Tag Archive for Deutschland

Dokumentarfotografie und Zeitgeist konkret – Deutschland in drei Fotos

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Kann man Deutschland mit drei Fotos darstellen?

Natürlich nicht und natürlich doch. Es gibt dazu eine Serie mit drei Fotografien, die versucht, das heutige Deutschland und den strukturellen Zeitgeist dieser Zeit und dieser Gesellschaft zu zeigen.

Jedes Foto ist vielschichtig und das Ganze nur verstehbar, wenn man die Fotografien selbständig interpretiert.

Sie finden die Serie im Wupperartmuseum.

Übrigens ist der Titel dieser Serie „Die deutsche Bedürfnispyramide“. Daher ist auch die Anordnung der Fotos so wie dort zu sehen…

 

Made in Germany

leonardfreed1100

Als Leonard Freed 1970 sein Buch über seine Reisen durch und seine Eindrücke von Deutschland veröffentlichte, blieb dieses Buch eher unbeachtet. Das erinnert an Robert Frank.

Diesen Aspekt finde ich sehr interessant.

Ein Tag Deutschland – das Buch von Freelens Fotografen

Wie soll man diesem Buch gerecht werden? Am 7. Mai 2010 “reisten 432 Fotografen durch ganz Deutschland, um festzuhalten, was vor ihrer Kamera geschah: in Schulen und Wohnzimmern, auf Fußballplätzen und Flughäfen, in Parlamenten und Diskotheken. Sie sind über die Dörfer und durch die Großstädte gefahren und haben nach Momenten Ausschau gehalten, die dieses Land repräsentieren.”

Der Tag war bewußt gewählt: “X-beliebig sollte er sein.” Darauf weist Christoph Schaden in seinem Textbeitrag im Buch hin. Soweit die Eigendarstellung. Das Buch ist ja schon mit einigen anderen Büchern verglichen worden. So mit dem Buch “Ein Tag im Leben Amerikas” und ich wäre auch geneigt es mit dem Buch “Das Magnum-Archiv” zu vergleichen.

Aber kann man das? Lutz Fischmann von Freelens schreibt zu Beginn des Buches: “Für dieses einmalige Projekt bedurfte es des besonderen, authentischen Blicks. Fotografen haben von je her Gesellschaften erforscht und dokumentiert – in ihren ganzen Breiten und Tiefen und unabhängig von Redaktionsaufträgen. Auch mit dem Projekt »Ein Tag Deutschland« haben sie dies getan – ohne auf die Verwertbarkeit in den Medien zu achten. Sie erzählen, wie es in Deutschland wirklich »aussieht«.

Die außergewöhnliche Dokumentation eines gewöhnlichen Freitags in Deutschland unterstreicht so auch die gesellschaftliche und kulturelle Relevanz hochwertiger Bilder. Initiiert hat das Projekt der Fotografenverband FREELENS, dem inzwischen über 2 000 Fotografen angehören, die für alle renommierten Magazine und Verlage arbeiten.”

Ein Tag Deutschland – Das Buch ist also ein einmaliges Projekt und zeigt einen ganz gewöhnlichen Freitag in Deutschland. Zunächst ist es ein schön gemachtes Buch. Das Format ist nicht zu groß und doch groß genug, um Fotos in ihrer Wirkung zu Wort kommen zu lassen. Es ist ein reines “Blätterbuch”. Man kann es von vorne bis hinten durchblättern oder einfach so mittendrin aufschlagen. Das Layout in diesem Buch ist sehr unterschiedlich. Fast jede Doppelseite ist anders angeordnet. Es gibt manchmal nur ein oder zwei große Fotos auf einer Doppelseite, manchmal ist es ein großes Foto, ein kleineres und ein ganz kleines Foto. Und manchmal sind eine oder mehrere Doppelseiten von einem Fotografen, umgekehrt sind auf einer Doppelseite drei Fotografinnen und Fotografen zu finden. Da dies ja mit Absicht geschehen ist wird damit jede über das Foto hinausgehende Struktur schwierig. Umgekehrt ermöglicht es den direkten Blick auf das jeweilige Foto. Da es sich naturgemäß um eine Darstellung eines Teils der Freelens-Fotografinnen und Fotografen handelt, kann man hier sehr schön die verschiedenen Arbeitsweisen sehen. Es handelt sich ja ausschließlich um dokumentierende Fotografie. Ein Tag in Deutschland soll dokumentiert werden. Daher ist es ein wunderbares Buch, um einen aktuellen Querschnitt zum Thema fotografische Ansätze im Bereich Dokumentarfotografie zu erhalten. Dazu eignet es sich sehr gut, vor allem weil deutlich wird, alles ist erlaubt und alles ist möglich, wenn die dokumentarische Aussage stimmt. Und es scheint ja eine Außendarstellung von Freelens zu sein. Es ist kein Jahrbuch, es ist ein einmaliges Tage(s)buch im besten Wortsinne. Christoph Schaden schreibt über den Sinn des Buches: ” Vor dem inneren Auge sehen wir sie schon vor uns: Soziologen und Bildwissenschaftler, die sich in ferner Zukunft einmal die Frage stellen werden, wie denn alles gewesen sei. Damals, in diesem Land, in dieser Dekade, die so schlecht in Bildern dokumentiert ist wie keine andere zuvor und danach, weil mit der digitalen Zeit hoffnungslos alles zerstört wurde. Von den Schriftquellen haben sie immerhin erfahren, dass sich zu jener Zeit der Fotojournalismus in Deutschland in einer Krise befunden haben musste. Um so verwunderter werden sie dann wohl jenen verstaubten und beleibten Band zum 7. Mai 2010 aus dem Buchregal herausholen − falls es Buchregale noch geben sollte − und sich die Augen reiben, wenn sie die Bilder darin genau anschauen.”

Nun besteht ja das Paradoxe an Fotobüchern, dass man zwar über sie schreiben kann aber die Fotos nicht zeigen darf, weil man dann ja die Bildrechte der Autoren verletzt. So ist Sprache in der Regel das Mittel der Wahl. Gottseidank hat der Dpunkt-Verlag eine Leseprobe mit ein paar Fotos zum Donwload bereitgestellt, damit es wenigstens ein paar visuelle Eindrücke gibt. Diese finden Sie hier. Ich habe dieses Buch verschiedenen Personen (Nicht-FotografInnen) gegeben und sie nach ihrer Meinung gefragt. Allesamt wurde mir bestätigt, dass es sich um ein Buch handelt, welches die Dinge so darstellt, wie sie heute sind. Also hat das Buch es geschafft, etwas zu dokumentieren, nämlich einen Tag in Deutschland.

Ein Tag Deutschland

640 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband

ISBN 978-3-89864-707-6

42,90 Euro(D) / 44,20 Euro(A) / 60,90 sFr

dpunkt.verlag

Achim Duwentäster, Achim Friederich, Achim Kleuker, Achim Pohl, Achim Sperber, Achim von Allwörden, Alexa Seewald, Alexandra Vosding, Ali Altschaffel, Amos Schliack, Andi Schmid, Andre Poling, Andrea Vollmer, Andreas Buck, Andreas Burmann, Andreas Ehrhard, Andreas Herzau, Andreas Krufczik, Andreas Laible, Andreas Riedmiller, Andreas Spierling, Andreas Varnhorn, Andreas Weiss, Andree Kaiser, Angelika Salomon, Anika Büssemeier, Anja Cord, Anja Koehler, Anna Fiore, Anna Weise, Anne Ackermann, Anne Oschatz, Annette Wulff, Antje-Katrin Hansen, Arnold Morascher, Arnulf Hettrich, Astrid Doerenbruch, Axel Mosler, Barbara Dombrowski, Barbara Ködel, Barbara Siewer, Barbara Stenzel, Berd Roselieb, Bernadette Grimmenstein, BErnd Arnold, Bernd weisbrod, Bernhard Schurian, Bertram Solcher, Bethel Fath, Boockhoff, Boris Rostami-Rabet, Brigitte Hiss, Brigitte Kraemer, Britta Radike, Buch, Carolin Thiersch, Carsten Büll, Carsten Koall, Carsten Milbret, Christa Brand, Christa Henke, Christian Altengarten, Christian Burkert, Christian Irrgang, Christian Jungeblodt, Christian Kaiser, Christian Lünig, christian Martin, christian Schoppe, Christian Wyrwa, Christiane Eisler, Christiane Kappes, Christina Körte, Christoph Keller, Christoph Kniel, Christoph Leib, Christoph Otto, Christoph Schaden, Christoph Siegert, Claudia Fy, Claudia Görres, Cordia Schlegelmilch, Cornelia Marchis, Dagmar Gester, Daniel Bsican, Daniel Pilar, Daniela Maria Mady, David Baltzer, David Brandt, David Klammer, Deff Westerkamp, Dieter Menne, Direk Eisermann, Dirk Jeske, Dirk Krüll, Dirk von Nayhauß, Dokumentarfotografie, Dominik gigler, dpunkt, Dreysse, Dunja Gediga, Eberhard Franke, Eberhard Gronau, Eberhard Schorr, Edda Treuberg, Edgar Jablonski, Ein Tag Deutschland, Ekkehard Winkler, Erci Schambroom, Eric Lichtenscheidt, Erik Westmann, Erik Zöllner, Erika Sulzer-Kleinemeier, Esther Beutz, featured, Felix Wachtler, Florian Schwinge, Fotomonat, Frank Krems, Frank Peters, Frank Siemers, Frank Silberbach, Frank Steinbach, Frank vinken, Franz Bischof, Franz-Gerog Wand, Frauke Huber, Fred Dott, Frederika Hoffmann, Freelens, Frieder Blickle, Fulvio Zanettini, Gaby Wojciech, Gerald Hänel, Gerald Sagorski, Gerhard Westreich, Gerhrad Müller, Gesche Cordes, Gesine Pannhausen, Gisela Floto, Gottfried Stoppel, Guido Schiefer, Günter Franz, Günther Bauer, Guntram Walter, Gustavo Alabiso, Hans Jessel, Hans Treffer, Hans-Christian Plambeck, Hartmut Bühler, Hartmut Schwarzbach, Hauke Hass, Heike Baldauf, Heiko Specht, Heiner Müller-Elsner, Heinrich Sobottka, Helge Krückeberg, Henning Kramer, Herbert Hering-Heidt, Hinrich Schultze, Holger Jacoby, Holger Leue, Holger Stöhrmann, Ilja Mees, Ines Woywode, Ingo Arndt, Ingo Rappers, Ioni Laibarös, Isabel Winarsch, Isabelle Girard de Soucanton, Jan C. Brettschneider, Jan Kobel, Jan Schenck, Jan-Peter Boening, Janek Markstrahler, Janko Woltersmann, Jann Wilken, Jens Neumann, Jens Palme, Joachim Röttgers, Jochen Tack, Johannes Arlt, Johannes Mairhofer, Johannes Ruebel, Jonas Opperskalski, Jörg Axel Fischer, Jörg Böthling, Jörg Gläscher, Jörg Lange, Jörg Modrow, Jörg Müller, Jörg Sarbach, Jörn Sackermann, Judith Wallerius, Juergen Stumpe, Julia Baier, Julia Zimmermann, Julius Schrank, Jürco Börner, Jürgen Bauer, Jürgen Christ, Jürgen Escher, Jürgen H. Krause, Jürgen Held, Jürgen Holzenleuchter, Jürgen Lösel, Jürgen Nobel, Jürgen Schrader, Jürgen Schulzki, Jutta Kennepohl, Kai Funck, Karin Desmarowitz, Karin Gerdes, Karl Johaentges, Karolina Doleviczenyi, Katharina Bosse, Katja Hoffmann, Katja Illner, Kathryn -Baingo, Katrin Neuhauser, Kaveh Rostmkhani, Kay Maeritz, Kerstin Groh, Kerstin Rolfes, Kirsten Haarmann, Klaus Andrews, Klaus Bolte, Klaus Dombrowsky, Klaus-P. Wagner, Klaus-Peter Kappest, Knut Gielen, Kurt W. Hamann, Lajos Jardai, Lia Darjes, Linda Dreisen, Lorenz Kienzle, Lothar Schiffler, Ludolf Dahmen, Ludwig Rauch, Ludwiga von Korff, Lutz Fischmann, Lutz P. Kayser, Magnus Schöfer, MAichael Bahlo, Manfred Witt, Marc Meyerbröker, Marc Seeger, Marc-Oliver Schulz, Marc-Steffen Unger, Marco Limberg, Marco Microbi Reckmann, Marco Urban, Marcus Schmigelski, Marcus Simaitis, Margit Müller, Marily Stroux, Mark Pfeiffer, Markus Dlouhy, Markus Heimbach, Markus Lokai, Martin Jehnichen, Martin Langer, Martin Leissl, Martin Sasse, Martin Schlüter, Martin Storz, Martin Wolf, Martin Zitzlaff, Martina Nolte, Martina Stollberg, Mathias Marx, Mathis Beutel, Matthias Hubert, Matthias Jung, Matthias Sandmann, Matthias Stutte, Matthias Willems, Meike Fischer, Melanie, Melanie Bauer, Merlin Nadj-Torma, Michae Bauer, Michael Hagedorn, Michael Jungblut, Michael Kerstgens, Michael Kottmeier, Michael Löwa, Michael Mahlke, Michael Palkowski, Michael Penner, Michael Rauhe, Michael rihele, Michael ruff, Michael Zegers, Mile Cindric, Mimapix, Mimare, Nabiha Dahhan, Nanni Schiffl-Deiler, Natalie Nollert, Natasa Trifunovic, Nele Braas, Nele Gülck, Nico Kurth, Nico Schmidt, Nicolas van Ryk, Nicole Maskus-Trippel, Nicole Strasser, Niklas, Nils Bahnsen, Nils Thies, Nina Weymann-Schulz, ogando, Olaf Ballnus, Olaf Tamm, Olaf Ziegler, Oliver Tjaden, Ottmanr Heinze, Pascal Amos Rest, patrick Budenz, Patrick Pfeiffer, Paul Langrock, Peder W. Strux, Peter Schnizler, Petra Steiner, Philipp von Ditfurth, Philipp Wülfing, Pierre Adenis, Qurin Leppert, Rainer Steußloff, Rainer Weisflog, Ralf Baumgarten, Ralf Bittner, Ralf Falbe, Ralf Silberkuhl, Ralf Stockhoff, Ralph Sondermann, Reimar Ott, Rene Tillmann, Rezension, robert Conrad, Robert Metsch, Roland Fink, Roland Frommann, Rolf Nobel, Rolf Schulten, Rolf Schultes, Rolf Walter, Rolf Zöllner, Romanus Fuhrmann, Rosa Frank, Rudi Meisel, Rüdiger Dehnen, Rüdiger Fessel, Rüdiger Wölk, Rudolf Wichert, Rupert Warren, Sabine Schründer, Sandra Hoyn, Sandy Volz, Sascha Rheker, Sebastian Bloesch, Sebastian Hartz, Silke Kirchhoff, Simone Neumann, Simone Scardovelli, Solvin Zanki, Stefan Boness, Stefan Enders, Stefan Heinze, Stefan Koch, Stefan Schmidbauer, Stefan Warter, Stefanie Sudek-Mensch, Steffen Roth, Stephan Daub, Stephan Gabriel, Susanne Wolkenhauer, Svea Pietschmann, Sven Döring, Sven Nieder, Thea Martin, Thies Rätzke, Thilo Schmülgen, Thoams Hegenbart, Thoams Räse, Thomas Bartilla, Thomas Geiger, Thomas Kierok, Thomas Kummerow, Thomas Langreder, Thomas Müller, Thomas Nau, Thomas Pflaum, Thomas Rathay, Thomas Raupach, Thomas Rosenthal, Thorsten Arendt, Thorsten Eckert, Thorsten Indra, Thorsten Klapsch, Thorsten Mischke, Thu Trang Ly, Tim Gerdts, Tina Nötel, Tina Pfaffenberg, Tom Krausz, Tom-Oliver Schneider, Toma Babovic, Uli Jooß, Ulla Franke, Ulla Lohmann, Ulrich Brinkhoff, Ulrich Gehner, Ulrich Sprengel, Urs Kluyver, Uta Rauser, Ute Klaphake, Uwe Geißler, Uwe Schmid, Veit Mette, Vera Hofmann, Victor S. Brigola, Volker Hinz, Volker Lannert, Volker Wenzlawski, Volker Wiciok, Werner Schmitt, Werner Bauer, Werner Krüper, Werner Otto, Wim Woeber, Wolf-Dietrich Weissbach, Wolfgang Boetner, Wolfgang Borrs, Wolfgang Huppertz, Wolfgang Nürbauer, Wolfgang Schmidt, Wolfgang Steche, Wolfgang Witzke, Wonge Bergmann, Yasmin Obst, Yvonne Seidel, Yvonne Szallies

Das Loch nach der Photokina

Nun ist die Photokina schon einen Monat vorbei und ich meine, ich spüre das Loch im Internet. Fast alle technischen Fotoseiten, international und national, haben fast stündlich in ihren Blogs über die neuesten Produkte berichtet. Und jetzt? Sie scheinen alle im Urlaub zu sein oder sie testen ununterbrochen. Wie auch immer, im Internet gibt es nicht nur wenig Neues sondern über die neuen Produkte auch wenig Getestetes.

Das gibt den Gedanken neue Nahrung. Was wäre eigentlich, wenn die Photokina nicht gewesen wäre und wenn es keine neuen Produkte gegeben hätte? Die einzige echte fotografische Hoffnung war ja die Fuji X100. Ob Sie wirklich lautlos sein wird, ob sie wirklich eine neue Generation von Digitalkameras für ernsthafte und traditionell ausgerichtete Fotografinnen und Fotografen eröffnet, werden wir in knapp einem halben Jahr sehen.

Aber wenn es diese Hoffnung nicht geben würde und wenn es die Photokina nicht gegeben hätte, was wäre dann eigentlich los in der Fotografie?

Man könnte zu dem Ergebnis kommen, dass man mit den bisherigen Kameras auch gut fotografieren kann. Und man könnte auch denken, dass es nicht ein gutes Bild weniger geben würde. Nichts gegen die Photokina! Sie ist ein wunderbarer Ort, um Blicke auf die neuen Produktionsstätten der Welt in China zu werfen und die kommenden Kulturen der Zukunft schon heute auch in Deutschland und im schönen Köln am Rhein zu empfangen. Das ist wirklich schön.

Aber fotografisch sind wir nicht weiter sondern höchstens anders geworden nach dieser Messe. Der alte Schopenhauer schrieb einmal „Das Neue ist der Feind des Guten“. Ich glaube, dass die nächste Photokina dazu genutzt werden könnte, vielen asiatischen Menschen Deutschland als Reiseland noch besser zu vermitteln.

Und nach der Photokina sollte es Reisen geben, Fotoreisen durch Deutschland und Fotoreisen durch China. Man könnte Wettbewerbe machen und die Photokina Besucher könnten diese Reisen gewinnen, gesponsert von den großen Herstellern, die die Gewinner zu Botschaftern für eine bessere Kommunikation auf der Welt mit Hilfe der Fotografie machen. Das wäre übrigens auch der Stadt Köln angemessen, deren Traditionen ja gerade auf der Begegnung der Kulturen und Menschen beruhen.

Insgesamt könnte man das Loch nach Photokina mit vielen guten Ideen füllen. Denn diese Messe ist schon etwas besonderes, weil sie alle Menschen und Kulturen mit als Fotografen oder Fotografierte zusammenbringt und die Produkte in fast jedem Haushalt zu finden sind.

Ob es so etwas jemals geben wird? Ich weiß es nicht, aber zumindest habe ich das Loch nach der Photokina mit einer guten Vision gefüllt.

Womit fotografieren die besten Fotografen von Deutschland?

Das ist eine gute Frage. Ich habe die Antwort gesucht und gefunden. In einer Pressemitteilung von Computerbild ist zu lesen: „In einem der größten Fotowettbewerbe Deutschlands suchten AUDIO VIDEO FOTO BILD, computerbild.de und SIGMA zum dritten Mal Deutschlands besten Fotografen.

Prämiert wurden die besten Werke aus den Kategorien Ästhetischer Akt, Digital Art, Jugend, Natur, Menschen, Technik & Architektur und einem wöchentlich wechselnden Sonderthema. Innerhalb von fünf Monaten stellten die Teilnehmer auf Deutschlands großem Technikportal computerbild.de fast 40.000 Fotos ein.

Per Online-Abstimmung wählten Nutzer die hundert besten Bilder jeder Kategorie. Zusätzlich standen erstmals Fotos in der Endausscheidung, die im Laufe des Wettbewerbs mit einer Freikarte für die Finalrunde ausgezeichnet wurden. Eine Fachjury kürte aus allen Finalisten die Kategorie-Sieger und Deutschlands besten Fotografen. Der Hauptpreis ging an Christof Benz, der die Jury mit seinem Motiv „Erfrischung bei 34° Celsius“ überzeugte.

Auf www.computerbild.de/fotowettbewerb sind alle Preisträger und ihre Fotos zu finden.“ Wenn man sich die Fotos anschaut, dann wird schnell klar.

Man gewinnt Fotowettbewerbe mit einfachen und/oder älteren Kameras. Die Preisträger in diesem Fall benutzten folgende Kameras: Nikon D200 mit 18-200mm, Sony Alpha 350 mit 18-70mm, Sony Alpha 300 mit 10-20mm, Canon EOS 50D mit 17-70mm, Olympus E-510 mit 70-300mm und Nikon D200 mit 80-200mm. Das ist natürlich interessant und zeigt, dass die besten Fotos auch mit älteren Kameras und einfachen Objektiven gemacht werden können.