Tag Archive for Fotografie

Dokumentarfotografie in der Wikipedia – was ist Dokumentarfotografie?

Dokumentarfotografie Fotograf M. Mahlke

In der Wikipedia steht zum Begriff Dokumentarfotografie: „Die Dokumentarfotografie ist eine Art des Fotografierens, deren Motivation es ist, ein fotografisches Dokument herzustellen, das für das Festhalten der Realität, als Zeit-Dokument, als Appell oder auch Warnung genutzt werden soll. Diese fotografischen Dokumente stellen dabei jedoch keine objektive, sondern eine subjektive oder ideologische Betrachtung zumeist mit sozialkritischem Hintergrund dar.“

Ich finde diesen Satz gut aber er wirft dann Fragen auf, die in der wikipedia nur unzureichend beantwortet werden.

Lieber den erotischen Akt als die nackte Armut? – Dokumentarfotografie, Politische Fotografie und Ablehnung

Dokumentarfotografie ist ein weites Feld.

Für mich geht es im Kern darum sozial reale und oft regional oder überregional relevante Ereignisse und Situationen  festzuhalten, die später in der Summe  Entwicklungen zeigen. Was relevant war, kann man nur aus dem beurteilen, was man weiß und sieht. Deshalb ist das Dokumentieren so wichtig – Belegbarkeit setzt Dokumentierbarkeit voraus. Und soziale Ereignisse und Abläufe sind mit Fotos z.T. gut dokumentierbar.

Orte der Verheissung von Jakob Schnetz

Jakob Schnetz, Ort der Verheissung

Jakob Schnetz studierte Fotografie in Hannover und hatte das größte Messegelände der Welt direkt vor der Tür. Daraus entstand sozusagen Fotografie vor Ort, in dem Fall waren es die Orte der Verheissung auf der Hannovermesse.

Hier ist die Neuheit als Thema zu sehen – eben Orte der Verheissung.

GM schließt Lordstown – Monochrome Fotografie und Reportage heute

In der New York Times ist eine Reportage mit guten Fotos über die Schließung einer Fabrik von GM in Lordstown. Dabei werden auch die Schicksale der Menschen und die Frage von Stadtentwicklung und Arbeitsplätzen gezeigt. Richtig empfehlenswert und so bis 2019 in Deutschland noch nie gesehen.

Selbst die Drohnenfotos sind monochrom und die Texte machen zusammen mit den Fotos daraus eine echte sozialdokumentarische Reportage.

Die Ostdeutschen von Roger Melis

„Ihm ging es stets um die genaue Beobachtung von Menschen und Vorgängen, und dafür nahm er sich immer so viel Zeit wie möglich. Bilder, die mit leichter Hand im Vorübergehen entstehen, Images a la Sauvette wie Henri Cartier-Bresson sie nannte, sind in seinen Reportagen wie in seinem sonstigen Werk die Ausnahme.“