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Fotografieren wie Cartier-Bresson nach den Regeln der Fineart-Strassenfotografie von M. Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Heute ist das Fotografieren so einfach.

 

Draufhalten, drücken, fertig.

Die Herausforderung fängt an, wenn man etwas anderes will, nämlich gestaltete Fotos nach eigenen Maßstäben mit zufälligen Momenten.

Dann ist es schwer.

Dazu gehört zum Beispiel das Fotografieren nach den Regeln der Fineart-Strassenfotografie.

 

Man kann es sich aber noch schwerer machen.

Wie früher! Da gab es noch keinen Autofokus.

Der Meister des Schnappschuss war Henri Cartier-Bresson.

Er fotografierte zu einer Zeit als es noch keinen Autofokus gab.

 

Warum sollte man heute so fotografieren?

Weil man damit ein Gefühl für das richtige Verhältnis von Schärfe und Abstand erhält und weil man damit besser „sehen“ lernt.

 

Wie macht man das?

Wichtig ist eine Kamera, die das noch kann.

Es muß eine Kamera sein bei der man den Fokus einstellen kann auf einen bestimmten Abstand.

Die Schlüsselwörter dabei sind Panfokus oder Fixfokus oder auch Prefocus.

Dabei wird grob gesprochen auf 1m, 2,5 m oder 4 m scharfgestellt und alles danach ist dann je nach Blende, Sensor und Abstand sowieso scharf.

Oder man stellt manuell an einem Objektiv einen bestimmten Abstand für die Schärfe ein.

 

Welche Kameras sind sinnvoll?

Es können preiswerte und kleine Kompaktkameras genommen werden oder teure und große Digitalkameras.

Die Kamera muß nur über diese technische Möglichkeit verfügen.

Übrigens gibt es auch Smartphones mit solchen Fixfokus-Objektiven, die ab ca. 20 oder 50 cm alles scharfstellen.

 

Wie geht es weiter?

Der Rest ist raus und üben.

Cartier-Bresson hatte eine analoge Filmkamera im sog. Kleinbildformat und er hatte eine Festbrennweite, am liebsten 50mm.

Heute geht es digital besser, weil man sofort sehen kann, ob man richtig lag mit der Schärfe und dem Abstand zum Motiv.

 

Viel Spaß!

 

Und wenn Sie fertig sind merken Sie, daß das Schwere vieles leichter macht – auch digital.

Aber nur, wenn Sie eine persönliche Ausrichtung beim Fotografieren entwickeln.

Sonst lohnt sich alles nicht.

Fotografieren oder Schreiben?

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Alles kommt wieder. In der aktuellen photonews 7-8/14 schreibt Markus Weckesser über die Fotoausstellung (Mis)understanding Photography im Essener Folgwang Museum.

„Die Theorie ist das ungeliebte Kind der Fotografie … Solche Kompendien versammeln kanonische Abhandlungen von große Geistern wie Benjamin, Kracauer, Barthes und Sontag, wobei keiner der Autoren selbst fotografiert hat. Bemerkenswert ist somit das Konzept der Ausstellung… Im ersten Teil reflektieren Fotografen das Medium Fotografie … Der zweite Teil präsentiert 58 Manifeste, Statements, Essays und Thesen. Und zwar ausschließlich von Fotografen.“

Weckesser wirft hier die Frage auf, ob die, die über etwas schreiben, es auch praktizieren müssen.

Gute Frage und Diogenes antwortet, es kommt darauf an.

  • Wer über das Fotografieren und seine sozialen Auswirkungen schreibt, der muß nicht fotografieren.
  • Wer aber über das Fotografieren als Tätigkeit schreibt, der sollte auch fotografieren.

Fotografen haben in der Regel nicht das gedankliche Instrumentarium erlernt, um gesellschaftliche Entwicklungen entsprechend einordnen zu können im Sinne einer wissenschaftlich orientierten Betrachtungsweise. Daher ist es nachvollziehbar, wenn Menschen über Fotografie schreiben, auch wenn sie nicht fotografieren oder fotografiert haben.

Die Fotografie muss würdigen und Menschenwürde zeigen

Als im letzten Jahr an der Bergischen Universität Wuppertal eine Armutskonferenz stattfand, war dort auch eine Fotoausstellung über Armut in Deutschland heute zu sehen.

Am 23.11.2013 veranstaltete die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, das Interdisziplinäres Zentrum: Kindheiten. Gesellschaften der Bergischen Universität Wuppertal und das Beratungs- und Unterstützungswerk Tacheles Wuppertal eine Armutskonferenz. Im Vorfeld der Veranstaltung eröffnete R-Mediabase am 21.11. die Fotoausstellung „Armut in Deutschland“ ebenfalls in der Bergischen Universität Wuppertal. Gezeigt wurden Arbeiten von Kurt Feisel, Hans-Dieter Hey, Karin Richert, Dr. Marcus Richter, Hubert Perschke und Jochen Vogler.

Ein schwieriges Thema in einer schwierigen Zeit.

Diese Ausstellung wurde seitdem ununterbrochen an verschiedenen Orten gezeigt.

  • Hat Armut in der Fotografie heute noch Gesichter?
  • Führt die Anonymisierung dazu, daß dieses Thema nicht mehr sichtbar ist?
  • Wie gehen die beteiligten Fotografen damit um?

Ich hatte das Glück zwei der beteiligten Fotografen zu treffen, Kurt Feisel und Jochen Vogler. Die Fotoausstellung ist ein Projekt von r-mediabase mit Unterstützung von ver.di nrw und der Rosa- Luxemburg Stiftung NRW an dem 5 Fotografen und 1 Fotografin beteiligt sind.

von links: Jochen Vogler und Kurt Feisel im Cafe Tacheles, hinter ihnen Fotos der Ausstellung - Foto: Michael Mahlke

von links: Jochen Vogler und Kurt Feisel im Cafe Tacheles, hinter ihnen Fotos der Ausstellung – Foto: Michael Mahlke

Wir trafen uns im Cafe Tacheles des Tacheles e.V. , der nicht nur bei der Armutskonferenz Mitveranstalter war sondern aktuell auch die Ausstellung im Cafe zeigt.

Foto: Michael Mahlke

Jochen Vogler – Foto: Michael Mahlke

Der aktuelle Ausstellungsort Tacheles ist in ununterbrochener Folge der 4. Ausstellungsort. Danach wird sie weiterwandern. Sie umfaßt aktuell 25 Fotos und kann gerne über r-mediabase ausgeliehen werden.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten ist auch fotografisch entscheidend. Kurt Feisel und Jochen Vogler haben dies gemeinsam mit den anderen Beteiligten versucht.

Wie unterschiedlich man dies fotografisch machen kann finden Sie hier dargestellt.

Sandy oh Sandy

Der Hurrikan Sandy hat grossen Schaden angerichtet. Es ist viel darüber geschrieben worden wie darüber berichtet wurde. Wer sich einen kleinen Überblick verschaffen will, der hat viele Möglichkeiten.

Ich möchte auf einige Varianten hinweisen.

So erhält man viele verschiedene gesammelte Blicke, die dokumentieren, was geschehen ist.

  • Sind die Fotos in ihrem Aussagewert gleichrangig?
  • Gibt es Unterschiede bezüglich des Dokumentationswertes?
  • Welche verschiedenen Themen finden sich auf den Fotos?

 

Vom virtuosen Photographen zur virtuellen Fotografie

Foto: Michael Mahlke

Seitdem Bourdieus „Eine illegitime Kunst“ 1965 erschienen ist, ist die Diskussion darüber nicht abgerissen, aber immer nur in kleinen Kreisen.

Deshalb möchte ich meine Beschäftigung mit diesem Thema und den sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie mit diesem Artikel dem aktuellen fotografischen Zeitgeist zuführen und damit auch diesen Zyklus beenden und mich vom Schreiben mehr abwenden und dem Fotografieren mehr zuwenden.

In Bourdieus Buch schreibt Jean-Claude Chamboredon über „Mechanische, unkultivierte Kunst“. Dort benutzt er den Begriff des „virtuosen Photographen“ und läßt unter anderem Brassai, Man Ray und Henri Cartier-Bresson zu Wort kommen.

Damit ist klar, was mit diesem Begriff zu Beginn der 60er Jahre gemeint war: gelungene Fotos.

Damals war das Thema Fotokunst noch nicht so stark abgegrenzt vom Thema Dokumentarfotografie und teilweise deckungsgleich.

Wodurch ist ein Foto gut?

Ein paar Jahre danach schrieb 1969  Andreas Feininger zur Frage “Wodurch wird eine Fotografie gut?”

folgendes: “Beim Analysieren von Fotos, die ich instinktmäßig als »gut« empfand, fand ich, daß diese Bilder ausnahmslos, obwohl in verschiedenem Maße, vier besondere Eigenschaften hatten:

  1. Aufmerksamkeit zu erregen
  2. Absicht und Sinn zu offenbaren
  3. gefühlsmäßig zu wirken
  4. grafische Gestaltung zu besitzen.”

Diese Attribute beziehen sich offenkundig auf Fotos und nicht auf Fotokunst. Doch die Schnittmenge bleibt wie noch zu sehen sein wird.

Was ist virtuos?

Damit kommen wir der Frage, was man unter einem virtuosen Photographen verstehen kann, ein Stück näher.

Virtuos ist eine Fähigkeit, die über das Erlernte hinausgeht. Virtuos ist damit individuell und somit personengebunden.

Und virtuos ist an eine spezielle Fähigkeit gekoppelt. Hier ist es die Fähigkeit, aus einem Fotoapparat mehr herauszuholen als andere auf bestimmte Weise.

Dies ist also weniger die Fähigkeit, einen Fotoapparat bedienen zu können als z.B. die Fähigkeit, den richtigen Zeitpunkt in einer Situation einzufangen oder das Foto geometrisch zu gestalten oder das Wichtige vom weniger Wichtigen durch Schärfe bzw. Unschärfe zu trennen etc.

Das hat auch etwas mit Visionen zu tun, die das eigene fotografische Tun leiten und es hat mit dem Zeitgeist zu tun, der sich aus den dominierenden Sichtweisen zusammensetzt, die wiederum mit den technischen Möglichkeiten zusammenhängen.

Zwischen virtuos und virtuell

Um das Thema konkret anzupacken, möchte ich die hier mehrfach fotografisch dargestellten, bearbeiteten bzw. als Fotokunst kreierten Bücher nehmen, die zusammen fast einen Zeitraum von 50 Jahren Beschäftigung mit dem Thema Fotografie und Fotokunst abdecken und den sozialen Umgang mit Fotografie durch sich selbst und durch die Inhalte dokumentieren.

Bourdieu untersuchte Fotografie und ihre Anwendung im Rahmen der sozialen Verhaltensweisen. Seine Beispiele zeigen, dass die Gestaltung von Fotos vielfach durch die Menschen erfolgt, die aufgenommen werden.

So fangen Familienfotos keine spontanen Situationen ein sondern sind geplante Ereignisse mit Anzug, Positionierung der Gruppe und gewollter Aussagekraft.

Dies ist dann ein sozialer Prozess, der dokumentiert wird, eben eine soziale Gebrauchsweise.

Foto: Michael Mahlke

Fotografie als fortgeschrittene Kunst

Charlotte Cotton verfolgt in ihrem Buch „the photograph as contemporary art“, die Entwicklungen seit dieser Zeit (das Buch ist mittlerweile auch auf deutsch erschienen, zur Beurteilung der Übersetzung ins Deutsche gibt es hier Informationen).

Sie zeigt, dass die Versuche, aus Fotografie „conceptual art“ – also eine geplante Kunst – zu machen, durch die Nutzung der Fotografie bei Künstler-Vorführungen (Performances) erhebliche Anstösse bekam.

Aus Schnappschüssen und ihren Meistern/- innen entwickelte sich eine gestaltete Fotografie, die das eigentliche Bild vielfach nur noch zum Festhalten der ausgedachten Situation nutzte.

Und es entwickelte sich „Deadpan“. Es ist der englische Begriff für emotionslos und weist auf die Fotografie hin, die ohne Anteilnahme Aufnahmen plant und festhält.

Diese wurde in den 90er Jahren populär, quasi parallel zum wachsenden Markt für Fotokunst.

Es sind Bilder, die als „Germanic“ bezeichnet werden und Namen wie Becher und Gurski meinen. Aber auch Niedermayr, Smith oder Burtynsky fallen darunter.

Es ist eine neue Sachlichkeit der Fotografie, die durch ihre unpersönliche Art der Darstellung sich gut zur Vermarktung im Bereich Fotokunst eignet.

State of the art photography

Das zur Ausstellung im NRW-Forum erschienene Buch „state of the art photography“ zeigt nun einen weiteren Schritt. Parallel zu realen Welten werden nun aus Fotos auch neue Welten kreiert.

So heisst es zum Beispiel bei Alex Grein, die bei Andreas Gursky ausgebildet wurde: „Die fotografischen Arbeiten Arbeiten setzen sich aus Bildausschnitten zusammen, die Satellitenaufnahmen von Google Earth entstammen. Deren Objektivität wird durch eine subjektive Rekonstruktion abgelöst. Eine neue Landschaft entsteht.“

Ossian Ward hat dies alles in dem Buch so ausgedrückt: „Die Künstler, die heutzutage mit dem Medium Fotografie arbeiten, sind deshalb nicht einfach nur Fotografen sondern auch Kuratoren, Archivare, Geschichtenerzähler und Gestalter von Abbildern der Wirklichkeit oder ihrer selbst erdachten Welten.“

Nun gab es dies schon länger. Aber entscheidend ist nicht die Existenz von Dingen und sozialen Verhaltensweisen sondern die Dominanz im öffentlichen und sozialen Raum.

Also, was wird in Museen ausgestellt, worüber schreiben die Medien offline und online, was wird im Fernsehen gezeigt, worüber gibt es neue Bücher und vieles mehr.

Und da ist es so, dass diese Themen aktuell dominieren. Und damit ist aus der virtuosen Fotografie eine virtuelle Fotografie geworden, die nicht mehr das Abbilden der Realität sondern die Verarbeitung von digital vorliegenden Inhalten jeder Art zum Thema hat.

 

Foto: Michael Mahlke

 

Der Markt für diese Art von transzendierter Fotografie wächst. Gestaltete reale und virtuelle Inhalte werden immer mehr im sozialen Umfeld von Menschen eine Rolle spielen. Die Fotografie als Element des menschlichen Alltags wird zunehmend zum Ausdrucksmittel einer neuer Definition von Kunst.

Somit wird sicherlich auch bald der Begriff der virtuosen virtuellen Fotografie Einzug halten, um sich besser von anderen unterscheiden zu können.

Ich bin gespannt, wann und wo es soweit ist.

So hat sich der Zeitgeist gewandelt und zeigt sich heute fotografisch in dieser Form. Es sind 50 Jahre Geschichte der Fotografie und Umgang mit einem Medium. Doch wir haben die Schwelle ins digitale Land erst kurz hinter uns gelassen. So wird die Zukunft digital, bunt und auch weiterhin dynamisch voller fotografischer Überraschungen sein.

Was in 50 Jahren unter Fotokunst verstanden wird, werde ich nicht mehr erleben. Aber die Veränderungen der letzten 50 Jahre zeigen, dass es nicht so bleibt wie es ist.

Das ist sicher.

Textversion 1.1

Albert Camus und die Fotografie

Albert CamusAlbert Camus war ein kluger Mensch. Er formulierte für die Zeit der Industriewelt in seinen Tagebüchern so viele gute Gedanken, dass das Lesen dieser Gedanken eine ununterbrochene Entdeckungsreise zu sich und der Welt ist.

Dabei hat er gar nicht viel geschrieben. Aber hier zeigt sich, dass weniger oft mehr ist.

Als Historiker und Sozialwissenschafter, Berater und Publizist habe ich immer versucht, die Welt zu verstehen. Und mir war klar, dass ich darüber schreiben muss. Aber irgendwann wurde mir in der Auseinandersetzung mit dem Leben auch klar, dass das geschriebene Wort nicht alles ist. Die meisten lesen wenig, in unserer Gesellschaft ist spätestens durch das Fernsehen das Lesen weitgehend ersetzt worden und Erkenntnis ist eben mehrdimensional.

„Man denkt nur in Bildern. Wenn du Philosoph sein willst, schreib Romane.“ Diese Notiz aus dem Tagebuch von Albert Camus zeigt im Schreiben die andere Dimension. Er schreibt, dass das Denken in Bildern erfolgt. Damit ist das Schreiben die andere Hälfte vom Bild, wie Schwarz und Weiss oder Yin und  Yang.

Aber damit endet die Bedeutung dieser Aussage nicht. In dem schönen Buch „Mit der Kamera sehen, Konzeptionelle Fotografie im digitalen Zeitalter“ von Robert Hirsch kommt dann auf einmal die Erklärung. Robert Hirsch fragt „Was haben Bilder einem Text voraus?“

Er antwortet folgendermaßen: „Ein erfahrener Fotograf kann auf visuelle Weise seine Erfahrungen mit der Welt austauschen. die sich der Beschreibung durch Worte hartnäckig widersetzen. Albert Camus sagte einmal: „Ohne die Rätsel des Lebens gäbe es keine Kunst.“ Worte können zwar das eigentlich Unaussprechliche aussprechen, sie weisen aber auch immer auf ein Bewusstsein jenseits der Sprache hin. Fotos können Empfindungen für ein Motiv ausdrücken, ohne auf dessen körperliche Eigenschaften beschränkt zu sein. Fotos herrschen über Raum und Zeit und ziehen die Betrachter in ihren Bann, ohne dass diese beschreiben können, was sie eigentlich so fasziniert. Sie können uns daran erinnern, wie die flüchtigen Bilder unserer modernen Kultur unser Gedächtnis und unsere Gefühle besetzen und Teil unserer Gedankenwelt werden, die uns eine Identität verleiht und uns in die soziale Ordnung stellt.“

Soweit Robert Hirsch. Er fährt dann fort mit der Frage, was ein Foto interessant macht. Doch dies sollte jeder dann in dem Buch von Robert Hirsch selbst lesen.

Für mich ist bemerkenswert, dass Robert Hirsch genau dort angekommen ist, wo ich ebenfalls angekommen bin: bei Albert Camus. Seit ich die Fotografie entdeckt habe (und nach mehreren Jahren theoretischer und praktischer Anleitung mich aktuell im Stadium der dokumentarisch-publizistischen Fotografie befinde), erlebe ich, dass dies auch das Er-Leben einer Weltsicht ist.

Albert Camus gelingt es durch seine Worte, mir deutlich zu machen, dass die Welt nicht ohne Worte sein sollte, aber hinter den Worten weitergeht.

Camus zeigt mir, dass gerade die Zeit ohne Worte, das Erleben der Sonne, die Sinnlichkeit, für mich wesentlich ist. Nur so kann ich die Absurdität unserer Existenz auflösen, die ja bestimmt ist durch Kopf, Bauch und Sexus im Bewusstsein der eigenen Endlichkeit.

Historisch betrachtet wechseln wir gerade in eine neue Welt. Digitales Denken und digitale Medien bestimmen uns. Statt Zeitungen mit Texten und Bildern gibt es Bilder mit Tönen. Das ist nicht schlechter, es kommt eben darauf an, was ICH daraus mache. Und genau darauf will ich hinaus.

Es ist eine Chance für den einzelnen Menschen, seine absurde Existenz mit Bildern besser zu leben. Insofern gibt die Fotografie uns die Chance, die Rätsel des Lebens besser zu erleben und uns selbst besser zu erfahren.

Nicht umsonst ist das Fotografieren von Menschen so wichtig und fast jeder Mensch kann sich nichts Schöneres vorstellen, als fotografiert zu werden. Dabei geht es eigentlich nicht um Akt oder Erotik, sondern um die Erfahrung seiner selbst durch das Betrachten der eigenen Fotos. Du siehst dich und du siehst dich ganz. Du nimmst dich wahr von aussen, während du dich sonst nur von innen siehst. Du transzendierst dich, um zu dir zurückzukehren.  Die Betrachtung deiner eigenen Fotos gibt dir genau die Sprache ohne Worte, über die ich hier die ganze Zeit schreibe. Dies gilt natürlich für andere Bereiche der Fotografie ebenso, ist aber im Bereich der Porträtfotografie wahrscheinlich persönlich am intensivsten.

So kannst du die Zeit deines Lebens bewusster erleben. Letztlich ist es das Leben von Kunst. Du wirst dein eigener Künstler oder wie es Wolfgang Boesner einmal geschrieben hat: „Die Grenzen von Worten, Philosophien und Religionen werden durch Kunst aufgelöst.“

Doch damit möchte ich diesen Artikel nicht beenden. Aufmerksame Beobachter meines Denkens wissen, was jetzt kommt. Ja, es ist ganz einfach. Wer hat denn die bekanntesten Fotos von Albert Camus gemacht? Richtig, es war Henri Cartier-Bresson. Damit schliesst sich nicht nur der Kreis sondern es öffnet sich dadurch das Tor zu einer neuen fotografischen Welt.

Was ist “Besseres Fotografieren” heute?

Besseres Fotografieren

Wir leben in einer Zeit der absoluten Bilderwelten. Die Bilder sind still oder bewegen sich, aber sie sind allgegenwärtig. Nun ist es an der Zeit, einen kleinen Streifzug durch die aktuelle digitale Landschaft zu unternehmen. Ziel sind Antworten auf die Frage, was denn besseres Fotografieren im Zeitalter nach dem „Ende der Dunkelkammer als zentraler Ort für die Herstellung von Bildern“ (Robert Hirsch) bedeutet?

Dazu habe ich aktuelle Bücher untersucht, die aus meiner Sicht den Zeitgeist widerspiegeln. Das muß man übrigens immer wieder tun, um sich klar zu machen, wie veränderlich auch diese Gedankenwelt ist.

Beginnen möchte ich mit einer Frau und deren Buch. Die Frau heisst Jacqueline Esen und das Buch heisst „Digitale Fotopraxis. Rezepte für bessere Fotos“. Das Buch lohnt sich. Es bietet eine Fülle an Anregungen, die bezeichnenderweise auf ganz traditionelles Fotografieren ausgerichtet sind. Die Autorin stellt sich dann ab der Seite 312 in ihrem Buch die Frage „Was ist ein gutes Bild?“

Ihre Antwort fällt so aus: „Eine absolute Aussage darüber, ob ein Foto gut oder schlecht ist, kann man nicht treffen. Es ist immer nötig, den Kontext zu sehen, in dem das Bild erscheint. Wenn jemand ein Bild als Wandschmuck für die Küche sucht und sich für das Foto einer grünen Tomate entscheidet, dann ist das Bild nicht besser als ein Porträt von Marilyn Monroe, sondern einfach nur besser für den Zweck geeignet“ – wobei sie meiner Meinung nach aber die Anwendung der vorher dargestellten Techniken und Verhaltensweisen voraussetzt.

Damit ist eine erste Annäherung an das bessere Fotografieren durch den Zweck definiert. Es geht also um das richtige Foto für den richtigen Zweck.

Wenn wir uns auf diese Argumentation einlassen, dann geht es nun zu den unterschiedlichen Zwecken und Zielen der Fotografie.

Damit will ich zum ersten Zweck kommen, einem gelungenen Portrait. Kathy Hennig, Lars Ihring und Michael Papendieck haben ein Buch geschrieben mit dem Titel „Die Fotoschule in Bildern: Porträtfotografie“. Es ist ein wunderbares Buch über das Motiv „Mensch“.

Porträts

Und so beginnt das Buch auch mit dem klassischen Porträt und dort gibt es einen Absatz mit der Überschrift „Linien, Linien, Linien“.

Bei der Erklärung einiger dort gezeigter Bilder finde ich dann als Erläuterung: „Beim kleineren Bild setzt die Linie im Hintergrund die Aufwärtsdiagonale des Körpers fort und schafft so ein ausgewogenes, harmonisches Bild.“ Und dann wird man in diesem Buch entführt in die Welt der Porträts. Welches Porträt für welchen Zweck? Darf es ein Charakterporträt sein oder ein Beauty-porträt? Sollen Paare, Kinder oder Serien augenommen werden? Sollen Emotionen, Action, Erotik oder „Ältere Menschen“ aufgenommen werden?

Alles dies wird dargestellt und zeigt, dass es schon bei der Porträtfotografie sehr viele Zwecke bzw. Ziele gibt. Ich persönlich finde hier das bessere Fotografieren im Kapitel über „Klassische Porträts.“ Dort gibt es neben dem Abschnitt über „Linien, Linien, Linien“ weiter hinten im Buch das Kapitel „Porträts gestalten“.

Darin findet sich der meiner Meinung nach entscheidende Schlüsselsatz. Er lautet: „Achten Sie bewusst auf störende Bildelemente und komponieren Sie ihr Foto.“

Genau das ist es. Die Komposition, die Geometrie ist die Grundlage guter Porträtfotografie. Damit ist dieses Buch, wenn man es richtig benutzt, eine wunderbare Anleitung für das schöne Fotografieren von Menschen in den verschiedensten Bereichen des Lebens auf klassischer Grundlage.

Nun möchte ich meinen Streifzug fortsetzen. Dazu wende ich mich einem anderen Bereich zu und einem anderen Fotografen. Es ist George Barr. Er beginnt sein Buch „Der Blick über die Schulter“ mit folgenden Sätzen: „Ich habe dieses Buch aus verschiedenen Gründen geschrieben. Zuallererst wollte ich ein Buch mit realen Bildbeispielen aus der Sicht eines Fine-Art-Fotografen und nicht aus der Sicht eines kommerziellen Fotografen erstellen.“ Damit begeben wir uns gedanklich in ein neues Feld.

Gedanken

In mehr als zwanzig Kapiteln gelingt es Barr zu zeigen, wie man das beste aus einem Bild herausholt. Dazu zeigt er viele Photoshop, Akvis Enhancer, Helicon Focus Pro und andere Techniken auf, um aus einer Aufnahme ein Kunstwerk zu machen. Dazu gehört das Betonen von Strukturen, die Perspektive und vieles mehr. Bei den Gedanken zu seinem Bild vom Stoney Park schreibt er: „An einem Bild wie diesem kann man erkennen, dass gute Fotografie häufig darin bestehen kann, das Bild zu finden, aber ebenso häufig darin, das Bild zu machen.“

Blickführung

George Barr druckt seine Bilder selber aus und verkauft sie. Daher ist sein Ziel, ein Bild zu erstellen, welches im Ausdruck genau dem entspricht, was er sich bei der Bearbeitung vorgestellt hat. Insofern ist eine Annäherung an die Frage des besseren Fotografierens sicherlich die Übereinstimmung der vorgestellten mit der tatsächlichen Bearbeitung. Doch ich will hier mit diesem Buch von George Barr nicht enden. Jahre zuvor hat er ein Buch mit dem Titel „Besser fotografieren. Die hohe Schulde der kreativen Fotografie“ veröffentlicht. Dort entwickelt er unter den Themen Sehen, Motivsuche und Komponieren seine Sicht der Dinge. In diesem Buch schreibt er einen aus meiner Sicht entscheidenden Satz auf Seite 165. Er lautet: „Auch wenn wir nicht alle dieselben Phasen durchmachen, so bin ich doch der Meinung, dass es wichtig ist, das Niveau der handwerklichen Fähigkeiten, der Kreativität und des künstlerischen Ausdrucks zu erkennen, auf dem Sie sich gerade befinden.“ Und er stellt präzise Kriterien vor.

Diese sind im Bereich der handwerklichen Fähigkeiten u.a. gute Bildkorrekturen, Detailreichtum, Tiefe und perfekter Tonwertreichtum. Im Bereich der ästhetischen bzw. kreativen Fähigkeit ist es eine durchdachte Komposition, richtiges Arrangement der Bildelemente und ob sie eine emotionale Reaktion erzeugen.

Der künstlerische Ausdruck ergibt sich dann letztlich aus dem, was sich durch die eigene Persönlichkeit darin umsetzen und dann ausdrücken läßt. Das kann man dann nur schwer in Worte fassen. Ich nenne als Beispiele den Fotografen Alexander Rodtschenko und den Maler und Künstler Dali. Da weiß jeder sofort, das ist von ihm, wenn man ein entsprechendes Bild sieht.

Nach diesem Ausflug in die Fineartfotografie streife ich noch etwas umher und entdecke dabei die „Sprache des Sehens“. So betitelt Robert Hirsch in seinem Buch „Mit der Kamera sehen“ ein Kapitel, welches er dann so beginnt: „Es war Sokrates, der im antiken Griechenland von der ewig gültigen Schönheit geometrischer Formen sprach. Im Laufe der Zeitgeschichte hat sich aus diesen Formen eine Art visuelle Grammatik entwickelt, die das bildnerische Gestalten erheblich beeinflusst hat. Die Bausteine dieser Sprache des Sehens sind Licht, Farbe, Kontrast, Linien, Formen, Muster, Oberfläche, Ähnlichkeit und Bewegung. Aus diesen formalen visuellen Elementen können Bilder entstehen, die der Welt unsere eigene Vorstellung darüber mitteilen, was betrachtenswert ist, was wir in Bildern festhalten dürfen und wie wir Bilder interpretieren.“

Nachdem ich nun auch noch auf Sokrates gestossen bin als Helfer und Gedankengeber, sollte ich meinen Streifzug abschließen und zur Ausgangsfrage zurückkehren.

Daher frage ich mich nun, wie diese zu beantworten ist. Gerry Badger hat in seinem exzellenten Buch „The Genius of Photography“, welches leider nicht auf Deutsch erschienen ist, im letzten Kapitel geschrieben „Anyone can do it.“

Auf Deutsch: Jeder kann es, das Fotografieren. Das stimmt und das ist in einer sehr viel umfassenderen Weise möglich als früher.

So lebt ein Teil der Dokumentarfotografie – gerade der aktuellen Ereignisfotografie – davon, dass eben Herr oder Frau Jedermann mit dem Handy die Fotos oder Videos aufnehmen, welche die Ereignisse zeigen. Aber das alles ändert nichts daran, dass dies zwar ein Teil der neuen Fotografie ist, aber natürlich alle hier aufgeführten Bereiche nicht errsetzt sondern nur ergänzt.

Und gerade deshalb bleibt die Frage nach dem „Besseren Fotografieren“ so wichtig und muß hier auch beantwortet werden.

Nach diesem Streifzug durch Porträtfotografie, die Fineartfotografie und die Dokumentarfotografie ist mir deutlich geworden, dass besseres Fotografieren heute bedeutet, die klassische Sichtweise kehrt zurück.

Doch auch dies ist begrenzt. „Farbe ist Fläche, Linie das Charakteristische“, sagte einmal Henri Cartier-Bresson. Er fotografierte Schwarzweiss und betonte dies damit. Heute werden wesentlich mehr Farbfotos produziert. Wo farbige Flächen dominieren ist die Gestaltung der Fotos anders. Dies ist eine neue Herausforderung. Cartier-Bresson blieb bei Schwarzweiss, weil – in meinen Augen – er wusste, dass die Vermischung von Fläche und Linie meistens nicht die beste Lösung ist. Aber heute müssen wir dies neu beantworten. Denn Farbe dominiert die digitale Bilderwelt.

Beim Schreiben dieses Satzes frage ich mich, ob ich damit nicht all die experimentellen, halbschummrigen und ungenauen Fotos ausgrenze. Ja genau, das mache ich, weil ich klar abgrenze und eingrenze. Es handelt sich bei diesen Dingen eben nicht um besseres Fotografieren. Für mich bedeutet „besser“ die Anwendung der „visuellen Grammatik“ nach Sokrates.

Diese Grammatik geht über den Bildaufbau bis zur Kameratechnik, also der Gestaltung fotografischer Kompositionen bis zur Anwendung entsprechender kameratechnischer Möglichkeiten wie Freistellen und Unschärfe, Beschneidung und – ich füge dies hinzu – Bearbeitung.

Damit ist zwar weiterhin alles möglich, aber aus meiner Sicht ist klar, was „besser“ ist. Vielleicht bezieht sich „besser“ dabei auch nur auf bestimmte Dimensionen eines Fotos: die fotografische Komposition und die Darstellung des Inhalts. Alles andere ist damit nicht ausgeschlossen aber das Andere ist eben nicht „besser“ im fotografischen Sinne. Vielleicht kann sich die andere Fotografie sogar besser verkaufen. Aber fotografisch „besser“ ist sie dadurch nicht.

Um dies alles in die fotografische Praxis zu überführen, habe ich dies in zwei Bereichen umgesetzt:

1. Für Strassenfotografie in Farbe mit Kompaktkameras habe ich zehn Beispiele in ein kostenloses Ebook gepackt.

2. Hinweise wie man klassisch gute Streetphotography mit der visuellen Grammatik des Sokrates macht finden Sie hier.

Viel Spass!

 

Dieser Text liegt im Moment in Version 1.1 vor.

 

Occupy – ein Tag geht um die Welt

Das ist ein Fest für Flickr-Freunde. Wer auf flickr.com geht und dort „occupy“ ohne Gänsefüßchen eingibt, der kann ausnahmsweise die Vorteile der Fotovereinigung sehen. Dort gibt es hunderttausende Fotos aus aller Welt zu diesem Begriff.

Wobei „Tag“ einmal ein englisches Wort ist und übersetzt auf deutsch  „Schlagwort“ bedeutet und Tag auf deutsch als Wochen-Tag genutzt wird, also als Zeiteinheit.

Hinzu kommt bei flickr eine Gruppe zum Thema Photojournalism = Fotojournalismus, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt.

Das ist nun wirklich neu. Die Bürger nutzen weltweit den Tag (= das Schlagwort), um Bilder sichtbar zu machen für Menschen auf der ganzen Welt.

Occupy ist das englische Wort für „Besetzen“, in diesem Fall das Besetzen öffentlicher Plätze, um auf die Misere mit den Finanzmärkten aufmerksam zu machen. Man könnte ja auch das Wort „Demonstration“ oder „Demo“ eingeben, weil es sogar weltweit gleich ist.

Aber „Occupy“ geht weiter. Es sagt, wir demonstrieren gegen die Finanzmärkte und ihre Macht und für eine Gesellschaft, die den Menschen gehört. Es ist ein Akt der Rückeroberung der Zivilgesellschaften. Es ist auch ein Eintreten für Meinungsfreiheit und Demokratie. Einige sprechen sogar vom Dritten Weltkrieg.

Die Occupy-Bewegung ist ein weltweite Bewegung für eine demokratische Zivilgesellschaft, die den Menschen Chancen und Sicherheiten gibt. Aber das wird sicherlich an anderer Stelle diskutiert werden. Hier geht es um die fotografischen Blicke.

Und hier geschieht fotografisch etwas Neues. Man könnte sagen, ein Schlagwort( = engl. Tag) erobert die fotografische Welt. Weltweit nutzen Menschen dies, um ihre Fotos darzustellen.

So hat flickr eine weltweite Bedeutung für soziale Bewegungen. Das ist hochpolitisch, positiv und hoffentlich ohne Zensur.

Damit aber nicht genug. Die Occupy-Bewegung macht ihre eigenen Medien, weil sie wohl zu Recht vielen Medien nicht traut.

Dass ausgerechnet im Spiegel ein Artikel erschien mit der Überschrift „99 Prozent blieben zu Hause“ ist von einer seltsamen journalistischen Ignoranz. Der Journalist Carsten Volkery scheint überhaupt nicht zu verstehen, was die Menschen bewegt. Natürlich waren nicht alle Menschen dabei. Denn die Macht der Verhältnisse führt unter anderem dazu, dass sehr viele Menschen von den 99 Prozent auch samstags jobben müssen, zum Teil kein Geld haben, um in große Städte zu fahren und viele andere Verpflichtungen. Aber so viel Zuspruch von Menschen, die sonst eher unpolitisch sind, gab es selten. Schade, da hätte ich vom Spiegel mehr erwartet und vor allem mehr Differenzierung. Die scheint in diesem Fall eher im Spiegel-Forum zu erfolgen, aber da dort nicht jeder Beitrag veröffentlicht wird, ist es wohl nicht so viel wert. Nach diesem Schwenk in den aktuellen Journalismus zurück zu den Fotos.

Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen von Fotos, da dokumentiert sich gerade eine weltweite Bewegung fotografisch. So haben viele Handys und Digitalkameras und eine weltweite Community eines gemeinsam, sie besetzen digitalen Raum und gelangen in das Bewusstsein der Menschen, die dies nutzen können.

make money with your digital photography by erin manning

„What’s your personality? Do you consider yourself an extrovert or introvert? Are you comfortable in large groups of people, or do you prefer to work alone?

The book „make money with your digital photography“ from Erin Manning is a great chance to find YOUR way in the world of photography and in the way to earn money with photography.

In the introduction she writes „it is an overview of opportunities“. The book is much more.

In short and very well words Erin Manning shows her own way in the world of living with photography. She shows the long way until you discover your preferences. And you can learn to find your personal style of photography.

Very sensible, very clear and with a lot of experience the author writes about the most difficult thing: to find your own personality and to express this in photos.

And then she shows how to make money if you know what you want and what you can.

The book has a very readable layout. In every chapter you find questions for practice and the answers.

At the end of every chapter you find a summary and some sentences to learn if you go outside without the book.

Portrait, sports, wedding, food and product, travel and more are the field of photography you find here.

In every chapter she has a part „Q&A with a Working Pro“. In sports photography she asks Serge Timacheff, in wedding photography she asks Robert Holley, in food photography she asks Lou Manna, in travel photography she asks Lorne Renick and after that in chapter 8 she writes „show me the money“.

So you get not only the view of Erin Manning. At the same time you get knowledge from specialized photographers and after that you find a lot of pages full with hard knowledge for earning money with photos.

It is a very readable book with collected experience and very instructive information. It is a book you need not read from the beginning to the end. Every chapter is a closed theme. But all together give you an inspirational way in the commercial fields of photography.

In my opinion the book is for active readers: read, think, do. So this book is very professional, has a good layout and is full of good energy. It is a book for people who want to bring in their own personality. Yes, she writes about equipment too.

But much more here you have a book full of chances. And the book is deep. That means here you find knowledge and experience combined with a very good table of contents. So it is a working book and it is a great book.

Erin Manning

make money with your digital photography

ISBN 978-0-470-47431-0

www.wiley.com/compbooks

The Wonderful World of Albert Kahn

Albert Kahn became famous because he wrote history with photos. „In 1909 the millionaire French banker an philanthropist Albert Kahn embarked on an ambitious project to create a colour photographic record of, and for, the peoples of the world.“