer verarmten Strasse in New York. Darin wird aufgeschlüsselt, daß Dokumentarfotografie und Streetfotografie sich immer überlappten und oft je nach Interessenlage und Mode tituliert wurden.

Zugleich zeigt Frau Rosler mit einigen ihrer Fotos, daß man eben nicht „echte“ Fotos, also ungestellte konkrete soziale Situationen, beliebig aus dem Zusammenhang reißen kann, um sie formal abstrahiert im Museum auszustellen.

Anders ausgedrückt, man kann es, aber es ist sozial völlig sinnlos, es sei denn es soll als reines Geldobjekt und nicht mehr als reales Foto genutzt werden.

Und was lerne ich daraus?

Ein gutes Foto hat eine echte Geschichte…

Digitalkameras in der Streetphotography bzw. Streetfotografie von Fotomonat bis Filtermix

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Alles ist möglich aber nicht alles ist gut.

So würde ich meine Erfahrungen zusammenfassen, wenn es um Digitalkameras und das Fotografieren auf der Straße geht.

Ich meine dabei Fineart Streetfotografie.

Als im Jahre 2006 die Pananonic Lumix DMC-L1 (als Kooperation mit Olympus) auf den Markt kam, war dies wie ein kleines digitales Wunder.

Es gab nur DSLRs und einige Bridgekameras. Das klassische rechteckige Format wie es bei Pentax, Leica, Olympus etc. zu analogen Zeiten vorhanden war, gab es nicht.

Leica war damals digital kaum existent und übernahm die Kamera als Digilux 3 ins eigene Programm.

Die Lumix L1 holte das Handling aus analogen Zeiten in die digitale Welt, sie bot alle die Knöpfe und Rädchen, die viele haben wollten, sie hatte das Format, das viele mochten und sie war so stabil wie alte Kameras.

Ich weiß noch wie ich und andere diese Kamera zum damaligen Einstiegspreis von 2998.- Euro bei Fotokoch anschauten. Da standen wir echt in einer Reihe bis jeder mal dran war und die Kamera in die Hand nehmen konnte. Das waren noch Zeiten!

Das war 2006.

Jetzt sind wir zehn Jahre weiter.

Was ist in dieser Zeit bei Sucherkameras mit Wechseloptiken für Streetfotografie geschehen?

Wenn wir uns das Bild betrachten, wird es auf einen Blick klar.

klassiker_streetphotography

Die Digitalkameras sind kleiner geworden und Panasonic ist sich dabei wirklich treu geblieben und bietet aktuell mit der DMC-GM5 eine Kamera an, die im Format einer Kompaktkamera mit großem MFT-Sensor und Sucher alles das kann, was auch eine ausgewachsene DSLR konnte – und noch ein bißchen mehr (inklusive totalem Videospaß).

Dazwischen drängen konnte und kann sich eigentlich nur die V1 von Nikon, deren 1er Sensor mit der unglaublichen Fokussierschnelligkeit und dem Sucher doch ebenfalls richtig gute Streetfotografie ermöglicht.

Diese Kameras sind für mich die Klassiker unter den Digitalkameras mit Sucher, klassischer Form und Wechseloptik im Bereich der Streetfotografie in der Abfolge von damals bis heute.

Aber es wurden seitdem ja noch mehr Kameras gebaut.

Und wenn ich mich für Digitalkameras interessiere, die einen Sucher und eine fest verbaute Optik haben, dann gibt es eine andere Reihe.

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Haben Sie die Kameras erkannt?

Wenn nicht, dann zeige ich sie Ihnen hier noch mal von vorn:

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Wie Sie sehen handelt es sich um die Fuji X100, die der Pionier für die Rückkehr des klassischen Suchers in die Streetfotografie ist. Sie wurde auch ein Ersatz für viele, die von Leica kamen und sie ist bis heute im Kreis von Fotoreportern sehr beliebt.

Die Fuji X100 hatte und hat drei Dinge, die es so vorher und bis heute nicht mehr gab. Erstens hat sie einen unerreicht guten Sucher, der sowohl optisch als auch digital sein kann. Zweitens hat sie die klassische Form der Reportagekamera, die ein ganzes Jahrhundert dominierte. Drittens traf sie den Nerv der Zeit, weil sehr viele darauf warteten endlich eine Kamera zu bekommen, die das beste aus analogen Zeiten mit dem besten aus digitalen Zeiten miteinander vereint und bezahlbar ist.

Und Fuji war eben klug genug in einer Kamera beide Möglichkeiten anzubieten bis hin zur Wahl zwischen Sucher und Monitor und dies alles mit einem Preis zu koppeln, der für arbeitende Menschen annehmbar ist.

Die langen Schlangen auf der Photokina waren damals so erstaunlich, daß die Fuji Verantwortlichen selbst aus dem Staunen nicht mehr rauskamen.Ich war dabei. Und auch spätere Berichte beschreiben diese ganz besondere Erwartungshaltung.

Es war nicht nur Zeitgeist sondern es war die vorgeformte Erwartungshaltung ganz vieler Menschen, die mit analogem Equipment aufgewachsen waren und nun endlich die kompromisslose digitale Umsetzung wollten. Das hat sich nur Fuji getraut.

Doch zurück zum Foto.

Hier kommt die Fuji X10 mit ihrem optischen Sucher hinzu und als neuste Kamera in dieser Reihe die Panasonic Lumix DMC-LF1, klein und fein, wenn auch mit elektronischem Sucher.

Doch auch dies war nicht alles.

Denn es gab ja viele Jahre fast ausschließlich Kameras mit Monitor und ohne Sucher.

Für Streetfotografie sind die besten Digitalkameras ohne Sucher und mit Monitor dabei hier zu sehen:

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Es handelt sich um die Olympus XZ-10 (wobei die XZ-1 bis heute genau so gut ist aber noch etwas anders), die Ricoh GR Digital 3 bzw. 4 (als Festbrennweite) und die Casio EX-ZR 700 bzw. 1000. Es sind alles Kameras mit kleinen Sensoren. Das ist kein Zufall weil schnelle und spontane Monitorfotografie vielfach mit kleineren Sensoren auf die Schnelle bessere Ergebnisse erzielen kann.

Ich habe vor einigen Jahren an anderer Stelle schon einmal über die besten Kameras für Streetphotography aus meiner Sicht geschrieben.

Das war zu einer Zeit als ich noch nicht wußte was noch kommt und womit ich weiter Erfahrungen sammeln werde. Auch damals waren es alles gute Kameras aber es gab im Ergebnis auch dabei noch bessere.

Insofern ist der damalige Bericht ein guter Querschnitt, ersetzt aber nicht diese Zeilen, weil ich hier technische Entwicklungen und eigene Erfahrungen Jahre später im Längsschnitt zusammenführe.

Denn für gute Streetfotografie ist eine gute Kamera erforderlich, die etwas haben muß, was alle Kameras hier haben.

Wissen Sie was?

Genau, es ist das RAW-Format.

Meiner Erfahrung nach kann man zwar den Moment in der Streetfotografie nicht wiederholen aber man kann die Fotos danach im digitalen Labor so bearbeiten daß die Anmutung entsteht, die man haben will.

Denn fertige jpgs sind ja nichts anderes als im kamerainternen Digitallabor bearbeitete Fotos. Die kann man dann auch selbst mit den eigenen Möglichkeiten später herstellen mit dem RAW-Format, dem digitalen Negativ.

Alle Kameras haben aber noch etwas. nämlich die Möglichkeit der Zeitvorwahl (S wie Shutter Speed). Nur wenn ich die Verschlußzeit selbst bestimmen kann, kann ich auch die Gestaltung des Bildes beeinflussen.

Und man muß sich entscheiden, ob man mit Monitor oder Sucher fotografiert. Sucherfotografie ist anders, weil das Fotografieren durch einen Sucher sehr viel intensiver ist.

Natürlich habe ich viele Kameras ausgelassen.

Verfechter des Vollformats werden sicherlich von Leica und Sony sprechen wollen. Aber die Verknüpfung von Vollformat und Streetfotografie war nur solange sinnvoll wie es keine Alternative gab.

Cartier-Bresson stieg z.B. damals von größeren Kameras auf die kleinere Leica mit dem Kleinbild um, weil so schnelleres und unauffälligeres Fotografieren möglich war und die Kamera einfach kleiner war.

Genau dieser Mut zur Veränderung war die technische Voraussetzung für seine Fotos.

Und diesen Schritt sollte man heute auch machen, denn der Umstieg vom Kleinbild auf kleinere Kameras und kleinere Sensoren lohnt sich, weil die Bildqualität kein Thema mehr ist und die Möglichkeiten durch den Umstieg zum Teil wachsen und mehr Kreativität ermöglichen.

Kleine Sensoren sind auch gute Sensoren und zunehmend auch besser für Street und Still.

Hinzu kommt noch, daß sich das Sozialverhalten verändert hat.

Kameras und das Fotografieren werden heute vielfach anders wahrgenommen. Das hat mit Edward Snowden ebenso zu tun wie mit der Smartphone-Fotografie und sozialen Netzwerken mit ihrer neuen Öffentlichkeit.

Eine Antwort darauf ist meine Fineart-Streetfotografie, die sich genau aus dieser Auseinandersetzung entwickelt hat.

Von 2006 bis 2016 sind nun zehn Jahre in der Digitalfotografie um.

Ich war rund um Fotomonat ca. zehn Jahre dabei.

Aber es zeichnete sich schon 2015 ab, daß es einen Übergang geben wird aus unterschiedlichen Gründen.

Ich brauchte mehrere Versuche über mehrere Jahre, um zurück ins Fotografieren zu finden.

Das Ergebnis steht nun fest: weniger ist mehr und mehr Zeit fürs Fotografieren und weniger Zeit für das Schreiben ist eine gute Veränderung, die ja auch wieder nur vorübergehend ist.

Übrigens heißt mehr Zeit für das Fotografieren nicht mehr Fotos – ganz im Gegenteil!

Ist Leben im Moment mehr Leben oder einfach nur das Leben, weil es mehr als den Moment zu leben nicht gibt?

Vielleicht finde ich es heraus.

Danken möchte ich abschließend Hans Treffer für die Kameras, die er mir zur Verfügung gestellt hat.

Text 1.1

Raben und Krähen oder wie lerne ich unauffälliges Fotografieren?

Der entscheidende Moment bei Kind und Krähen - Foto: Michael Mahlke

Der entscheidende Moment bei Kind und Krähen – Foto: Michael Mahlke

Unauffälliges Fotografieren ist die Königskunst der Streetphotography und des ungestellten Porträts.
Aber das ist sehr schwer. Es gibt eine Übung.

Ich nenne diese Übung die Krähen- und Rabenübung.
Dabei geht es um genau das, was die Wörter beinhalten.
Es geht um das Fotografieren von Krähen und Raben.
Diese Vögel sind bei uns weit verbreitet und das ganze Jahr über verfügbar.

Versuchen Sie doch mal, diese Vögel aus der Nähe ohne Tele mit 35 oder 50mm Brennweite so zu fotografieren, daß mehr als die Silhouette sichtbar wird.

Diese Vögel sind zwar frech aber genaue Beobachter und dann plötzlich sehr scheu und schnell weg.
Sie haben eine Fluchtdistanz, die es zu überwinden gilt.

  • Wenn Sie mit einer großen DSLR an einem Acker stehen werden Sie erleben, daß die Vögel wegfliegen.
  • Wenn Sie mit einer Bridgekamera an einer Straße stehen werden Sie erleben, daß die Vögel wegfliegen.
  • Wenn Sie mit einer kleineren Kamera sich ca. drei Meter den Vögeln nähern werden Sie erleben, daß die Vögel wegfliegen.

Und genau das ist die Gretchenfrage?

Wie kann ich diese Distanz überwinden, so daß ich näher rankomme?

Es ist mit Menschen nicht so schwer wie mit diesen Vögeln.

Wenn Sie es schaffen, gute Fotos aus der Nähe mit kurzen Brennweiten von diesen Vögeln zu machen, dann sind Sie auch in der Lage, unauffällig Menschen zu fotografieren.

Sie werden auch erleben, daß die Größe und das Handling der Kameras sehr unterschiedlich sind und es soziale Standards bei Tieren und bei Menschen gibt.

Ich sage Ihnen jetzt schon, daß es dauert.

Ich habe mehrere Jahre gebraucht.

In diesem Sinne viel Spaß!

 

 

Streetphotography rocks – Streetfotografie begeistert

Brandenburger Tor

Streetfotografie begeistert (neudeutsch: ist geil) = streetphotography rocks.

Das Wort Streetphotography ist genau so stark wie das Wort Zeitgeist.

Zeitgeist hat sich als deutsches Wort weltweit durchgesetzt und Streetphotography hat sich als englisches Wort weltweit durchgesetzt.

Die Frage ist, ob sich mittelfristig photography oder fotografie durchsetzen wird.

Denn der ganze spanische und portugiesische Sprachraum hat die fotografia, die mit f geschrieben wird.

Aber wie lange die Parallelität der Begriffe im Sprachraum existiert, hängt auch von Medien, Macht und Einfluß ab.

Und streetphotography versteht jeder, der damit zu tun hat.

Aber man sollte streetphotography nicht mit streetsphotography verwechseln, also nicht das Straßenleben mit dem Stadtbild.

Und deshalb ist es einfach so – streetphotography rocks weltweit!

 

Streetfotografie mal ganz anders

Streetphotography means photography in public – Straßenfotografie bedeutet Fotografieren im öffentlichen Raum.

Da wir dort Menschen sehen, müssen wir auf die Menschenrechte achten. Die sind bei der Frage des Fotografierens in einigen Ländern sehr unterschiedlich geregelt.

Streetfotografie heute bedeutet in Deutschland und Österreich, wenn jemand eindeutig zu erkennen ist, nur mit Einwilligung zu fotografieren, sonst ist es im Zweifel rechtswidrig.

Das ist aber nicht so schwer wie man denken könnte.

Das kann man online selbst trainieren oder offline mit einem Fototrainer.

Man kann aber auch ganz anders Streetphotography machen indem man die Motive umkehrt.

Dabei spielt man mit Licht und Schatten. Wenn die Lichtverhältnisse draußen mitspielen und man aufmerksam genug ist, die entscheidenden Momente einzufangen, dann fotografiert man nicht die Menschen sondern deren Schatten im Zusammenspiel.

So kann man Geschichten erzählen und macht dabei Strassenfotografie pur.

Man kann sogar Familien und Kinder fotografieren ohne juristische Probleme zu bekommen.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Probieren Sie es einfach mal aus.

Aber man muß nicht nur die Schatten fotografieren, man kann auch eine fotografische Mischung festhalten, die die Schatten neben Personen im Licht setzt, wie man hier sehen kann.

Es macht richtig viel Spaß!

Straßenphotographie ist eben mehr als auf den Auslöser zu drücken, wenn man Ansprüche an sich selbst hat.

Um so schöner ist es, wenn man den Erfolg dann auf einem Foto sehen kann.

 

Der Mentalitätswechsel in der Strassenfotografie und das neue Fototraining Streetphotography

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Straßenfotografie hat sich verändert.

  • Immer mehr Fotos und
  • immer mehr Möglichkeiten fotografiert zu werden und
  • immer mehr Kameras in immer mehr technischen Geräten
  • bei immer mehr Menschen,
  • die diese immer öfter öffentlich hochladen,

führten nun erstmals zu einer Gesetzesänderung in Deutschland.

Selbst bei spiegel.de schreibt man jetzt über dieses Thema.

Deshalb wurde ein neues Fototraining Streetphotography unter den Bedingungen von Datenschutz, Persönlichkeitsrechten und neuer Fotografie heute von mir entwickelt.

Dieses ist online und kostenlos. Es ist das neue Fototraining und Fotocoaching für Streetfotografie.

Diese Anleitung ist aus der Fotopraxis für die Fotopraxis. Sie beruht auf der Fineart-Streetphotography,  die für das 21. Jahrhundert entwickelt wurde (street21), um rechtssicherer und besser zu sehen und zu fotografieren.

Wer noch mehr will, der kann im Einzelfall zu dem Buch ein privates Fototraining erhalten.

Das neue Fototraining

Dabei wären Sie der Mittelpunkt in ihrem persönlichen Fototraining. Dabei werden die Grundlagen der Fineart-Streetphotography mit ihrer Kamera eingeübt. Wir trainieren vor Ort, überprüfen und üben und Sie erleben die neue feine Art der Straßenfotografie. Wir wandeln fotografisch dabei auf den Spuren von Henri Cartier-Bresson und gehen zusammen zu Fuß durch die Stadt, fahren vielleicht mit der Straßenbahn, beobachten, sitzen vielleicht auch mal im Cafe, werten aus und erleben die Welt der Strassenfotografie. Heute ist dieses Fototraining eher ein Fotocoaching, weil es neben der Fotopraxis auch eine Anleitung zum selbständigen Entdecken eigener Möglichkeiten ist.

Gönnen Sie sich einen besonderen Tag, der ihre Sicht auf die Welt verändern kann.

Der Tag ergibt sich im Ablauf und die erwartete Belohnung dafür liegt bei 175 Euro für die erste und 139 Euro für jede weitere angefangene Stunde.

Bei Interesse schicken Sie mir einfach eine Email an info@fotoausstellungen.com. Da es sich bei diesem Vorschlag um ein sehr privates und sehr persönliches Treffen zwischen Autor, Leser und Lebenszeit handelt, ist dies nur manchmal möglich.

Dieser Artikel dient nur der Information und ist kein gewerbliches Angebot.

 

Ein Besuch im Zoo – Beispiele für Fineart-Streetphotography

Auch heute finden sich die Situationen, wenn man den entscheidenden Moment sieht. So kann man ganz entspannt Straßenfotografie praktizieren und dabei werden keine Persönlichkeitsrechte verletzt.

Ich war im Zoo.

Die Regeln der Fineart-Streetphotography helfen dabei und geben klare Orientierung.

1. Foto

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Sie sehen drei Personen. Sie schauen den Eisbären an und der Eisbär blickt zu ihnen. Die Personen sind aber nicht erkennbar. Das ist pure Lichtmalerei, weil zu diesem Zeitpunkt die Sonne auf das Glas schien. So war es möglich eine wunderbare Szene festzuhalten.

2. Foto

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier blickt ein Mann zu dem tauchenden und gerade auftauchenden Eisbären. Eine schöne Geschichte. Bitte achten Sie auf die Verlaufslinie des Wassers. Sie beginnt am Kopf des Mannes und und bildet noch mal ein Dreieck. Das Foto ist geometrisch ein schönes Spiel mit mehreren Varianten. Ich habe hier einfach gewartet. Ich wußte nicht ob er sich nach vorne beugt. Für ein paar Sekunden tat er es.

3. Foto

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier sieht man die Fotografinnen und Fotografen ihre Kameras hochreißen als der Löwe kurz vorbeikommt. Dabei schien uns allen die Sonne voll ins Gesicht – wie man auf dem Foto ja auch sehen kann. Bei diesem Foto ist es so, daß ich kein anderes machen konnte. Hochreißen und abdrücken. Entweder ich zeige dieses Foto oder es gibt nichts zu sehen.

Drei sehr schöne Fotos, die sich ungestellt so ergeben haben.

Was will man fotografisch mehr.

Um zu zeigen, daß es nicht auf Farbe ankommt, habe ich bei allen Fotos einen schwarzweissen Filter gewählt.

Entscheidend für mich ist die Geometrie.

Sie stimmt auf allen Fotos.

Street21 – Kostenlos als Download das Buch zur Strassenfotografie – Streetphotography

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Ich hatte es versprochen und nun halte ich es auch.

Falls jemals das Buch von Henri Cartier-Bresson The Decisive Moment neu erscheint, werde ich aus Freude meine Anleitung zur Fineart-Streetphotography als kostenlosen Download anbieten.

Das hatte ich versprochen.

Nun ist das Buch wirklich bei Steidl erschienen und so halte ich nun ebenfalls mein Versprechen.

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Hier können Sie das Buch direkt online anschauen

und/oder das komplette Buch zur Fineart Straßenfotografie/Streetfotografie

ohne Einschränkung als Ebook hier (pdf) runterladen.
For English speaking people:

Here is an English version The best instruction manual about street photography.

 

 

Wien: Gesichter einer Stadt. Streetphotography in Vienna

Wien Mandl Krenn

Wien Mandl Krenn

Street Photography in Vienna 2000 – 2010 ist der Untertiel dieses Buches.

Endlich mal ein Buch, das mit dem fotografischen Zufall den Charme dieser Stadt zeigt!

Es ist gelungen.

Immer da wo Reinhard Mandl Menschen mit einbaut werden die Fotos richtig gute Streetfotos.

In der Zeit, die hier gezeigt wird, war Wien eine Stadt voller Plakate, die oft nicht groß genug sein konnten.

Dies baut Mandl mit ein und zeigt so Wien und Wiener Werbung mit Menschen in Wien.