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Handbuch des Fotojournalismus

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Ganz nah

Es gibt sie noch die guten alten Dinge. Lars Bauernschmitt und Michael Ebert haben es geschafft in digitalen Zeiten ein klassisches Handbuch zu schaffen, das von einer Webseite nicht geschlagen werden kann.

„Ganz nah dran“ ist es ihnen gelungen, eine Bestandsaufnahme des Fotojournalismus in ein Buch zu packen, welches wirklich alle wichtigen Fragen anpackt.

Wenn es nur ein Buch sein soll, dann sollte es dieses Buch sein.

Und wenn es ein Buch aus der Praxis für die Praxis sein soll, dann hat man es hier gefunden.

Ehrlich und nüchtern aber nie destruktiv werden hier alle journalistischen Themen dargestellt, die wichtig werden können in der Praxis des Fotojournalismus.

Dazu gehört auch die begründete Feststellung, daß es sich bei Fotojournalismus um Journalismus handelt, nur eben nicht um Textjournalismus sondern um Fotos mit erläuternden Texten.

Bis heute ist es ja vielfach so, daß es da Probleme gibt.

Daher resultiert dieser Hinweis wohl aus der erlebten Praxis.

Ein Handbuch muß sich auf alle wesentlichen Fragen konzentrieren.

Schon der Anfang gefällt.

Denn die Geschichte des Fotojournalismus ist wesentlich für die Horizontbildung, wenn es um die Frage geht, was eigentlich Fotojournalismus war und heute ist.

Hier erfährt der Leser, warum heute alles anders und doch so interessant ist.

Es ist ein großes und schweres Buch mit einem gefälligen Layout geworden.

Viele Interviews mit Praktikern rund ums Bild geben schnell und präzise Auskunft und lassen Menschen zu Wort kommen, die eigene Erfahrungen weitergeben.

Beispiele für Fotojournalismus und Reportagen zeigen die Unterschiede auf. Viele Fotos, die in unserem Gedächtnis schlummern, werden herausgeholt und bewußt angeschaut.

Aber auch das ABC des Fotografierens wird erläutert.

Der Umschlag des Buches wird von einer Fuji X100 und einer Canon DSLR geprägt. Auch die Technik wird diskutiert von damals bis heute und Leica wird in Relation zur gelebten Realität gesetzt, die mehr umfaßte und auch heute umfaßt.

Sätze aus der Wirklichkeit

„Neben Leica liefert auch Fuji mit der X100 eine Sucherkamera, die in letzter Zeit auf ein erstaunlich großes Interesse bei den Fotojournalisten gestoßen ist.“

Ein Satz aus der Praxis für die Praxis.

Es bleibt nicht bei diesem Satz.

„Eine freie Berichterstattung über das politische Geschehen in Deutschland gibt es fast nicht mehr.“

Das ist auch so ein Satz, der schnell wieder den Blick zurück in das Buch leitet.

Oder „Das Fotobuch darf nicht einfach nur ein Informationsträger für den Inhalt sein. Es muss ergänzend Qualitäten aufweisen, die möglichst alle Sinne ansprechen.“

So ist ein Handbuch entstanden, das bis zur Verschlagwortung und der Kalkulation eines Auftrags alle Aspekte anspricht, die der angehende Fotojournalist wissen muß, um gut gerüstet zu sein mit Kameras und im Kopf.

Es soll eine Bestandsaufnahme sein, die ein Querschnitt durch den Fotojournalismus heute ist.

Aber es kommt eben auch die Vergangenheit und der Blick auf die Gegenwart vor, die versucht, sich für die Zukunft zu rüsten.

Es geht in dem Buch auch um die eigene Einstellung und die Frage, welche Haltung ich entwickeln will, denn mehr Geld verdient man mit PR als mit Fotojournalismus.

Dennoch erlauben Interviews mit Lokalreportern dann auch, Wege zum Verdienst heute zu zeigen, wenn man versteht, daß es auf die Summe der Teile ankommt.

Fotojournalismus ist eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Viele konnten früher und bis heute nicht allein davon leben.

Magnum als Hobby

Und daher finde ich auch den Blick auf die großen Namen so erhellend.

„Cartier-Bresson stammte aus einer der reichsten Familien Frankreichs. Was nicht zuletzt bedeutete, daß er im Gegensatz zu seinen Kollegen nie mit seinen Fotos Geld verdienen mußte.“

Solche Sätze muß man im Hinterkopf haben, wenn man über Schnappschüsse, Streetfotografie und Verdienstmöglichkeiten sprechen will.

Am Ende des Buches findet sich ein Literaturverzeichnis aus der Praxis für die Praxis – was will man mehr?

Das Buch beginnt mit dem Hinweis, daß im Fotojournalismus gute Bilder immer noch im Kopf entstehen und heute nicht mehr die neuste digitale Technik entscheidend ist.

So bietet das Buch mehr als Technik.

Es bietet zeitlos gutes Wissen für den Kopf und jede Art von fotografischer Technik.

Das Buch ist im dpunkt Verlag erschienen und wird aufgrund seiner Qualität wohl das aktuelle Standardwerk zum Thema Fotojournalismus in deutscher Sprache werden.

Meine Gratulation an den Verlag und die Autoren.

Lars Bauernschmitt / Michael Ebert
Handbuch des Fotojournalismus
ein dpunkt.plus-Buch
Geschichte, Ausdrucksformen, Einsatzgebiete und Praxis

440 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband

ISBN: 978-3-89864-834-9

Das neue Image der Streetphotography

Subjektive Beobachtungen objektiv vorhandener Kommunikation

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Imagebildung bedeutet Bilder bzw. Eindrücke von einer Sache zu vermitteln, um gefühlsmäßig Meinungen anderer zu beeinflußen.

Und so ist die Streetphotography oder Strassenfotografie gerade dabei, ein neues Bild zu erhalten, das  der neuen Zeit angepaßt wird. Da lohnt sich schon das Hinschauen.

ct Digitale Fotografie 2/12 oder eine gelungene Mischung

Im Heise-Verlag ist eine neue Special-Ausgabe zum Theme digitale Fotografie erschienen. Obwohl ich eigentlich zwischen puren Büchern und reinem Internet pendel („richtig“: pendle), ist dieses Heft schon einige Bemerkungen wert.

Denn es gibt fundierte Einstiege in verschiedene Arbeitsbereiche der Fotografie. Das Thema HDR wird dort ebenso detailliert von Ralph Altmann besprochen wie das richtige Freistellen von Maike Jarsetz.

Dr. Klaus Peeck und Jobst-H. Kehrhahn besprechen aktuelle Kameras und es gibt viele Infos zum Thema Farbmanagement und Drucken von Reinhard Merz und Erich Baier.

Man findet in diesem Heft viele Namen von Autoren, die auch Bücher publiziert haben, gute Bücher. Und so verwundert es nicht, wenn man dieses Buchwissen als kompakte Workshops in diesem Heft angepasst wiederfindet.

Die ct steht für Qualität bei Informationen und so ist es auch in diesem Fall.

Aber das ist es nicht allein. Dem Heft liegt eine DVD bei und über bzw. mit der DVD erhalten sie komplette Bücher als kostenlose PDF-Dateien zum Runterladen, in diesem Fall die auf dem obigen Foto beschriebenen Bücher zum Farbmanagement und zur HDR-Fotografie.

Selbst wenn es sich um eine Zweitverwertung handeln sollte (was ich nicht weiß), ist dies doch nicht nur attraktiv sondern eine mehr als aufeinander abgestimmte Kombination von Informationen zur Fotografie auf verschiedenen Medien.

Die ct Digitale Fotografie zeigt, was journalistisch gelingen kann, wenn man Fachautoren, Journalisten, Büchermacher und Fotografen zusammenbringt, die ein Interesse an gutem Journalismus haben, bei dem zwischen der Werbung recherchierte und tiefe Informationen stecken.

Wer Interesse an diesen Informationen und Themen hat, der erhält für ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis sehr viel fotografisches Know-how und vergrößert dadurch seine fotografische Kompetenz.

Es macht richtig Spass über dieses Heft zu schreiben, weil es sehr vielfältig, anregend und tiefgehend informiert. Wer es sieht, sollte es einmal in die Hand nehmen und sich fragen, ob dies nicht eine gute Investition wäre.

 

 

Die Kunst der Schwarzweißfotografie von Torsten Andreas Hoffmann

„Auf Fotoausstellungen meiner Bilder werde ich oft zuallererst gefragt: Mit was für einer Kamera haben Sie das fotografiert? Inzwischen bekenne ich mich leidenschaftlich zu meinen zwei alten Nikon-Modellen… Die Kamera ist wirklich nicht das Allerwichtigste. Das mögen sämtliche Fotos auf dieser und der folgenden Doppelseite beweisen. Sie sind nämlich mit einer kleinen Olympus-Kompaktkamera aufgenommen, die sogar in die Hosentasche passt.“

Und dann gibt uns Torsten Andreas Hoffmann, der Autor des Buches „Workshop kreative Schwarzweiss-Fotografie“ einen Einblick in gutes Sehen und gutes Aussehen. Er inspiriert und vermittelt Ideen für bessere Fotos, er zeichnet Strukturen in den Fotos und er vermittelt die Kunst, den Weg zu gehen, um bessere Fotos selbst zu erstellen. Ein wunderbares Buch, ein Arbeitsbuch, um den Blick schulen zu lassen und die Strukturen des Sehens zu verbessern.

T. A. Hoffmann orientiert sich an zeitlos guten Gedanken für gute Fotos u nd geht dabei seinen Weg. Der Beginn des Buches lautet denn auch „Meine Bilder, wie ich sie sehe, empfinde, gestalte.“ Damit zeigt er eine Wiederkehr der guten Fotografie. In meinen Augen ist sein Buch ein Klassiker für gute Fotografie, für klare Blicke und eine wunderbare Quelle von Anregungen für das eigene Fotografieren. Es ist nie langweilig und ein grosser Wurf – mein Glückwunsch.“

So schrieb ich vor einigen Jahren über das Buch.  Damals hatte das Buch den Titel „Workshop kreative Schwarzweiss-Fotografie“.

Mittlerweile ist das Buch mit ergänztem Inhalt, überarbeitet und mit Bearbeitungshinweisen für Photoshop in einer erneuerten Auflage erschienen unter dem Titel „Die Kunst der Schwarzweißfotografie“.

Hoffman hat Wert darauf gelegt, in den Neuauflagen den Schwerpunkt auf Inhalt, Stimmung und formale Gestaltung beizubehalten. So ist das Buch auch heute mehr als nur eine Einführung. Es ist weiterhin ein Buch, welches sich mit der prägenden Art der Fotografie auseinandersetzt – der Schwarzweißfotografie –  und sie in die digitale Welt herüberholt.

Wenn man auf die Entwicklung des Buches und die Entwicklung der Schwarzweißfotografie in den letzten zehn Jahren zurückblickt, dann merkt man sehr schnell, dass in der „ernsthaften“ Fotografie zum Teil eine Rückkehr zu Schwarzweiß erfolgt.

Es ist eben so, dass Motive und Stimmungen zum Teil in Farbe und zum Teil in Schwarzweiß besser rüberkommen. Damit wird die Schwarzweißfotografie einen bleibenden Anteil im digitalen Zeitalter haben. Sie wird aber nicht mehr die Masse der Fotos ausmachen.

Denn die Gegenwart ist bunt. Schwarzweiß wird der Kontrast sein, die Reduktion, die Chance des Besonderen.

Und dies gut umzusetzen, das war, ist und bleibt eine Aufgabe, die man mit dem Buch von Torsten Andreas Hoffmann sehr gut lösen kann.

 

Torsten Andreas Hoffmann

Die Kunst der Schwarzweißfotografie

Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter

ISBN: 978-3-89864-775-5

Fotokurs Straßenfotografie von Meike Fischer und Rudolf Krahm


Ein gutes Buch wurde geboren. In der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts ist die klassische Strassenfotografie vielfach abgelöst worden durch eine weltweite Knipserei.

Und genau dort setzt der Fotokurs Straßenfotografie an. Er bietet die Chance, besser sehen zu lernen und besser fotografieren zu lernen.

„Szenen, Menschen und Orte im urbanen Raum fotografieren“ – so lautet nicht nur der Untertitel des Buches, das ist auch die gut zusammengefasste Beschreibung der Inhalte dieses Buches.

Es handelt sich um urbane Fotografie, die z.T. aus der Strassenfotografie entstanden ist und diese auch noch teilweise umfasst.

Die Fotografie und ihre Begrifflichkeit ist gerade im Wandel und der Titel und der Untertitel spiegeln diese Änderung sehr gut wieder.

Das Buch lebt u.a. von einer Vielzahl guter Trainingsaufgaben, die man allein oder in der Gruppe praktizieren kann. So erhält man nicht nur ein Gefühl für Fotografie sondern auch Erfahrungen im Umgang mit der Fotografie und den Motiven.

Denn im urbanen Raum zu fotografieren bedeutet mit vielen Situationen, Menschen und Momenten in einer sehr unterschiedlichen Weise zu tun zu haben.

Fotografinnen und Fotografen sind keine Spione und der richtige Umgang mit sich und anderen ist gerade auf der Strasse – oder besser im urbanen Raum – sehr wesentlich für sinnvolles und verständnisvolles Fotografieren.

Ich muß gestehen, mir gefällt das Buch. Es ist ein echter Einstieg für Beginner in die bessere Bewältigung des fotografischen Alltags vor unserer Tür und es kann durch die sehr praktische Herangehensweise das eigene fotografische Verhalten wesentlich verbessern.

„Dieses Lehrbuch soll Hobby- und Amateurfotografen als Inspirationsquelle dienen und technische Hilfestellung für unterschiedliche Motive und Situationen geben.“ Diesen Anspruch erfüllt das Buch in meinen Augen voll.

Aber es zeigt auch die Grenzen zwischen Fotografie im urbanen Raum und der klassischen Strassenfotografie auf.

Wer hier lernt auf der Strasse, in der Stadt, im eigenen Umfeld zu fotografieren, der wird irgendwann bemerken, dass es doch noch erhebliche Unterschiede zwischen dem Fotografieren im urbanen Raum und der traditionellen Strassenfotografie gibt.

Meike Fischer und Rudolf Krahm betonen im Vorwort, dass es „nicht um die Jagd nach dem besonderen Augenblick geht… Uns interessiert vielmehr das Beobachten unserer Umgebung, das Umfeld, in dem sich der Mensch befindet. Es erscheint uns spannender, das alltägliche Leben im urbanen Raum zu untersuchen, als hinter skurrilen Momenten herzujagen – für die man dann doch in den Metropolen der Welt besser aufgehoben ist.“

Wobei es in der klassischen Strassenfotografie wohl weniger um skurrile Momente geht als um gestaltete Fotografie, die Geschichten erzählt.

So setzt sich das Autoren-Duo ein Ziel und eine Grenze und hält beides gekonnt ein. Dadurch entsteht ein Fotokurs, der echte Lernerfolge möglich macht und den besseren Umgang mit der Fotografie als Teil des eigenen Lebens und Erlebens ermöglicht.

Wer das Buch gelesen hat und die Trainingsteile praktiziert hat, der hat das Rüstzeug, um sich – wenn gewünscht – auch den Klassikern der Strassenfotografie (wie z.B. Cartier-Bresson) und einigen klaren Kriterien für gute Fotos im Bereich der klassischen Strassenfotografie mit mehr fotografischem Bewusstsein zu nähern.

Und das Buch macht Mut, mit dem Wissen sich einfach einmal die Kamera zu schnappen und durch die Stadt zu gehen und zu fotografieren.

Aber dazu sollte man es lesen. Mehr Infos dazu finden sich direkt beim dpunkt-Verlag.

Meike Fischer, Rudolf Krahm
Fotokurs Straßenfotografie, Szenen Menschen und Orte im urbanen Raum fotografieren
ISBN 978-3-89864-691-8

Ein Tag Deutschland – das Buch von Freelens Fotografen

Wie soll man diesem Buch gerecht werden? Am 7. Mai 2010 “reisten 432 Fotografen durch ganz Deutschland, um festzuhalten, was vor ihrer Kamera geschah: in Schulen und Wohnzimmern, auf Fußballplätzen und Flughäfen, in Parlamenten und Diskotheken. Sie sind über die Dörfer und durch die Großstädte gefahren und haben nach Momenten Ausschau gehalten, die dieses Land repräsentieren.”

Der Tag war bewußt gewählt: “X-beliebig sollte er sein.” Darauf weist Christoph Schaden in seinem Textbeitrag im Buch hin. Soweit die Eigendarstellung. Das Buch ist ja schon mit einigen anderen Büchern verglichen worden. So mit dem Buch “Ein Tag im Leben Amerikas” und ich wäre auch geneigt es mit dem Buch “Das Magnum-Archiv” zu vergleichen.

Aber kann man das? Lutz Fischmann von Freelens schreibt zu Beginn des Buches: “Für dieses einmalige Projekt bedurfte es des besonderen, authentischen Blicks. Fotografen haben von je her Gesellschaften erforscht und dokumentiert – in ihren ganzen Breiten und Tiefen und unabhängig von Redaktionsaufträgen. Auch mit dem Projekt »Ein Tag Deutschland« haben sie dies getan – ohne auf die Verwertbarkeit in den Medien zu achten. Sie erzählen, wie es in Deutschland wirklich »aussieht«.

Die außergewöhnliche Dokumentation eines gewöhnlichen Freitags in Deutschland unterstreicht so auch die gesellschaftliche und kulturelle Relevanz hochwertiger Bilder. Initiiert hat das Projekt der Fotografenverband FREELENS, dem inzwischen über 2 000 Fotografen angehören, die für alle renommierten Magazine und Verlage arbeiten.”

Ein Tag Deutschland – Das Buch ist also ein einmaliges Projekt und zeigt einen ganz gewöhnlichen Freitag in Deutschland. Zunächst ist es ein schön gemachtes Buch. Das Format ist nicht zu groß und doch groß genug, um Fotos in ihrer Wirkung zu Wort kommen zu lassen. Es ist ein reines “Blätterbuch”. Man kann es von vorne bis hinten durchblättern oder einfach so mittendrin aufschlagen. Das Layout in diesem Buch ist sehr unterschiedlich. Fast jede Doppelseite ist anders angeordnet. Es gibt manchmal nur ein oder zwei große Fotos auf einer Doppelseite, manchmal ist es ein großes Foto, ein kleineres und ein ganz kleines Foto. Und manchmal sind eine oder mehrere Doppelseiten von einem Fotografen, umgekehrt sind auf einer Doppelseite drei Fotografinnen und Fotografen zu finden. Da dies ja mit Absicht geschehen ist wird damit jede über das Foto hinausgehende Struktur schwierig. Umgekehrt ermöglicht es den direkten Blick auf das jeweilige Foto. Da es sich naturgemäß um eine Darstellung eines Teils der Freelens-Fotografinnen und Fotografen handelt, kann man hier sehr schön die verschiedenen Arbeitsweisen sehen. Es handelt sich ja ausschließlich um dokumentierende Fotografie. Ein Tag in Deutschland soll dokumentiert werden. Daher ist es ein wunderbares Buch, um einen aktuellen Querschnitt zum Thema fotografische Ansätze im Bereich Dokumentarfotografie zu erhalten. Dazu eignet es sich sehr gut, vor allem weil deutlich wird, alles ist erlaubt und alles ist möglich, wenn die dokumentarische Aussage stimmt. Und es scheint ja eine Außendarstellung von Freelens zu sein. Es ist kein Jahrbuch, es ist ein einmaliges Tage(s)buch im besten Wortsinne. Christoph Schaden schreibt über den Sinn des Buches: ” Vor dem inneren Auge sehen wir sie schon vor uns: Soziologen und Bildwissenschaftler, die sich in ferner Zukunft einmal die Frage stellen werden, wie denn alles gewesen sei. Damals, in diesem Land, in dieser Dekade, die so schlecht in Bildern dokumentiert ist wie keine andere zuvor und danach, weil mit der digitalen Zeit hoffnungslos alles zerstört wurde. Von den Schriftquellen haben sie immerhin erfahren, dass sich zu jener Zeit der Fotojournalismus in Deutschland in einer Krise befunden haben musste. Um so verwunderter werden sie dann wohl jenen verstaubten und beleibten Band zum 7. Mai 2010 aus dem Buchregal herausholen − falls es Buchregale noch geben sollte − und sich die Augen reiben, wenn sie die Bilder darin genau anschauen.”

Nun besteht ja das Paradoxe an Fotobüchern, dass man zwar über sie schreiben kann aber die Fotos nicht zeigen darf, weil man dann ja die Bildrechte der Autoren verletzt. So ist Sprache in der Regel das Mittel der Wahl. Gottseidank hat der Dpunkt-Verlag eine Leseprobe mit ein paar Fotos zum Donwload bereitgestellt, damit es wenigstens ein paar visuelle Eindrücke gibt. Diese finden Sie hier. Ich habe dieses Buch verschiedenen Personen (Nicht-FotografInnen) gegeben und sie nach ihrer Meinung gefragt. Allesamt wurde mir bestätigt, dass es sich um ein Buch handelt, welches die Dinge so darstellt, wie sie heute sind. Also hat das Buch es geschafft, etwas zu dokumentieren, nämlich einen Tag in Deutschland.

Ein Tag Deutschland

640 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband

ISBN 978-3-89864-707-6

42,90 Euro(D) / 44,20 Euro(A) / 60,90 sFr

dpunkt.verlag

Achim Duwentäster, Achim Friederich, Achim Kleuker, Achim Pohl, Achim Sperber, Achim von Allwörden, Alexa Seewald, Alexandra Vosding, Ali Altschaffel, Amos Schliack, Andi Schmid, Andre Poling, Andrea Vollmer, Andreas Buck, Andreas Burmann, Andreas Ehrhard, Andreas Herzau, Andreas Krufczik, Andreas Laible, Andreas Riedmiller, Andreas Spierling, Andreas Varnhorn, Andreas Weiss, Andree Kaiser, Angelika Salomon, Anika Büssemeier, Anja Cord, Anja Koehler, Anna Fiore, Anna Weise, Anne Ackermann, Anne Oschatz, Annette Wulff, Antje-Katrin Hansen, Arnold Morascher, Arnulf Hettrich, Astrid Doerenbruch, Axel Mosler, Barbara Dombrowski, Barbara Ködel, Barbara Siewer, Barbara Stenzel, Berd Roselieb, Bernadette Grimmenstein, BErnd Arnold, Bernd weisbrod, Bernhard Schurian, Bertram Solcher, Bethel Fath, Boockhoff, Boris Rostami-Rabet, Brigitte Hiss, Brigitte Kraemer, Britta Radike, Buch, Carolin Thiersch, Carsten Büll, Carsten Koall, Carsten Milbret, Christa Brand, Christa Henke, Christian Altengarten, Christian Burkert, Christian Irrgang, Christian Jungeblodt, Christian Kaiser, Christian Lünig, christian Martin, christian Schoppe, Christian Wyrwa, Christiane Eisler, Christiane Kappes, Christina Körte, Christoph Keller, Christoph Kniel, Christoph Leib, Christoph Otto, Christoph Schaden, Christoph Siegert, Claudia Fy, Claudia Görres, Cordia Schlegelmilch, Cornelia Marchis, Dagmar Gester, Daniel Bsican, Daniel Pilar, Daniela Maria Mady, David Baltzer, David Brandt, David Klammer, Deff Westerkamp, Dieter Menne, Direk Eisermann, Dirk Jeske, Dirk Krüll, Dirk von Nayhauß, Dokumentarfotografie, Dominik gigler, dpunkt, Dreysse, Dunja Gediga, Eberhard Franke, Eberhard Gronau, Eberhard Schorr, Edda Treuberg, Edgar Jablonski, Ein Tag Deutschland, Ekkehard Winkler, Erci Schambroom, Eric Lichtenscheidt, Erik Westmann, Erik Zöllner, Erika Sulzer-Kleinemeier, Esther Beutz, featured, Felix Wachtler, Florian Schwinge, Fotomonat, Frank Krems, Frank Peters, Frank Siemers, Frank Silberbach, Frank Steinbach, Frank vinken, Franz Bischof, Franz-Gerog Wand, Frauke Huber, Fred Dott, Frederika Hoffmann, Freelens, Frieder Blickle, Fulvio Zanettini, Gaby Wojciech, Gerald Hänel, Gerald Sagorski, Gerhard Westreich, Gerhrad Müller, Gesche Cordes, Gesine Pannhausen, Gisela Floto, Gottfried Stoppel, Guido Schiefer, Günter Franz, Günther Bauer, Guntram Walter, Gustavo Alabiso, Hans Jessel, Hans Treffer, Hans-Christian Plambeck, Hartmut Bühler, Hartmut Schwarzbach, Hauke Hass, Heike Baldauf, Heiko Specht, Heiner Müller-Elsner, Heinrich Sobottka, Helge Krückeberg, Henning Kramer, Herbert Hering-Heidt, Hinrich Schultze, Holger Jacoby, Holger Leue, Holger Stöhrmann, Ilja Mees, Ines Woywode, Ingo Arndt, Ingo Rappers, Ioni Laibarös, Isabel Winarsch, Isabelle Girard de Soucanton, Jan C. 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