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Smarter fotografieren ohne Smartphone und mit Sucher

Kunstpause - Foto Michael Mahlke

Kunstpause – Foto Michael Mahlke

Aktuell werden ca. 80% aller Fotos mit Smartphones und 20% mit Digitalkameras aufgenommen. Die Smartphonefotos sind Fotos, die Teil der visuellen Kommunikation sind. Es sind nicht die Fotos, die nur mit speziellen Digitalkameras aufgenommen werden können.

Und es fehlt der Sucher.

Ich habe diesen Sommer viel mit elektronischen Suchern in Digitalkameras fotografiert. Sobald die Sonne blendete und ich den Monitor kaum noch erkennen konnte wechselte ich auf den Sucher und konnte darin fast genauso wenig sehen, weil er nicht richtig abgeschottet war. Nur wenn ich die Hand schützend über den Sucher legte hatte ich klare Sicht.

Das war bei optischen Suchern besser und so wurde mir klar, daß das Neue nur neu ist aber nicht unbedingt auch besser.

Das ist eben auch so eine 80:20 Regel. In 80% Prozent aller fotografischen Situationen sind die neuen elektronischen Sucher ok, aber in den entscheidenden 20% aller Situationen ist der optische Sucher besser wie z.B. starke Sonne, viele verschiedene Lichtquellen oder maximale Unauffälligkeit.

Daher bin ich ganz froh, daß ich noch ältere Digitalkameras nutzen kann wie die Fuji X10.

Damit bin ich aber raus aus dem Rennen zum Thema neuste Technik und drin im Thema wie fotografiere ich authentisch?

Stattdessen bin ich immer up to date, wenn ich smart berichte über zeitlos gute Dinge. Zeitlos bedeutet, es sind Fotos und Themen, die authentisch aus ihrer Zeit berichten oder heute brennen aber nicht unbedingt prominent waren. Zeitlos gut sind z.B. die Fotos von Friedrich Seidenstücker.

Daher erscheinen hier eher wenig Artikel über neuste Technik, dafür aber aktuelle Artikel über gute alte oder neue Fotografie in sozialen Zusammenhängen.

Auf der Photokina dieses Jahr hatte ich ein sehr intensives Gespräch mit einem kompetenten Mann, dem ich sagte, daß ich nicht verstehe, wieso mir Kamerahersteller nie langfristig Kameras zur Verfügung stellen sondern lieber über ihre PR-Agenturen Frauenblogs oder reine Technikblogs unterstützen und dort auch werben. Es gab eine Zeit, da hat es mich sehr frustriert, daß ich hier alles privat bezahlen muß. Der Mann lachte und sagte zu mir: „Ich kenne ihre Blogs und die stehen für sich voller Kompetenz, Authentizität und Engagement. Wollen Sie sich wirklich davon abhängig machen, daß man Ihnen für sechs Monate eine Kameraausrüstung für 2000 oder 3000 Euro zur Verfügung stellt und Sie dann gezwungen sind, ihre ganze Arbeitsweise davon abhängig zu machen? Und was haben Sie denn letztlich davon außer Abhängigkeit ohne echte Gegenleistung?“

Diese Worte taten mir richtig gut und das war die Befreiung. Der Mann hatte so was von Recht, daß ich ihm mit diesen Zeilen noch einmal unbekannterweise danken möchte – zumal hier im Schnitt täglich gut 5000 echte Besucher auf den Fotoblogs lesen.

Und nun?

Fotografieren nach dem Weltuntergang in unserer Endzeit kann für mich bedeuten, das Humanistische in trostlosen Zeiten festzuhalten.

Es gibt ja keine Alternative dazu, weil die eigene biologische Lebenszeit klare Grenzen setzt und die politischen Bedingungen aktuell sozial nur Unsicherheit schüren.

So ist dieser Artikel eine Skizze wie auf einem Blatt Papier, die dazu dient, einen Blick darauf zu werfen und sich dann zu entscheiden ob, ob hier oder ob nicht…

Rubbeln Sie sich alt – Anmerkungen zu Kameratests heute

Heute muß alles messbar sein, damit es vergleichbar ist. Und Kameratests haben heute zwei Ziele: Informationen über Kameras zu verbreiten und Kameras zu vergleichen.

Da die Hersteller oft Kameras vorab Bloggern zur Verfügung stellen, werden diese manchmal auch zu PR-Bloggern. Wenn man sich nämlich die Ergebnisse der Kameratests anschaut, dann wird deutlich, daß sie keine Lust auf eine echte Meinung haben, weil sie dabei auch in ein Fettnäpfchen treten könnten. Daher gibt es maximal Pro und Contra.

Umgekehrt gibt es viele Dinge, die auch sehr lustig wirken.

Das möchte ich hier einmal darstellen.

Beispiel Pentax MX-1

Es gibt einen Test zur Pentax MX-1. Dort kommt der Tester zu folgendem Ergebnis: „Die Idee, dass sich der Lack mit der Zeit abnutzt und das darunterliegende Metall zum Vorschein kommt, finde ich witzig. Used-Look ist „IN“. Und wer das ganze beschleunigen will, kann mit einem Lappen oder Schmirgelpapier nachhelfen. Die Ausstattung der MX-1 ist völlig ausreichend auch wenn mir eben die drei oben erwähnten Punkte ein wenig fehlen.“

Also ist die Ausstattung jetzt ausreichend oder nicht? Bedeutet ausreichend eine 4 wie in der Schule oder bedeutet ausreichend, es ist alles da? Wenn die drei Dinge dabei wären, wäre die Ausstattung dann befriedigend oder gut oder wie? Und dann der Lack. Es gibt die Debatte über die eingebaute Abnutzung von Dingen. Das nennt man Obsoleszenz. Wenn der Lack der Pentax nicht hält, dann könnte man dies als Materialfehler sehen. Hier wird es umgedreht. Der Tester findet die Idee gut, daß der Lack sich abnutzt und empfiehlt sogar Schmirgelpapier zum Beschleunigen. Test, PR oder PR-Test – ich weiß es nicht. Vielleicht soll man das nicht so ernst nehmen.

Wie differenziert man testen kann und wie man dabei auch sieht, wie tief man sich mit einer Kamera vertraut machen kann, möchte ich an einem anderen Test der MX-1 in englischer Sprache zeigen. Dort weist der Autor darauf hin, dass die MX-1 ganz in der Tradition der früheren Kameras über zwei einzigartige Fokussiermodi verfügt, den Panfokus und den Unendlichfokus.

Finden Sie diesen Hinweis erläutert auch in anderen Tests?

Ich fand zudem in keinem Test die vertiefte Darstellung des Nacht-Schnappschuss-Modus mit guten Beispielen.

Ist er wie bei Sony? Handelt sich sogar um denselben Modus, weil es sich um einen Sony-Sensor handelt?

In meinen Augen hat ein guter Test auch offene Fragen, wenn es ein Test sein soll, der über die Vorführung der Kamerafunktionen hinausgeht.

  • Ist eine Vorführung eigentlich ein Test?
  • Oder gibt es einfach eine Umwertung der Werte?
  • Soll ein Kameratest heute nur der verbesserten Kaufberatung im Schnellverfahren dienen oder einen tiefen Einblick ermöglichen.
  • Und wenn der Test bei Testfotos und einem Gang durch die Menüs bleibt, kann der Tester mehr oder weiß er vielleicht gar nicht mehr, warum der Panfokus eine Rolle spielt etc.?
  • Oder ist der Test die neue PR-Anzeige?

Auch das sind Fragen, die ich mir stelle, wenn ich sehe, was heute an Content produziert wird.

Ich möchte diese Fragen beantworten mit einem anderen Beispiel. Es handelt sich um die Olympus XZ-10.

Beispiel Olympus XZ-10

Wußten Sie, daß man bei der Olympus XZ-10 die Belichtungsmessung auf das aktive Fokusfeld legen kann? Es wird also dort gemessen, wo fokussiert wird.

Der Moderator eines Forums hat die Spezialitäten dieser Kamera auf den Punkt gebracht. Finden Sie diese irgendwo in einem Test so differenziert wieder?

Den Testbericht von Daniela Schmidt auf digitalkamera.de finde ich sehr gut, weil er die Geschwisterkameras vergleicht. Der Test auf cnet.de zeigt differenziert eher die Filterseiten dieser Kamera.

Wenn man sich dann den Test auf chip.de anschaut meint man, eine andere Kamera vor sich zu haben. Auch die Empfehlung für die Alternative führt nicht zu einer anderen Kamera, die auch nur annähernd ein solches Niveau von Möglichkeiten hat.

So ist es, wenn man Tests miteinander vergleicht.

Nun handelt es sich hier um ein unendliches Thema. Daher höre ich an dieser Stelle damit auf, weil dies ein Artikel aus der Reihe fotografisches Feuilleton ist, der nur dazu dienen soll, unterhaltend und nachdenkend zu wirken.

Ich möchte weder die verlinkten Webseiten noch die dabei verlinkten Personen negativ erscheinen lassen.

Mir geht es nur darum, die Unterschiedlichkeit von Test zu Test zu zeigen und auf verschiedene Möglichkeiten hinweisen an zwei konkreten Beispielen, deren Bewertung auf der Grundlage ihrer Möglichkeiten erfolgen kann aber nicht muß – wie wir hier gesehen haben.

Mehr zum Thema Test finden Sie hier.

Ansonsten viel Spaß beim Fotografieren!

 

Fotografieren ohne Objektiv

Abgerissen - Foto: Michael Mahlke

Am 29. April ist Pinhole day. Wer an diesem Tag Fotos mit der Lochkamera macht, der kann seine Fotos bei www.pinholeday.org hochladen.

Sie haben keine Lochkamera?

Bohren Sie ein Loch

Dann machen Sie es doch so, wie auf heise.de empfohlen: bohren sie ein Loch in den Kameradeckel ihrer Systemkamera und schon kann es losgehen.

oder nutzen Sie digitale Filter

Wem dies so nicht gefällt, dem empfehle ich einen anderen Weg. Fotografieren sie ganz normal und nutzen Sie die Möglichkeit der digitalen Filter. So gibt es z.B. bei Olympus einen Art-Filter für die Lochkamera und bei der Pentax K-R ist der Filter ebenfalls schon eingebaut.

Viel Spass!

 

Schön & Hässlich - Foto: Michael Mahlke

Aktuelle Kamera-Schnäppchen

Über 100 neue Kameras wurden dieses Jahr schon vorgestellt.

 

  • Sind sie besser als die Kameras vom letzten Jahr oder davor?
  • Welches Preis-Leistungsverhältnis stimmt?
  • Wie findet man die richtige Kamera und bezahlt nicht zu viel? Dazu habe ich an anderer Stelle schon etwas geschrieben.

 

Ich möchte hier ein paar aktuelle Eindrücke wiedergeben von Kameras und Preisen (zum Zeitpunkt meiner Abfrage im Internet), die ich empfehlenswert finde:

 

  • Die Nikon P300 gibt es aktuell mit original Nikon Tasche und 4 GB Karte für 179 Euro. Es ist eine Kamera mit Lichtstärke F1,8, sehr gutem Weitwinkel und ausser RAW kann sie eigentlich alles, was man sich als Fotoprofi für das Web wünscht.
  • Die Casio EX-H20G mit GPS gibt es aktuell für 125 Euro. Es ist eine Reisekamera für Automatikfreunde, die komplette Reisen aufzeichnet und einen sehr langlebigen Akku hat.
  • Die Olympus E-PM1 kostet 199 Euro, die E-P2 kostet 254 Euro, die E-PL1 kostet 143 Euro. Alle Preise beziehen sich auf das Gehäuse plus Zubehör ohne Objektiv. Damit erhält man erstklassige Systemkameras, die mit jeder Art von MFT-Objektiv genutzt werden können und diese sind preiswert gebraucht oder neu erhältlich.
  • Die Ricoh CX4 gibt es aktuell für 123 Euro. Es ist eine Kamera, die mit sehr gutem Display und guter Optik von 28-300 Millimeter punktet.
  • Die Canon Powershot s95 gibt es für 270 Euro. Eine der besten und professionellsten kleinen Kameras, die jemals gebaut wurden.
  •  Und es gibt aktuell komplette Einsteiger-Kombinationen von DSLR und Kit-Objektiv für 400 bis 450 Euro.

 

Natürlich können die hier von mir genannten Preise für Neuware mittlerweile schon wieder verändert sein. Ich habe sie am 17.03.2012 um 7 Uhr im Internet abgefragt. Übrigens sind sie in manchem Fotoladen und Fotomarkt noch günstiger, wie ich immer wieder bei Besuchen feststelle.

Es lohnt sich schon zu schauen. Denn für gute bis sehr gute Bildqualität bei niedrigen ISO sind diese Kameras allemal gut. Und welchen Mehrwert Kameras haben, die teurer sind, sollte man sich genau anschauen.

Wichtig: Dieser Artikel gibt nur meine persönliche Meinung wieder.

Wie man die richtige Kamera findet und nicht zu viel bezahlt

Designessen oder einfache Schnitte? - Foto: Michael Mahlke

Ein persönlicher Blick auf die nächste Zeit im Konsumerbereich (private Endkunden)

Das Jahr wirft große Schatten voraus. Es wird ein Feuerwerk an „neuen“ Kameras geben. Dabei ist vielfach „neu“ ein anderes Design wie bisher, in der Software ein neues Feature (Element) und ein bisschen was auf dem Chip, das vielfach praktisch so gut wie irrelevant ist. Es macht daher auch keinen Sinn, möglichst viele Kameras hier zu testen. Denn die Aussagekraft von Tests ist oft viel zu gering. Daher will ich hier ein paar Gedanken vorstellen, die man immer nutzen kann, um im Angesicht überquellender Fotoläden zu der Kamera zu kommen, die man wirklich haben will.

Was ist „neu“?

„Neu“ ist semantisch (inhaltlich) sehr oft falsch besetzt.

Ein Beispiel: Bis vor kurzem hatten viele Kameras einen vernünftigen Handgriff, so dass man sie gut halten konnte. Heute sind die meisten „neuen“ Kameras so flach und ohne Handgriff, dass man sie nicht mal mehr richtig anpacken kann. „Neu“ ist eben oft nicht besser wie allein dieses kleine Beispiel zeigt.

Wieviel Kamera ist überhaupt möglich?

Wenn ich eine fast beliebige kleine Kompaktkamera mit einer Vollformatkamera vergleiche – z.B. hier – dann sehe ich, dass bei niedrigen ISO bis ca. 200 so gut wie überhaupt kein sichtbarer Unterschied auf den Fotos zu finden ist. Natürlich kann ich dann sagen, ich will eine Kamera, die besser ist als das menschliche Auge – aber was bringt mir das?

Hinzu kommen die vielfachen Beschränkungen des Menschen durch die Vorgaben der Biologie, Natur und Technik.

Die 500 Euro-Grenze

Wenn man nun schaut, wie sich die Kamerapreise entwickelt haben, dann wird deutlich, dass es Relationen gibt zwischen Preis und Leistung in der Fotografie. Nehmen wir als Beispiel die D3100 von Nikon, die ja auch bei den Verkaufszahlen je nach Region sehr weit oben liegt. Mir gefällt die Kamera auch sehr gut und sie hat durch ihren grossen Chip und ihr Handling im Prinzip alles, was man bei einer Kamera mit gutem und schlechtem Licht braucht. Sie liegt mit Objektiv ungefähr um die 500 Euro. Und sie überschreitet schon vielfach die Möglichkeiten des menschlichen Auges und der Darstellung am PC und beim Druck.

Wenn man diese Kamera und ihre Technik als Optimum im Verhältnis von Geld und Leistung im Bereich der Fotografie sieht, dann kann man von dort gut Relationen bilden.

Theoretisch müssten Kameras, die teurer sind, auch technisch besser sein. Aber viele sind ja wohl eher nur vom Design anders. Natürlich gibt es auch technisch bessere Kameras. Die Frage ist dann nur, wieviel Preisdifferenz macht Sinn für wieviel Mehrwert. Denn es geht ja nicht um die Kamera, die am Nordpol einsatzbereit ist, sondern unterwegs in der Stadt und auf der Strasse.

Daraus schließe ich: So kommt wie in der Mode, neudeutsch Fashion, der Preis wohl weniger wegen der Technik sondern mehr wegen des Designs zustande. Wieviel Aufpreis ist Ihnen denn Design wert?

Wenn wir bei Nikon bleiben und uns nur die J1 und V1 anschauen, dann frage ich mich, wieso diese Kameras mehr kosten als die D3100. Fotografisch betrachtet müssten sie eigentlich zwischen 200 und 400 Euro kosten mit Objektiv – maximal.

Ähnlich interessant wird es dann bei den Systemkameras. Sie sind teilweise sehr hochpreisig, aber warum eigentlich? Welchen fotografischen Nutzen haben sie, der dies alles rechtfertigt? Und wieso kostet eine Systemkamera mehr als eine D3100? Offenkundig geht es auch hier ums Design und den Wunsch, Neues zu haben, das anders ist.

  • Nehmen wir als Beispiel die  Powershot G1X von Canon. Ist sie mehr als 500 Euro wert? Natürlich kann man, weil sie neu ist, für das Neue einen Aufpreis zahlen – wenn man will. Aber verglichen mit fotografischen Kriterien wäre zu fragen, welchen Mehrwert sie gegenüber der D3100 hat?
  • Oder nehmen Sie die Fuji X-Pro 1? Ist sie diesen hohen Preis wert? Was hat sie so besonderes, dass ein Preis jenseits aller Systemkameras und semiprofessioneller DSLRs definiert wird?
  • Das wird spannend. Angeblich soll Olympus eine digitale OM-D auf den Markt bringen mit eingebautem elektronischem Sucher. Wieviel wird diese Kamera kosten? Wenn wir auf die D3100 oder die Panasonic G3 schauen, dann dürfte diese Kamera nicht mehr als maximal 550 Euro mit Objektiv auf der Strasse kosten.

Es hilft ungemein, mit diesem Raster über Preise und Wünsche zu sprechen. Wenn Geld aber keine Rolle spielen sollte, dann ist dies alles hier natürlich irrelevant.

Die 100 Euro-Grenze bei Kompaktkameras

Dieselbe Entwicklung unter umgekehrten Vorzeichen gibt es bei Kompaktkameras. Bei Canon gibt es aktuell für ca. 80 Euro die Canon Powershot A1200. Die Kamera hat einen optischen Sucher, der mitzoomt und die Kamera hat praktisch alles ausser einem optischen Bildstabilisator.

Darauf will ich noch etwas eingehen. Den Bildstabilisator hatte bis vor zehn Jahren so gut wie keine Kamera und dieser kann auch nur bei langsamen Belichtungszeiten mit unbeweglichen Motiven helfen. Dafür könnte man in diesem Fall auch ein Ministativ nehmen. Aber wenn man mit der Powershot A1200 bei Sonne Fotos aufnimmt, dann sind in der Regel die Belichtungszeiten ja auch besonders kurz. Und da hat diese kleine und preiswerte Kamera eben etwas, das fast keine andere Kompaktkamera hat: den optischen Sucher, der auch bei Sonne echten Durchblick erlaubt.

Die Kamera macht gute Fotos fürs Web und reicht für kleine Ausdrucke (in Relation zu einem kleinen Sensor). Und bei niedrigen ISO gibt es wohl überhaupt keine Probleme in der Praxis.

Wenn man nun diese Kompaktkamera ebenfalls als Massstab nimmt und sich dann fragt, wieso andere Kompaktkameras bis zu 300 oder sogar 500 Euro kosten, dann ist die Beschäftigung mit der Frage, wofür soll ich denn mehr bezahlen, hochinteressant.

Versuchen Sie mal, darauf eine fotografisch substanzielle Antwort zu erhalten. Das hilft sehr bei der Auswahl der richtigen Kamera.

Der Trend

Offenkundig bezahlen wir mehr, weil es neu ist. Aber wie gesagt, neu ist meistens nicht besser – zumindest in der Fotografie aufgrund meiner eigenen Erfahrungen. Machen Sie sich einfach klar, sie bezahlen nur dafür, dass sie digitale Fotos erhalten. Und die sind von kleinen bis grossen Kameras heute schon in einer Qualität, die den normalen Nutzen vielfach überschreitet.

Umgekehrt will ich aber nicht die sozialen Unterschiede einebnen oder die professionellen Werkzeuge kleinreden. Da es hier aber um Konsumerprodukte geht (im Vergleich die Autoklassen von Golf und Twingo sozusagen), wäre dies ein anderes Thema.

Text Version 1.1

Miniatureffekt und Diorama – Möglichkeiten eingebauter kreativer Fotografie

Fotos wie im Miniland oder Spielzeugladen. In immer mehr neuen Digitalkameras gibt es sogenannte Kreative Filter oder Art Filter. Diese gelten für Fotos und manchmal auch für Videos. Ein auffälliger Effekt ist der Miniatureffekt.

„Die Täuschung entsteht durch die am Computer erschaffene geringe Schärfeausdehnung im Bild. Fotos von sehr kleinen Objekten werden mit Makro-Objektiven angefertigt, die eine charakteristische Unschärfe vor und hinter dem fokussierten Punkt am Motiv entstehen lassen. Besitzt ein Foto nun diese makrotypische geringe Schärfentiefe, entsteht sofort der Eindruck, dass es sich um kleine Objekte auf dem Bild handeln muss“, so die Erklärung bei netzwelt.de.

Was kann man damit machen? Ist es sinnvoll, diesen Effekt zu nutzen? Ich habe es auf einer einfachen Bahnfahrt nach Wuppertal und in Wuppertal mit der Schwebebahn ausprobiert. So erzähle ich nun die Geschichte einer Eisenbahnfahrt von Remscheid nach Wuppertal.

Alles fing damit an, dass ich in Remscheid am Bahnhof stand. Es erfolgte die Durchsage, dass der nächste Zug ca. 20 Minuten Verspätung hat. Ich ging auf die Treppe, die zu den Gleisen führt. Hier stand ich etwa drei Meter hoch und machte das erste Foto. Und siehe da, es wirkt irgendwie mini.

Wie man hier sieht, funktioniert der Miniatureffekt nicht, wenn man die Dinge auf gleicher Höhe aufnimmt. Dieses Foto ist lediglich oben und unten unscharf.

Das relativiert sich durch Abstand. Hier ist der Blick leicht nach unten gerichtet und schon verkleinert sich für das Auge die Situation. Und natürlich führt zunehmende Entfernung ebenfalls zu einer Verkleinerung.

Hier bin ich in Wuppertal Oberbarmen. Ein Blick aus dem Treppenhaus zur Schwebebahn auf den Vorplatz. Von oben mit Abstand wirkt der Miniatureffekt am besten. Minimenschen mit Minitischen und Minibäumen sind für das Auge die Folge.

Dieses Bild vereint beide Betrachtungsweisen. Der telefonierende Mensch ist auf gleicher Höhe und der Blick auf den Bahnhof mit den Autos und den Menschen ist tiefer. Dadurch hat das Bild sowohl einen Blick ins Miniland als auch eine normale Perspektive. Vielleicht würde man es gar nicht so wahrnehmen, wenn man nicht wüßte, dass dieser Effekt eingesetzt wurde.

Aus optischer Sicht bietet sich die Schwebebahn natürlich für den Miniatureffekt an, weil man von oben fotografieren kann. Hier ist ein Beispiel für eine echte Minilandschaft. Wenn man sich vorstellt, dass es sich um einen echten Spielplatz mit echten Menschen handelt, dann ist der Miniatureffekt hier natürlich komplett sichtbar.

Mittlerweile bin ich dann in Elberfeld angekommen. Hier sieht man den Busbahnhof aus Sicht der Schwebebahn. Echt mini!

Hier ist es die umgekehrte Perspektive: von unten nach oben und nicht von oben nach unten fotografiert.

Was kann man nun damit anfangen? Ist dies nur ein Spass oder kann man damit mehr machen? Ich finde, für reine Internetfotos und für illustrative Bereiche ist dieser Effekt nutzbar. Unter dem Gesichtspunkt der Persönlichkeitsrechte ist er sogar ideal, weil niemand mehr erkennbar ist.

Die Grenzen ergeben sich aus dem Thema.

Es gibt Möglichkeiten, um diesen Effekt selbst auf Fotos nachträglich anzuwenden. Dies geht sogar online und kostenlos.

Abgesehen davon macht es mir allerdings mehr Spass, wenn ich dies alles direkt in der Kamera machen kann.

Die Firma Canon hat dies alles in einem Prospekt erläutert mit Fotos von Schloß Burg im Bergischen Land.

Und auf legovogel.de gibt es sogar ein Video mit einer Reise durch San Franciso, welches uns die Stadt auf völlig neue Art und Weise nahebringt.

Darüber hinaus gibt es bei dasfotoportal.de eine gute Darstellung, wie man dies alles hinterher durch Photoshop machen kann.

Bei hna.de gibt es sogar Leserfotos, die ebenfalls Perspektiven und Ereignisse dokumentieren.

Und bei fotomonat.de finden Sie eine gute Anleitung, um den super Monochrom Effekt der Olympus Art-Filter mit ACDsee selbst zu machen.

Es gibt also einige Möglichkeiten für eine informative Nutzung des digitalen Miniatureffektes. Un im Zeitalter der digitalen Möglichkeiten werden Reportagen und Berichte durch solche Darstellungen interessant, weil sie unterhaltend sind. So kann man Artikel aufpeppen ohne grossen Aufwand und es entstehen zum Teil einzigartige digitale Minikunstwerke.

Und es macht immer wieder Spass!

Text 1.1

Olympus E-PL1 oder wie billig werden gute Kameras?

Die Olympus E-PL1 ist eine sehr gute Digitalkamera. Sie hat keinen eingebauten optischen Sucher aber eine sehr gute Bildqualität, einen grossen Chip und einen guten Bildstabilisator.

Technisch benötigt man nicht „mehr“ Kamera, um sogar im Dunkeln gute Bilder zu machen. In Relation zu jeder Kompaktkamera ist sie sogar um Klassen besser.

Ähnlich wie die Nex von Sony wird diese Kamera aktuell zu sehr attraktiven Preisen als Neuware auf den Markt gebracht.

So kostet die E-PL1 von Olympus mit 14-42 Objektiv neu 299 Euro und die Nex3 von Sony mit der Festbrennweite von 16mm neu 329 Euro im Internet und zum Teil  vor Ort.

Man mache sich klar, was die Kamerahersteller hier anbieten. Unter fototechnischen Gesichtspunkten war dies vor kurzer Zeit noch undenkbar. Grosse Sensoren (Nex3 mit APS-C und E-PL1 mit MicroFourThirds) in relativ kleinen Gehäusen. Damit ist das Fotografieren auf höchstem Qualitätsniveau demokratisiert worden. Es gibt keinen Grund mehr, schlechte Fotos auf die Kamera zu schieben. Es gibt aber viele Gründe, um für relativ kleines Geld nun auf höchstem Niveau fotografieren zu können.

Ich möchte dies hier schreiben, damit dieser Gedanke auch für andere sichtbar wird. Natürlich gibt es mittlerweile rein „technisch“ noch bessere Kameras. Und es gibt  aktuellere Modelle.

Aber fotografisch?

Man mache sich klar, wie schnell aktuell gute Fototechnik erschwingbar wird.

Die Oberklasse der Kompaktkameras kostet wesentlich mehr als 299 Euro. Und dort sind die Sensoren wesentlich kleiner mit allen Nachteilen für viele Bereiche der Fotografie. Es lohnt sich also echt zu warten, um gute Kameratechnik zu erhalten.

Wer in fotografischen Dimensionen denkt und nicht in technischen Dimensionen, der kann mittlerweile – dank des Marktes – sehr gute Technik zu sehr guten Preisen erhalten. Den Rest muß er oder sie selbst erledigen und zwar hinter der Kamera.

Über 50 neue Kameras – der Tanz der Technik

„So viele waren´s noch nie“ schreibt Fotohits in der Ausgabe 3/2011. Man muß sich dies auf der Zunge zergehen lassen und sich freuen, dass man kein Einkäufer in einer Elektronikabteilung ist. Wie soll man denn damit umgehen? Wieviel ist eine Kamera denn noch wert und wie oft soll man sich eine neue Kamera kaufen?

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel zum Thema „Über den Wert alter Digitalkameras“ geschrieben. Dort ging ich davon aus, dass die Kameras auch wirklich Eigenheiten haben, die im Bild sichtbar werden.

Aber heute? Das ist nicht nur wie bei PCs und Fernseher, das ist darüber hinaus eine reine Modefrage. Denn was gibt es bei den Kameras wirklich Neues?

Ich sehe aktuell drei Trends:

1. Es werden regelmäßig die Bildauflösungen erhöht. Erst 8, dann 10, dann 12, dann 14, dann 16 Megapixel. Aber wird dadurch die Bildqualität wirklich besser? Natürlich nicht, deshalb sind die besten Kompaktkameras die, die kleinere Chips vergrößert haben auf i.d.R. 1/1,7 und bei 10 Megapixel geblieben sind. Aber dennoch sind die meisten neuen kleinen Kompaktkameras mit noch mehr Megapixel ausgestattet.

2. Das Design ändert sich so schnell wie bei den Handys. Und weil es nicht nur ein Design gibt, ändern sich quasi alle Designs. Aber echte Veränderungen gibt es kaum. Das liegt auch daran, dass die Hände und das Gesicht des Menschen immer noch gleich geblieben sind. Das hat sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert, an jeder Hand sind immer noch fünf Finger und im Gesicht zwei Augen. Und das Touchdisplay, welches so beliebt ist bei Handys und Tablet-Computern, kann beim Fotografieren wirklich nur bedingt punkten.

3. Die Displayauflösungen werden höher. Das ist ein Trend, um besser beim Fotografieren gucken zu können. Leider ist die Sonne immer noch stärker. Wer mit der Sonne im Rücken fotografiert, weiß, was ich meine.

Neben den Trends gibt es in meinen Augen nur folgende längerfristigen „Innovationen“ bzw. echte aktuelle technische Veränderungen:

1. Fuji, Kodak, Sigma und Sony haben neue Sensoren entwickelt, die wirklich bessere Auflösungen anbieten auf kleinem Raum bzw. bei Leica für den Kodaksensor.

2. Sony hat die Logik der Optik einfach überholt, indem die Firma mit leistungsfähigen Chips ein Bild aus mehreren Bildern zusammenrechnen läßt. Der Ansatz ist so neu und erweitert die Optik. Das ist natürlich eine neue Art zu fotografieren, die klassische Ansätze und Regeln zum Teil außer kraft setzt. Aber es ermöglicht neue Fotos mit kleinen Kameras auf kleinem Raum, die so sonst nicht möglich waren.

3. Das Fotografieren ohne Spiegel. Die Systemkameras von Olympus, Lumix und Sony Nex bzw. nun auch Samsung und Fuji ermöglichen das Fotografieren ohne Spiegel mit relativ grossen Chips.

4. Das Video als integrierter Bestandteil der Digitalkameras. Das ist ein Zeichen einer neuer Zeit. Jeder kann mit seiner Digitalkamera Video machen. Gottseidank muß sich nicht jeder alles anschauen, aber es ist ein neues Medium, was nun durchgängig jeder bei sich haben kann (nach dem Handy).

5. GPS kommt. Es war zwar schon in der Coolpix P6000 vor ein paar Jahren, aber durchgesetzt hat es sich mit der Panasonic TZ10 bzw. der Leica V-Lux 20.

Weitere größere Neuerungen sind bisher nicht in Sicht. Aber die hier aufgeschriebenen Dinge werden nun mit immer neuen Details als immer neu und immer wieder neu vermarktet.

So kommt man dann auf über 50 neue Kameras in einem halben Jahr. Das ist technisch und fotografisch sinnlos und wird nicht zu mehr guten Fotos führen, höchstens zu mehr Fotos.

So ist der Tanz der Technik im Jahre 2011 fotografisch auf einem neuen Höhepunkt angekommen. Aber die Kameras des Jahres 2010 und früher funktionieren noch.

Wer das Glück hat, noch substanziell kritische Testberichte zu finden, der wird immer öfter lesen, dass es zu dem Modell des Jahres vorher keine wirklichen Verbesserungen gegeben hat, es sei denn der Zoomhebel vorne statt hinten ist so etwas.

Das Geheimnis ist ein anderes. Wer eine Kamera gefunden hat, die sie oder er gut bedienen kann, bei der die Bilder bei niedrigen ISO rauschfrei sind und die man gerne mitnimmt, der hat fast alles, was man zum Fotografieren braucht.

Nur die Motive fehlen, aber das ist keine Frage der Kamera…

Über den Wert alter Digitalkameras

alte Digitalkameras

Im Leben der Menschen hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert. Das Internet kam hinzu, die Grenzen wurden geöffnet und im Bereich der Fotografie begann der Siegeszug der Digitalkameras. Im analogen Zeitalter hatte man auch Kameras und man konnte verschiedene Filme wählen. Doch heute ist diese standardisierte Modularität so nicht mehr möglich. Zwar ist der Film durch unterschiedliche Speichermedien abgelöst worden, aber das reicht nicht. Denn in den meisten Fällen sind digitale Kameras heute fest verbaute Systeme (Ausnahme digitale Spiegelreflex), die allgegenwärtig sind und fast jedes Jahr erneuert werden.

Was macht man mit den „alten“ Digitalkameras? Dabei würde ich unterscheiden wollen zwischen Kameras bis 3 Megapixel, bis 5 Megapixel und Kameras ab 6 Megapixel.

Dies hat natürlich auch mit dem menschlichen Auge zu tun, welches maximal 5 Megapixel auflösen kann, sprich auf einmal wahrnehmen kann.

Wenn ich als Kriterien dann noch den relativ verlustfreien Ausdruck auf Din A4 und Ausschnittvergrößerungen nenne, dann komme ich auf ca. 8 Megapixel, die ich eigentlich maximal brauche.

Daher sind für mich Kameras mit 8 Megapixeln durchgängig richtig. Sie lassen Ausdrucke auf A4 und Ausschnittvergrößerungen zu. Und damit kommen wir zu einem neuen Phänomen: den Digitalfotos spezieller älterer Digitalkameras.

Es gibt im DSLR-Forum ein Thema mit dem Titel „Zeigt her eure alten Fotos“. Dort kann man sehr schön sehen, dass ältere Digitalkameras nicht schlechter sind, sondern jeweils dem Sensor und der optischen und softwaremäßigen Umsetzung entsprechend gute Fotos machen.

So ist für mich bis heute die Olympus E400 mit ihrem Sensor ebenso exponiert wie die Sony DSC-R1 mit ihrer Kombination von Sensor und Objektiv. Besonders gute Fotos gelingen auch mit der Nikon Coolpix P8400, der Canon Powershot Pro 1 und der Panasonic DMC-L1.

Wer mal mit der Reportagekamera Nikon Coolpix P8400 mit einer Anfangslichtstärke von F 2,6 RAW und JPG aufgenommen hat, der muss sich in keinster Weise hinter den aktuellen Modellen verstecken – übrigens mit Schwenkmonitor und elektronischem Sucher…

Übrigens haben die Canon Powershot Pro 1 und die Nikon Coolpix P8400 einen 2/3 Zoll Sensor, also einen ziemlich grossen Sensor und sind qualitativ so ausgerüstet, dass sie wie ein alter VW-Bus noch lange durchhalten können. Das gilt mit einem noch grösseren Sensor und entsprechender Bauart von Kamera und Optik auch für die Sony DSC-R1 und natürlich für die DMC-L1 von Panasonic (auch als Digilux 3 von Leica). Das alles sind echte digitale fotografische Traumschiffe oder Oldtimer, wie man will.

Meine beiden Lieblinge bei den  Kompaktkameras älterer Jahrgänge sind bis heute die Olympus Camedia C70 Zoom und die Nikon P5000. Beide haben auch ein Design, welches die Benutzung der Kamera ermöglicht ohne Fingerakrobatik. Und um noch ein Beispiel zu nennen: die Panasonic FZ7 hat ebenfalls eine Haptik und Bedienbarkeit, die in meinen Augen bis heute nicht mehr erreicht wurde.

Was soll man denn nun machen, wenn die Schublade voll ist mit solchen Kameras?

Meiner Meinung nach sollte man sich nicht davon trennen, wenn man den Genuß erleben will, mit einer speziellen Kamera spezielle Aufnahmen zu machen. Heute kann man die fotografische Dimension des Digitalen erweitern um den Luxus, Kameras für fotografische Ausflüge zu nutzen, die nicht mehr auf dem Markt zu kaufen sind und trotzdem gute Fotos machen.

Das Neue ist zwar der Feind des Guten,aber das Alte ist ja nur alt, weil es etwas Neues gibt und das ist noch lange nicht besser.

Geld kann man mit dem Verkauf der Kameras nicht verdienen. Sie sind oft so gut wie nichts mehr wert. Aber sobald man die materielle Ebene verläßt steigen die Möglichkeiten ungemein.

Selbst mit einem alten Handy kann man dann kreativ werden.

Da man mit 8 Megapixel Auflösung drucktechnisch und webtechnisch alles erreichen kann, was man fotografisch will, halte ich die Chance, mit diesen älteren Kameras zu arbeiten, für eine besondere Gelegenheit, die sich historisch auch daraus ergeben hat, dass wir erst am Anfang der Digitalfotografie stehen.

Meiner Meinung nach ist die fotografische Qualität nur in den Extrembereichen besser geworden und das auch nur im Bereich der Vollformatsensoren mit hoher ISO.

Bei den kleinen Sensoren sind die Diskussionen um vermatschte Bilder statt Rauschen heute ebenso gegenwärtig wir vor einigen Jahren das Thema Rauschen statt vermatschter Bilder.

Es ist in meinen Augen einfach etwas sehr schönes, mit einer nicht mehr erhältlichen Kamera schöne Fotos zu machen.

Hinzu kommt, dass der Wechsel vom neuen CMOS zum alten CCD oder zum alten Fuji CCD bzw. zu den ersten Foveon-Sensoren nicht unbedingt bedeutet, dass es schlechtere Bilder gibt. Ältere Sensoren sind eher grobkörniger wie bei Filmen als die neuen Sensoren, die eher getupft wirken.

Und auch hier kommt hinzu, dass es heute offenbar gar nicht mehr so viele echt verschiedene Sensoren gibt wie früher. Damit meine ich eine eingebaute Bildcharakteristik, die es nur mit diesem speziellen Sensor gibt.
So bleibt der „Luxus“ der alten Kameras erhalten solange die Sensoren halten.