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MAGNUM. Große Radrennen im Visier berühmter Magnum-Fotografen

Das Buch ist toll. In erstklassigen Aufnahmen halten 15 MAGNUM-Fotografen die expressivsten Momente der Radsportereignisse ihrer Zeit fest. Begleitet werden diese Fotografien von sachkundigen und anekdotischen Texten von Guy Andrews.

Guy Andrews ist Gründer und ehemaliger Herausgeber des britischen Magazins Rouleur. In diesem Buch finden wir Fotos von Christopher Anderson, René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Martine Franck, Stuart Franklin, Leonard Freed, Harry Gruyaert, Thomas Hoepker, Richard Kalvar, Mark Power, Guy le Querrec, David Seymour, Chris Steele-Perkins, John Vink.

Aber es ist ingesamt mehr. Wir können nicht nur die Tour de France und andere Rennen anhand ausgewählter Reportagen von den Anfängen bis zur Gegenwart erleben, zugleich gehen wir mit den Fotografen auf ihre jeweils persönliche Foto-Tour und sehen, wie ihre Art zu fotografieren ist.

Fotoreportagen bei der Tour de France von Magnum-Fotografen, die auf ihre eigene Art das Geschehen sahen und für sie interessante Momente festhalten.

Wo gibt es so etwas noch?

Die Reportage von Harry Gruyaert ist völlig anders als die von John Vink und Henri Cartier-Bresson blickt auf andere Themen als die Vorgenannten. Es ist dadurch ein Studienbuch zur Reportagefotografie und zugleich ein Buch zur Geschichte der Tour de France und ein wunderschönes Fotobuch.

Schon der Einband ist eine Wonne. Die Fotos sind groß und die Texte von Guy Andrews erzählen und betten ein.

Das Buch sorgt für Stunden – wenn nicht für Tage – für gute Unterhaltung und gibt durch die gelebte Fotopraxis viele Anregungen für das eigene fotografische Tun.

Dem Sieveking-Verlag ist damit eine rundherum gute Veröffentlichung gelungen, die historisch und fotografisch interessant und vom Gehalt her wertvoll ist.

GUY ANDREWS
MAGNUM
Große Radrennen im Visier berühmter Magnum-Fotografen
Aus dem Englischen
26 x 25,8 cm
224 Seiten
200 Abb.
Hardcover
ISBN 978-3-944874-40-1

 

Dokumentarfotografie – was ist Dokumentarfotografie?

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Was ist denn nun eigentlich Dokumentarfotografie?

Wenn Fotos eingeordnet werden sollen wird die Frage wichtig, zu welcher Art der Fotografie ein Foto denn nun gehört. Und wenn ich wissen will, was ich warum fotografiere ist dies ebenso entscheidend.

Wenn ich meinen eigenen Artikel von 2011 zu diesem Thema durchlese, dann hat Dokumentarfotografie heute eine teilweise neue Richtung bekommen.

Ich würde sagen vom Dokumentieren eines Ausschnitts aus der Wirklichkeit geht es zur Darstellung des Dokumentarischen bis zur dokumentarischen Darstellung.

Was heisst das?

Im Lateinischen hieß documentum beweisende Urkunde.

So sollte Dokumentarfotografie beweisen, daß etwas geschehen ist.

Das hat sehr gut die englische Wikipedia formuliert:

„The figure most directly associated with the birth of this new form of documentary is the journalist and urban social reformer Jacob Riis. Riis was a New York police-beat reporter who had been converted to urban social reform ideas by his contact with medical and public-health officials, some of whom were amateur photographers. Riis used these acquaintances at first to gather photographs, but eventually took up the camera himself. His books, most notably How the Other Half Lives of 1890 and The Children of the Slums of 1892, used those photographs, but increasingly he also employed visual materials from a wide variety of sources, including police „mug shots“ and photojournalistic images.

Riis’s documentary photography was passionately devoted to changing the inhumane conditions under which the poor lived in the rapidly expanding urban-industrial centers. His work succeeded in embedding photography in urban reform movements, notably the Social Gospel and Progressive movements. His most famous successor was the photographer Lewis Wickes Hine, whose systematic surveys of conditions of child-labor in particular, made for the National Child Labor Commission and published in sociological journals like The Survey, are generally credited with strongly influencing the development of child-labor laws in New York and the United States more generally.“

Jakob Riis war der erste Fotojournalist Amerikas, wenn man so will. Er blieb zeitlebens arm und dokumentierte das Leben der Armen.

Rudolf Stumberger schreibt dazu u.a.:

„Der aktuelle Gebrauchswert der Fotografien von Riis und Drawe entfaltete sich vor allem im narrativen Zusammenhang der Vorträge, sie dienten als authentischer Beleg für die geschilderten sozialen Sachverhalte. Was zwar bisher schon in Holzschnitten und Zeichnungen in Zeitungen und Magazinen zu sehen gewesen war, gewann nun eine eigene Qualität kraft der »Unmittelbarkeit« der Bilder. Die unteren sozialen Klassen und ihr Elend wurden – durchaus in sozialreformerischer Absicht – so vermittelt dem bürgerlichen Publikum vorgeführt. Die Fotografien dienten als Verstärkung eines appellativen Kontextes, der »ganz auf die Selbstregulierungskraft des Systems und die Beseitigung der Probleme durch eine verantwortungsbewußte und vor allem informierte Bürgerschaft« setzte. Obwohl Riis am eigenen Leibe erlebte, wie auf streikende Arbeiter geschossen wurde und ihm auch selbst als Arbeitssuchender übel mitgespielt wurde, vertraute er doch eher auf die göttliche Gerechtigkeit und auf amerikanischen Tugenden als auf die politische Organisation der Unterklassen: »The Lord Chief Justice over all is not to be tricked. If the labor men will only remember that, and devote, let us say, as much time to their duties as to fighting for their rights, they will get them sooner.«
Öffentlichkeitswirksam wurden die Fotografien neben den Lichtbildvorträgen in Zeitungsartikeln und Buchpublikationen: 81 der Fotografien von Drawe erschienen 1908 in den »Quartieren« im Halbtonverfahren, eine Auswahl war zuvor 1906 auf einer Hygieneausstellung in der Wiener Rotunde zu sehen.“

Fotos als authentische Beläge. Das ist auch heute noch direkt bei Fotos von Tatorten der Fall. Aber auch da kommt es schon auf die Perspektive und den Ausschnitt an. Darauf kommt es aber immer an, weil alle Wahrnehmung subjektiv ist.

Die Authentizität ist also der Wesenskern der Dokumentarfotografie. Dabei geht es um Wirklichkeit.

Regentropfen Foto: Michael Mahlke

Wann wird aus Dokumentarfotografie Fotokunst? – Regentropfen Foto: Michael Mahlke

Interessant ist der folgende Einführungstext:

„Der Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie sieht seinen Schwerpunkt in der »wirklichkeitsbezogenen Fotografie«. Darunter verstehen wir die journalistische und dokumentarische, fotografische Auseinandersetzung mit der Außenwelt, ausgehend von der situativen und örtlichen Realität. Dabei interessiert uns vor allem die persönliche Interpretation der Wirklichkeit. Dies verlangt immer auch die Entwicklung einer Haltung zum Objekt selbst und zum Medium Fotografie.

Dazu suchen wir Studenten mit einem inhaltlichen Interesse an der Welt. Studenten, für die eine Tageszeitung nicht einfach nur Material zum Einwickeln von Fisch ist und die Dieter Bohlens Memoiren nicht für Literatur halten. Die neugierig sind auf die Welt und die Erfüllung nicht im Hocken vor dem Computer sehen. Die wissen, dass MAGNUM mehr ist als nur ein Speiseeis und Cartier-Bresson keine Uhrenmarke. Die streitbar sind und streitfähig. Für die Opportunismus und Angepasstheit der Anfang vom Ende jeder Entwicklung ist und die Loyalität und Solidarität nicht nur buchstabieren können. Und die last but not least die Fotografie leidenschaftlich lieben.“

Hier geht es um „wirklichkeitsbezogene Fotografie“.

Einen Schritt weiter geht die Agentur Hutter und Donner mit ihrer Webseite Fotografie-der-Zeit. Diese Webseite hat meiner Meinung nach alles, was man im SEO braucht, um bei google ganz vorne zu stehen und zugleich Fotos zu vermarkten, die über das Etikett Dokumentarfotografie zu Fotokunst werden (sollen).

Ich finde diesen Ansatz hochintelligent. Ein Artikel über Henri Cartier-Bresson, ein Artikel über Magnum, eine Domain mit assoziativen Namen und Artikel zu den Themen Kunst online kaufen, Online-Galerie, Fotokünstler und dies alles gewürzt mit dem Wissen der Spezialisten aus der digitalen Welt.

So macht man es, das muß man neidlos anerkennen. Und daher dokumentiert diese Webseite auch den Versuch, das Thema als Fotokunst zu etablieren.

Blickt man auf die dort aufgeführten Fotokünstler, dann kommt man im Ergebnis zur „ersten Online-Galerie für hochwertige Dokumentarfotografie“.

Und nun wird es interessant. Dort wird dann unterteilt in „Abstrakt, Dokumentarisch, Inszeniert, Farbe, Schwarz-weiß“.

Offenkundig hat man dort erkannt, daß man zwischen echten Momenten aus der Wirklichkeit und Inszenierungen mit Elementen aus der Wirklichkeit unterscheiden muß.

Wobei die Inszenierungen aus der Wirklichkeit aus der Mode stammen, die damit auch fotografisch punkten wollte.

„Heute werden Models als Terroristen verkleidet, um aufzufallen. Damals verkleideten sich Terroristen als Spießer, um nicht aufzufallen.“

Diese Sätze zeigen sehr schön, daß dies alles schon etwas länger kochte aber schon vorher ein Erfolgsrezept war.

Nichtsdestowenigertrotz finde ich den Ansatz gut, aus realer Dokumentarfotografie auch verkaufsfähige Fotografie zu machen.

Nachrichtenfotos von Ereignissen sind heute durch die socialmedia meistens kostenlos. Der Markt ist ja eingebrochen.

Dokumentarfotografie fängt heute nach der Nachricht bei der Reportage mit bleibendem Wert an oder einzelnen Fotos mit einem besonderen Moment.

Magnum-Fotos sind z.B. bis heute von Cartier-Bresson z.T. auch Fotokunst. Sie zeigen aber eben kein Ereignis sondern etwas Typisches einzigartig ausgedrückt.

Das kann von Cartier-Bresson das Foto mit dem Mann und der Katze in der Häuserschlucht sein oder bei Steve Mccurry der Mann, der bei der Flut bis zum Hals im Wasser steckt und auf dem Kopf seine Nähmaschine trägt.

Ist das Fotokunst?

In meinen Augen ja, es ist dokumentarische Fotokunst obwohl und gerade weil es ein „echtes“ Foto ist, ein ungestellter Moment.

Es ist eben keine inszenierte Fotokunst.

Aber was passiert wenn man die vergangene Wirklichkeit am selben Ort mit der aktuellen Wirklichkeit kombiniert. Das ist dann eine Inszenierung der Wirklichkeit mit der vergangenen Wirklichkeit und wieder etwas anderes aber richtig gut, wie man hier bei Nick Brandt sehen kann.

Insofern kann die Inszenierung als Gestaltungsmittel ein sehr kluges Mittel sein, um Raum und Zeit miteinander zu verbinden. Es kommt eben darauf an, welche Funktion die Inszenierung hat.

Nun denn, diese Bestandsaufnahme zum Thema, was ist heute Dokumentarfotografie, kann Elemente der Zeit aufgreifen, die mit google nicht immer zu finden sind und oft eher bei bing oder eher in Büchern statt in Suchmaschinen.

So ändert sich der Zeitgeist und die Fotografie der Zeit.

Text 1.1

60 Jahre Fotografie pur: Winter in Rüdesheim 1956 – Die Welt auf dem Sensor 2016

Henri Cartier-Bresson hat ein Foto gemacht mit dem Titel Winter in Rüdesheim.

Dabei handelt es sich nicht um Streetfotografie, höchstens um Streetsfotografie.

Wenn wir aber deutsch sprechen wollen ist Landschaftsfotografie oder Still-Fotografie eher eine richtige Bezeichnung.

Für dieses Foto hat er keine Kamera mit Monitor benutzt sondern einen optischen Sucher ohne weitere Hilfsmittel, höchstens für die Scharfstellung die Vereinigung des Doppelbildes im Messsucher (wenn…).

Dieses Foto entstand 1956. Es dient mir als Anlaß um meinen fotografischen Schwerpunkt im Jahr 2016 ebenfalls unter den Schwerpunkt Sucher pur und eher Schwarzweiss zu stellen.

Dafür greife ich dann auf Kameras mit Optik pur zurück.

Es ist die Reduktion auf das Wesentliche.

Nach jetzigem Stand wird dies die Fuji X10 sein mit ihrem optischen Sucher und an zweiter Stelle wird dies dann mit der puren ersten Fuji X100 und ihrem hybriden optischen Sucher geschehen. Vielleicht ergibt sich noch die Nutzung einer anderen Kamera mit optischem Sucher.

Natürlich könnte man auch andere Kameras nutzen, wenn sie über entsprechende optische Sucher verfügen. Natürlich könnte man auch digitale Produkte nehmen, die dies nachahmen. Aber genau dies ist es nicht.

Nachahmen geht immer. Die Herausforderung besteht darin es so zu tun, daß man es selbst kann und nicht die Kamera alles macht.

Natürlich könnte man auch analog fotografieren. Aber mir geht es weniger um das Herstellen der Fotos im Labor als um den Prozess des Fotografierens mit dem Sucher.

Denn der Sucher verdichtet und fokussiert. Das ist für mich das Geheimnis.

Und es muß eben nicht nur auf der Straße geschehen, es kann auch bei Landschaften sein.

Dafür gibt es aber dann in meinem Fall die Herausforderung der geometrischen Komposition.

Im Fall von Henri Cartier-Bresson ist dies die doppelte Geometrie mit der Aufteilung des Fotos in der Fläche und der Aufteilung des Fotos in der Tiefe. Er arbeitet hier einerseits mit Motiv im Vordergrund und Motiv im Hintergrund und andererseits mit der Aufteilung des gesamten Fotos in mindestens drei Teile, Weinberg, Dorf und Rhein.

So kann man Fotos erstellen, die das jeweilige Motiv betonen und es in die visuelle Geometrie einpassen:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Oder ein Foto besteht nur aus Geometrie und der Ausschnitt aus der Wirklichkeit wird benutzt, um durch die Geometrie eine Ordnung in eine sonst rein funktionale und nichtssagende Anordnung zu bringen. Dann wird durch die Geometrie aus der Summe der Teile etwas Ganzes wie hier:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Fotografisch kommt es also darauf an der unendlichen Wirklichkeit einen Rahmen zu geben und nach eigenen Anforderungen damit die Wirklichkeit visuell zu gestalten.

 

Handbuch des Fotojournalismus

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Ganz nah

Es gibt sie noch die guten alten Dinge. Lars Bauernschmitt und Michael Ebert haben es geschafft in digitalen Zeiten ein klassisches Handbuch zu schaffen, das von einer Webseite nicht geschlagen werden kann.

„Ganz nah dran“ ist es ihnen gelungen, eine Bestandsaufnahme des Fotojournalismus in ein Buch zu packen, welches wirklich alle wichtigen Fragen anpackt.

Wenn es nur ein Buch sein soll, dann sollte es dieses Buch sein.

Und wenn es ein Buch aus der Praxis für die Praxis sein soll, dann hat man es hier gefunden.

Ehrlich und nüchtern aber nie destruktiv werden hier alle journalistischen Themen dargestellt, die wichtig werden können in der Praxis des Fotojournalismus.

Dazu gehört auch die begründete Feststellung, daß es sich bei Fotojournalismus um Journalismus handelt, nur eben nicht um Textjournalismus sondern um Fotos mit erläuternden Texten.

Bis heute ist es ja vielfach so, daß es da Probleme gibt.

Daher resultiert dieser Hinweis wohl aus der erlebten Praxis.

Ein Handbuch muß sich auf alle wesentlichen Fragen konzentrieren.

Schon der Anfang gefällt.

Denn die Geschichte des Fotojournalismus ist wesentlich für die Horizontbildung, wenn es um die Frage geht, was eigentlich Fotojournalismus war und heute ist.

Hier erfährt der Leser, warum heute alles anders und doch so interessant ist.

Es ist ein großes und schweres Buch mit einem gefälligen Layout geworden.

Viele Interviews mit Praktikern rund ums Bild geben schnell und präzise Auskunft und lassen Menschen zu Wort kommen, die eigene Erfahrungen weitergeben.

Beispiele für Fotojournalismus und Reportagen zeigen die Unterschiede auf. Viele Fotos, die in unserem Gedächtnis schlummern, werden herausgeholt und bewußt angeschaut.

Aber auch das ABC des Fotografierens wird erläutert.

Der Umschlag des Buches wird von einer Fuji X100 und einer Canon DSLR geprägt. Auch die Technik wird diskutiert von damals bis heute und Leica wird in Relation zur gelebten Realität gesetzt, die mehr umfaßte und auch heute umfaßt.

Sätze aus der Wirklichkeit

„Neben Leica liefert auch Fuji mit der X100 eine Sucherkamera, die in letzter Zeit auf ein erstaunlich großes Interesse bei den Fotojournalisten gestoßen ist.“

Ein Satz aus der Praxis für die Praxis.

Es bleibt nicht bei diesem Satz.

„Eine freie Berichterstattung über das politische Geschehen in Deutschland gibt es fast nicht mehr.“

Das ist auch so ein Satz, der schnell wieder den Blick zurück in das Buch leitet.

Oder „Das Fotobuch darf nicht einfach nur ein Informationsträger für den Inhalt sein. Es muss ergänzend Qualitäten aufweisen, die möglichst alle Sinne ansprechen.“

So ist ein Handbuch entstanden, das bis zur Verschlagwortung und der Kalkulation eines Auftrags alle Aspekte anspricht, die der angehende Fotojournalist wissen muß, um gut gerüstet zu sein mit Kameras und im Kopf.

Es soll eine Bestandsaufnahme sein, die ein Querschnitt durch den Fotojournalismus heute ist.

Aber es kommt eben auch die Vergangenheit und der Blick auf die Gegenwart vor, die versucht, sich für die Zukunft zu rüsten.

Es geht in dem Buch auch um die eigene Einstellung und die Frage, welche Haltung ich entwickeln will, denn mehr Geld verdient man mit PR als mit Fotojournalismus.

Dennoch erlauben Interviews mit Lokalreportern dann auch, Wege zum Verdienst heute zu zeigen, wenn man versteht, daß es auf die Summe der Teile ankommt.

Fotojournalismus ist eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Viele konnten früher und bis heute nicht allein davon leben.

Magnum als Hobby

Und daher finde ich auch den Blick auf die großen Namen so erhellend.

„Cartier-Bresson stammte aus einer der reichsten Familien Frankreichs. Was nicht zuletzt bedeutete, daß er im Gegensatz zu seinen Kollegen nie mit seinen Fotos Geld verdienen mußte.“

Solche Sätze muß man im Hinterkopf haben, wenn man über Schnappschüsse, Streetfotografie und Verdienstmöglichkeiten sprechen will.

Am Ende des Buches findet sich ein Literaturverzeichnis aus der Praxis für die Praxis – was will man mehr?

Das Buch beginnt mit dem Hinweis, daß im Fotojournalismus gute Bilder immer noch im Kopf entstehen und heute nicht mehr die neuste digitale Technik entscheidend ist.

So bietet das Buch mehr als Technik.

Es bietet zeitlos gutes Wissen für den Kopf und jede Art von fotografischer Technik.

Das Buch ist im dpunkt Verlag erschienen und wird aufgrund seiner Qualität wohl das aktuelle Standardwerk zum Thema Fotojournalismus in deutscher Sprache werden.

Meine Gratulation an den Verlag und die Autoren.

Lars Bauernschmitt / Michael Ebert
Handbuch des Fotojournalismus
ein dpunkt.plus-Buch
Geschichte, Ausdrucksformen, Einsatzgebiete und Praxis

440 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband

ISBN: 978-3-89864-834-9

Indien in der Fotografie – das fotografische Triptychon – Fotobücher für Kenner

Indien Cartier-Bresson

Indien Cartier-Bresson

Henri Cartier-Bresson, In Indien

Henri Cartier-Bresson war davon überzeugt, daß man die Fotos aus Indien mit dem europäischen Denken nur verstehen kann, wenn man das Wesen des Hinduismus versteht.
Daher bat er Yves Véquaud, etwas dazu zu schreiben:
„In Indien betet jeder, was er will, wo er will, wann er will und wie er will…. Der Hindu unterscheidet prinzipiell nicht zwischem Heiligem und Profanen… Der Mensch ist dem Göttlichen nie so nahe, wie wenn er außer sich ist: im Augenblick des Samenergusses, bei jedem Schluckauf sind wir dicht daran. Vergessen wir nicht, daß die Meditation, die als Ausgangspunkt vielleicht eines Objekts bedarf, an sich gegenstandlos sein muß.“

Auf sehr interessanten Seiten erklärt er uns das Wesen der Dinge aus hinduistischer Sicht: “ Shiva ist schön, er besitzt das dritte Auge, seine Lenden sind mit einem Tigerfell gegürtet; eines seiner Attribute ist der Dreizack; aus seinen Haaren fließt der Ganges… Shivas Symbol ist der Phallus – der Lingam -, oft in Yoni, das weibliche Organ und Zeichen der kosmischen Energie, eingeführt. Ohne Vereinigung der Gegensätze kann es keine Schöpfung geben. Shiva ist in jeder Schöpferkraft.“

Und dann zeigt uns Cartier-Bresson seine Fotos aus und über Indien.

Sie sind alle schwarzweiß und von großer Kraft. Sie lassen uns auch im Kopf durch das gelesene Wissen etwas erleben, was wir sonst auf den Fotos nicht sehen würden.

Bemerkenswerterweise zeigt das Foto auf dem Cover aus Indien muslimische Fragen beim Morgengebet, die sich trotz Schleier nicht vor männlichen Blicken verbergen sondern völlig frei agieren. Genau das spiegelt die Freiheit des Hinduismus wieder.

 Indien, McCurry

Indien, McCurry

Indien, Steve McCurry

„Bis heute ziehen Indiens Sufi-Schreine fast genauso viele muslimische Pilger an wie Hindus, Sikhs und Christen… Indien, durch McCurrys Augen gesehen, ist vor allem eine Welt der Gegensätze, in der das rote Gewand des buddhistischen Mönches das Rot der Coca-Cola-Werbung hinter ihm zu spiegeln scheint, in der sich ein Geschäftsmann in Anzughose und Hemd mit Regenschirm und Aktentasche durch die ihm bis zum Bauch reichenden Monsunfluten kämpft … Steve McCurrys Arbeiten bestechen durch ihre Originalität. Keinem anderen wäre es gelungen, die Seele Indiens so meisterhaft einzufangen.“

Diese Worte von einem Herrn William Dalrymple vergessen Cartier-Bresson. Das sei ihm verziehen, da ich dies hier ergänze.

Nun denn. Das Buch zeigt in Farbe heute Fotos aus den letzten 30 Jahren, die alles das widerspiegeln, was wir über den Hinduismus bei Cartier-Bresson lesen konnten.

Es ist insofern und überhaupt eine wirklich gelungene Fortführung des Buches von Cartier-Bresson in Farbe und zu einer späteren Zeit.

Großformatig und geometrisch gestaltet sind die Fotos gut zu sehen und gut anzusehen.

Indien - Raghubir Singh

Indien – Raghubir Singh

Fluss der Farben. Das Indien des Raghubir Singh

Wenn es um Fotobücher von indischen Fotografen geht, dann sind die Bücher von Raghubir Singh Teil der Fotogeschichte geworden. Herr David Travis schreibt sogar: „In der Welt der Fotografie steht der Name Raghubir Singh als Synonym für das Land Indien.“

Und tatsächlich zeigt Singh mehr Alltag und alltägliches Leben im Detail und in der Masse als es bei Cartier-Bresson oder McCurry zu sehen ist.

Parallel bestehende Realitäten werden so erkennbar in seinen Fotografien.

Und wer sich fragt, wieso Indien immer so bunt ist, der wird irgendwann die Antwort finden, wenn er die Fotos als Spiegel der Wirklichkeit versteht. Indien ist bunt und daher ist im Spiegel der Fotografie auch als eine bunte Welt zu sehen.

„Um mein Gespür für Farbe zun entwickeln, habe ich kleine Anleihen bei den britischen Fotografen des 19. Jahrhunderts und große bei Cartier-Bresson und anderen Meistern der Kleinbildkamera gemacht. Dabei distanzierte ich mich intuitiv von der Angst, Entfremdung und Schuld der jüngeren nihilistischen Fotografie des Westens. Cartier-Bressons Aufnahmen anlässlich der indischen Unabhängigkeit bieten dem indischen Fotografen eine ganze Reihe von visuellen Verbindungen zu westlichen Welt. Sein Umgang mit der Kamera unterschied sich deutlich von der Fotografie der 40er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Er war der erste Kunstfotograf, der den Inder als Individuum ansah, was seinen Aufnahmen einen, wie Satayajit Ray es ausdrückte „greifbaren Humanismus“ verlieht…. Schönheit, Natur, Humanismus und Spiritualität sind die vier Eckpfeiler der indischen Kultur.. Der indische Fotograf blickt vom Gangesufer auf die Moderne und nicht etwas von der Seine oder dem Ufer des East River. Diese Erkenntnis hat mich darin bestätigt, dass der indische Fotograf seine ganz persönliche Anpassung an moderne Massstäber finden muß.“

Und so nimmt uns Raghubir Singh mit in seine fotografische Welt, gekonnt und individuell.

Fazit

Wenn ich diese drei Bücher nun zusammen betrachte, dann sind sie für mich das indische Triptychon der Fotografie über das sichtbare Indien. Diese drei Fotobücher sind zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Blicken und verschiedenen Aufnahmetechniken entstanden.

Gemeinsam ist allen drei Büchern der bewußt gewählte geometrische Aufbau der Fotos, die visuelle Grammatik, und die dokumentierende Funktion.

Es geht darum visuell gestaltet die Wirklichkeit zu sehen und zu verstehen.

Und zusammen sind sie zeitlich und inhaltlich mehr als die Summe ihrer Teile.

Das macht diese drei Bücher in der Kombination zu etwas fotografisch Besonderem, das ein tieferes Verständnis für Indien und die fotografische Herangehensweise von drei Fotografen zeigt.

Wer mehr will als Fotos, der kann sich hier eine besondere Schulung des fotografischen Sehens und ein besonderes fotografisches Vergnügen gönnen.

Es ist ein großes Glück, daß alle drei Bücher noch direkt oder indirekt erhältlich sind.

Augen auf! 100 Jahre Leica

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Es wird wohl DAS Buch über Leica bleiben für die Zeit bis heute.

Großformatig und mit genügend Platz wurde ein Buch geschaffen, das die Leica als Kamera und die Welt der Leica-Fotografie zeigt. Besonders interessant fand ich die vielen Artikel, die wirklich versuchen, neue Horizonte zu öffnen.

Was fotografierte man in Portugal, wie wurde die Leica in Kriegszeiten genutzt, welche Rolle spielte die Technik?

„Eine Notiz im Werkstattbuch belegt: Spätestens im März 1914 hatte Oskar Barnack das erste funktionstüchtige Modell einer
Kleinkamera für 35-mm-Kinofilm fertiggestellt. Damit war nicht nur ein neuer Fotoapparat erfunden. Mit der kriegsbedingt erst 1925 eingeführten Leica (= Leitz / Camera) kündigte sich ein Paradigmenwechsel in der Fotografie an. Nicht nur fotografierenden Amateuren, Quereinsteigern und emanzipierten Frauen erleichterte die Leica den Zugang zum Lichtbild. Sie provozierte auch eine neue Art des Sehens, einen schnelleren, dynamischen Blick auf die Welt aus neuen Perspektiven. Rechtzeitig zum runden Geburtstag der legendären Kleinbildkamera und erstmals in dieser thematischen Breite bietet der mit etwa 800 Fotografien bebilderte Band eine umfassende Kunst- und Kulturgeschichte der Leica von den 1920er-Jahren bis in unsere Tage.
Essays internationaler Autoren beschäftigen sich unter anderem mit der technischen Genese der Leica, ihrem Einfluss auf den modernen Bildjournalismus und nicht zuletzt ihrer Bedeutung für verschiedenste Strömungen innerhalb der fotografischen Avantgarde. Bis dato unveröffentlichte Dokumente aus dem Archiv der Leica Camera AG runden die facettenreiche 100-jährige Kulturgeschichte ab.“

Das Buch ist wirklich so wie hier beschrieben und es regt dazu an, sich mit der Technik des Fotografierens a la Leica zu beschäftigen.

Wußten Sie, daß bei der Leica Aufnahmen vom Rand gedacht werden und nicht von der Mitte?

Wußten Sie, daß die Aufnahmen gedacht werden?

Sehen Sie, die Leica war eine besondere Kamera.

Fotografieren a la Leica eben.

Daher ist das Buch auch so besonders wie die Kameras waren.

Und wer das Besondere will in dieser Form, der ist bei diesem Buch auch bestens aufgehoben.

100 Jahre Leica ist im Kehrerverlag erschienen.

Herausgegeben von Hans-Michael Koetzle
Gestaltet von Detlef Pusch
Festeinband mit Banderole
27 x 32 cm
564 Seiten mit 12 Seiten eingelegtem Beiheft
ca. 1.200 Farbabbildungen
Deutsche Ausgabe ISBN 978-3-86828-523-9
Englische Ausgabe ISBN 978-3-86828-530-7

Der Blick über die Schulter von Henri Cartier-Bresson

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Der Kreis hat sich geschlossen mit der Neuauflage des Buches The Decisive Moment bzw. Images a la Sauvette von Henri Cartier-Bresson.

Ich hätte nie gedacht, daß ich dies noch erleben würde, weil das Buch so rar und damit so teuer wie Juwelen war, also für mich unerreichbar.

Nun hat der Steidl-Verlag mit der Neuauflage ein großartiges Projekt umgesetzt.

Dafür kann man dem Verlag nicht genug danken.

Ich habe begonnen mit dem Fotografieren ohne Orientierung und traf dann Cartier-Bresson in Büchern.

Er führte mich zu der Frage, wie ich besser fotografieren kann.

Und er brachte mir das Sehen bei.

So konnte ich mich entwickeln.

Bei mir fing die selbstgestaltete Fotografie mit Cartier-Bresson an.

Er war mein Lehrer, auch wenn er mich nicht kannte.

In seinem Sinne begann ich dann digital zu schreiben und meine fotografischen Kenntnisse umzusetzen.

Danken möchte ich auch meinem Freund Bernd Schiele, der mich auf manche Fotoausstellung mitnahm oder begleitete, wenn es mit der Gesundheit oder dem Geld nicht so klappte.

Stundenlanges Studieren von Fotos und der Besuch von Museen in Dresden und Düsseldorf half mir ebenfalls weiter.

Ich lernte auch andere Fotografen kennen.

Ich entwickelte mich sogar weiter und von Cartier-Bresson weg, weil ich andere Wege gehen wollte.

Aber letztlich brachte mich gerade seine Strenge in der Anwendung der Geometrie (die ich übernahm) dazu frei zu werden beim Sehen und beim Fotografieren.

Selbst wenn ich die Regeln der visuellen Grammatik breche sind sie die Grundlage.

Und bis heute habe ich Freude daran, Fotos zu komponieren und habe das Gefühl, es ist ein gutes Foto, wenn es geklappt hat.

Das Komponieren ist das Fotografieren.

Das Foto ist das fertige Musikstück, die visuelle Grammatik ist das Repertoire der Noten und die Anwendung der visuellen Grammatik in Form von Techniken ist die Melodie.

Es könnte sein.

Und deshalb ist dieses Buch etwas ganz besonderes für mich.

Denn wer es aufschlägt und die Größe der Fotos anschaut, sieht erst einmal wie schwierig es ist, ein großes Foto so zu gestalten, daß es nicht nur wirkt, wenn es klein ist.

Dabei meine ich keine Kunstprodukte am PC sondern echte Momente, aufgenommen mit der Kamera und hinterher so groß gedruckt wie in dem Buch The Decisive Moment.

Übrigens, so hätte wohl  Monsieur Cartier-Bresson die Szene gesehen:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Mit Cartier-Bresson fing alles an.

Nun ist der Kreis geschlossen.

Mit einem Happy-End.

Street21 – Kostenlos als Download das Buch zur Strassenfotografie – Streetphotography

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Ich hatte es versprochen und nun halte ich es auch.

Falls jemals das Buch von Henri Cartier-Bresson The Decisive Moment neu erscheint, werde ich aus Freude meine Anleitung zur Fineart-Streetphotography als kostenlosen Download anbieten.

Das hatte ich versprochen.

Nun ist das Buch wirklich bei Steidl erschienen und so halte ich nun ebenfalls mein Versprechen.

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Hier können Sie das Buch direkt online anschauen

und/oder das komplette Buch zur Fineart Straßenfotografie/Streetfotografie

ohne Einschränkung als Ebook hier (pdf) runterladen.
For English speaking people:

Here is an English version The best instruction manual about street photography.

 

 

The Decisive Moment – Photographs by Henri Cartier-Bresson

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Das Buch der Bücher in der Geschichte des Fotojournalismus ist wieder da.

Es ist die Bibel vieler Fotografen gewesen und als Buch bis heute unerreicht als Vorlage für das Auge und die Chance sehen zu lernen – wenn man Gelegenheiten wahrnehmen will.

Sein Erscheinen war rückblickend damals einer der großartigsten Momente in der Geschichte der Fotobücher.

Jetzt ist es die Rückkehr eines der bekanntesten und bis heute besten Bücher zum Thema Fotojournalismus und klassische monochrome Fotografie.

Zudem ist es von Matisse gestaltet für Henri Cartier-Bresson.

Jeder, der mit Fotojournalismus zu tun hatte, kannte dieses Buch.

Aber es war jahrzehntelang vergriffen.

Denn so gut es war – so selten war es auch.

Doch wer über Fotojournalismus sprach und  wer über Henri Cartier-Bresson sprach, der landete irgendwann immer bei diesem Buch.

Images a la sauvette im Original und The decisive moment in der englischen Übersetzung ist der Titel.

Qualität bleibt.

Gut dass es wieder da ist.

So ist dieses Buch sowohl buchbinderisch als auch gestalterisch im Reprint eine Augenweide geblieben.

Und natürlich die Fotos!

Ja die Fotos.

Viele kennen sie und digital findet man sie auch.

Aber so wie sie wirklich wirken sieht man sie nur hier.

Groß, monochrom, großartig.

Der Steidl-Verlag hat ein großformatiges Booklet beigelegt von Clement Cheroux.

Dieser weist darauf hin, daß Cartier-Bresson´s Fotos ursprünglich für Magazine und Zeitungen gemacht waren und damit eine eher flüchtige Wirkung hatten.

Bücher bleiben und deshalb blieben in diesem Buch schon damals die flüchtigen Augenblicke, die entscheidenden Momente, über den Tag hinaus bestehen.

Und dann erzählt uns Cheroux die Geschichte dieses Buches von der ersten Idee an.

Wie Matisse vorging, um das Cover zu gestalten, mit welcher Technik er arbeitete, welche Materialien und welches Papier in diesem Buch genutzt wurden, warum die Fotos in dieser Reihenfolge erschienen sind und natürlich auch wie der französische und der englische Titel entstanden.

Es ist einfach wunderbar.

Das Buch hat aber noch eine andere Dimension.

Cheroux arbeitet sehr schön heraus wie dieses Buch zu einem Lebensversuch von Cartier-Bresson wird, um zwischen seiner inneren Welt und der äußeren Welt fotografisch eine Balance zu finden.

Es ist der Weg zwischen Sur-Realismus und Realismus.

Henri Cartier-Bresson The Decisive Moment ist bei Steidl erschienen.

Wer es nicht kauft oder sich nicht wünscht ist selbst schuld.

Andere haben darauf viele Jahre gewartet.

Jetzt ist die Gelegenheit da.

160 + 48 booklet Seiten

Leineneinband im Schuber
27.4 x 37 cm

Englisch

ISBN 978-3-86930-788-6

Fineart Streetphotography – die feine Art der Strassenfotografie

einfaches Beispiel für Strassenfotografie – Foto: Michael Mahlke

Wenn man nicht nur fotografiert sondern auch über Fotografie schreibt, dann ist man immer wieder erstaunt, was diskutiert wird. In der Zeitschrift Photonews wurde nun in den letzten Ausgaben über Strassenfotografie geschrieben. Dabei kam in meinen Augen heraus, dass heute erlaubt ist, was gefällt. Dies bedeutet, die von mir hier oft diskutierten Kriterien für gute Strassenfotografie fallen samt und sonders weg. Daher will ich sie noch einmal nennen: