Tag Archive for Dokumentarfotografie

Betrachtungsweisen der Wirklichkeit in der Dokumentarfotografie

Was ist Dokumentarfotografie?

Als ich mir die Frage das erste Mal stellte, kam ich ganz aus der Gedankenwelt der Historiker. So fiel auch meine Antwort aus. Ich guckte was andere dazu gesagt und gemacht hatten. Schnell erkannte ich den Unterschied zwischen denen, die dokumentierten und denen, die darüber schreiben. Beides zusammen machen wenige.

Digitales Bloggen bedeutet unablässige Veränderung

Dieser Blog ist etwas besonderes, weil er schon mehr als zehn Jahre besteht und ununterbrochen lebt. Er besteht solange, weil er nicht kommerziell ist und deshalb die persönliche Motivation alleine zählt. Und er hat alle Höhen und Tiefen durch, die man auch im persönlichen Leben haben kann.

Danach

So wie 1989 die DDR zu Ende ging und die BRD ein neues Land wurde – das neue Deutschland – so geht für mich 2019 das neue Deutschland zu Ende und es ist eine neue Zeit entstanden, in einem aktuell entgrenzten Land mitten in Europa.

Dokumentarfotografie in der Wikipedia – was ist Dokumentarfotografie?

Dokumentarfotografie Fotograf M. Mahlke

In der Wikipedia steht zum Begriff Dokumentarfotografie: „Die Dokumentarfotografie ist eine Art des Fotografierens, deren Motivation es ist, ein fotografisches Dokument herzustellen, das für das Festhalten der Realität, als Zeit-Dokument, als Appell oder auch Warnung genutzt werden soll. Diese fotografischen Dokumente stellen dabei jedoch keine objektive, sondern eine subjektive oder ideologische Betrachtung zumeist mit sozialkritischem Hintergrund dar.“

Ich finde diesen Satz gut aber er wirft dann Fragen auf, die in der wikipedia nur unzureichend beantwortet werden.

Digitale Bilddokumentationen Soziale Kämpfe in der Region Remscheid Solingen bis 2009

Unterschiedliches Urlaubsgeld Zeitarbeit und gute Arbeit

Bilder erzeugen Erinnerungen, Vorstellungen oder führen zu Einsichten und ergeben im besten Fall Erinnerungskultur – für die, die dabei waren und für die, die nicht dabei waren. Das ist die Aufgabe von Dokumentarfotografie als Teil der Geschichtsschreibung.

Meine Fotos hier zeigen, dass diese sozialen Entwicklungen überhaupt geschehen sind und dies bewußte Entscheidungen der Politik waren: Verarmung und Sozialabbau bei den Fleissigen und Arbeitsamen bis ins Alter. Wer nicht dabei war kann dies nur auf diesen Fotos sehen.

Politische Fotografie hat nichts mit Portraits von Politikern zu tun

Heute befinden wird uns im Zeitalter der Fake News und der Umdeutung aller Werte. Ein gutes Wortbeispiel ist das Wort Deregulierung, das die Abschaffung sozialer Sicherheit meint. Und seitdem schreitet diese politische Vernebelung fort.

Auch 2019/2020 ist mit politischer Fotografie engagierte Fotografie gemeint, die bestehende soziale Entwickungen und Probleme öffentlich zeigen will, aber auch hier findet eine Umdeutung statt.

Vom Sehen zum Schnappschuss und zur Sozialfotografie

Schnappschuss, Streetfotografie, Sozialfotografie – unterschiedliche Ansprüche an die Fotos vom individuellen Ausdruck bis zur Dokumentation sozialer Situationen.

Aber man muß das Sehen erst lernen und das geht über den Kopf. Ich habe meinen Weg und einen Blick auf meine Ergebnisse in diesem Bild zusammengefaßt.

Für mich ist Lesen und Anschauen wesentlich gewesen. Dadurch erhielt ich meinen Blick. Das Problem dabei ist nur, daß man jetzt immer so in die Welt blickt. Daher ist es wichtig auch neue Perspektiven durch neue Themen zu sehen – sonst bleibt man visuell stehen.