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Über strategische Klugheit und Dummheit oder warum MFT ein Hoffnungsträger ist

Was sich gut verkauft war immer richtig. Deshalb ist Verrat ebenso eine Frage des Datums wie strategische Klugheit und Dummheit. Aber dennoch lohnt sich die Frage, warum nun bald wieder jeder Kamerahersteller sein eigenes Ding macht.

Eigentlich hatte eine gute Zeit begonnen als der FourThirds und der Micro Four Thirds (MFT) Standard vereinbart wurden. Seitdem geniesse ich mit wachsender Begeisterung die Möglichkeit, Objektive untereinander auszutauschen von verschiedenen Firmen.

Da keine Firma in allen Bereichen gleich gut ist, war damit die verbraucherfreundliche Möglichkeit verbunden, selbst zu entscheiden, welche Kombination von Body und Objektiv gerade gewünscht wurde.

Die einzigen Ausnahmen waren für mich Fuji mit der X100 und dem EXR-Sensor und Ricoh, weil es hier um fest verbaute Einheiten ging.

Nun kommt Nikon mit der V1 und hat eine eigene Sensorgröße mit eigenen Objektiven. Sony hat mit der Nex ebenfalls eine eigene Sensorgröße und eigene Objektive und die Objektive sind nicht jedermanns Geschmack. Dasselbe bei anderen Firmen.

Das ist altes Denken.

So macht fast jeder sein Ding. Insofern muß man Panasonic und Olympus fast dankbar sein, dass sie uns mit einem guten MFT Sensor und austauschbaren Objektiven ausstatten, damit man sich selbst seine fotografische Ausrüstung zusammenstellen kann.

So benutze ich am liebsten für Weitwinkelaufnahmen die Lumix G2 mit dem Olympus 9-18mm. Der Body ist griffig und hat ein bewegliches Display und das Objektiv gefällt mir von der Schärfe und Abbildungsleistung einfach besonders gut.

Und – ich will es nicht verschweigen – ich freue mich besonders, dass eines der lichtstärksten Objektive der Welt, das Voigtländer Nokton 0.95/25mm, ebenfalls als MFT Objektiv zur Verfügung steht.

So macht es Freude, mit MFT zu fotografieren und man kann hoffen, dass die Dinge, die der eine nicht macht, vom anderen gemacht werden. Das wird dann zu einer freundlichen Verbreiterung des Kamerasystems führen und vielen Menschen viel Freude bereiten.

Strategisch halte ich daher MFT für eine gute Lösung.

Natürlich bin ich von manchen Entwicklungen enttäuscht wie der Artikel über „Marsmenschen“ zeigt. Aber insgesamt ist die Chance der individuellen Nutzung und der brauchbaren Technik gut und ich bin mit dem System zufrieden. Gerade daraus resultiert dann auch das Unverständnis bei einem „Hoffnungsträger.“

 

Fuji und die X10 – wird Fujifilm zum Hoffnungsträger für echte Innovationen?

Mit der Fuji X10 wird Fujifilm seine Innovationskraft wohl endgültig unter Beweis gestellt haben.

Endlich wieder Innovationen

Während die meisten anderen Kamerahersteller mit eher winzigen Detailveränderungen immer neue Lifestyle-Kameras auf den Markt werfen, wird Fuji offenkundig immer innovativer und kreativer.

Nach der Fuji X100 jetzt die Fuji X10. Wenn sich dies so entwickelt, dann kann Fotografieren wieder richtig Spass machen.

Fuji hat verstanden

Es scheint so wie beim Iphone 4. Auch da verweisen einige darauf, dass man damit nur eingeschränkt telefonieren kann.

Ähnlich beim Fotografieren: Immer mehr Kameras, die man kaum noch richtig halten konnte, ohne Griff und mit Knöpfen oder Buttons, deren haptisch richtige Bedienung zur Glückssache wurde.

Fuji hat verstanden: viele, die eine Kamera kaufen, wollen damit einfach gut fotografieren können unter Berücksichtigung der körperlichen Beschaffenheit des Menschen, also Sucher, gute Haptik, schnelles Speichern und gute Optik. Und dies alles zu akzeptablen und fairen Preisen.

7 auf einen Streich

So wären es sieben gute Gründe auf einen Streich:

  • Gute Schnappschussfähigkeit,
  • schnelles Speichern von RAW,
  • wirklich benutzbarer optischer Sucher,
  • stabile Ausführung,
  • guter Sensor,
  • gute Haptik und
  • faire Preise

So kehrt man nach dem Design zum echten Fotografieren zurück.

Das Video

Auf der IFA sieht man die Fuji X10 schon live:

Hier nun ein aktuelles Promo-Video zur Fuji X10 zum Anschauen:

Ricoh

Bei Ricoh-Kameras gefällt mir, dass ich sie nur mit einer Hand bedienen kann. Dies hat die Fuji X10 leider nicht. Aber ansonsten scheint sie sehr attraktiv – ich hoffe auch für Strassenfotografie.

Nach dem Anschauen der Videos ist meine Begeisterung für diese Kamera noch gewachsen.

Viele werden Sie wahrscheinlich mit der Canon Powershot G11/12 oder der Nikon P7000/7100 vergleichen, so dass sich eine Kaufentscheidung auch am Preis orientieren wird.

Ich wünsche Fuji viel Glück auf diesem Weg.

Samsung

Nun möchte ich abschließend noch kurz einen Aspekt bei Systemkameras anschneiden, weil es in diesem Artikel um die Identifizierung echter Innovationen geht.

Die Firma Samsung hatte schon Anfang 2009 eine offenbar fertige Designstudie einer total schicken MFT-Systemkamera mit eingebautem Sucher. Da waren auch die Knöpfe an der richtigen Stelle.

Die wäre bestimmt auch ein Knaller geworden, wenn das Zusammenspiel der fotografischen Komponenten gestimmt hätte. Zumindest für mich wäre es eine Ergänzung zur X100 gewesen und zu allen anderen bisherigen Systemkameras sowieso.

Wieso diese nicht realisiert wurde, wird wohl ein Rätsel bleiben.