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Copyrightverletzung – 3,6 Millionen für ein Flickr-Foto

Lichtgemälde

Kai Eiselein war sehr erstaunt als er ein Foto von seinem Flickr-Account auf BuzzFeed fand. BuzzFeed sammelt Infos und verbreitet sie in einem kommerziellen Umfeld. Das Flickr-Foto hatte klar die Bezeichnung „All rights reserved“ – alle Rechte vorbehalten.

Nun hat Herr Eiselein eine Klage eingereicht. Die Schadenssumme von 3,6 Millionen Dollar begründet er damit, dass BuzzFeed nicht nur sein Urheberrecht verletzt hat sondern auch durch die Einbindemöglichkeiten der Verursacher von nachfolgenden Urheberrechtsverletzungen ist.

Das ist deshalb so interessant, weil es ja immer mehr Seiten gibt, die Werbung um Content setzen, der einfach nur bei ihnen eingebunden wurde. Mittlerweile ist diese Information in der gesamten englischsprachigen Welt bekannt wie man nun auch auf petapixel lesen kann. Aber auch Petapixel gibt mittlerweile an, woher ihre Artikel stammen. Man findet unten auf der Seite immer ein (via …) mit einer Verlinkung auf die ursprüngliche Quelle.

Mal sehen, wie das ausgeht. Denn das hätte viele Folgen für manches Geschäftsmodell.

 

 

Blockupy, Taksim Gezy Park und mehr

Google und Bing

Die Suchfunktion bei google und bei bing ist für Fotos mit dem Wort blockupy sehr ergiebig und hat sehr unterschiedliche Ergebnisse. Wir sehen, wie die Versammlungsfreiheit dort vor Ort gelebt wurde im Jahr 2013 und wie sie eingeschränkt wurde.

Eine Einschätzung zu dieser „Prügelparty“ gibt der Fotograf Peter Jülich und eine Zusammenfassung gibt es in der Neuen Rheinischen Zeitung.

Aber die Suchmaschinen sind längst nicht allein ergiebig.

Flickr und Tumblr

Auf flickr.com gibt es bei blockupy 2013 ebenfalls sehr interessante Fotos zu finden und bei tumblr auch.

Zumapress

Bei Zumapress mit dem Datum vom 1. Juni 2013 finden sich ebenfalls Fotos, die dokumentieren.

Redpicture

Mit die beeindruckendsten Fotos findet man bei bei Redpicture u.a. auf flickr und in der fotocommunity.

NBC und Waltroper Zeitung

Der Blog auf nbcnews ist ebenfalls sehr aufschlußreich. Die Waltroper Zeitung hat neun Fotos, die die Stimmung zeigen.

attac

Wie der Ablauf war kann man bei attac sehr gut nachlesen und seit dem 6.6. nimmt auch die politische Debatte Fahrt auf.

spiegel.de

Und auch auf spiegel.de gibt es mittlerweile eine Fotostrecke. Dort wird u.a. gezeigt wie Polizisten massiv Pfefferspray gegen Demonstranten einsetzen.

Fotografie als Mittel für die Demokratie

Wenn man bedenkt, dass es sich in allen Fällen um Proteste von Menschen wie Du und Ich handelt, die sich nicht damit abfinden wollen, dass gegen sie und über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde und wird – und sie das meistens auslöffeln müssen, dann ist es gut, dass Fotografie dies dokumentiert.

Demotix

Zugleich empfehle ich einen Blick auf Demotix. Dort finden sich ebenfalls Fotos aus anderen Teilen Europas und der Welt, die auch aus den letzten Tagen stammen. Hier sehen wir die Feuerwehrleute in Barcelona, die demonstrieren und hier sehen wir die Menschen demonstrieren, die den Taksim Gezi Park in Istanbul erhalten wollen.

Taksim Gezi und Stuttgart 21

Dazu gibt es auch einen Tumblr-Blog. In dem Tumblr Blog wird auch die brutale Gewalt deutlich, die gegen Menschen verübt wird, die einfach nur für Bäume und Natur sind. Das erinnert sehr an die Fotos von den Demonstrationen gegen Stuttgart 21.

Die Fotos dokumentieren auch den Veränderungswillen von Bürgern und den Einsatz der neuen Medien. Viele Politiker scheinen nicht verstanden zu haben, dass das Aufeinanderhetzen von Staatsbürgern mit und ohne Uniform nicht zum Sieg des Staates führt sondern zu Veränderungen. Aber das geht dann über den Rahmen der dokumentierenden Fotos hinaus.

Die Veränderungen kann man dann später einmal dokumentieren. So bleibt Dokumentarfotografie eine dauernde Aufgabe, ebenso wie Fotografieren auf Demonstrationen.

Nachtrag eine Woche später:

Nun kommt es so wie vorausgesagt.

Die verschwundenen Hungerkinder oder das Loch in der Dokumentarfotografie

Essen in Öl – Foto: Michael Mahlke

 Damals

Erinnern Sie sich noch? Vor ein paar Jahren wussten wir genau, wenn es wieder um Spenden für die Dritte Welt geht, werden wir Fotos von hungernden Kindern sehen. Dies war im Fernsehen und in den Zeitungen regelmässig mit Spendenaufrufen verbunden.

Es gibt sie noch, die Fotos mit hungernden Kindern. Bei flickr kann man sie finden, bei instagram gibt es sie auch schon und wenn Sie bei google suchen und auf Bilder klicken ebenfalls. Wer Videos sucht, der wird spätestens auf youtube fündig.

Es gibt sie noch aber sie sind nicht mehr auf den vorderen Plätzen in der Medienkarawane sondern sie sind eher reine Suchergebnisse. Sie werden also nicht mehr als sozial wichtig präsentiert sondern sind das Ergebnis eigener Suche.

Veränderungen in der Medienwelt

„Dem Glamour des Elends folgt das Verschwinden der Hungerkinder: Sozial Marginalisierte werden in Kampagnen wie etwa „Deine Stimme gegen Armut“ ersetzt durch Schauspieler, Musiker, Nachrichtensprecherinnen oder Models…. Offenbar haben sich die Bildstrategien von Hilfsorganisationen geändert….“

So beschreibt Evelyn Runge in ihrem Buch „Glamour des Elends“ die Veränderungen in der Medienwelt. Sie verweist dann auf das Buch von Georg Franck mit dem Titel „Mentaler Kapitalismus“, der darauf hingewiesen hat, „wie Informationsmärkte sich zu Prominentenbörsen wandeln… Die Ausgegrenzten der Moderne sind zugleich die, die keinen Zugang zu Märkten der Aufmerksamkeit haben, vermittelt durch Medien und besonders visuelle Märkte wie die Fotografie.“

Der Markt für Fotografie, also die Vermarktung der Fotografie als bezahlte Dienstleistung, hat sich weitgehend von diesem Thema abgewandt, wenn man dieser Feststellung glauben darf.

Das fotografische Loch

Wenn Dokumentarfotografie aber mehr ist als Marktbedienung, dann ist hier ein riesiges fotografisches und soziales Loch.

Ich bin digital vorhanden also bin ich sozial vorhanden – so könnte heute die Devise lauten. Wer schon einmal erlebt hat wie im Bus alle auf ihre Handys starren und darüber die Welt wahrnehmen statt um sich herum zu schauen, der versteht, wie diese Veränderung die Welt verändert. Und wer da nicht drin ist bzw. da nicht rauskommt, der ist nicht mehr drin bzw. da. Der existiert nicht mehr im Bewusstsein seiner Zeit, wäre eine logische Schlussfolgerung.

Dabei ist die Frage nach der Wirkung oder Nicht-Wirkung von Fotografien nicht abschließend beurteilbar. Der Aufmerksamkeitswert des einzelnen Fotos hat abgenommen, aber der Stellenwert von Fotos zur visuellen Demonstration eines Themas nicht.

Wir können heute zwar 24 Stunden multimediales Multitasking veranstalten aber dabei kommt ja wahrscheinlich nichts heraus ausser geistiger Verwirrung und psychischer Erkrankung.

Leittechniken statt Leitmedien

Der Artikel impliziert aber, dass die Menschen noch Leitmedien haben. Im Internet gibt es keine Leitmedien, es gibt nur Leittechniken wie das Adressbuch = Facebook und die Suchmaschine = google. Auf diese Leittechniken Einfluss zu nehmen ist interessengeleitet.

Hungerkinder als Metapher

Soziale Fragen sind zwar auch interessengeleitet aber wir unterscheiden nicht ohne Grund zwischen Sozialsystem, Wirtschaftssystem und politischem System. Und wir wissen, dass eine Demokratie ohne Sozialstaat keine echte abendländische Demokratie mehr ist, weil Teilnahme soziale Sicherheit voraussetzt. Dies wird in vielen Teilen der Welt durch andere Interessen verhindert. Daher ist der Kampf um Gedanken so wichtig wie der Kampf um Bilder.

Und der Kampf um Bilder hat sich völlig verändert. Diese Woche war in vielen Ländern Südeuropas ein Generalstreik gegen die unsoziale Politik. Davon hat man auch hier nicht viel gesehen obwohl dies erstmals seit Jahrzehnten einen halben Kontinent umfasste. Auch diese Infos muss man suchen.

So sind die „Hungerkinder“ eine symbolhafte Umschreibung (Metapher) für die immer stärker werdenden Löcher in der Berichterstattung.

Aber wer soll eigentlich darüber berichten? In Deutschland sicherlich die GEZ bezahlten Medien an erster Stelle, weil sie einen entsprechenden Auftrag zur informatiellen Grundversorgung haben. Tun sie es? Und sonst? Offenbar scheint es sich nicht um Themen zu handeln, die viele Leser/Kunden interessieren?!

Blinde Flecken

Es gibt blinde Flecken in der Dokumentarfotografie. Das hängt mit Konventionen zusammen. Aber hier ist eine zusätzliche Dimension aufgetaucht, die das Leid nicht mehr bei den anderen sucht sondern das Leid nicht mehr sehen will.

Je größer die Probleme auf der Welt werden, desto weniger will ich davon wissen? Kann es sein, dass die Ursache für das Verschwinden von Themen die Verdrängung ist?

Dokumentarfotografie ist konkret und kann aus dem Festhalten eines Zustandes eine Geschichte machen, die zum Handeln auffordert und zu zivilgesellschaftlichen Aktivitäten. Dann kommen auch wieder Wörter wie „strukturelle Gewalt“ ins Spiel und wie man sie abbauen kann.

Aber es setzt auch den Anspruch voraus, darüber informiert werden zu wollen. Gibt es das noch? Vielleicht hilft mir jemand, dies alles weiterzudenken und meinen Horizont durch andere Perspektiven zu erweitern.

Das wäre schön.

Dokumentarfotografie kann mehr

Für mich zeigt bis heute ein Buch besonders gut, was Dokumentarfotografie aktuell kann, wenn sie könnte – und wenn es mehr solcher Fotos gäbe, die dann auch überall gezeigt würden.

Es ist das Buch „The eye is a lonely hunter“. Da kann man ahnen, welche Kraft in der systematischen Nutzung liegen würde. Das ist auch anders als Video. Es ist punktueller, umfassender und eindrucksvoller.

Und es ist nicht so, dass für alle Organisationen/Unternehmen solche Themen irrelevant sind. So eignen sie sich offenbar als Thema für Fotowettbewerbe, aus welchen Gründen auch immer. Ein Beispiel habe ich hier gefunden, Hintergründiges hier.

Wer hat denn jetzt eine Fehleinschätzung?

So ändert sich der Zweck solcher Fotos vielleicht sogar in sein Gegenteil. Das sollte nicht so sein. Aber hier zeigt sich dann auch, dass Fotos unterschiedlichen Zwecken dienen können.

So zeigt sich, dass Dokumentarfotografie einen sehr hohen Nutzwert haben kann – es kommt eben auf den Zweck an?!

So – so!

 

Kaum erlebt schon vorbei? – Zeitgeist ab 2012

Foto: Michael Mahlke

Der digital programmierte Mensch 2.0

Es verändert sich was. Heute sprach ich mit einer Kindergärtnerin (die heute auch anders heisst). Sie sagte mir, dass sie früher eine Gruppe mit zwei Kindergärtnerinnen und neun bis 15 Kindern waren. Heute sind in der Gruppe neben den zwei Kindergärtnerinnen noch eine Psychotherapeutin, eine Logopädin und noch eine weitere Spezialistin. Und die Kinder können weder Spiele wie „Mensch ärgere dich“ noch einfach in der Gruppe miteinander zurecht kommen. Es werden zunehmend sog. Störungen bei immer mehr Kindern gefunden. Aber sie haben fast alle ein Handy, eine Spielekonsole, einen Fernseher und weitere digitale Geräte.

Es entstehen neue Menschen, die 2. Generation digital.  Sie wachsen in eine Welt, die sie von klein auf mit Bildern prägt. Der Stellenwert des Bildes wird alltäglich und banal in einer Weise, wie es früher nicht der Fall war. Auch früher gab es Bilder. Aber es war anders.

Heute im Bus und an der Universität erlebe ich fast nur Menschen, die ein Handy in ihrer Hand halten. Musik hören im Bus, zwischendurch SMS tippen und neue Nachrichten abrufen oder kleine Videos anschauen. Man spricht nicht miteinander eher nebeneinander. Man spricht über sichtbare (oder hörbare) Dinge. Handys und Computer sind die neuen Zauberwerkzeuge. Sie sind die neue Normalität. Es ist die 1. Generation digital. Zunehmend ist derjenige unnormal (entspricht nicht der Norm), der dies nicht lebt oder hat.

Man ist online und glaubt, man sei dabei und oft auch noch informiert. Es ist die perfekte Augenzeugenillusion und vielleicht schon die Angst, einmal offline zu sein (nicht biologisch sondern digital!).

Neue Wirklichkeit

Diese Worte sind der Versuch, eine neue Wirklichkeit ins Auge zu fassen. In der Geschichte sprechen wir vom Zeitgeist einer Epoche. Hier handelt es sich um Schilderungen zum Zeitgeist dieser Epoche.

Da passt natürlich ein Gedanke wie der, dass man Erlebnisse sofort digital teilen soll, besonders gut.

Aber es ist natürlich ein Irrtum so zu denken, weil dies erhebliche Auswirkungen hat auf Wahrnehmung und Verhalten. Die Welt als permanente Gegenwart reduziert den Horizont. Und nicht umsonst schrieb Neil Postman Bücher wie „Wir amüsieren uns zu Tode“.

Menschen bleiben Menschen – nur die Programmierung ändert sich

Heute erleben wir um uns herum eine Digitalisierung, die wenig an der Lage der Menschheit verbessert hat. Man könnte sogar vom Gegenteil ausgehen. In jedem Fall hat das Internet die Sicht auf die Welt erweitert und verändert. Aber die Menschen haben sich ja in ihrer Struktur nicht geändert sondern es gibt durch die digitale Welt veränderte Wahrnehmung und ein verändertes Verhalten. Und man kann schon die Folgen sehen.

Die neuen Menschen auch in ihrer Neuheit zu sehen kann vielleicht am besten von denen geleistet werden, die noch „alt“ sehen und „alt“ denken. Da bietet es sich an, dies alles mit digitalen Fotos festzuhalten, das Alte und das Neue, das Bestehende und das Veränderte.

Zeitgeist ist das, was die Menschen in einer Zeit denken und tun.

Es ist z.B. das,

  • was man wahrnimmt,
  • wie man sich verhält,
  • welche Waren und Dienstleistungen angeboten werden,
  • welche Architektur, welches Essen, welche Kleidung da sind,
  • welche Gedanken vorherrschen

Das langfristige Projekt Zeitgeist ab 2012

Aus diesem Grund will ich ein Projekt beginnen, bei dem ich über einen längeren Zeitraum Fotos erstelle, die dies zum Thema haben.

Gedacht ist an den Zeitraum ab 2012. Ich stelle meine Sicht und meine Erlebnisse auf verschiedenen Webseiten dar und versuche so, die sozialen Gebrauchsweisen der Fotografie und viele andere Dinge des aktuellen Zeitgeistes zu finden.

Text 1.1

Nachtrag Jahre später:

Das Projekt ist in dieser Form beendet. Ein Teil ist sichtbar auf flickr und ein anderer hier.

 

Tottenham als Beispiel oder „kollektive Bildreportagen“

Die Proteste in Tottenham sind auf vielen Fotos zu finden. Bemerkenswert ist ein Nachrichtenartikel auf Yahoo.de, der den Artikel um Fotos Dritter auf Flickr gruppiert.

Wer auf Flickr.com „Tottenham“ eingibt, der erhält viele Suchergebnisse.

Canon Powershot SX10IS, EOS 50 D, Panasonic GF2, viele andere Kameras und Handyfotos zeigen hier, wie man auf einer Fotoplattform eine kollektive Bildreportage erstellt.

Natürlich soll dies alles auch als Geschäftsmodell dienen. Daher sind sehr viele Fotos nur nutzbar, wenn man sie über getty images kauft. Aber bei flickr selbst kann man sie ja alle kostenlos anschauen. Dadurch entsteht nicht nur ein Bild, sondern so etwas ist neu.

Es ist auch anders als bei Facebook, das  eher ein kommunikatives Adressbuch und Terminbuch ist, welches nur nach Anmeldung nutzbar ist, im Gegensatz zu flickr, wo jeder freigegebene Fotos sehen kann ohne Anmeldung.

Die Fotos bei flickr sind nur möglich in einer Demokratie mit einer solchen für jeden zugänglichen Software und durch die Erfindung der Digitalfotografie mit Kameras und Handys.

Natürlich muß man die Frage stellen, inwiefern „zensiert“ flickr. Man muß auch die Frage stellen, wo gibt es überhaupt Internet, das so zugänglich ist. Das will ich hier nicht diskutieren, weil dieser Artikel die Fotografie dabei als Thema hat, aber es gehört dazu.

Fakt ist für mich aber, dass hier schon länger auf solchen Fotoplattformen etwas medial Neues entstanden ist.

Tottenham ist natürlich nicht die erste kollektive Bildreportage. Aktuell müsste man bei flickr z.B. nur „Somalia“ „refugees“ oder anderes eingeben, dann kommen sehr viele Suchergebnisse. Nicht alle sind dokumentarisch aber viele authentisch.

So ergeben sich aus der Digitalfotografie neue Möglichkeiten der Information durch Bilder und hier durch eine „kollektive Bildreportage“ zum aktuellen Zeitgeschehen.

Wieviel Foto braucht der Mensch?

1. Aktuelle Fotos aus der Weltpresse

Heute gibt es Fotos von dem aus der Haft entlassenen Künstler Ai Weiwei. Wer die Fotos sieht, der wird denken, es kann sich nur um einfache Kompaktkameras handeln, mit denen hier fotografiert worden ist.

2. Die meisten Fotos sind vom Handy

Aber es geht noch weiter. Flickr ist ja die größte Fotosammlung der Welt. Laut eines Webmagazins werden die meisten Fotos mittlerweile mit dem Iphone hochgeladen.

3. Handyfotos werden professionell akzeptiert

Und der Spiegel merkt zudem an, dass der Fotograf Damon Winter dieses Jahr einen Preis für seine Iphone Fotos erhalten hat.

4. Der Maßstab für Reportagefotos muß neu definiert werden

Die Praxis zeigt uns hier den Maßstab für Fotos. Es sind ja alles öffentliche Fotos. Damit wird ein Standard für öffentliches und akzeptiertes fotografisches Niveau gegeben.

5. Das Handy als neue Kamera für Streetphotography?

Aber es geht noch weiter. Wenn Handykameras das neue Werkzeug sind, dann sind sie es auch, die das Maß für unauffälliges und akzeptiertes Fotografieren sind. Und damit wird auch der Bereich der Strassenfotografie neu definiert. Diese Trends dokumentieren sich gerade in Zahlen. Sie werden mittelfristig eine neue Diskussion über Fotografie auslösen.

6. Der neue Trend der digitalen Fotografie: blinde Flecken finden

Digitale Fotos sind mittlerweile überall selbstverständlich. Veränderte Wahrnehmung erfordert mehr Fotos. Sie sind an immer mehr Stellen erforderlich, so dass es letzlich darauf ankommt, die offenkundigen blinden Flecken der digitalen Fotografie zu finden.

Im Gegensatz zu früher wird im politischen Bereich weniger fotografiert. Ich meine damit nicht die Menge sondern die Situationen. Zudem gibt es auch von vielen Plätzen und Situationen der Welt sehr wenig aktuelle Fotos, dafür von anderen Plätzen immer mehr ähnliche Fotos. So ist die Herausforderung geblieben, aktuell, dokumentierend und interessant über viele Dinge zu berichten. Da gibt es auch für engagierte weltenbummelnde Journalisten noch eine Menge zu tun.

7. Woran messe ich was – über das richtige Maß in der Diskussion

Und ich möchte noch etwas aufschreiben. Bei henner.info gibt es einen Vergleich „Auflösung Vollformat gegen 1/2,3 Sensor“. Das möchte ich sehr empfehlen. Da wird dann deutlich, welcher Maßstab für Fotos heute angelegt werden kann und wieviel Foto bzw. Kamera nötig ist.

8. Ungeheure Dynamik

Wenn man darüber nachdenkt, spürt man die Dynamik in der Fotografie. Es wird nicht weniger, sondern es wird mehr Herausforderungen geben und es gibt viel zu fotografieren…