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Streetfotografie mal ganz anders

Streetphotography means photography in public – Straßenfotografie bedeutet Fotografieren im öffentlichen Raum.

Da wir dort Menschen sehen, müssen wir auf die Menschenrechte achten. Die sind bei der Frage des Fotografierens in einigen Ländern sehr unterschiedlich geregelt.

Streetfotografie heute bedeutet in Deutschland und Österreich, wenn jemand eindeutig zu erkennen ist, nur mit Einwilligung zu fotografieren, sonst ist es im Zweifel rechtswidrig.

Das ist aber nicht so schwer wie man denken könnte.

Das kann man online selbst trainieren oder offline mit einem Fototrainer.

Man kann aber auch ganz anders Streetphotography machen indem man die Motive umkehrt.

Dabei spielt man mit Licht und Schatten. Wenn die Lichtverhältnisse draußen mitspielen und man aufmerksam genug ist, die entscheidenden Momente einzufangen, dann fotografiert man nicht die Menschen sondern deren Schatten im Zusammenspiel.

So kann man Geschichten erzählen und macht dabei Strassenfotografie pur.

Man kann sogar Familien und Kinder fotografieren ohne juristische Probleme zu bekommen.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Probieren Sie es einfach mal aus.

Aber man muß nicht nur die Schatten fotografieren, man kann auch eine fotografische Mischung festhalten, die die Schatten neben Personen im Licht setzt, wie man hier sehen kann.

Es macht richtig viel Spaß!

Straßenphotographie ist eben mehr als auf den Auslöser zu drücken, wenn man Ansprüche an sich selbst hat.

Um so schöner ist es, wenn man den Erfolg dann auf einem Foto sehen kann.

 

Street21 – Kostenlos als Download das Buch zur Strassenfotografie – Streetphotography

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Ich hatte es versprochen und nun halte ich es auch.

Falls jemals das Buch von Henri Cartier-Bresson The Decisive Moment neu erscheint, werde ich aus Freude meine Anleitung zur Fineart-Streetphotography als kostenlosen Download anbieten.

Das hatte ich versprochen.

Nun ist das Buch wirklich bei Steidl erschienen und so halte ich nun ebenfalls mein Versprechen.

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Hier können Sie das Buch direkt online anschauen

und/oder das komplette Buch zur Fineart Straßenfotografie/Streetfotografie

ohne Einschränkung als Ebook hier (pdf) runterladen.
For English speaking people:

Here is an English version The best instruction manual about street photography.

 

 

Fotografieren wie Cartier-Bresson nach den Regeln der Fineart-Strassenfotografie von M. Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Heute ist das Fotografieren so einfach.

 

Draufhalten, drücken, fertig.

Die Herausforderung fängt an, wenn man etwas anderes will, nämlich gestaltete Fotos nach eigenen Maßstäben mit zufälligen Momenten.

Dann ist es schwer.

Dazu gehört zum Beispiel das Fotografieren nach den Regeln der Fineart-Strassenfotografie.

 

Man kann es sich aber noch schwerer machen.

Wie früher! Da gab es noch keinen Autofokus.

Der Meister des Schnappschuss war Henri Cartier-Bresson.

Er fotografierte zu einer Zeit als es noch keinen Autofokus gab.

 

Warum sollte man heute so fotografieren?

Weil man damit ein Gefühl für das richtige Verhältnis von Schärfe und Abstand erhält und weil man damit besser „sehen“ lernt.

 

Wie macht man das?

Wichtig ist eine Kamera, die das noch kann.

Es muß eine Kamera sein bei der man den Fokus einstellen kann auf einen bestimmten Abstand.

Die Schlüsselwörter dabei sind Panfokus oder Fixfokus oder auch Prefocus.

Dabei wird grob gesprochen auf 1m, 2,5 m oder 4 m scharfgestellt und alles danach ist dann je nach Blende, Sensor und Abstand sowieso scharf.

Oder man stellt manuell an einem Objektiv einen bestimmten Abstand für die Schärfe ein.

 

Welche Kameras sind sinnvoll?

Es können preiswerte und kleine Kompaktkameras genommen werden oder teure und große Digitalkameras.

Die Kamera muß nur über diese technische Möglichkeit verfügen.

Übrigens gibt es auch Smartphones mit solchen Fixfokus-Objektiven, die ab ca. 20 oder 50 cm alles scharfstellen.

 

Wie geht es weiter?

Der Rest ist raus und üben.

Cartier-Bresson hatte eine analoge Filmkamera im sog. Kleinbildformat und er hatte eine Festbrennweite, am liebsten 50mm.

Heute geht es digital besser, weil man sofort sehen kann, ob man richtig lag mit der Schärfe und dem Abstand zum Motiv.

 

Viel Spaß!

 

Und wenn Sie fertig sind merken Sie, daß das Schwere vieles leichter macht – auch digital.

Aber nur, wenn Sie eine persönliche Ausrichtung beim Fotografieren entwickeln.

Sonst lohnt sich alles nicht.

Alles Street? – Streetfotografie heute und Straßenfotografie damals

Die Überschrift in diesem Artikel zeigt schon die Mischung, die hier zu finden ist.

Es gibt kaum noch ein ß, stattdessen nur noch Doppel-S. Es gibt immer weniger deutsche Wörter und stattdessen immer mehr englische Begriffe.

So wurde aus der Straße die Street. Nur die Photography ist nicht zur Photographie geworden sondern zur Fotografie.

Es wäre der englischen Sprache zu wünschen, wenn Sie ihr PH gegen das F eintauschen würde. Das würde vieles einfacher machen.

Nun gut!

Die Schnappschussästhetik in der Strassenfotografie zwischen Remscheid und New York – Streetfotografie heute

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Wissen Sie was Schnappschussästhetik ist?

„Die Straßenfotografen des frühen 20. Jahrhunderts entwickelten »eine Art Schnappschussästhetik, die dem modernen Stadtleben […] perfekt entsprach. Die Rhythmen der Stadt wurden übersetzt in ein Zelebrieren des Momenthaften und das Akzeptieren nicht klassischer Bildausschnitte sowie eine moderate Bewegungsunschärfe. In den 1930er-Jahren wurden diese ästhetischen Prinzipien von Fotografen, die mit der Leica arbeiteten, zur Perfektion gebracht, etwa von Henri Cartier-Bresson und André Kertész«. Cartier-Bresson gab mit seiner berühmten Philosophie des »entscheidenden Augenblicks« eine adäquate Antwort auf die Hektik des Großstadtlebens, wobei er seine reflexhaft eingefangenen Motive mit einer ausgewogenen, eleganten Komposition zu verbinden verstand. Bis weit in die 1950er-Jahre hinein war er ein Vorbild für die Straßenfotografie sowohl in Europa als auch in den USA.“

So steht es im Kunstlexikon von Hatje Cantz.

Der Artikel dort wurde auf der Grundlage von Steven Jacobs, »Street Photography«, in: Lynne Warren (Hrsg.), Encyclopedia of Twentieth-Century Photography, Bd. 3: O–Z erstellt.

Steven Jacobs hat über urbane Fotografie im späten 20. Jhrdt. promoviert.  Aber der Artikel wirft Fragen auf, weil er drei Dinge miteinander vermischt, die zunächst einmal nichts miteinander zu tun haben.

Henri Cartier-Bresson wurde vor allem bekannt für Fotos, die geometrisch gut gestaltet waren. Er war eben der Meister des klassischen Bildausschnittes und nicht der Meister des nicht klassischen Bildausschnitts. Seine Schnappschussästhetik zeichnet sich durch klare Formen aus. Daher ist die Vermischung von Steven Jacobs, die er in dem Artikel vornimmt, so nicht nachvollziehbar.

Wenn man sich dem Thema andersrum nähert, dann findet man in der wikipedia eine Erklärung für die Schnappschussästhetik, die im Englischen snapshot aesthetic heisst.

Dort wird dann beschrieben, was man darunter versteht: Es handelt sich meistens um das Fotografieren von banalen Alltagsgegenständen ohne erkennbare geometrische Präsentation der Dinge im Foto selbst.

Die Willkür ist die Regel für die Wirkung des Fotos.

Ich würde es mir einfach machen und zwischen streetsfotografie und streetfotografie unterscheiden. Streetsfotografie ist alles, was man auf der Straße fotografieren kann und wäre dann wohl in diesem Sinne snapshot aesthetic und streetfotografie wäre dann ein eingefangener entscheidender Moment.

So verstehe ich dies wenn ich Joel Rotenberg folge, der schreibt: „Snapshot arbitrariness means that unintended effects, large or small, are the rule.“

Das ist aber eben nicht Cartier-Bresson. Denn dieser hat den Moment geometrisch gestaltet. Das ist anders, völlig anders.

Insofern ist Schnappschussästhetik sehr unterschiedlich. Schnappschussästhetik wandelt sich.

Daher ist die Verschmelzung von Leica, Cartier-Bresson und die Übertragung auf das moderne Fotografieren nicht so einfach.

Denn eigentlich kommt Schnappschussästhetik nach der Logik von Steven Jacobs dann erst nach Cartier-Bresson vor. Oder man geht anders vor und sagt, Schnappschussästhetik wandelt sich vom geometrisch selbst gestalteten Moment bis Hin zum völlig sich dem Zufall und der Auswahl überlassen.

Steven Jacobs weist später in dem Artikel auf folgendes hin. „Durch die zunehmende Individualisierung, das Aufkommen der multikulturellen Gesellschaft und die wachsende Bedeutung von Randgruppen zerfiel die bürgerliche Gemeinschaft im klassischen Sinne und mit ihr der öffentliche Raum. Fotografen wie etwa Bruce Davidson und Nan Goldin widmeten sich Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre Phänomenen von privaterem Charakter, bevorzugten schrille oder extreme Sujets und die Darstellung von Subkulturen.“

Jacobs erreicht elegant die Gegenwart, wenn er darauf hinweist, daß die Streetfotografie in der Öffentlichkeit vielleicht auch nur aus dem Blick geraten ist und nennt als Beispiel für die Wiederentdecktung das Buch Streetphotography Now.

Mehr zu dem Thema findet man sehr schön auch hier in dem Video.

Wenn Sie darüber hinaus eine fortlaufende Sammlung echter Streetfotografie aus Germany sehen wollen zwischen Journalismus und neuen Wegen, die die Wirklichkeit so abbildet wie sie ist ohne dabei immer auf Geometrie zu verzichten, dann empfehle ich die wupperart.

Dort ist die Fotografie so wie das Leben. Aber nicht wie in New York sondern im New Germany zwischen Düsseldorf und Köln in Remscheid, Solingen und Wuppertal.

Wenn Sie mehr sehen wollen, dann können Sie von dort zum Wupperartmuseum wechseln und haben das, was aus dem Alltäglichen als zeitlos aktuelle Themen herausgefiltert wurde.

So findet die Realität des Kunstlexikons von HatjeCantz seinen Niederschlag direkt vor Ort. Das ist die lebendige Kunst in der Fotografie, um die es geht – Streetfotografie today.

 

Streetfotografie und NSA – wo ist der Unterschied?

Streetphotography bzw. Strassenfotografie ist heute immer noch eines der beliebtesten fotografischen Themenbereiche. Und seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist es noch interessanter weil ein neuer Aspekt hinzukommt, die Frage der persönlichen Doppelzüngigkeit.

Persönlichkeitsrechte sind unteilbar. Freiheit ist ebenso immer die Freiheit des Andersdenkenden wie der Schutz der eigenen Persönlichkeit auch für andere gilt.

Wenn man die fotografische Bloglandschaft durchstreift, dann schreiben immer mehr über ihre persönlichen Erfahrungen mit Kameras, Objektiven und der Strassenfotografie.

Denn sie gehen ja mit ihren Kameras vor die Haustür und machen Fotos.

Dabei ist nun sehr oft festzustellen, dass sich in Blogbeiträgen dazu geäußert wird, daß es zwar das Recht der Menschen gibt, nicht öffentlich einfach fotografiert werden zu wollen und sie das Recht haben, selbst darüber zu bestimmen, ob man sie digital festhält oder dies sogar noch veröffentlicht wird.

Aber dann kommt oft ein Satz danach, der mit irgendwelchen Argumenten rechtfertigt, warum man dann doch einfach fremde Menschen fotografiert, die erkennbar sind und diese Fotos sogar noch online setzt.

Ich hoffe, diese Menschen verstehen irgendwann, daß sie sich damit auf eine Stufe mit der NSA stellen. Auch dort werden deutsche Gesetze einfach gebrochen, weil man der Auffassung ist, man stehe über dem Gesetz.

Dabei ist es fotografisch so einfach.

Deshalb will ich noch eimal auf die goldene Regel zur Strassenfotografie hinweisen.

Denn es ist mit einfachen fotografischen Mitteln möglich, besser zu werden, gute Fotos zu machen und sich selbst zu vervollkommnen.

 

Beispiele für Fineart-Streetfotografie

Fineart-Streetfotografie ist eine Art zu fotografieren, die die goldene Regel der Streetfotografie anwendet im fotografischen Prozess.

Dabei geht es um den richtigen Moment und den Datenschutz.

Da dies auch eine fotografische Herausforderung ist, möchte ich an einigen Beispielen zeigen, wie man es richtig macht. Dabei habe ich genau die Beispiele herausgesucht, die jeder vor der eigenen Haustür finden kann und die keine besondere fotografische Ausrüstung erfordern. Es kommt auf den Menschen hinter der Kamera an.

1. Beispiel

Das erste Beispiel zeigt Personen am Rhein, die dort am Ufer versammelt sind. Das Foto wirkt wie gestellt, weil alle Personen zum Rhein gucken (bis auf den Mann ganz rechts, der die Szene weiterführt) und weil die Laterne genau in der Mitte im Vordergrund alles teilt und im Hintergrund alles fließt. Das wird auch durch das Schiff gezeigt.

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Foto: Michael Mahlke

Das Ganze war nur einen Moment so sichtbar, danach löste sich alles auf. Das Foto könnte auch als moderne Kunst durchgehen unter dem Titel „Rheinblick“.

Aber es ist eben nicht konstruiert sondern direkt aufgenommen.

Die Auswahl des Ausschnitts mit der Laterne in der Mitte ist vom Fotografen so gewählt, alles anders hat sich so ergeben.

Die Frau rechts nimmt mit einem Tablet die ganze Szene auf, so daß hier noch einmal Fotografie als Thema auftaucht.

Das Foto erzählt mehr als eine Geschichte, ergibt aber durch die Anordnung in meinen Augen eine gelungene und nicht langweilige Darstellung, die allen Kriterien der Fineart-Streetfotografie gerecht wird.

2. Beispiel

Wieder spielt das Thema Fotografie eine Rolle und wieder ist die Szene  direkt am Rhein aufgenommen.

Nun wird die Geschichte von Personen erzählt, die am Rhein stehen und ein Mann nimmt mit einem Smartphone eine Frau mit Kind auf.

Alles ist erkennbar und dennoch sind die Personen nicht identifizierbar. Genau darum geht es. Der Moment muß passen.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier steht die Streetfotografie für das Festhalten der Idylle der familiären Gemeinsamkeit, wobei nicht klar ist, ob alle Personen auf dem Foto zusammengehören.

Übrigens sieht man nicht, daß hinter dem Mann noch ein Kind steht. Wäre es sichtbar gewesen, wäre es auch erkennbar gewesen.

Da muß man abwarten und riskieren, daß man die Szene so nicht einfangen kann.

3. Beispiel

Ganz anders.

Eigentlich auch ein Farbfoto wurde es in ein monochromes Foto verwandelt, um die Einteilung besser sichtbar zu machen.

Wie man sieht geht es darum, dass ein Bushaltestellenschild entfernt wird und ein neues Schild angebracht wird. Wenn man länger draufschaut wird klar, daß es auch einen neuen Namen gibt.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Es war der Tag als die Bushaltestelle umbenannt wurde. Eigentlich ein Reportagefoto. Wenn man aber genau zu diesem Zeitpunkt in einem Bus sitzt und an der Bushaltestellte vorbeifährt, wenn die Umbenennung erfolgt, wie kann man dies fotografisch festhalten?

Es war ja nur ein Moment, Streetfotografie aus dem Bus im Wortsinn also. Die Entscheidung war mit der Trennungslinie im Busfenster zu arbeiten und so den Ausschnitt zu wählen. Man hätte auch näher ans Fenster gehen können oder durch den oberen Fensterausschnitt fotografieren können.

Damit wurde unterteilt zwischen Vergangenheit mit dem alten Namensschild unten, Gegenwart mit dem Mann, der die Linie durchbricht und Zukunft mit dem neuen Schild, das im oberen Abschnitt zu sehen ist.

So wurde aus dem Bus heraus ein Moment festgehalten, der so nie mehr wiederkehren wird.

Fineart-Streetphotography ist also nichts, was man selbst nicht jeden Tag umsetzen kann. Es ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben, mit dem, was man sieht, woran man nur eben mal vorbeigeht und was geschieht, wenn man in dem Moment aufpasst und es so kombiniert.

Um so weit zu kommen, empfehle ich in jedem Fall eine gründliche Auseinandersetzung mit dieser Webseite.

Allerdings sind die bisherigen Beispiele eher langweilig. Sie konzentrieren sich auf die Form und nicht auf den Inhalt.

Bessere Beispiele gibt es hier und hier.

 

 

Power the moment – Streetfotografie als Sucherfotografie

Hat bei Fuji auch das neue Image der Streetfotografie gesiegt?

Fuji hat eine Roadshow und eine School im Angebot, wo einige Dozentinnen und Dozenten die neuen Kameras vorführen sollen. Zielgruppen sind offenkundig Kunden mit Interesse an Fashion, Porträt und anderen Themen.

Aber nicht für Street so wie es aussieht. Vielleicht liegt es daran, daß Fuji zunehmend mehr Kameras ohne Sucher im Programm hat.

Es gibt aber von einem Liebhaber der Streetphotography (ohne Unterstützung von Fuji oder eine PR-Agentur) ein komplettes Ebook (mit englischen Kurztexten und vielen wunderbaren visuellen Eindrücken) zu den Vorzügen der Sucherfotografie speziell mit der Finepix X100 und X10. Das Ebook ist speziell für die Benutzung des Suchers beim Fotografieren (viewfinder – rangefinder) gemacht worden.

Der Autor glaubt nämlich, daß dies das wirklich Einzigartige bei klassisch guter Streetfotografie ist und es sich um eine spezielle Art des Fotografierens handelt. Gute Streetphotography kann auch mit anderen Kameras gemacht werden.

Aber die Art und Weise der Entstehung durch die Auswahl mit dem Sucher gibt dem Ganzen nicht nur im Moment der Entstehung sondern auch im Prozess der Auswahl andere Qualitäten für sich selbst und für manches Foto.

Das kostenlose ebook finden Sie hier (pdf).

Es handelt sich um Fineart-Streetphotography.

Es geht eben um die Weitergabe des Feuers und nicht um das Aufbewahren der Asche.

Abschließend noch ein Beispiel für echte Fineart-Streetfotografie nach den Kriterien der goldenen Regel für Streetphotography – übrigens in der Nähe von Düsseldorf, wo Fuji residiert.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

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Die goldene Regel der Streetphotography – Straßenfotografie im Zeitalter von NSA und Google

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Ich erlebe heute vielfach einen Umgang miteinander, der immer respektloser, distanzloser und menschenverachtender wird.

Dazu gehört auch das Fotografieren von Menschen im Bereich Streetfotografie.

Ich finde, dies ist Grund genug, um klare Verhaltensweisen zu definieren, die man einhalten sollte, wenn man nicht mit diesen Entwicklungen einverstanden ist.

Denn man kann nicht gegen die totale Überwachung sein und Demokratie mit Menschenrechten, Datenschutz und Menschenwürde fordern, wenn man gleichzeitig glaubt, mit einer Kamera in der Hand alles außer Kraft setzen zu können.

Der Respekt vor dem anderen fängt bei der Nutzung der Kamera an.

Deshalb hier die goldene Regel zur Streetfotografie im 21. Jhrdt.:

Respekt vor Menschen und ihren Rechten

Strassenfotografie ist keine Spannerfotografie.

Bei der Strassenfotografie gibt es eine besondere Herausforderung, der sich auch die Klassiker meistens bewusst waren.

Und heute sollte man sich im Zeitalter der maschinellen Gesichtserkennung dieser Frage noch bewusster sein.

Es geht um die Persönlichkeitsrechte der Fotografierten.

Einfach ausgedrückt gilt für die Strassenfotografie und die aufgenommenen Personen: Einwilligung oder nicht erkennbar!

Und auch das gerne angeführte Argument, dass es sich ja auf der Strasse um einen öffentlichen Raum handelt, gilt so einfach nicht.

Sind Besucher einer Kirmes, Menschen an einer Bushaltestelle oder Frauen auf der Einkaufsstrasse Teil einer Öffentlichkeit, die einfach fotografiert werden darf, sozusagen fotografisches Freiwild?

Ist dies das Ende der Strassenfotografie?

Ganz im Gegenteil!

Gerade dieses klare Kriterium erfordert eine neue Art des Fotografieren, bei der man sich anstrengen muß.

Der neue Klassiker der modernen Strassenfotografie ist die Fineart-Streetphotography.

So ist Fotografie auch wieder mehr als bloßes Draufhalten und Abdrücken.

Sie wird zur höchsten Kunstform der Fotografie und ermöglicht einzigartige Chancen.

Einfache Beispiele dafür finden Sie hier.

Übrigens gibt es hier einen langen Artikel über einen Instagramer, der Leute fotografierte. Als er dann auch noch oben-ohne Fotos machte flog er bei instagram raus. Das geschah in Amerika und nun denkt der Mensch das erst Mal über Persönlichkeitsrechte nach in digitalen Zeiten.

 

Colours of Cologne – Streetfotografie als visuelle Poesie

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Heute ist Strassenfotografie wieder ein großes Thema. Da kann man was draus machen.

Kann man denn den Moment eines Ortes oder einer Strasse noch visuell festhalten?

Kann man ein Thema so in Fotos packen, daß es sichtbar wird?

Gute Fotos entstehen spontan im Kopf. Die Situation inspiriert und das Foto entsteht innerhalb der Ränder, die den Rahmen ergeben.

Damit das Ganze konkreter wird, möchte ich auf eine Serie hinweisen, in der die fotografische Muse die Stadt Köln geküßt hat.

Großstadtleben bedeutet die ununterbrochene Begegnung mit anderen Menschen ohne sich Kennenzulernen.

Diese Anonymität ist überall anders und zugleich eine Grunderfahrung im urbanen Raum.

Wie sehen diese Begegnungen in Köln aus?

Welche Farben und Strukuren bietet Köln, wenn man dies dort erlebt?

„Colours of Cologne – Passing Strangers“ ist eine Serie mit 11 Fotografien, die genau dies zeigt.

Die Atmosphäre des Ortes wird mit dem Thema konfrontiert.

In diesem Fall ergab es visuelle Poesie als Streetphotography.

Fotografisch handelt es sich um

  • schnelle Fotos, die sichtbar einen Moment einfangen und nicht geplant werden konnten,
  • farbige Fotos, die bewußt die Farben der Umgebung eingefangen haben
  • Fotos ohne Nachbearbeitung, um die reale Atmosphäre festzuhalten

Es handelt sich um echte Streetfotografie und nicht um inszenierte Fotos.

Das Ebook ist kostenlos (pdf).

Text 1.1

Das neue Image der Streetphotography

Subjektive Beobachtungen objektiv vorhandener Kommunikation

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Imagebildung bedeutet Bilder bzw. Eindrücke von einer Sache zu vermitteln, um gefühlsmäßig Meinungen anderer zu beeinflußen.

Und so ist die Streetphotography oder Strassenfotografie gerade dabei, ein neues Bild zu erhalten, das  der neuen Zeit angepaßt wird. Da lohnt sich schon das Hinschauen.