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Das Fotobuch und seine Bedeutung in der Dokumentarfotografie

Michael Mahlke Fotobücher

Michael Mahlke Fotobücher

Einige Erfahrungen online und offline

Nun schreibe ich über zehn Jahre digital über Dokumentarfotografie.

Da lohnt sich für mich die Frage, welche Rolle dabei Fotobücher gespielt haben?

Denn in digitalen Zeiten sind viele Fotos ja auf Webseiten zu finden – sollte man meinen.

Aber da fängt es schon an.

Raben und Krähen oder wie lerne ich unauffälliges Fotografieren?

Der entscheidende Moment bei Kind und Krähen - Foto: Michael Mahlke

Der entscheidende Moment bei Kind und Krähen – Foto: Michael Mahlke

Unauffälliges Fotografieren ist die Königskunst der Streetphotography und des ungestellten Porträts.
Aber das ist sehr schwer. Es gibt eine Übung.

Ich nenne diese Übung die Krähen- und Rabenübung.
Dabei geht es um genau das, was die Wörter beinhalten.
Es geht um das Fotografieren von Krähen und Raben.
Diese Vögel sind bei uns weit verbreitet und das ganze Jahr über verfügbar.

Versuchen Sie doch mal, diese Vögel aus der Nähe ohne Tele mit 35 oder 50mm Brennweite so zu fotografieren, daß mehr als die Silhouette sichtbar wird.

Diese Vögel sind zwar frech aber genaue Beobachter und dann plötzlich sehr scheu und schnell weg.
Sie haben eine Fluchtdistanz, die es zu überwinden gilt.

  • Wenn Sie mit einer großen DSLR an einem Acker stehen werden Sie erleben, daß die Vögel wegfliegen.
  • Wenn Sie mit einer Bridgekamera an einer Straße stehen werden Sie erleben, daß die Vögel wegfliegen.
  • Wenn Sie mit einer kleineren Kamera sich ca. drei Meter den Vögeln nähern werden Sie erleben, daß die Vögel wegfliegen.

Und genau das ist die Gretchenfrage?

Wie kann ich diese Distanz überwinden, so daß ich näher rankomme?

Es ist mit Menschen nicht so schwer wie mit diesen Vögeln.

Wenn Sie es schaffen, gute Fotos aus der Nähe mit kurzen Brennweiten von diesen Vögeln zu machen, dann sind Sie auch in der Lage, unauffällig Menschen zu fotografieren.

Sie werden auch erleben, daß die Größe und das Handling der Kameras sehr unterschiedlich sind und es soziale Standards bei Tieren und bei Menschen gibt.

Ich sage Ihnen jetzt schon, daß es dauert.

Ich habe mehrere Jahre gebraucht.

In diesem Sinne viel Spaß!

 

 

The Decisive Moment – Photographs by Henri Cartier-Bresson

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Das Buch der Bücher in der Geschichte des Fotojournalismus ist wieder da.

Es ist die Bibel vieler Fotografen gewesen und als Buch bis heute unerreicht als Vorlage für das Auge und die Chance sehen zu lernen – wenn man Gelegenheiten wahrnehmen will.

Sein Erscheinen war rückblickend damals einer der großartigsten Momente in der Geschichte der Fotobücher.

Jetzt ist es die Rückkehr eines der bekanntesten und bis heute besten Bücher zum Thema Fotojournalismus und klassische monochrome Fotografie.

Zudem ist es von Matisse gestaltet für Henri Cartier-Bresson.

Jeder, der mit Fotojournalismus zu tun hatte, kannte dieses Buch.

Aber es war jahrzehntelang vergriffen.

Denn so gut es war – so selten war es auch.

Doch wer über Fotojournalismus sprach und  wer über Henri Cartier-Bresson sprach, der landete irgendwann immer bei diesem Buch.

Images a la sauvette im Original und The decisive moment in der englischen Übersetzung ist der Titel.

Qualität bleibt.

Gut dass es wieder da ist.

So ist dieses Buch sowohl buchbinderisch als auch gestalterisch im Reprint eine Augenweide geblieben.

Und natürlich die Fotos!

Ja die Fotos.

Viele kennen sie und digital findet man sie auch.

Aber so wie sie wirklich wirken sieht man sie nur hier.

Groß, monochrom, großartig.

Der Steidl-Verlag hat ein großformatiges Booklet beigelegt von Clement Cheroux.

Dieser weist darauf hin, daß Cartier-Bresson´s Fotos ursprünglich für Magazine und Zeitungen gemacht waren und damit eine eher flüchtige Wirkung hatten.

Bücher bleiben und deshalb blieben in diesem Buch schon damals die flüchtigen Augenblicke, die entscheidenden Momente, über den Tag hinaus bestehen.

Und dann erzählt uns Cheroux die Geschichte dieses Buches von der ersten Idee an.

Wie Matisse vorging, um das Cover zu gestalten, mit welcher Technik er arbeitete, welche Materialien und welches Papier in diesem Buch genutzt wurden, warum die Fotos in dieser Reihenfolge erschienen sind und natürlich auch wie der französische und der englische Titel entstanden.

Es ist einfach wunderbar.

Das Buch hat aber noch eine andere Dimension.

Cheroux arbeitet sehr schön heraus wie dieses Buch zu einem Lebensversuch von Cartier-Bresson wird, um zwischen seiner inneren Welt und der äußeren Welt fotografisch eine Balance zu finden.

Es ist der Weg zwischen Sur-Realismus und Realismus.

Henri Cartier-Bresson The Decisive Moment ist bei Steidl erschienen.

Wer es nicht kauft oder sich nicht wünscht ist selbst schuld.

Andere haben darauf viele Jahre gewartet.

Jetzt ist die Gelegenheit da.

160 + 48 booklet Seiten

Leineneinband im Schuber
27.4 x 37 cm

Englisch

ISBN 978-3-86930-788-6

Fotografieren wie Cartier-Bresson nach den Regeln der Fineart-Strassenfotografie von M. Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Heute ist das Fotografieren so einfach.

 

Draufhalten, drücken, fertig.

Die Herausforderung fängt an, wenn man etwas anderes will, nämlich gestaltete Fotos nach eigenen Maßstäben mit zufälligen Momenten.

Dann ist es schwer.

Dazu gehört zum Beispiel das Fotografieren nach den Regeln der Fineart-Strassenfotografie.

 

Man kann es sich aber noch schwerer machen.

Wie früher! Da gab es noch keinen Autofokus.

Der Meister des Schnappschuss war Henri Cartier-Bresson.

Er fotografierte zu einer Zeit als es noch keinen Autofokus gab.

 

Warum sollte man heute so fotografieren?

Weil man damit ein Gefühl für das richtige Verhältnis von Schärfe und Abstand erhält und weil man damit besser „sehen“ lernt.

 

Wie macht man das?

Wichtig ist eine Kamera, die das noch kann.

Es muß eine Kamera sein bei der man den Fokus einstellen kann auf einen bestimmten Abstand.

Die Schlüsselwörter dabei sind Panfokus oder Fixfokus oder auch Prefocus.

Dabei wird grob gesprochen auf 1m, 2,5 m oder 4 m scharfgestellt und alles danach ist dann je nach Blende, Sensor und Abstand sowieso scharf.

Oder man stellt manuell an einem Objektiv einen bestimmten Abstand für die Schärfe ein.

 

Welche Kameras sind sinnvoll?

Es können preiswerte und kleine Kompaktkameras genommen werden oder teure und große Digitalkameras.

Die Kamera muß nur über diese technische Möglichkeit verfügen.

Übrigens gibt es auch Smartphones mit solchen Fixfokus-Objektiven, die ab ca. 20 oder 50 cm alles scharfstellen.

 

Wie geht es weiter?

Der Rest ist raus und üben.

Cartier-Bresson hatte eine analoge Filmkamera im sog. Kleinbildformat und er hatte eine Festbrennweite, am liebsten 50mm.

Heute geht es digital besser, weil man sofort sehen kann, ob man richtig lag mit der Schärfe und dem Abstand zum Motiv.

 

Viel Spaß!

 

Und wenn Sie fertig sind merken Sie, daß das Schwere vieles leichter macht – auch digital.

Aber nur, wenn Sie eine persönliche Ausrichtung beim Fotografieren entwickeln.

Sonst lohnt sich alles nicht.

Wieder einmal ist Fotomonat Quelle für Inspirationen und Fachkompetenz

Durch mein Studium von Fotobüchern gestern und heute sind mir einige Perlen ins Auge gefallen und mir war klar, daß es einen Markt gibt für Neuauflagen bestimmter Werke.

Ich habe deshalb vor über einem Jahr vorgeschlagen, ein Buch von Henri Cartier-Bresson neu aufzulegen zu einem Preis um die 100 Euro, weil ich mir sicher war, daß dieses Buch gekauft wird.

Faszinierenderweise wird es nun neu aufgelegt und für 98 Euro verkauft.

Fotomonat ist eben eine fachkompetente und seriöse Quelle für Fotografie mit dem Schwerpunkt Dokumentarfotografie auf die man hört.

 

Die Löwen sind los – ein Beispiel für Fineart Streetfotografie

Fineart-Streetphotography ist heute die neue fotografische Herausforderung. Es gibt aber immer wieder Debatten dazu. Ich erhalte einige Zuschriften, die das ablehnen, weil es zu schwierig erscheint.

Wer sich die Frage stellt, ob er/sie es schafft, diese Kritierien zu erfüllen, dem möchte ich an einem konkreten Beispiel zeigen, wie es geht:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Das Foto zeigt sehr schön, um was es geht. Es war nur ein Moment, ungefähr fünf Sekunden, als eine Mutter mit ihren beiden Töchtern vorbeiging und die Töchter spontan den Löwen anfassten.

Sind auf dem Foto die Kriterien für Fineart-Streetfotografie erfüllt?

1. keine entlarvenden und verletzenden Fotos

Offenkundig wird hier niemand auf dem Foto in einer entblößenden Weise dargestellt

2. immer geometrisch gestaltet

Die Kinder ziehen den Blick auf den Löwen und der Löwe dominiert nach der Drittel-Regel das Foto

3. die Achtung aller Persönlichkeitsrechte, d.h. entweder Einwilligung oder ohne direkte Erkennbarkeit fotografiert, das ist ja genau die Kunst

Niemand ist direkt erkennbar obwohl alle individuell sichtbar sind

4. optisch gestaltete Situationen, z.T.  mit Bokeh

Hier ist kein Bokeh angesagt sondern Tiefenwirkung. Es wäre aber auch möglich, das Foto mit Bokeh hier darzustellen. Dazu hätte man entweder bei der Aufnahme eine andere Kamera nehmen müssen oder einfach hinterher ein Bokeh (besser: Unschärfeverlauf) ins Fotos filtern können so wie hier:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

5. die Fotos erzählen eine Episode bzw. Geschichte

Die Geschichte, die hier erzählt wird, braucht keine weiteren Worte.

Fineart-Streetphotography ist also jederzeit auch heute möglich mit allen Kriterien der klassischen Geometrie und des klassischen Anspruchs. Wenn man jetzt noch die monochrome Variante wählt, dann ist man wieder da, wo Cartier-Bresson war:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Schnappschussästhetik in der Strassenfotografie zwischen Remscheid und New York – Streetfotografie heute

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Wissen Sie was Schnappschussästhetik ist?

„Die Straßenfotografen des frühen 20. Jahrhunderts entwickelten »eine Art Schnappschussästhetik, die dem modernen Stadtleben […] perfekt entsprach. Die Rhythmen der Stadt wurden übersetzt in ein Zelebrieren des Momenthaften und das Akzeptieren nicht klassischer Bildausschnitte sowie eine moderate Bewegungsunschärfe. In den 1930er-Jahren wurden diese ästhetischen Prinzipien von Fotografen, die mit der Leica arbeiteten, zur Perfektion gebracht, etwa von Henri Cartier-Bresson und André Kertész«. Cartier-Bresson gab mit seiner berühmten Philosophie des »entscheidenden Augenblicks« eine adäquate Antwort auf die Hektik des Großstadtlebens, wobei er seine reflexhaft eingefangenen Motive mit einer ausgewogenen, eleganten Komposition zu verbinden verstand. Bis weit in die 1950er-Jahre hinein war er ein Vorbild für die Straßenfotografie sowohl in Europa als auch in den USA.“

So steht es im Kunstlexikon von Hatje Cantz.

Der Artikel dort wurde auf der Grundlage von Steven Jacobs, »Street Photography«, in: Lynne Warren (Hrsg.), Encyclopedia of Twentieth-Century Photography, Bd. 3: O–Z erstellt.

Steven Jacobs hat über urbane Fotografie im späten 20. Jhrdt. promoviert.  Aber der Artikel wirft Fragen auf, weil er drei Dinge miteinander vermischt, die zunächst einmal nichts miteinander zu tun haben.

Henri Cartier-Bresson wurde vor allem bekannt für Fotos, die geometrisch gut gestaltet waren. Er war eben der Meister des klassischen Bildausschnittes und nicht der Meister des nicht klassischen Bildausschnitts. Seine Schnappschussästhetik zeichnet sich durch klare Formen aus. Daher ist die Vermischung von Steven Jacobs, die er in dem Artikel vornimmt, so nicht nachvollziehbar.

Wenn man sich dem Thema andersrum nähert, dann findet man in der wikipedia eine Erklärung für die Schnappschussästhetik, die im Englischen snapshot aesthetic heisst.

Dort wird dann beschrieben, was man darunter versteht: Es handelt sich meistens um das Fotografieren von banalen Alltagsgegenständen ohne erkennbare geometrische Präsentation der Dinge im Foto selbst.

Die Willkür ist die Regel für die Wirkung des Fotos.

So verstehe ich dies wenn ich Joel Rotenberg folge, der schreibt: „Snapshot arbitrariness means that unintended effects, large or small, are the rule.“

Das ist aber eben nicht Cartier-Bresson. Denn dieser hat den Moment geometrisch gestaltet. Das ist anders, völlig anders.

Insofern ist Schnappschussästhetik sehr unterschiedlich. Schnappschussästhetik wandelt sich.

Daher ist die Verschmelzung von Leica, Cartier-Bresson und die Übertragung auf das moderne Fotografieren nicht so einfach.

Denn eigentlich kommt Schnappschussästhetik nach der Logik von Steven Jacobs dann erst nach Cartier-Bresson vor. Oder man geht anders vor und sagt, Schnappschussästhetik wandelt sich vom geometrisch selbst gestalteten Moment bis Hin zum völlig sich dem Zufall und der Auswahl überlassen.

Steven Jacobs weist später in dem Artikel auf folgendes hin. „Durch die zunehmende Individualisierung, das Aufkommen der multikulturellen Gesellschaft und die wachsende Bedeutung von Randgruppen zerfiel die bürgerliche Gemeinschaft im klassischen Sinne und mit ihr der öffentliche Raum. Fotografen wie etwa Bruce Davidson und Nan Goldin widmeten sich Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre Phänomenen von privaterem Charakter, bevorzugten schrille oder extreme Sujets und die Darstellung von Subkulturen.“

Jacobs erreicht elegant die Gegenwart, wenn er darauf hinweist, daß die Streetfotografie in der Öffentlichkeit vielleicht auch nur aus dem Blick geraten ist und nennt als Beispiel für die Wiederentdecktung das Buch Streetphotography Now.

Mehr zu dem Thema findet man sehr schön auch hier in dem Video.

Wenn Sie darüber hinaus eine fortlaufende Sammlung echter Streetfotografie aus Germany sehen wollen zwischen Journalismus und neuen Wegen, die die Wirklichkeit so abbildet wie sie ist ohne dabei immer auf Geometrie zu verzichten, dann empfehle ich die wupperart.

Dort ist die Fotografie so wie das Leben. Aber nicht wie in New York sondern im New Germany zwischen Düsseldorf und Köln in Remscheid, Solingen und Wuppertal.

Wenn Sie mehr sehen wollen, dann können Sie von dort zum Wupperartmuseum wechseln und haben das, was aus dem Alltäglichen als zeitlos aktuelle Themen herausgefiltert wurde.

So findet die Realität des Kunstlexikons von HatjeCantz seinen Niederschlag direkt vor Ort. Das ist die lebendige Kunst in der Fotografie, um die es geht – Streetfotografie today.

 

Texte zur Theorie der Fotografie von Bernd Stiegler (Hg.)

reclamtheorie

Das ist mal ein schönes Lesebuch zu einem nie enden wollenden Thema.

„Das heißt, die Fotografie war früher das Repräsentationsmedium, unter das alle anderen Medien subsumiert und mit dessen Hilfe sie aufgeteilt und analysiert werden konnten. Heute muß diese Rolle der Computergrafik zu gesprochen werden. Dadurch wird die Fotografie lediglich zu einer unter vielen Repräsentationsformen. Eine Kritik der digitalen Fotografie muß diese Unterordnung des Fotos unter die Grafik berücksichtigen.“

Mit einem Text von Peter Lunenfeld, aus dem das Zitat stammt, endet das Buch zur Theorie der Fotografie, welches bei Reclam erschienen ist. Es hat folgende Rubriken:

  1. Fotografie und das Reale
  2. Fotografie und Indexikalität
  3. Fotografie und Kunst
  4. Fotografie und Wahrnehmung
  5. Fotografie und Gesellschaft
  6. Fotografie im digitalen Zeitalter

Diese Kapitel werden jeweils von Bernd  Stiegler mit einer Einleitung versehen, die aus meiner Sicht eigene Beiträge sind. Danach folgen insgesamt gut 25 Texte verschiedener Autorinnen und Autoren. Das Buch ist eigentlich eine Art Geschichtsbuch der Fototheorie aus analogen Zeiten. Einige Beiträge schließen zur Gegenwart auf, einige sind vielleicht zeitlos.

Das ist hier die Frage.

Bernd Stiegler weist in seiner Einleitung darauf hin, dass mit den digitalen Medien der „ontologische Zweifel Einzug gehalten“ hat und zu „nachhaltigen Verschiebungen führt. Auch wenn in vieler Hinsicht die gesellschaftlichen Gebrauchsweisen der Fotografie sich kaum geändert haben … gilt das für ihre Distribution und ihren ontologischen Charakter nicht.“

Haben Sie das verstanden?

„Die Ontologie (griechisch ὄν, on, „seiend“, als Partizip Präsens zu εἶναι, einai, „sein“, und λόγος, logos, „Lehre, Wort“) ist eine Disziplin der theoretischen Philosophie. In der Ontologie geht es in einer allgemeinen Begriffsverwendung um Grundstrukturen der Wirklichkeit. Dieser Gegenstandsbereich ist weitgehend deckungsgleich mit dem, was nach traditioneller Terminologie „allgemeine Metaphysik“ genannt wird.“ Soweit die Wikipedia.

Und hier kommt genau das wieder, was in immer mehr Büchern zur Fotografie und Fototheorie auffällt. Die Fotografie wird von immer mehr Wissenschaften entdeckt, die sie mit Begriffen besetzen, vor denen sie nicht flüchten kann.

Es gibt viele Texte zur Theorie der Fotografie. Wer eine Sammlung von Texten haben möchte, die einen Wegweiser durch etliche Ecken und Abgründe fotografischer Theorie darstellt, der kommt bei diesem Buch auf seine Kosten – positiv und negativ.

Dabei entwickelte sich bei mir eine Frage: Wie kommt es eigentlich, dass die älteren Texte i.d.R. viel lesbarer sind als die neueren Texte?

Die älteren Texte sind ja nicht unwissenschaftlicher sonst wären sie in dem Buch nicht vertreten. Sie sind aber sofort verständlich, auch wenn man nicht Linguistik oder andere Fächer studiert hat. Ketzerisch könnte man sogar sagen, dass man die älteren Texte auch lesen kann, wenn man „nur“ fotografiert und nicht studiert.

Daher ist das Buch auch empfehlenswert, wenn man einmal unverständliche wissenschaftliche Texte der letzten 40 Jahre und verständliche wissenschaftliche Texte aus der Zeit davor (zum Teil auch in dieser Zeit) lesen möchte.

Und damit repräsentiert das kleine große Reclambuch eine Geschichte der Theorie der Fotografie, die auch zeigt, dass die Deutungshoheit über die Fotografie durch eine unverständliche Fachsprache nicht zu erreichen ist.

Vielmehr überzeugen die älteren Texte in der Regel mehr. Aber auch der Text von Allan Sekula von 1982 ist lesbar, wenn auch dicht und mit einem fachbezogenen Wortschatz ausgestattet.

Texte wie der von Henri Cartier-Bresson sind dann wieder eine reine Freude und versöhnen mit Sätzen, die einen nur noch sprachlos staunen lassen wie dieser hier von Roland Barthes: „Wir wissen, daß ein System, welches sich der Zeichen eines anderen Systems bedient, um sie zu seinen Signifikanten zu machen, ein System der Konnotation ist. Das buchstäbliche Bild ist also ein denotiertes und das symbolische Bild ein konnotiertes.“

Haben Sie es verstanden?

Nun denn, Sie merken an meiner Rezension, dass das Buch in jedem Fall nicht langweilig wird und zur Bildung einer eigenen Meinung einlädt.

Insofern kann man Sie nur einladen, sich dieses Buch bei Interesse am Thema wirklich zu gönnen.

Das Buch ist bei Reclam erschienen.

Texte zur Theorie der Fotografie

Hrsg.: Stiegler, Bernd; Übers.: Lenz, Susanne
376 S. 10 s.-w. Abb.

ISBN: 978-3-15-018708-1

Zeitgeist oder warum es zur Zeit keinen Henri Cartier-Bresson geben kann

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Henri Cartier-Bresson wurde als Schnappschussfotograf, als Streetphotographer oder auch als Meister des gelungenen Reportagefotos berühmt. Es war die Zeit der großen Magazine und damit der großen Fotografen. Es war seine Zeit.

Er war souverän mit seiner Art der Fotografie und die Künstler, Schauspieler und Politiker waren souverän genug, um sich von ihm fotografieren zu lassen so wie er sie sah in ihrer Individualität.

Diese Chance hat heute niemand mehr. Prominente und Berühmte würden sich nicht so fotografieren lassen wie es die Klasse der Prominenten und Berühmten zur Zeit von Cartier-Bresson auszeichnete.

Heute geht die Botschaft vor.

Heute lautet die Botschaft was will ich als Fotografierter oder Fotografierte vermitteln?

Heute sind die Fotografinnen und Fotografen beliebt, die das Selbstbild inszenieren.

Weder als Reporter noch als Porträtfotograf wäre es möglich, Promis so zu fotografieren wie Cartier-Bresson.

Das spricht weder für die heutige Prominenz noch für die prominenten Fotografinnen und Fotografen.

Zeitgeist eben!

Es muß nicht so bleiben aber aktuell wäre nicht die Zeit für Cartier-Bresson.

Pech für die Promis von heute!

Wenn ich mir die Porträts von Cartier-Bresson anschaue, dann sind sie auch heute noch interessant, weil er Menschen in ihrem Umfeld mit einer speziellen und individuellen Aussage in einem Moment fotografierte.

Blicke ich dagegen auf Fotos, die heute gemacht wurden, dann wird sich dafür wohl in ein paar Jahren niemand mehr interessieren.

Sie sind sehr oft langweilig, ohne echte Aussage über die Person und sie kommen kaum über den Aufnahmemoment hinaus.

Das ist schade für die Prominenten und Berühmten für heute, weil sie damit keinen fotografischen Platz in der Geschichte finden werden.

Würden sie sich dagegen so ablichten lassen wie es Cartier-Bresson gemacht hat (oder ich heute auf meine Art praktiziere) dann wären ihre Chancen wohl größer, über ihre Zeit hinaus auf Interesse zu stoßen.

Text 1.1

Neues Urheberrecht in Kanada – der Sieg der Fotografen?!

Rügen wie gemalt – Foto: Michael Mahlke

Wie man auf verschiedenen englischen Internetseiten lesen kann, ist in Kanada das Urheberrecht geändert worden. Fotografen wird nun dasselbe Recht wie allen anderen Künstlern zugestanden. Das bedeutet, alle Rechte bleiben auch beim Verkauf der Fotos bei den Fotografen.

Die kanadische Vereinigung professioneller Bildhersteller verweist darauf, dass damit das von Henri Cartier-Bresson Prinzip der Beibehaltung der Rechte nun auch in Kanada umgesetzt wurde. Das hört sich auf Englisch so an:

„The principle of protecting photographers‘ ownership rights started 65 years ago by Henri Cartier-Bresson, who founded Magnum with Robert Capa and David Seymour. Magnum assured that a photographer’s image belonged to the photographer and not to the commissioner of the work.“

Was hat das zu bedeuten? Was erwächst daraus für Deutschland? Was bedeutet das überhaupt?

Im angelsächsischen Raum beginnen gerade die Diskussionen dazu. Insbesondere auf dpreview.com wird dies schon engagiert und differenziert diskutiert. Eine sehr differenzierte Analyse mit weiteren Verlinkungen gibt es auf imaging-resource.com. Die kanadische Regierung verweist darauf, dass sie damit im Kreis der G8-Staaten angekommen ist, also auch bei deutschen Rechtsgrundsätzen. Den Originaltext der Gesetzesänderung gibt es hier.

Aber viel auf Deutsch gibt es dazu bisher nicht. Und ich bin kein Spezialist für ausländisches Urheberrecht. Bei Interesse also Augen auf und die nächsten differenzierten Blogbeiträge suchen zu diesem Thema (vielleicht gibt es dazu sogar qualifizierte Zeitungsbeiträge von bezahlten Journalisten)!

 

 

Vom entscheidenden Moment zur Tyrannei des Augenblicks

Warten auf den entscheidenden Moment - Foto: Michael Mahlke

Entdecken ist ziellos

Vieles braucht seine Zeit, auch im Denken. So wie man Impulse abgibt und nach Wörtern sucht, die die Erinnerung irgendwann zurückbringt, ist es auch mit Fragen.

Was hat sich verändert und welche Auswirkungen hat dies alles?

Um den entscheidenden Moment im Sinne eines Henri Cartier-Bresson einzufangen, bedarf es einer entspannten Aufmerksamkeit. Ohne Erwartung daran zu glauben ist die Kunst.

Oder wie einmal geschrieben wurde: „Die „ziellosen Entdeckungsspaziergänge“ der Surrealisten in den Straßen von Paris beeinflussten ihn. Peter Galassi erklärt dazu in seinem Buch „Henri Cartier-Bresson, The Early Work“ (Museum of Modern Art, New York): „Allein wandert der Surrealist in den Straßen umher, ohne Ziel, aber mit einer bewussten Wachsamkeit für das unerwartete Detail, das direkt unterhalb der banalen Oberfläche eine phantastische und unwiderstehliche Realität aufdeckt…“

10 Sekunden oder der abnehmende Grenznutzen

Das war einmal. Aber was hat sich verändert und vor allem, wie wird es weitergehen?

„Die Berichte der WAP-Nachrichten, derzeit der letzte Schrei im beschleunigten Journalismus, sind so lang, dass BILD dagegen wie Proust wirkt … Dennoch haben derartige Stragien aus bereits genannten Gründen die Tendenz sich durchzusetzen. Der Grenznutzen von Information fällt nach einer bestimmten Menge von Bildern oder Wörtern dramatisch. Während der ersten zehn Sekunden ist er ziemlich hoch, aber dann?“

Diese Worte stammen von Thomas H. Eriksen aus seinem Buch „Die Tyrannei des Augenblicks“. Eriksen gibt sich und uns dabei übrigens auch die Antwort auf die gestellte Frage.

Sie führt über folgenden gedanklichen Weg: „Bruchstückhafte Information zerstört Kontinuität.“ Und dann verweist er auf einen Zustand im Land NRW vor dem Jahr 2000. Dort entdeckte er nämlich, dass es Studenten gab, die „Vollzeit“ studieren wollten, und dies ist eine Ausnahme geworden. „Man studiert nicht mehr, sondern das Studium ist ein Punkt auf dem Progamm der Erfahrungen, die das Leben eines jungen, städtischen und ungebundenen Menschen ausmachen… Diese neue Situation in der Hochschullandschaft – der fallende Grenznutzen von langsam erworbenenm Wissen“, beinhaltet auch Probleme für die Forschung.

Und lautet im Ergebnis: “ Da die Informationsmenge schnell wächst, weit schneller als die Weltbevölkerung, müssen wir unvermeidlich auf mehr eingehen… Der Grenznutzen neuer Information nähert sich der Null an. Daher erreicht man leichter ein Minimum an Aufmerksamkeit, wenn man die Information in Päckchen immer geringerer Größe verpackt … Der Augenblick ist ein Schlüsselbegriff zum Verständnis unseres Zeitalters. Er ist ephemer, oberflächlich und intensiv. Wenn der Augenblick (oder auch der nächste Augenblick) unser Dasein in der Zeit beherrscht, haben wir keine Verwendung mehr für Blöcke, die nur für eine oder wenige Kombinationen mit anderen Blöcken verwendet werden können. Die Eintrittskarte muss billig sein, die erste Investition gering. Schnelle Veränderung und unbegrenzte Flexibilität sind die wichtigen Aktivposten.“

Das alles hat Thomas Eriksen vor dem Siegeszug von Twitter geschrieben und dem Web 2.0. So wissen wir, dass er recht hatte.

Warten auf den nächten Augenblick - Foto: Michael Mahlke

Warten auf den nächsten Augenblick

Daraus folgt, dass das Warten auf den nächsten Augenblick entscheidend für unseren Umgang mit dem Internet und den Informationen geworden ist. Hier bedeutet es, wir warten ständig auf das nächste Foto.

In den Medien sind es also maximal zehn Sekunden, die man für die Wirkung und die Aufmerksamkeit eines Fotos einkalkuliert. Daher sind die Fotos auch so, dass sie sich nicht erst erschliessen sondern im ersten Moment wirken müssen, also total plakativ.

Das ist der Zeitgeist, der medial gilt und der von den meisten Menschen zunehmend – auch unbewusst – gelebt wird. Er schwappt in immer mehr Lebensbereiche. Eriksen zeigt dies auch im völlig taylorisierten Familienleben auf, aber das ist eine andere Geschichte.

Abschalten durch Gegensteuern, mental und physisch

Die wenigsten werden die Frage stellen, wie kommt man da raus?

Aber es geht durch eine bewusste Gegenstrategie. Dazu gehört ein gutes Buch oder die Betrachtung eines guten Fotos, am besten in einem Fotobuch.

Oder die Umsetzung der „ziellosen Entdeckungsspaziergänge“ mit einer Kamera, die gefällt und dem Ziel, die Situationen einzufangen, die dich irgendwann fotografisch beissen.

Der Sinn von Instagram und Co.

Aber eigentlich wollte ich auf etwas anderes hinaus.

Erstens bedeutet diese Analyse, dass immer mehr Fotos gebraucht werden von denen wir immer weniger wahrnehmen. Sie müssen einfach neu sein, mehr nicht.

Und zweitens bedeutet dies, dass es einen ganz erheblichen Unterschied zwischen dem Augenblick und dem Moment in der Fotografie gibt.

Man kann jeden Augenblick ein Foto machen aber es ist oft nicht der entscheidende Moment. Dies ist ein Teil des Zeitgeistes in der Fotografie.

Daraus erschliesst sich aber auch der „Sinn“ von Instagram und Co. Denn diese Augenblicksfotos füllen zunehmend die digitale Landschaft und diese Fotodienste für Handys haben dies alles in eine neue Potenz der Vermehrung gebracht.

So entsteht eine neue 1-Klick-Welt in der Fotografie, deren Sinn das Festhalten des Augenblicks ist, auch wenn es sich nicht um einen über den Augenblick hinausgehenden Moment handelt.

Was ist Schnappschussfähigkeit?


„Der Schnappschuss und sein Meister“ ist der Titel eines Buches über Henri Cartier-Bresson. Nun konnte man mit der damals vorhandenen analogen Kameratechnik für damalige Verhältnisse offenkundig gute Schnappschüsse machen. Heute wird technisch anderes angeboten.

Und in diesem Zusammenhang spielen auch die Schnappschussfähigkeit und die Schnappschusstauglichkeit eine Rolle. Um diese Frage konkret zu beantworten greife ich mir eine aktuelle Kamera heraus, die Casio EX-ZR200.

Casio selbst schreibt dazu: „Während andere Kameras noch das Objektiv ausfahren, machen Sie mit der EX-ZR200 längst die besten Fotos und Videos: In ca. 0,98 Sekunden ist die EX-ZR200 einsatzbereit. Um unterschiedliche Motive schnell einzufangen, können Sie mehrere Fotos hintereinander in einem zeitlichen Abstand von nur ca. 0,27 Sekunden aufnehmen. Außerdem ist die Kamera mit einem sehr schnellen Highspeed-Autofokus ausgestattet: Dieser benötigt gerade mal ca. 0,13 Sekunden, um einen Fokuspunkt zu finden und scharf zu stellen. So verpassen Sie keinen schönen, spannenden oder einzigartigen Moment mehr.“

Was ist Schnappschusstauglichkeit und was nicht mehr?

Chip.de nennt eine Auslöseverzögerung von 0,33 Sekunden für z.B. die Sony WX1 „richtig flott“ und für die Powershot S100 werden 0,37 Sekunden als „ausreichend flink“ angesehen. Für die Powershot G1X stellen die Tester von chip.de fest: „Der Autofokus braucht zum Schärfen 0,54 Sekunden im Weitwinkel und 0,67 Sekunden im Tele – knapp an der Schnappschusstauglichkeit vorbei.“

Ich denke, das zeigt den Rahmen für die Beurteilung der Schnappschusstauglichkeit. Man kann dies nun zunächst gleichsetzen mit dem Wort Auslöseverzögerung.

Schnappschusstauglichkeit = Auslöseverzögerung ?!

So wird auf digicam-beratung.de geschrieben: „Die Auslöseverzögerung ist die Zeitspanne vom Betätigen des Auslösers bis zum Erstellen des Bildes. Die Zeit setzt sich zusammen aus der Zeit für das Fokussieren, die Belichtungsmessung und dem eigentlichen Auslösen des Verschlusses. Wenn man, durch halbes Betätigen des Auslösers, vorfokussiert, erreicht man die geringstmögliche Auslöseverzögerung, da die AF-Zeit entfällt.“

Schnappschusstauglichkeit = Auslöseverzögerung + Serienbildmöglichkeiten + Videofähigkeiten?

Heute muss offenbar die Schnappschusstauglichkeit ergänzt werden um die Serienbildgeschwindigkeit und die Videofähigkeiten. Dazu zunächst ein Video, das sich mit den Videofähigkeiten der EX-ZR200 beschäftigt. Der Autor kommt zum Schluss, dass nun eine 2008 knapp tausend Dollar teure Kamera mit richtig guten Videofähigkeiten von Casio in der Casio EX-ZR200 ihre Wiederauferstehung feiert.

So interessant dieses Video ist, so anders argumentiert der Autor des folgenden Videos:

Ich habe diese beiden Videos ausgewählt, weil sie zeigen, wie unterschiedlich man etwas bewerten kann. Während der Eine völlig zufrieden damit ist, aus einer Reihe von Möglichkeiten die richtige Videogeschwindigkeit und Auslöseverzögerung auswählen zu können, ist der Andere völlig unzufrieden damit, dass er nicht alles manuell einstellen kann.

Achten Sie mal auf die Fokusebene in den beiden Videos. Im oberen Video wird ein Beispiel gezeigt, bei dem die Kamera gleichmäßig die Bewegung des Golfers an einer horizontalen Linie aufzeichnen kann. Im unteren Video steht die Kamera hinter dem Golfer, so dass quasi eine vertikale Bewegung erfolgt, bei der der Golfer nur an einem Punkt des Bewegungsablaufes scharfgestellt werden kann.

Von der Schnappschusstauglichkeit zum Schnappschuss

Aber eigentlich kommt es mir darauf an, zu zeigen, dass die Schnappschusstauglichkeit allein noch keine Schnappschüsse garantiert.

Denn der Weg zum Bild erfolgt über das Erkennen der Situation, dem Klarmachen der Kamera, dem Scharfstellen und dem Auslösen bei einem einzelnen Foto.

Und dann kommt es auf die Situation an. Aber selbst dies reicht nicht.

Abdrücken reicht nicht

Denn die Kamera kann den subjektiven, gestaltenden und auswählenden Blick der Fotografin und des Fotografen nicht ersetzen.

Und genau hier möchte ich die Schnappschussfähigkeit einführen.

Es gibt eben nicht nur die Schnappschusstauglichkeit der Kamera, um eine kurze Auslöseverzögerung zu ermöglichen. Es gibt auch die Fähigkeit der/des Fotografierenden, eine Situation zu erfassen und festzuhalten. Das ist die Schnappschussfähigkeit und nur dies macht die Individualität von Fotos aus.

Fazit

So ist die Schnappschussfähigkeit eine Fähigkeit von Menschen und die Schnappschusstauglichkeit eine Eigenschaft von Fotoapparaten, eine fotografisch interessante Situation zu erkennen und festzuhalten.

Dies zusammen kann zu jeder Jahreszeit wunderbare Schnappschüsse ermöglichen. Na dann!