Kameras & Technik

Fuji bringt die Wunschkamera X100 mit eingebautem Sucher


Februar 2011:

Nun kommt die Fuji Anfang April 2010 laut Ankündigung. Der Preis wird mit 999 Euro UVP angegeben. Man hat dann eine Kamera mit Objektiv ohne Sonnenblende. Die Sonnenblende kostet noch einmal knapp 80 Euro UVP inklusive Adapterring. Zusätzlich gibt es dann noch eine Tasche für über 100 Euro UVP.

November 2010:

Mittlerweile gibt es eine Webseite zu diesem Thema, die die Technik und die Entwicklung zeigt: www.finepix-x100.com.

September 2010:

Ich traute meinen Augen kaum, als ich den Text las: „FUJIFILM kündigt Entwicklung der FINEPIX X100 an. Eine Premium-Kompaktkamera mit Hybrid-Optischem-Sucher, APS-C CMOS Sensor und Festbrennweite.

Kleve, 20. September 2010 – Profi-Fotografen und ambitionierte Amateure dürfen sich freuen: FUJIFILM entwickelt mit der FINEPIX X100 eine Premium-Kompaktkamera, die hinsichtlich der Bildqualität keine Wünsche mehr offen lässt. Die FINEPIX X100 ist eine Kompaktkamera der Extraklasse. Dafür sorgen der 12,3 Megapixel APS-C CMOS Sensor, das FUJINON Objektiv mit 23 mm (äquivalent zu 35 mm bei KB) Festbrennweite und der neu entwickelte Hybrid-Optische-Sucher. Die FINEPIX X100 wird ab Anfang 2011 im Handel erhältlich sein.

Viele Spiegelreflex-Fotografen möchten nicht immer ihr umfangreiches Kameraequipment mitnehmen, da es in vielen Situationen zu sperrig und zu schwer ist. Die FINEPIX X100 schließt diese Lücke perfekt. Sie bietet in einem kompakten Gehäuse eine brillante Bildqualität auf Spiegelreflex-Niveau und ist damit die ideale Ergänzung oder Alternative für anspruchsvolle Fotografen.
Bei der Entwicklung der FINEPIX X100 steht eine exzellente Bildqualität ganz eindeutig im Mittelpunkt, so dass die bestmögliche Kombination aus Objektiv und Sensor gewählt wurde. Das erstklassig vergüteteFUJINON Objektiv mit 23 mm Festbrennweite (äquivalent zu 35 mm bei KB) und der Lichtstärke F2 ist optimal auf den APS-C CMOS Sensor abgestimmt. Ergänzt wird dies durch den neu entwickelten EXR Prozessor, der sich durch eine Bildverarbeitungs-Technologie auszeichnet, die Maßstäbe setzt.

Hybrid-Optischer-Sucher – Kombination aus optischem und elektronischem Sucher
Der neu entwickelte und zum ersten Mal in einer Kamera eigesetzte Hybrid-Optische-Sucher der FINEPIX X100 verbindet die Präzision eines optischen mit der Funktionalität eines elektronischen Suchers. Der Invers-Galileische-Sucher verwendet nur reine Glaskomponenten mit extrem geringer Aberration und anstelle eines konventionellen Leuchtrahmens liegt ein LCD Element über dem Bild. Das kristallklare Sucherbild und die gestochen scharfe Einblendung des Leuchtrahmens mit unmittelbaren Informationen zur Aufnahme wird alle Fotografen begeistern. Für eine komfortable Vorschau und Wiedergabe kann jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck auf das große LC-Display mit 1,44 Millionen Pixeln umgeschaltet werden. Je nach Motivsituation und den eigenen kreativen Bedürfnissen wird die optimale Darstellung ermöglicht.

Da digitale Kompaktkameras in den vergangenen Jahren immer schlanker und kleiner wurden, ist das Einfangen und Betrachten der Motive mittels großer, hochauflösender LCDs generelle Praxis geworden. Auf der anderen Seite ist das Fotografieren mit einem optischen Sucher für viele, insbesondere professionelle oder ambitionierte Fotografen immer noch die bevorzugte Methode. Der Hybrid-Optische-Sucher bietet eine Kombination der Vorteile  beider Welten: Die Traditionalisten erhalten ein klares und scharfes Sucherbild. Das elektronische Display ermöglicht die Einblendung von Informationen wie Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich oderLichtempfindlichkeit.

Im „Optischer Sucher“-Modus zeigt der eingeblendete Leuchtrahmen im großzügigen Sucherbildfeld ganz genau den Aufnahmebereich an. Aufnahmeeinstellungen und andere Informationen werden automatisch mit der optimalen Helligkeit angezeigt. Im „Elektronischer Sucher“-Modus kann der Fotograf auf dem hochauflösenden LCD die Belichtung, Tiefenschärfe und den Weißabgleich kontrollieren und natürlich nach der Aufnahme die Ergebnisse sofort kontrollieren.

Optimal angepasster APS-C CMOS Sensor und EXR Prozessor
Der CMOS Sensor mit 12,3 Megapixeln im APS-C Format wurde speziell für die FINEPIX X100 angepasst. Dank einer optimierten Anordnung der Mikrolinsen können Lichtstrahlen genauer auf die Fotodioden treffen. Durch die Kombination aus Festbrennweite und optimiertem Sensor ist die Lichtempfindlichkeit 10-mal höher als bei herkömmlichen Kompaktkameras.* Dies führt zu einer außergewöhnlichen Bildqualität mit minimalem Rauschen. Schärfe und Helligkeit verbessern sich bis in die Randbereiche des Bildes.

Der in der FINEPIX X100 eingesetzte EXR Prozessor erzielt in Verbindung mit dem erstklassigen Objektiv sowie dem hochempfindlichen Sensor eine hohe Auflösung und verbessertLichtempfindlichkeit und Dynamikumfang. Außerdem sorgt der EXR Prozessor für eine deutlich schnellere Signalverarbeitung. Durch das schnelle Auslesen des CMOS Sensors wird zudem eine verbesserteAutofokus-Kontrolle mit einer gesteigerten AF-Geschwindigkeit ermöglicht.
*Im Vergleich zu früheren FUJIFILM Modellen.

Qualität ohne Kompromisse – FUJINON Objektiv mit 23 mm Festbrennweite
FUJIFILM hat sich bei der FINEPIX X100 für ein fest verbautes FUJINONObjektiv mit Festbrennweite entschieden, da diese Konfiguration eine maximale Bildqualität verspricht – von herausragender Auflösung und minimaler Aberration bis hin zu exzellenter Helligkeit in den Randbereichen des Bildes. Das hochwertig vergütete Objektiv aus derFUJINON Objektivschmiede garantiert eine erstklassige Abbildungsleistung.

Die ideale Brennweite für eine Vielzahl von Motiven bei gleichzeitig höchster Auflösung und Lichtstärke ist 23 mm (äquivalent zu 35 mm bei KB). Die Wahl der Lichtstärke 2 bei der Entwicklung des Objektivs garantiert nicht nur große Helligkeit und Kontrastempfindlichkeit, sondern erreicht auch eine maximale Kontrastempfindlichkeit mit einer um ein oder zwei Stufen geschlossenen Blende. Zusätzlich beinhaltet die Objektivkonstruktion eine 9-teilige Blende und einen eingebauten ND-Filter, was zu einer sehr ausgewogenen Objektivgröße beiträgt.

Mit der FINEPIX X100 sind Makroaufnahmen bis zu einer Distanz von 10 cm möglich. Unter voller Ausnutzung des großen APS-C  CMOS Sensors und der Lichtstärke (F2) können Objekte mit effektvoller Hintergrundunschärfe eingefangen werden.

Design-Highlight
Das Design der FINEPIX X100 ist inspiriert durch die Form klassischer Kameras. Die X100 vereint neueste technologische Innovationen in einem edlen Gehäuse, das Wertigkeit und Prestige ausstrahlt.
Das Gehäuse bietet eine optimale Balance von kompakten Abmessungen und anwenderfreundlicher Bedienbarkeit. Die Einstellmöglichkeiten an der Kamera sind gut durchdacht und erlauben dem Fotografen einen einfachen und schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen wie Blende, Belichtungszeit, ISO, etc. Dies erlaubt maximale Kreativität.

Die Premium-Qualität der FINEPIX X100 zeigt sich in jedem Detail. Das Gehäuse der X100 besteht aus einer widerstandsfähigen Magnesium-Legierung. Die oberen Bedienelemente sind aus massivem Metall. Durch die griffige, lederartige Oberfläche lässt sich die Kamera optimal halten.
Bei der FINEPIX X100 setzt FUJIFILM kompromisslos auf Qualität, die ein einziges Ziel hat: Die Freude am Fotografieren.

Weitere Informationen über die FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH und über ihre Produkte finden Sie im Internet unter www.finepix.de. Änderung des Designs und der technischen Daten ohne Vorankündigung vorbehalten.“

Super!


Nikon P7000 – Hurra, der optische Sucher ist da?


Nikon p7000

Und plötzlich war sie da und sie weckt Hoffnungen, die P7000.

Nachtrag Ende Februar 2011:
Mittlerweile habe ich mit der Kamera ausgiebig gearbeitet. Nach meiner persönlichen Einschätzung ist sie nach dem Firmware Update schneller geworden aber immer noch eher langsam – den Schnappschussmodus der Canon G11/G12 würde ich mir wünschen. Was mir überhaupt nicht gefällt ist die Tatsache, dass es kein ausführliches gedrucktes Handbuch dabei gibt. Da sind Canon und Nikon mittlerweile gleich bescheiden und das stört mich gewaltig. Die CD ist für unterwegs nicht wirklich nützlich. Ricoh ist an dieser Stelle meiner Meinung nach einfach besser und professioneller.

Kann sie die Hoffnungen erfüllen? – Nachtrag Ende Oktober 2010:
Ich habe in Foren Diskussionen über die Kamera gefunden, es wird die Fokussierung kritisiert und die Trägheit beim Tippen auf dem Display. Viele wünschen sich eine verbesserte Firmware. Insgesamt scheint diese Kamera noch Potential zu haben. Während die bautechnische Ausprägung oft gelobt wird, ist dort der Bereich der Firmware ein wesentlicher Diskussionspunkt. Es bleibt abzuwarten, wie Nikon reagiert.

„Info von Nikon: Neue Maßstäbe in puncto Reaktionszeit, Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und manuellen Steuerungsmöglichkeiten

Düsseldorf , 8. September 2010 – Nikon gibt heute die Einführung eines neuen Spitzenmodells der COOLPIX-Serie bekannt – die P7000. Sie verfügt über ein dezentes und elegantes Design und setzt neue Maßstäbe in der Qualitätsfotografie. Bei der Entwicklung der COOLPIX P7000 wurde das Feedback aus umfangreichen Umfragen unter Profifotografen berücksichtigt – das Ergebnis ist eine Kamera, die Bilder in herausragender Qualität liefert, dabei aber kleiner und handlicher ist als eine Spiegelreflexkamera.

Für die hervorragende Bildqualität der P7000 sorgen zum einen das hochpräzise 7,1-fach-Zoom -NIKKOR-Weitwinkelobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 28 bis 200 mm (entsprechend Kleinbild), zwei Linsen aus ED-Glas und einem optischen Bildstabilisator (VR), und zum anderen das brandneue Nikon-Bildverarbeitungssystem EXPEED C2.

Der neuentwickelte, großflächige 1/1,7-Zoll-CCD-Bildsensor mit einer moderaten effektiven Auflösung von 10,1 Megapixel weist einen großen Dynamikumfang auf und ermöglicht hervorragende Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Der 7,5-cm-Monitor (3,0 Zoll) mit ca. 920.000 Bildpunkten bietet beim Fotografieren oder Filmen beste Sicht aufs Motiv und somit eine einfache und genaue Bestimmung des Bildausschnitts und eine brillante Wiedergabe.

Jens Gutzeit, Product Manager Consumer Digital Cameras der Nikon GmbH: »Die COOLPIX P7000 überzeugt mit einer Fülle fortschrittlicher Funktionen und ergonomischer Bedienung, wie man sie ansonsten von Spiegelreflexkameras kennt. Dadurch wird sie zur perfekten kompakten Alternative für erfahrene Benutzer von Spiegelreflexkameras und Profifotografen, die sich eine handliche und reaktionsschnelle Kamera wünschen und keine Abstriche bei der Bildqualität in Kauf nehmen wollen. Unsere Kunden aus dem Profilager haben unsere Entscheidungen bezüglich des Funktionsumfangs entscheidend mitgeprägt. Die Ergebnisse sprechen für sich: hervorragende Bildqualität … einfach überall.«

Nur die besten Bilder

Die P7000 ist mit der neusten Spitzen-Technologie ausgestattet, die für bestmögliche Bildqualität sorgt. Dazu gehören ein großflächiger 1/1,7-Zoll-Bildsensor und das Bildverarbeitungssystem EXPEED C2 mit enormer Rechenleistung, die bessere Voraussetzungen für das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen und für Filmaufnahmen bieten. Das NIKKOR-Weitwinkelobjektiv mit 7,1-fach-Zoom verfügt über zwei ED-Glaslinsen zur Verringerung der chromatischen Aberration und von Farbsäumen beim Fotografieren mit längeren Brennweiten.

Bei sehr hellem Umgebungslicht wird der Belichtungsspielraum durch einen Neutralgraufilter (ND-Filter) noch vergrößert.

Der große Empfindlichkeitsspielraum der COOLPIX P7000 erstreckt sich von ISO 100 bis ISO 3.200 und kann bis auf die Einstellung »Hi 1« (entspricht ISO 6.400) erweitert werden. Ein Modus für rauscharme Nachtaufnahmen sorgt auch bei extrem schlechten Lichtverhältnissen für gute Ergebnisse, z.B. bei Innenaufnahmen mit Kerzenlicht. Mithilfe der Rauschunterdrückungsfunktion kann störendes Bildrauschen minimiert werden.

In Situationen mit sehr hohem Kontrast im Motiv kann es gelegentlich schwierig sein, die richtigen Einstellungen zu finden. In solchen Fällen rettet die Funktion »Active D-Lighting« die Detailzeichnung in Schatten und Lichterpartien bei einer insgesamt ausgewogenen, naturgetreuen Wiedergabe der Szene. Die kamerainterne Bildoptimierung mittels Picture-Control-Konfigurationen basiert auf der Technologie, die in Nikons D-SLR-Modellen zum Einsatz kommt und ermöglicht dem Fotografen eine gezielte Einflussnahme auf das Bildergebnis. In automatischen Belichtungsreihen können neben der Belichtung auch die ISO-Empfindlichkeit oder der Weißabgleich variiert werden, sodass das Bild mit der optimalen Einstellung in Ruhe später ausgewählt werden kann. Der neue virtuelle Horizont kann auf dem LCD-Monitor eingeblendet werden und hilft bei der horizontalen Ausrichtung der Kamera.

Verbesserte Aufzeichnung und Wiedergabe

In manchen Situationen soll es mehr sein als nur ein Bild – für diese Gelegenheiten bietet die COOLPIX P7000 eine Funktion zur Aufzeichnung von HD-Filmen (720p). Neben dem integrierten Stereomikrofon besteht auch die Option, ein externes Mikrofon anzuschließen. Der besonders große LCD-Monitor mit einer Bildschirmdiagonalen von 7,5 cm (3,0 Zoll) und einer extrem hohen Auflösung von ca. 920.000 Bildpunkten deckt den sRGB Farbraum zu nahezu 100 % ab. So wird die Bildwiedergabe zum Genuss. Der optische Sucher ist mit einer Dioptrieneinstellung ausgestattet. Darüber hinaus ermöglicht der HDMI-Anschluss eine direkte Verbindung zu HD-Fernsehern für eine schnelle Bildwiedergabe in hoher Qualität.

Mit den kamerainternen Bearbeitungsfunktionen der P7000 hat der Benutzer volle Kontrolle über seine Bilder. Bei der Aufnahme unterstützt eine Histogrammansicht mit Hervorhebung beliebiger Tonwertbereiche von den Schatten bis zu den Lichtern bei der präzisen Einstellung von ISO-Empfindlichkeit, Zeit und Blende oder Belichtungskorrektur.

Für Benutzer, die ihre Bilder lieber an einem Computer (PC oder Macintosh) bearbeiten, steht die Möglichkeit zum Speichern im verbesserten Format »NRW+« (COOLPIX-RAW-Format) zur Verfügung; dieses Format ist praktisch ein unkomprimiertes, digitales »Negativ«, das umfangreiche Bearbeitungen erlaubt. NRW+-Daten sind zu der im Lieferumfang der Kamera enthaltenen Software ViewNX 2 von Nikon sowie zur optional erhältlichen Nikon-Bildbearbeitungssoftware Capture NX2 kompatibel.

Einfache Bedienung an jedem Ort

Die P7000 wurde für Fotografen entwickelt, die die volle Kontrolle über ihre Aufnahmen haben möchten, und bietet die von digitalen Nikon-Spiegelreflexkameras vertraute intuitive Anordnung von Tasten und Wählrädern, z.B. bei Einstellrad und AE-L/AF-L-Taste. Die P7000 verfügt darüber hinaus über ein Wählrad im »analogen Retro-Stil«, über das die Belichtung in Schritten von 1/3 LW korrigiert werden kann. Andere häufig verwendete Funktionen können über das Schnell-Menüwählrad manuell gesteuert werden. Zwei User Settings erlauben den unmittelbaren Zugriff auf benutzerdefinierte Konfigurationen mithilfe des Funktionswählrads. Bis zu sieben verschiedenen Zoompositionen können benutzerdefiniert vorgewählt und gezielt angesteuert werden, ganz so, als würde man mit Festbrennweitenobjektiven fotografieren.
Die kompakte Systemkamera
Die COOLPIX P7000 ist das Herzstück eines Minisystems. Sie ist kompatibel zur i-TTL-Steuerung der hochgelobten Nikon-Blitzgeräte, zum neuen Weitwinkelkonverter WC-75A, der Aufnahmen mit einer Brennweitenentsprechung von 21 mm ermöglicht, und zur Infrarot-Fernsteuerung ML-L3. Im Lieferumfang der P7000 sind zudem die Software ViewNX 2, ein Hochleistungsakku EN-EL14 sowie ein Ladegerät MH-24 enthalten. Durch Anschluss eines externen Mikrofons (optional von Drittherstellern erhältlich) kann der Funktionsumfang der Kamera noch erweitert werden. Zum Schutz der Kamera steht eine Kameratasche (CS-P06) als optionales Zubehör zur Verfügung.
Verfügbarkeit und Preis
Die Nikon COOLPIX P7000 ist voraussichtlich ab Ende September 2010 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 549,00 EUR im Handel erhältlich.
Mehr Info unter www.nikon.de.“

Optische Aufstecksucher – Die Letzten ihrer Art

optische AufstecksucherEs ist viel vom Artensterben die Rede. Langsam stirbt nun auch die alte Form der Digitalkamera aus. Als bekennender Fan von Henri Cartier-Bressons Art der Fotografie ist für mich der optische Sucher etwas Wunderbares.

Lange hielt ich am Messsucher fest, doch davor und dabei gab es auch den optischen Aufstecksucher, den ich zunehmend schätzen lernte.

Dieser hatte einen inneren Rahmen, der der Brennweite des Objektivs entsprach. Das Schöne am optischen Aufstecksucher war die wunderbare helle und klare Sicht.

Sie waren fast schon vergessen, doch dann kamen Sie vor knapp zwei Jahren wieder. Als die Versuche einsetzten, die Digitalkameras kleiner zu machen und die Chips darin größer, gab es sie wieder: die optischen Aufstecksucher. So wurde die LX3 von Panasonic und ihre Schwester von Leica mit diesem Zubehörteil ausgestattet, auch bei Ricoh wurde die GR mit diesem Zubehör verwöhnt.

Und die Olympus PEN E-P1, das erste Modell. Die Pen wurde mit einem wunderbaren Aufstecksucher und dem dazugehörigen Pancake Objektiv mit 17mm und Lichtstärke 2.8 ausgeliefert. Dies entsprach genau 34mm Brennweite im Kleinbildformat mit einer hervorragenden Blende 2.8 bei der Festbrennweite – also ziemlich genau (35mm) dem, womit in analogen Zeiten sehr viele Reporter fotografierten. Sigma liefert seit der DP1 über die DP1s bis zu weiteren Varianten ebenfalls einen optischen Aufstecksucher als Zubehör. So ist es also möglich, in digitalen Zeiten mit wunderbar klaren Blicken – auch mit Brille – zu fotografieren und dabei „alte“ Zeiten zu spielen.

Aber diese alten Zeiten haben einen besonderen Reiz. Denn man kann mit dem Autofokus arbeiten und dennoch durch einen wunderbaren optischen Aufstecksucher blicken. Das ist besser als zum Beispiel mit einer Leica M9 nur manuell fokussieren zu können. Man kann die V-Lux 3 oder die X1 von Leica nehmen, um sich den optischen Genuss mit Autofokus zu gönnen, um bei Leica zu bleiben. Ansonsten eben die von mir hier erwähnten Kameras.

Mir gefällt das, doch es scheint bald vorbei zu sein. So haben die meisten Nachfolgermodelle keinen optischen Sucher mehr sondern einen EVF, also einen elektronischen Aufstecksucher. Das muss nicht schlechter sein, ist aber anders und verändert die Möglichkeiten die Fotografierens. Dies wird im schnelllebigen Geschäft der Kameraindustrie kaum wahrgenommen werden. Aber für alle, die sich das Spiel mit der alten Art des Fotografierens gönnen wollen, sei daher darauf hingewiesen, dass diese Kameras bald abgelöst werden durch Modelle mit elektronischen Lösungen.

Ob dann ihr Wert steigt, glaube ich eher nicht. Aber ihre Seltenheitswert wird steigen, das ist gewiß!

Der linke Arm der Fotografie und seine Folgen

der linke ArmLinks und Rechts sind oft wichtiger als man denkt. Plötzlich war mein rechter Arm verletzt und durfte nicht mehr bewegt werden. Und auf einmal sah die Welt der Fotografie ganz anders aus. Ich wollte fotografieren – und konnte nicht. Und warum?

Weil alle Kameras ausschliesslich für eine Bedienung mit der rechten Hand ausgelegt sind, selbst kleine Kompaktkameras. Eine Mamyia hatte einen Linksauslöser. Aber die Kamera hatte ich nicht. So wurde mir schlagartig klar, wie eingeschränkt die eigene Sichtweise ist.

Natürlich fing die Recherche an. Und dann fand ich eine einzige Studie, die Hoffnung machte, die Canon Nova, obwohl auch diese Kamera eher an  Zwei-Hand-Bedienung erinnerte. Aber allein der Gedanke, dass der Griff mittig ist, erleichtert schon vieles.

Ich stellte mir diese Kamera als neue Systemkamera vor, die auf der Photokina vorgestellt wird und keine Menschen mit körperlichen Behinderungen mehr diskriminiert. Das wäre ein echtes Erfolgsrezept.

So entstand ein schöner Traum. Als ich ihn ausgeträumt hatte bemerkte ich, dass ich nicht fotografieren konnte, weil es keine Kamera für Linkshänder gibt. Es gibt sie also, die Diskriminierung der linken Hand – und das im Jahr 2010!

Wenn man sich überlegt, dass es sehr viele Menschen gibt, die nicht nur vorübergehend sondern dauerhaft rechts gehandicapt sind, dann ist dies überhaupt nicht nachvollziehbar. Selbst wenn es nur 1 Milliarde Linkshänder gibt und 5 oder 6 Milliarden Rechtshänder, es gäbe einen Markt. Abgesehen davon könnte man durch eine entsprechende Konstruktion dies von vornherein ausschliessen, so dass die Frage nach links oder rechts gar nicht gestellt werden müsste.

So, noch etwas. Sollte jemand eine solche Kamera für Linkshänder finden, würde mich ein entsprechender Kommentar an dieser Stelle sehr freuen.

Nachtrag 2012: Das Problem wird wohl durch Handys gelöst werden mit entsprechender Bildqualität wie z.B. dem Nokia Pureview 808. Dort ist die Kamera in der Mitte und der Auslöseknopf auch, so dass jede Hand Fotos machen kann.

Über den Wert alter Digitalkameras

alte Digitalkameras

Im Leben der Menschen hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert. Das Internet kam hinzu, die Grenzen wurden geöffnet und im Bereich der Fotografie begann der Siegeszug der Digitalkameras. Im analogen Zeitalter hatte man auch Kameras und man konnte verschiedene Filme wählen. Doch heute ist diese standardisierte Modularität so nicht mehr möglich. Zwar ist der Film durch unterschiedliche Speichermedien abgelöst worden, aber das reicht nicht. Denn in den meisten Fällen sind digitale Kameras heute fest verbaute Systeme (Ausnahme digitale Spiegelreflex), die allgegenwärtig sind und fast jedes Jahr erneuert werden.

Was macht man mit den „alten“ Digitalkameras? Dabei würde ich unterscheiden wollen zwischen Kameras bis 3 Megapixel, bis 5 Megapixel und Kameras ab 6 Megapixel.

Dies hat natürlich auch mit dem menschlichen Auge zu tun, welches maximal 5 Megapixel auflösen kann, sprich auf einmal wahrnehmen kann.

Wenn ich als Kriterien dann noch den relativ verlustfreien Ausdruck auf Din A4 und Ausschnittvergrößerungen nenne, dann komme ich auf ca. 8 Megapixel, die ich eigentlich maximal brauche.

Daher sind für mich Kameras mit 8 Megapixeln durchgängig richtig. Sie lassen Ausdrucke auf A4 und Ausschnittvergrößerungen zu. Und damit kommen wir zu einem neuen Phänomen: den Digitalfotos spezieller älterer Digitalkameras.

Es gibt im DSLR-Forum ein Thema mit dem Titel „Zeigt her eure alten Fotos“. Dort kann man sehr schön sehen, dass ältere Digitalkameras nicht schlechter sind, sondern jeweils dem Sensor und der optischen und softwaremäßigen Umsetzung entsprechend gute Fotos machen.

So ist für mich bis heute die Olympus E400 mit ihrem Sensor ebenso exponiert wie die Sony DSC-R1 mit ihrer Kombination von Sensor und Objektiv. Besonders gute Fotos gelingen auch mit der Nikon Coolpix P8400, der Canon Powershot Pro 1 und der Panasonic DMC-L1.

Wer mal mit der Reportagekamera Nikon Coolpix P8400 mit einer Anfangslichtstärke von F 2,6 RAW und JPG aufgenommen hat, der muss sich in keinster Weise hinter den aktuellen Modellen verstecken – übrigens mit Schwenkmonitor und elektronischem Sucher…

Übrigens haben die Canon Powershot Pro 1 und die Nikon Coolpix P8400 einen 2/3 Zoll Sensor, also einen ziemlich grossen Sensor und sind qualitativ so ausgerüstet, dass sie wie ein alter VW-Bus noch lange durchhalten können. Das gilt mit einem noch grösseren Sensor und entsprechender Bauart von Kamera und Optik auch für die Sony DSC-R1 und natürlich für die DMC-L1 von Panasonic (auch als Digilux 3 von Leica). Das alles sind echte digitale fotografische Traumschiffe oder Oldtimer, wie man will.

Meine beiden Lieblinge bei den  Kompaktkameras älterer Jahrgänge sind bis heute die Olympus Camedia C70 Zoom und die Nikon P5000. Beide haben auch ein Design, welches die Benutzung der Kamera ermöglicht ohne Fingerakrobatik. Und um noch ein Beispiel zu nennen: die Panasonic FZ7 hat ebenfalls eine Haptik und Bedienbarkeit, die in meinen Augen bis heute nicht mehr erreicht wurde.

Was soll man denn nun machen, wenn die Schublade voll ist mit solchen Kameras?

Meiner Meinung nach sollte man sich nicht davon trennen, wenn man den Genuß erleben will, mit einer speziellen Kamera spezielle Aufnahmen zu machen. Heute kann man die fotografische Dimension des Digitalen erweitern um den Luxus, Kameras für fotografische Ausflüge zu nutzen, die nicht mehr auf dem Markt zu kaufen sind und trotzdem gute Fotos machen.

Das Neue ist zwar der Feind des Guten,aber das Alte ist ja nur alt, weil es etwas Neues gibt und das ist noch lange nicht besser.

Geld kann man mit dem Verkauf der Kameras nicht verdienen. Sie sind oft so gut wie nichts mehr wert. Aber sobald man die materielle Ebene verläßt steigen die Möglichkeiten ungemein.

Selbst mit einem alten Handy kann man dann kreativ werden.

Da man mit 8 Megapixel Auflösung drucktechnisch und webtechnisch alles erreichen kann, was man fotografisch will, halte ich die Chance, mit diesen älteren Kameras zu arbeiten, für eine besondere Gelegenheit, die sich historisch auch daraus ergeben hat, dass wir erst am Anfang der Digitalfotografie stehen.

Meiner Meinung nach ist die fotografische Qualität nur in den Extrembereichen besser geworden und das auch nur im Bereich der Vollformatsensoren mit hoher ISO.

Bei den kleinen Sensoren sind die Diskussionen um vermatschte Bilder statt Rauschen heute ebenso gegenwärtig wir vor einigen Jahren das Thema Rauschen statt vermatschter Bilder.

Es ist in meinen Augen einfach etwas sehr schönes, mit einer nicht mehr erhältlichen Kamera schöne Fotos zu machen.

Hinzu kommt, dass der Wechsel vom neuen CMOS zum alten CCD oder zum alten Fuji CCD bzw. zu den ersten Foveon-Sensoren nicht unbedingt bedeutet, dass es schlechtere Bilder gibt. Ältere Sensoren sind eher grobkörniger wie bei Filmen als die neuen Sensoren, die eher getupft wirken.

Und auch hier kommt hinzu, dass es heute offenbar gar nicht mehr so viele echt verschiedene Sensoren gibt wie früher. Damit meine ich eine eingebaute Bildcharakteristik, die es nur mit diesem speziellen Sensor gibt.
So bleibt der „Luxus“ der alten Kameras erhalten solange die Sensoren halten.

Warum sich Henri Cartier-Bresson über die Powershot G11 freuen würde

Nun beschäftige ich mich schon seit Jahren mit dem Schnappschuss und seinem Meister, nämlich Henri Cartier-Bresson.  Henri Cartier-Bresson, abgekürzt HCB, war ein Benutzer der Leica M Kameras. Als er über 80 war, benutzte er die Leica Minilux und er machte eine Menge wunderbarer Fotos. Zudem war er ein Anhänger der Schwarzweissfotografie. Es mag im Zeitalter der digitalen Reizüberflutung wie ein Randthema erscheinen, aber für mich ist es ein sehr interessanter Gedankengang. Und deshalb will ich diesen Gedanken hier zu Ende führen. Der Gedanke lautet, wäre die Powershot G11 eine Alternative für HCB gewesen?

BegegnungDie Powershot G11 von Canon ist eine relativ grosse Kompaktkamera mit einem optischen Sucher, der ca. 77 Prozent eines Bildes abdeckt. Der Sucher ist nicht der größte seiner Art und er wäre sicherlich verbesserbar. Aber er ist der einzige optische Sucher überhaupt (außer in der Nikon P6000), der zur Zeit zu einer Kompaktkamera gehört, die das RAW-Format abspeichern kann.

Damit nicht genug gehört zu der Powershot G11 die Möglichkeit, fast alle Einstellungen per Hand mit Drehrädchen vorzunehmen. Hinzu kommen alle Feinheiten der aktuellen Technik wie ein dreh- und schwenkbarer Monitor und zusätzlich verfügt die Kamera über ein fest verbautes Zoomobjektiv von 28-140mm auf das Kleinbild umgerechnet.

Und damit komme ich zum Schnappschuss …. Die Kamera hat einen Quick-Shot Modus, der in den Exif Daten als Schnappschuss Einstellung bezeichnet wird. Dazu schreibt die Chip in ihrem Test:  „Wer statt der Handarbeit die einfache Aufnahme bevorzugt, findet neben dem gewohnten Automatik-Programm den „Quick-Shot“-Modus. Dabei nutzt die G11 permanent den Bildsensor zur Schärfe- und Belichtungseinstellung. Das Motiv müssen Sie daher über den optischen Sucher (mit Dioptrin-Korrektur) anvisieren. Lohn der Mühe ist eine verkürzte Auslöseverzögerung von rekordverdächtigen 0,15 Sekunden. Im Normalmodus vergehen 0,46 Sekunden bis das Foto im Kasten ist.“

Damit hat Canon unter den Bedingungen der aktuellen Möglichkeiten meiner Meinung nach die einzige professionelle Lösung für Schnappschussfotografen entwickelt. Würde Cartier-Bresson heute fotografieren, wäre diese Kamera eine wirklich wunderbare Möglichkeit für ihn, um seine Schnappschüsse schneller als mit einem Schnittbildentfernungsmesser (wie in der Leica M9) zu erstellen. Hinzu kommt, dass die Kamera ein Gerät ist, in dem alle Teile aufeinander abgestimmt sind.

In einem Film mit Henri Cartier-Bresson äußerte er sich einmal, dass er am liebsten mit der 35 Millimeter Brennweite arbeitet. An anderer Stelle, so habe ich gehört, wird er als Meister der Normalbrennweite von ca. 50 Millimeter bezeichnet. Fakt ist, dass die Powershot G11 mit einer Brennweite von 28 bis 140 Millimeter alles das abdeckt, was er in meinen Augen benutzen würde.

Ich glaube, dass die Powershot G11 dem Altmeister der Schnappschussfotografie große Freude machen würde. Allerdings will ich hinzufügen, dass ich persönlich neben der Powershot G11 ebenso gerne die Ricoh GX200 benutze, weil ich ihr Bedienkonzept in Teilen für praktischer halte. Aber die Ricoh hat keinen eingebauten optischen Sucher und ich bin natürlich nicht Henri Cartier-Bresson.

Doch wer in die Fußstapfen von Henri Cartier-Bresson treten will und ebenso schöne Schnappschüsse erstellen möchte, der wird mit der Powershot G11 und dem Quick-Shot Modus im optischen Sucher sicherlich eine gute Möglichkeit haben, sich fotografisch zu verwirklichen.

Aber ich will auch nicht verschweigen, dass ich die Kamera nur lobe, weil es nichts anderes und besseres gibt. Eigentlich müsste es eine Kamera sein, die das Objektiv etwas mittiger hat (besseres Handling) und einen ca. APS-C grossen Sensor (besseres Freistellen) und einen doppelt so grossen eingebauten optischen Sucher (besseres Sehen). Wenn dann noch ein anschraubbarer Linkshandauslöser dazu kommt, dürfte der millionenfache Verkaufserfolg sicher sein…

Tja, und dann dachte ich, dass die Panasonic G2 der neue Kompromiss sein könnte, weil der grosse und klare elektronische eingebaute Sucher nicht schlecht ist. Aber als ich merkte, dass sie immer ein lautes Auslösegeräusch macht, habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet.

Im Jahre 2011 darf ich diesen Artikel nun ergänzen. Es gibt jetzt die Fuji X100. Und über die würde sich Henri Cartier-Bresson bestimmt freuen…

Von der Leica zur Ricoh

Blick durch den Messsucher der Leica M6

Blick durch den Messsucher der Leica M6

Was macht man eigentlich, wenn man nicht das Geld hat, um sich eine Leica M8 oder M 8.2 oder M9 zu kaufen?

Da die Leica und Henri Cartier-Bresson zusammenhängen, hat die Leica immer bei dieser Art der Fotografie automatisch einen hohen Platz. Nun spielt die Leica bei den heutigen Reportern offenkundig nicht mehr die Rolle, die sie früher hatte. Dies hat einfach mit technischen Fragen zu tun. Die besseren Sensoren, die stärkeren Teleobjektive, die Matrixmessung, der schnelle Schuss. Alles dies haben die heutigen Digitalkameras von Nikon, Canon, Pentax, Sony etc.

Ich empfehle jedem, der sich für das Gefühl der Fotografie im Sinne von Cartier-Bresson interessiert, sich eine Leica M6 oder M7 auszuleihen mit einem Film und dann damit einen Tag durch die Stadt zu gehen und zu fotografieren. Dabei wird sehr deutlich, dass der Schnappschuss weniger das Wesen der Leica ist. Vielmehr zwingt der Messsucher zu einer fast meditativen Ruhe, weil die Anzeige der richtigen Belichtung und die Scharfstellung beide von Hand vorne am Objektiv vorgenommen werden müssen. Diese Tätigkeiten zwingen zur exakten Ausrichtung und stoppen jede Art von schnellem Abdrücken. Aber man muß es ausprobieren. Auf www.fotomonat.de gibt es ein Video von Henri Cartier-Bresson. Dort sieht man sehr genau, was es heisst, mit dem Messsucher auf der Strasse zu fotografieren. Das muß man wollen mit dem Wissen, dass es dennoch keine besseren Fotos gibt. Man muss sich über die Grenzen des Messsuchers klar sein. Schnelle und scharfe Aufnahmen wie mit einem guten optischen Sucher bei einer Spiegelreflexkamera zu machen ist zumindest meiner Meinung nach sehr schwierig.

Dennoch wollen viele Menschen sich eine Leica kaufen. Spötter sprechen von der Zahnarztkamera, andere haben einfach die Geschichte dieses Namens im Kopf. Im Zeitalter der digitalen Fotografie kommt hinzu, dass Optik und Sensor zusammen wesentlich für die Bildentwicklung sind. Insofern ist der Sensor mindestens ebenso wichtig wie die Optik. Die Leica M8/M9 bleibt dabei die Kamera der Tradition. Ob sie für Strassenfotografie im 21. Jahrhundert aber immer noch erste Wahl ist, darf bezweifelt werden. Denn es gibt heute Kameras, die leiser sind, die schneller sind, die schneller fokussieren, die kleiner sind, deren Sensoren besser sind etc.

Rüdiger Abele kommt in der FAZ am 15.2.09 in seinem Artikel über die Leica zu folgendem Schluss:“Die M8.2 lebt in einer eigenen Nische…. Die M8.2 ist …verglichen mit einer Digitalkamera, immer noch laut. Diese (die Digitalkameras, M.M.) sind heute erste Wahl, wenn man wirklich unauffällig und leise fotografieren möchte.“

Aber im Jahre 2010 kommt offenkundig wieder mal Bewegung in die Welt der Sensoren, Optiken und Kameras. Es bleibt eine Zeit mit vielen Möglichkeiten, sehr viel Geld auszugeben. Die Zeit der Sensorfotos hat begonnen, man darf gespannt sein.

Bleibt die Frage der Unauffälligkeit, des leisen oder lautlosen Auslösens, der Kompaktheit. Da sind Kompaktkameras eben lautlos. In meinen Augen ist die einzige Nicht-Spiegelreflexkamera mit einer fast lautlosen Auslösung und einem richtig grossen Chip die Sony DSC-R1, nun gefolgt von der Nikon D5000 mit einem nicht so leisen, aber sehr viel leiseren Modus und dann kommen die M-Leicas. Offenkundig ist die Frage des Auslösegeräusches noch nicht überall DAS Thema, vielleicht auch, weil normale Digicams schon lautlos sind.

Mich hat ein guter Strassenfotograf darauf gebracht, wie man gute Fotos auch ohne Leica machen kann. Man kaufe sich eine Ricoh GR Digital oder Ricoh GX200. Der Fotograf, der mir dies sagte, hat mit solchen Kameras Fotos für seine Bücher gemacht und veröffentlicht. Er erzählte, dass diese kleinen Kameras lautlos, schnell und bezahlbar sind – bei erstklassiger Bildqualität.

Ich habe es getestet und es hat sich gezeigt, er hat recht. Wer also keine 5000 Euro oder mehr für ein Leica M8.2/9 Gehäuse hat, der kann mit einer Ricoh GX 200 locker auch glücklich werden, zumal der Preis bei ca. 360 Euro liegt. Mir persönlich gefällt bei der Ricoh GX 200 die auch von der Bedienung her gut gelöste Möglichkeit, die Blende vorzuwählen und zugleich manuell die Fokussierung vorzunehmen – aber das ist Geschmackssache.

Es gibt auch noch die Alternative der Panasonic LX3, jetzt LX5, die auch als Leica-Variante gehandelt wird. Das ist ebenfalls eine schöne Kamera, die mit einem optischen Aufstecksucher und 24mm Rahmen veredelt werden kann. Für Streetphotography bzw. Strassenfotografie ist meiner Meinung nach die Ricoh GX200 eindeutig die bessere Wahl. Mittlerweile gibt es im Jahr 2010 noch viel mehr Kameras (z.B. die Powershot G11/G12, die Powershot S90/95, die Ricoh GXR, die Fuji Finepix F70EXR bzw. F200EXR, die Olympus Pen 1+2, Panasonic GF1, Sony mit der WX1 etc.). Aber ob sich diese Kameras besser für Streetpix eignen bleibt Geschmackssache. Die Antwort auf diese Frage hat den Vorteil noch eine Menge schöner Diskussionen führen zu können.

Und vor kurzem hat nun Panasonic den Schnappschuss technisch neu erfunden. Mit der Panasonic G2 kommt eine neue Technik des Fotografierens auf den Markt, allerdings nicht lautlos.

So bleibt für den kleineren Geldbeutel zumindest eine Auswahl an Kameras übrig. Vielleicht sogar die bessere Entscheidung – wer weiß?

Einen anderen Aspekt möchte ich auch noch benennen. Bei aller Liebe bleibt es ein Problem bei schlechten Lichtverhältnissen schnelle und scharfe Schnappschüsse zu machen – selbst mit Optiken, die mit Blende 1,8 arbeiten. Wer mal probiert hat in einem kaum beleuchteten Raum mit ISO 3200 oder 6400 und Blende 1,4 oder 1,8 ein scharfes Foto von sich bewegenden Menschen zu erhalten, der weiss, was ich meine. Was will ich damit sagen? Ganz einfach: wir sind noch nicht mal technologisch so weit, dass die wirklichen Bedürfnisse der Available Light Fotografie mit einer bezahlbaren mittelgrossen Digitalkamera erfüllt werden können. Da bleibt also noch eine ganze Menge zu tun bis ein grosser Chip in einem kleinen Gehäuse mit gutem optischen Sucher und wenig Rauschen gute Fotos macht und nicht mehr als 500 Euro kostet – das wäre ein echtes technologisches Alleinstellungsmerkmal mit einem riesigen Käuferpotential.

Doch um auch die letzte Wahrheit auszusprechen, müssen wir noch einmal auf den so geschätzten Henri Cartier-Bresson kommen. Oft diskutiert und auch belegt im l-camera-forum wird dann eine uns nachdenklich machende Information: wussten Sie, dass Henri Cartier-Bresson offenkundig auch mit der Leica Minilux fotografierte?

Nun streiten sich die Gelehrten der Leica-Zunft darüber, ob gerne, ob oft, ob ob ob. Er hat aber.

Und wenn man dann ab und zu das Gefühl eines Messsuchers haben will, dann kaufe man sich eine gebrauchte analoge Leica CL oder eine Voigtländer Bessa und fotografiere ab und zu mit einem Film. Das kostet knapp 500 Euro und gibt einem alle originalen Erlebnisse zurück.

So und wenn ich den Artikel jetzt rückblickend lese, dann könnte er auch heissen, wie spare ich 5000 Euro….

Nachtrag Mitte 2011:

Blick durch den Sucher der Fuji X100

Mittlerweile gibt es von Ricoh das GXR-Modul-System und von Fuji die X100. Die X100 hat wiederum einen anderen und in meinen Augen optisch besseren Sucher. Sie ist aber ziemlich groß für Strassenfotografie unter den aktuellen sozialen Konditionierungen. Hinzu kommen die Sony Kompaktkameras mit der „überlegenen Vollautomatik“ und neue Kameras von Panasonic, Olympus, Pentax etc.. Es gibt auch von Leica die X1 und die M9-P und ein Bündnis von Leica mit Magnum. Aber für mich sind die Leicas eher etwas für die Liebhaber des Messsuchers oder Prestigeobjekte, statt sehr effektiv und praktisch für die Strassenfotografie der heutigen Zeit zu sein. Das meine ich nicht negativ, da Oldtimer fahren auch ein schönes Hobby ist. Aber mir geht es hier rein um die Frage, welche Kameras für Streetphotography unter den aktuellen sozialen und juristischen Bedingungen die beste Wahl sind.

So, und wenn Sie nun noch wissen wollen, womit ich aktuell am liebsten Streetphotography mache (in absteigender Reihenfolge): Sony TX5 (im Regen), Ricoh GXR S10, Nikon D3100, Olympus E-PL1 mit 14mm/F2.5, Fuji X100, Ricoh GX200 – und das, obwohl ich auch die Nachfolger – soweit vorhanden – und andere Kameras schon getestet habe.

Warum? Weil mir die

  • Schnappschussfähigkeit,
  • das leise Auslösegeräusch und
  • die Unauffälligkeit
  • bei guter Bildqualität und guter
  • Haptik (=Griffigkeit)

am wichtigsten sind.

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So, und nun viel Spaß beim Lesen der anderen Artikel auf fotomonat.de.