Kameras & Technik

Schwierige Lichtverhältnisse in der Fotografie am Beispiel der Grenzen der Fuji X10

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Tageslicht und Kunstlicht, Deckenstrahler und Beamerlampe, abgedunkelter Raum vorne und offenes Licht durch das Fenster von hinten – eine absolut extreme Lichtsituation als Voraussetzung für den Einsatz. Es war soweit. Nun mußte die Fuji X10 zeigen, was sie konnte.

Hinzu kam die Vortragssituation. Bei einer solchen Situation muß die Kamera nicht nur diskret und still sein. Sie muß auch diese Lichtmischung hinbekommen, so daß ein ausgewogenes Bild zustandekommt.

Und natürlich ohne Blitz!

Denn das ist ja gerade die Herausforderung: das Licht und die Situation so einzufangen wie man es gerade vorfindet.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Das Foto mit der Frau vor der Leinwand: Solche Schattenspiele sind eine Variante, die sich aber auch nur in dieser Gestaltung anbietet.

Hier ging es mir darum, den schönen Hut mit dem feinen Netz und die Gestaltung des Kopfes zu zeigen. Da bot sich das Schattenspiel vor der Leinwand an.

Welche Messmethode, welche Einstellung, welche Blende sind hier am besten?

Es kommt darauf an, was für ein Foto ich haben möchte.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier spricht der Chef des Kunstmuseums Solingen. Das Foto wurde aus einer RAW-Datei entwickelt und zeigt alles so wie ich es sah.

Da das Licht von hinten kam war sein Gesicht auch nicht voll ausgeleuchtet.  Ich saß ca. 15 Meter entfernt und hatte die Fuji mit Blende 2.8 auf 112 Millimeter. Es wurde lediglich hinterher per Software automatisch die Beleuchtung der RAW-Datei vorgenommen, so daß so das Ergebnis so aussieht wie es war.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier ist das Ganze noch mal mit dem Abwedeln-Pinsel im Gesicht nachbearbeitet. Ich habe das Gesicht aufhellt. So hell und gut sichtbar war es eigentlich gar nicht aber zumindest sieht man, was möglich ist (wobei es für mich schon grenzwertig ist und mir das Bild ohne Aufhellung besser gefällt).

Aber es geht auch einfacher.

fujlicht9

Man braucht die Fuji nur auf Umgebungslicht zu stellen. Dann gibt es zwar keine RAW-Dateien aber es gibt fertige Fotos. Die sehen dann so aus:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Das größere Foto im Hintergrund ist die Version, die direkt aus der Kamera kam. Die kleinere und aufgehellte Version ist die, die ich einfach mit dem Aufhellen der Schatten im Foto innerhalb von 5 Sekunden erzeugt habe.

Allerdings muß ich noch einmal betonen, daß die aufgehellten Gesichter nicht der tatsächlichen Wahrnehmungssituation entsprechen, weil von hinten die Personen durch direktes Tageslicht „beleuchtet“ waren und das Fotografieren gegen das Licht ohne Blitz nicht so einfach ist.

Für mich war die Fuji genau richtig. Sie löste alle Probleme:

  • Sie schaffte es bei schlechtem Licht zu fokussieren.
  • Sie erstellte Fotos, die die echte – schwierige – Lichtsituation wiedergeben.
  • Sie war sehr diskret und leise durch den Sucher und das Ausschalten des Monitors.
  • Der Akku hielt dadurch extrem lang.
  • Die Fotos konnte ich entweder selbst gestalten mit RAW und JPG oder der Kamera überlassen.

Für Reportage und einfache Drucke in Magazinen und natürlich im Web reichen die Ergebnisse allemal, auch bei Bildausschnitten.

Umgekehrt würde ich die Kamera nicht mitnehmen auf eine Klettertour in den Alpen.

Die Fuji ist eine Kamera für extreme Lichtsituationen. Sie ist nicht unbedingt eine Kamera für extreme Outdoor-Situationen mit wechselndem Wetter etc.

Aber als Reportagekamera für das klassische diskrete Fotografieren mit Sucher ist sie optimal. Und sie hat eine der extremsten Lichtsituationen wirklich gut gemeistert.

Sie braucht allerdings Licht. Sie ist nicht für lichtloses Fotografieren gemacht. Das ist aber auch nicht der Sinn der Lichtmalerei.

 

 

Das Low Light Luder – die Fuji X10

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Fuji X10 ist eine Kamera, die schon viele Höhen und Tiefen gesehen hat.

Sie ist wohl die einzige Kamera, die während ihrer Produktion einen anderen Sensor bekam, der aus Kundenwünschen heraus realisiert wurde.

Zudem ist sie schon durch ein anderes Modell mit einem wieder anderen Sensor ersetzt worden.

Aber sie ist eben eine Kamera für eine Zehn-Jahres-Bindung, denn sie hat etwas, das andere Kameras nicht haben.

Sie ist kein Boxenluder sondern ein Lichtluder im Sinne einer Verlockung bei Lowlight-Situationen.

  1. Denn erstens kann man mit der Kamera und dem Chip Fotos auch bei schlechtem Licht machen,
  2. zweitens gibt es dafür extra Aufnahmemodi von EXR bis zum Verschmelzen von vier Fotos zu einer Aufnahme und
  3. drittens hat sie den optischen Sucher, der gerade bei wenig Licht den klaren Blick ermöglicht.

Und dies alles geht im Prinzip völlig geräuschlos vor sich, weil das Auslösegeräusch abschaltbar ist und weil man den Monitor auf der Rückseite ausschalten kann. Es bleibt am Sucher der kleine grüne Punkt, wenn man scharfgestellt hat. Das ist alles.

Man kann mit der Kamera so fotografieren als ob es sich um eine analoge Kamera handelt. Gerade der relativ große optische Sucher und das Abschalten des Monitors machen aus der Kamera eine ideale Lowlight-Kamera.

Hätte Sie einen elektronischen Sucher wäre die Sicht durch den Sucher anders und sie würde mehr Strom brauchen.

Und durch das Ausschalten des Monitors spart man noch mehr Strom und verlängert so die Anzahl der möglichen Aufnahmen erheblich.

Kennen Sie eine andere Kamera in dieser Größe, die so wunderbar für diskrete Lowlight-Fotografie genutzt werden kann?

Es gibt sie nicht, weil keine andere Kamera über einen ähnlich großen optischen Sucher verfügt außer dem Nachfolgemodell, der X20.

Die hat aber einen anderen Sensor.

So bleibt die Fuji X10 eine Kamera für fotografische Indiviudalisten, die wissen was sie wollen und was sie tun.

Sie ist die Kamera, die Lust auf mehr gute Fotografie macht, sie reizt, eben ein echtes Luder …

Die Canon Powershot S100 als Reisekamera

Kann die Canon Powershot S100 eine vollwertige Einsteiger-DSLR ersetzen, wenn man vom Sucher einmal absieht? Diese Frage trieb mich um, als ich überlegte, welche Kamera sich als kleine und schmale Reisekamera eignet.

So probierte ich die Canon Powershot S100 mehrere Wochen unterwegs aus. Sie kann RAW und JPG, sie hat ein funktionierendes GPS und sie hat eine Blendenvorwahl bzw. überhaupt PASM.

Foto: Michael Mahlke

In südlichen Gefilden sitzt man nun einmal länger draussen. Den ersten Teil des Praxistests machte ich daher in Südfrankreich, genauer in Orange. Dort gibt es ein uraltes Theater aus römischer Zeit und wunderschöne Opern- und Operettenaufführungen, in diesem Fall La Boheme von Puccini.

Foto: Michael Mahlke

Schon der Weg dorthin war ein Genuss und viele Ausgrabungen zeigten stolz die Verbindung von Geschichte und Gegenwart.

Foto: Michael Mahlke

Hunderte von Frauen kamen uns entgegen, die alle von der Bühne kamen und sofort wieder auf die Bühne gingen.

Foto: Michael Mahlke

In Orange sind die Nächte lang. Nach der Aufführung geht es zum gepflegten Speisen in kleine Restaurants.

Foto: Michael Mahlke

Es war ein faszinierender Ort und ich war nicht der Einzige, der fotografierte.

Foto: Michael Mahlke

Aber die Canon eignete sich nicht nur für das Fotografieren bei schwierigen Lichtverhältnissen sondern auch am Strand und am Meer bei gutem Licht und gutem Wetter.

Foto: Michael Mahlke

Und sie braucht keinen Vergleich mit schweren grossen Kameras zu scheuen bei niedrigen ISO.

Foto: Michael Mahlke

Hier ein Ausschnitt in 100 Prozent Ansicht 1:1 vom vorherigen Bild:

Foto: Michael Mahlke

Wenn ich eine Kamera ohne Sucher als Reisekamera mit GPS, RAW und voller manueller Steuerung haben möchte, dann ist die Canon Powershot S100 für mich eine gute Wahl. Sie dürfte auch professionellen Ansprüchen genügen, wenn man kontrollierte Fotos haben möchte für Ausdrucke bis A3 und im Internet. Im Prinzip ist dies eine Kamera, die eine gute Wahl für Profis aus der Hosentasche ist, ohne weiteres Gepäck.

Einzig der Akku hält nicht so lange durch, wenn man GPS eingeschaltet hat. Aber ein zweiter Akku ist normalerweise kein Problem. Mit Stativ gelingen die Fotos zum Teil natürlich noch besser. Aber da man eher kein Stativ hat, habe ich die Fotos ebenfalls ohne Stativ aufgenommen.

Man kann mit dieser Kamera durchgängig gut und kontrolliert fotografieren und mit dem ND-Filter sogar dann, wenn es sehr hell ist. Allerdings gibt es bei Sonnenlicht auf dem Display das Problem, dass man fast nichts mehr sehen kann. Aber damit muss man leben, wenn die Kamera klein und flach sein soll, denn eine kleine und flache Kamera mit Sucher in dieser Art gibt es nicht.

Übrigens gefällt mir die Powershot S110 nicht besser. Ich halte sie schon haptisch und von den Feinheiten des Designs her eher für einen Rückschritt. Aber vielleicht sollten Sie selbst einfach mal beide Kameras in die Hand nehmen, dann verstehen Sie, was ich meine.

 

Der Abschied vom Messsucher

Früher war es das Element für meditative Ruhe in der Fotografie. Heute habe ich Abschied davon genommen – nicht von der Ruhe sondern vom Messsucher.

Wir alle wissen ja, dass Leica M Kameras benutzt werden müssen, damit sie nicht verharzen. Also nahm ich heute meine M6 und machte ein paar Fotos. Dabei fiel mir auf, dass ich schon länger nicht mehr ernsthaft mit dem Messsucher und dem gekoppelten Schnittbildentfernungsmesser fotografiert hatte.

Doch es war ein Abschied. Was mir früher zur Bildgestaltung so sehr gefallen hatte, ist nun etwas Besserem gewichen, der Fuji X100. Ja, die richtige Belichtung mit Hilfe zweier roter Dreiecke zu finden war schön bei der Leica M6. Und dann das Scharfstellen mit dem Schnittbildentfernungsmesser.

Aber irgendwie ist der optische Sucher der Fuji X100 einfach augenfreundlicher für mich. Je mehr ich durch die Leica schaute und dann die Fuji nahm, desto mehr bestätigte sich mein Eindruck.

Es hat etwas Neues begonnen. Es ist für mich weniger eine Frage der Technik als eine Frage des Sehens. Das meditative Sehen ist mit der Fuji ebenfalls gegeben.

Wenn ich nun im direkten Vergleich den Messsucher der Leica M6 TTL nehme, den elektronischen Sucher der Panasonic G2 und den optischen Sucher der Fuji, dann ist meine Wahl klar: es ist der optische Sucher der Fuji.

Die Leica ist nun wieder in der Tasche und wartet – wohl aufbewahrt – auf ihren nächsten Service durch mich.

Ich gebe aber zu, dass ich mit der neuen Leica M9-P noch nicht gearbeitet habe. Insofern ist meine Meinung an dieser Stelle auf der Grundlage der M6 TTL gebildet worden.

Die Zeit wird zeigen, ob sich meine Meinung festigt oder durch neue Sucher neue Bewertungen auftauchen.

Am Diemelsee mit der Nikon D7000

Ich hatte ein Buch im Gepäck, welches ich schon länger testen wollte. Das Buch handelte von der Nikon D7000 im Praxiseinsatz. Also nahm ich eine D7000 mit dem 18-200 VR II mit als Reisekombination, wenn man nur ein Objektiv mitnehmen will. Dann las ich das Buch und probierte die Nikon aus.

Alle hier gezeigten Fotos sind mit der D7000 produziert und in JPG Normal abgespeichert worden und mit ACDSee auf eine Kantenlänge von maximal 1000 Pixel an der längeren Seite verkleinert worden. Das Buchfoto habe ich mit einem Filter von ACDSee belegt.

Der Diemelsee ist eine Talsperre, die zum Wasserausgleich dient. Es ist keine Trinkwassertalsperre. Deshalb kann man darin Schwimmen, Angeln und auch Boot fahren.

Aus diesem Grund ist der See bei Campern, Anglern und Bikern so beliebt.

Auf dem See fährt meist jede Stunde tagsüber ein Boot. Damit kann man Rundfahrten machen oder sich quer übersetzen lassen. Das ist bei Wanderungen um den See sinnvoll, weil die Staumauer und die Strasse bis nach Heringhausen einen betonierten Fußgängerweg haben und eher nicht an dieser Stelle zum Wandern einladen.

Die meisten Fotos wurden mit dem Szeneprogramm „Landschaft“ aufgenommen.

Es gibt nicht gerade sehr viel Action an diesem See, so dass man hier Ruhe und Perspektive findet.

Das war mit der bunteste Fleck bei der Wanderung um den See.

Es zeigte sich auch, dass die Bänke am See zum Teil nur für ‚“Beinriesen“ gemacht waren und normale Erwachsene darauf nur sitzen konnten, wenn sie ihre Füße in der Luft baumeln lassen.

Wandern am See ist nicht sehr anstrengend, weil es eher flach ist.

Die Sportprogramme der Nikon konnte ich kaum nutzen, da die Kuh nicht bereit war, eine entsprechende Schnelligkeit an den Tag zu legen.

Auch der Hai hängt dort schon länger, so dass ein Foto keine besonderen Anforderungen an die Kamera stellte.

Hier sieht man einen Seitenarm des Diemelsee und die dahinter liegende Landschaft im Sauerland.

Der See lädt Motorradfahrer zum Verweilen ein und ist Grenzgebiet zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen. Wir waren von der Gastronomie überwiegend positiv überrascht.

Für Angler ist der See ein kleines Paradies. Abends und frühmorgens sind sehr viele Angler unterwegs und versuchen ihr Glück.

Für Familien mit kleinen Kindern, Campern und Anglern ist der See ein kleines und offenbar friedliches Paradies. Ansonsten ist hier nicht viel mehr zu finden. Die Nikon D7000 war mit ihren Möglichkeiten hier völlig unterfordert. Allerdings ermöglichte mir die Ruhe am See, das Buch und die Kamera theoretisch und praktisch auszuprobieren. Die Umstellung auf den Quiet-Modus, die Szeneprogramme und einiges mehr sind ein gelungener Versuch, eine professionelle Technik amateurtauglicher zu machen und das Problem des Auslösegeräusches zu bändigen.

Die Kamera ist ein technischer Kraftprotz, der nicht zu schwer ist. Die Kombination mit dem Objektiv erwies sich als richtig, obwohl mehr Tele besser gewesen wäre. Gerade der grosse optische Sucher machte mir das Leben leichter. Und im Sonnenlicht zu fotografieren war mit dem Sucher überhaupt kein Problem. Monitore hätten dort wahrscheinlich kläglich versagt. Obwohl die Kamera am Diemelsee völlig unterfordert war, war es doch richtig, sie mitzunehmen. Denn unterwegs in der Natur ist gerade der Regen ein Problem. Eine z.B. D3100 wäre zwar leichter gewesen aber in meinen Augen nicht die bessere Wahl in der Natur. Unterwegs – outdoor – muß eine Kamera sehr stabil sein und auch etwas Regen vertragen können, zumindest bis sie gut verstaut ist. Insofern war die Kamera zwar unterfordert aber für Outdoor in der Natur eine gute Wahl. In der Stadt hätte ich wohl eher eine D3100 mitgenommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ansonsten möge dieser Artikel ein wenig visuelle Ruhe  vermitteln und die Gewissheit, dass die D7000 auch unterfordert eine gute Kamera ist, schnell, griffig, übersichtlich und leicht bedienbar..

Die Fuji X100 in der Praxis

Es ist die Kamera, die ich mir seit zehn Jahren wünsche. Als ich die Kamera endlich kaufen konnte, war ich sehr erfreut. Ich denke, es ist eine Kamera, die nicht für Anfänger geeignet ist. Sie setzt (analoges) Wissen voraus und sie erwartet klare Anweisungen.

Man kann mit ihr auch einfach so fotografieren. Dafür ist sie eigentlich aber nicht gemacht. Man merkt der Kamera an, dass sie auf die Anweisungen des Fotografen bzw. der Fotografin wartet.

Dies ist ein 100 Prozent Ausschnitt aus einem Foto. Ich stand unterhalb der Strasse am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium und habe das Foto aufgenommen. Hier sieht man das ganze Foto:

Es handelt sich hier um eine verkleinerte Ansicht des Originalbildes. Man sieht, dass der Abstand ca. 200 Meter betragen hat zwischen mir und der Schwebebahn.

Ich trage ja eine Gleitsichtbrille und habe mir immer eine Kamera mit grossem optischen Sucher gewünscht. Für mich ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen. Hinzu kommt ein so leises Verschlussgeräusch, dass ich jubilieren könnte.

Es wird sicherlich genügend weltweite Diskussionen darüber geben, wo welches Rädchen besser gewesen wäre, welche Kamera besser ist etc.

Wo man bei anderen Kameras P, A oder S einstellen muß, geht die Fuji X100 anders vor. Man dreht das Rad auf A und kann dann einfach Fotografieren ( wie in P) oder man stellt am Objektiv dann eine Blende ein (wie in A). Wenn man das Rad von A weiterdreht, stellt man automatisch eine Verschlußzeit ein und ist damit im Modus S.

Ich empfinde den grossen optischen Sucher als sehr beruhigend für das suchende Auge. Die nächsten Monate sollen den fotografischen Möglichkeiten dieser Kamera gewidmet sein. Dabei steht für mich die Frage im Vordergrund, wie gut ist die Fuji X100 für Strassenfotografie und Fotoreportage?

Zur Erinnerung noch mal eine Info aus der damaligen Mitteilung von Fuji:

„Hybrid-Optischer-Sucher – Kombination aus optischem und elektronischem Sucher
Der neu entwickelte und zum ersten Mal in einer Kamera eigesetzte Hybrid-Optische-Sucher der FINEPIX X100 verbindet die Präzision eines optischen mit der Funktionalität eines elektronischen Suchers. Der Invers-Galileische-Sucher verwendet nur reine Glaskomponenten mit extrem geringer Aberration und anstelle eines konventionellen Leuchtrahmens liegt ein LCD Element über dem Bild. Das kristallklare Sucherbild und die gestochen scharfe Einblendung des Leuchtrahmens mit unmittelbaren Informationen zur Aufnahme wird alle Fotografen begeistern. Für eine komfortable Vorschau und Wiedergabe kann jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck auf das große LC-Display mit 1,44 Millionen Pixeln umgeschaltet werden. Je nach Motivsituation und den eigenen kreativen Bedürfnissen wird die optimale Darstellung ermöglicht.

Da digitale Kompaktkameras in den vergangenen Jahren immer schlanker und kleiner wurden, ist das Einfangen und Betrachten der Motive mittels großer, hochauflösender LCDs generelle Praxis geworden. Auf der anderen Seite ist das Fotografieren mit einem optischen Sucher für viele, insbesondere professionelle oder ambitionierte Fotografen immer noch die bevorzugte Methode. Der Hybrid-Optische-Sucher bietet eine Kombination der Vorteile beider Welten: Die Traditionalisten erhalten ein klares und scharfes Sucherbild. Das elektronische Display ermöglicht die Einblendung von Informationen wie Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich oderLichtempfindlichkeit.

Im „Optischer Sucher“-Modus zeigt der eingeblendete Leuchtrahmen im großzügigen Sucherbildfeld ganz genau den Aufnahmebereich an. Aufnahmeeinstellungen und andere Informationen werden automatisch mit der optimalen Helligkeit angezeigt. Im „Elektronischer Sucher“-Modus kann der Fotograf auf dem hochauflösenden LCD die Belichtung, Tiefenschärfe und den Weißabgleich kontrollieren und natürlich nach der Aufnahme die Ergebnisse sofort kontrollieren.

Optimal angepasster APS-C CMOS Sensor und EXR Prozessor
Der CMOS Sensor mit 12,3 Megapixeln im APS-C Format wurde speziell für die FINEPIX X100 angepasst. Dank einer optimierten Anordnung der Mikrolinsen können Lichtstrahlen genauer auf die Fotodioden treffen. Durch die Kombination aus Festbrennweite und optimiertem Sensor ist die Lichtempfindlichkeit 10-mal höher als bei herkömmlichen Kompaktkameras.* Dies führt zu einer außergewöhnlichen Bildqualität mit minimalem Rauschen. Schärfe und Helligkeit verbessern sich bis in die Randbereiche des Bildes.

Der in der FINEPIX X100 eingesetzte EXR Prozessor erzielt in Verbindung mit dem erstklassigen Objektiv sowie dem hochempfindlichen Sensor eine hohe Auflösung und verbessertLichtempfindlichkeit und Dynamikumfang. Außerdem sorgt der EXR Prozessor für eine deutlich schnellere Signalverarbeitung. Durch das schnelle Auslesen des CMOS Sensors wird zudem eine verbesserteAutofokus-Kontrolle mit einer gesteigerten AF-Geschwindigkeit ermöglicht.“

Wenn ich mir die Kamera nun betrachte, dann ist die Umsetzung meiner Meinung nach wirklich gelungen.

Das Jahr 2011 wird also interessant.

Nur eine Frage wird nie beantwortet werden: wäre sie der neue Liebling von Henri Cartier-Bresson geworden?

Übrigens, die Fortsetzung dieses Artikels finden Sie hier.

Scharfe Fotos oder das kleine Latinum der fotografischen Optik

Was bedeuten Schärfentiefe, Tiefenschärfe und hyperfokale Distanz?

Wenn Sie dies verstanden haben, dann haben Sie das kleine Latinum der fotografischen Optik. Der Lernstoff in diesem Artikel ist kurz, dicht und verlinkt, so dass ich Ihnen viel Erfolg wünsche. Und nun wollen wir beginnen:

Die Schärfentiefe ist der Bereich in einem Motiv, der auf dem Bild scharf abgebildet wird. Da man bei einem Foto immer nur auf einen Punkt/eine Stelle scharfstellen kann, sind die Bereiche davor und dahinter unscharf je weiter sie von dem scharfgestellten Punkt entfernt sind.

Die Schärfentiefe (depth of field) kann man berechnen und es gibt dazu viele erläuternde Webseiten.

Dagegen ist die Tiefenschärfe „eine Bezeichnung für die Qualität des Bereichs vor und hinter dem Schärfebereich. Eine hohe Tiefenschärfe bedeutet, dass der Hintergrund des Motivs vergleichsweise scharf ist – wobei er eben nicht wirklich scharf ist, sondern nur nicht völlig unscharf ist -, eine geringe Tiefenschärfe bedeutet, dass der Hintergrund sehr stark verschwimmt. Die Tiefenschärfe ist aus diesem Grund nicht exakt messbar, sondern ein recht schwammiger Begriff, ähnlich der Bewegungsunschärfe.“

Soweit die sehr exakte Erläuterung aus dem Buch von Reinhard Wagner und Klaus Kindermann „Meisterschule Digitale Fotografie“.

Damit sind wir bei der hyperfokalen Distanz. An diesen Begriff wagt sich kaum jemand. Deutsch wird er auch „Nah-Unendlichkeitspunkt“ genannt. Das ist Optik pur. Tom Striewisch schreibt dazu in seinem Buch/seiner Webseite: „Die hyperfokale Distanz ist der Abstand zwischen der Kamera und dem vordersten Punkt der Schärfentiefe, wenn auf Unendlich fokussiert wurde.“ Bei flaschenboden.de ist dies sehr schön anhand der Objektive erklärt. Und es gibt einen Artikel in der wikipedia. Und es gibt bei digitalpicture.at eine sehr instruktive Seite zur geometrischen Optik für alle, denen die Erläuterungen hier nicht tief genug sind und die Firma Zeiss hat dazu ein ganzes Buch online gestellt, welches auch die Frage nach dem Bokeh technisch und optisch erklärt.

Womit kann man dies alles nun steuern?

1. die Blendenöffnung = Größe des Lichtloches
2. die Brennweite = Entfernung bzw. Abstand zwischen der Linse und dem Brennpunkt
3. der Aufnahmeabstand

Die Firmen Nikon und Tamron haben beispielsweise im Internet Online-Programme veröffentlicht, mit denen sich die Brennweiten und die Schärfentiefe vergleichen lassen.

So, wenn Sie dies alles nun erarbeitet haben, dann gratuliere ich Ihnen zum kleinen Latinum der fotografischen Optik und wünsche Ihnen viel Erfolg mit diesem Wissen. Denn damit lassen sich die schönsten Bilder verwirklichen.

Übrigens, es gibt auch Menschen, die dies alles nicht wissen und trotzdem gute Fotos machen. Aber es schadet nicht, wenn man weiß, warum man etwas macht und wie man es richtig macht.

Damit dies nicht so trockene Theorie bleibt, sollten Sie einmal tanzen gehen. Und dort sollten sie dies alles anwenden. Dazu gibt es mit der Überschrift „Der Tänzer im Visier“ eine wunderbare Anleitung von Helmut Römhild. Dort wird auch deutlich, warum Kompaktkameras mit kleinem Chip (z.B. 1/1,7) und relativ gutem Umgang mit schlechtem Licht bei Tanzmotiven besser sein können als Kameras mit größeren Chips.

In diesem Sinne viel Spaß!

Alt ist neu: Gedanken zur Strassenfotografie

Die Neuerfindung der Strassenfotografie im Zeitalter der Digitalkamera und Web 2 bis 3

Dimensionen eines Begriffes

Die Strassenphotographie oder Strassenfotografie oder Straßenfotografie oder Streetfotografie oder Streetphotography – wie sie auch immer heissen mag – , ist die bekannteste Form der Schnappschussfotografie. Sie ist eine Untermenge der Dokumentarfotografie.

Geschichte

Nicht umsonst heisst ein Buch auch „Der Schnappschuss und sein Meister“ und beschreibt Leben und Werk von Henri Cartier-Bresson.

Cartier-Bresson wurde berühmt, weil er u.a. folgende Merkmale hatte:

  • er war oft an den Brennpunkten des Weltgeschehens,
  • er fotografierte immer das, was andere nicht fotografierten,
  • er benutzte das Kleinbildformat und legte sich dabei auf die Leica fest und
  • er gestaltete seine Fotos nach der Geometrie der Malerei.

Was nun die Leica angeht, so wird er immer mit der Leica M in Verbindung gebracht. Dies stimmt nur bedingt. Es beruht darauf, dass er das Kleinbildformat als Bildgrösse am liebsten hatte, weil es auch seiner Art zu sehen entsprach. Denn Cartier-Bresson hatte u.a. Malerei studiert.

Aber als es die Minilux gab, die auch das Kleinbildformat nutzte, benutzte er die Minilux. Seitdem streitet die Gemeinde, ob er die Minilux gebraucht hat, weil er schon älter war oder weil sie bequemer und schneller war. Dabei geht es natürlich auch um die Frage der Messsuchertechnik. Gegen das Argument des Alters und der Messsuchertechnik spricht, dass er in dem Buch „Faceless“, welches ihn selbst auf Fotos zeigt, die Minilux zum Fotografieren nutzte. Die Minilux hatte keinen Messsucher.

Cartier-Bresson spielt bei der Frage der Strassenfotografie also eine Rolle. Da ich Cartier-Bresson sehr mag, habe ich mich mit seinem Werk sehr befasst. Mir haben dabei einige Filme weitergeholfen, in denen er demonstrierte, wie er seine Schnappschüsse erstellte.

Gegenwart

Diese Zeilen schreibe ich aber, weil mir mittlerweile aufgefallen ist, dass die Strassenfotografie von heute sich völlig anders darstellt.

Merkmale von Cartier-Bresson waren

  • Diskretion,
  • keine entlarvenden oder verletzenden „unschönen“ Fotos und
  • künstlerischer Aufbau (Geometrie).

Wer heute durch youtube und andere Videoportale streift, der sieht, dass dort einige Filme zu diesem Thema zu finden sind.

Mir fällt dabei auf, dass dort von den Merkmalen eines Cartier-Bresson wenig bis nichts zu finden ist. Die meisten benutzen zwar noch eine Leica, aber der Rest ist eher eine Art Versuch, Fotos um jeden Preis auf der Strasse zu schiessen.

Abgesehen von den ganzen juristischen Problemen bei dem Fotografieren von Personen, ist die Diskretion dabei verschwunden. Elliott Erwitt hat mal davon gesprochen, dass die Situationen dich „beissen“ – d.h. sie kommen zu dir. Dies fehlt heute vielfach fast völlig, wenn man sich anschaut, was da als Strassenfotografie veröffentlicht wird.

Und heute?

Aber man muß natürlich im Zeitalter der Digitalkamera auch darüber sprechen, welche Kameras sinnvoll sind.

Orientiert man sich an Cartier-Bresson, dann ist es das Kleinbildformat.

Dies würde bedeuten, dass man eine EOS 5D bzw. Mark 2, eine Nikon D700 oder D3s, eine Leica M9 oder eine ähnliche Kamera nehmen würde.

In meinen Augen ist das Kleinbildformat für Strassenfotografie durch die MFT-Sensoren und die APS-C Sensoren mehr als gut abgelöst worden, weil es mittlerweile genügend hochwertige und lichtstarke Objektive gibt, die ebenso gute Ergebnisse erzielen.

Orientiert man sich an der Diskretion, dann wäre es heute eine Digitalkamera mit kaum hörbarem oder komplett abschaltbarem Auslösegeräusch.

Orientiert man sich an der Schnappschussfähigkeit, dann können es nur Digitalkameras sein, die einen echten Schnappschussmodus haben.

Aber selbst darüber kann man geteilter Meinung sein. Die Fotos von Cartier-Bresson sind ja nicht im superschnellen Schnappschussmodus gemacht worden, weil es den da noch nicht gab.

Ist ein schneller Autofokus eine gute Schnappschussfähigkeit? Mitnichten.

Ein guter Schnappschuss ist ein geometrisch gestaltetes Fotos, welches eine Situation erfasst. Damit ist der schnelle Autofokus eine vielleicht wünschbare technische Eigenschaft, aber allein keinesfalls wesentlich für den Schnappschuss.

Orientiert man sich an der Art der Darstellung des Suchers, dann wird oft diskutiert, ob der Sucher oder ein Display besser ist. Nachdem ich in der Vergangenheit eher dem Display zugeneigt war, haben mich nun einige Jahre Erfahrung wieder zum grossen optischen Sucher zurückgebracht.

Die Displays sind weder technisch in der Lage, bei allen Lichtverhältnissen optimal zu sein, noch sind sie unauffällig.

Ein guter optischer Sucher ist eine sichere und fotografisch praktische und gute Lösung. Daher sollte ein Sucher in keiner guten Digitalkamera fehlen.

Die Grössenverhältnisse einiger Kameras aus diesem Orientierungsraum sind sicherlich auch interessant: Leica M6 – 77x138x38 – 560g ohne Objektiv, Canon EOS 5D – 152x113x75 – 810g ohne Objektiv, Nikon D700 – 147x123x77 – 955 ohne Objektiv, Ricoh GX200 – 58x112x25 – 210g mit Objektiv.

Wobei mir Grösse ein unzureichendes Argument zu sein scheint. So ist z.B. die digitale Lumix DMC-L1, auch bekannt als Leica Digilux 3, eine Kamera, die etwas größer ist und ein dickeres Objektiv hat. Ja natürlich ist dies so, weil die Lumix ein erstklassiges Leica-Zoomobjektiv hat, während an der M8.2 eine Festbrennweite ist. Diese sind immer viel kleiner. Wäre an der M9 ein Zoomobjektiv wie das Tri-Elmar, wäre sie ebenfalls viel größer.

Dennoch sind natürlich die praktischsten Kameras die kleinen Digitalkameras.

Im Prinzip ist es so: kleine Kamera mit einem guten eingebauten (optischen?) Sucher und großem lichtstarkem Chip sowie lichtstarker Optik, geräuschlos und gut zu halten und relativ schnell mit Raw.

Fazit

Aber dies alles ist natürlich Geschmackssache. Fest steht auch, dass die Strassenfotografie im digitalen Zeitalter neue Möglichkeiten bietet.

Nicht alles, was früher war, ist schlecht und nicht alles, was heute ist, ist gut. Insofern sollte man durch Abwägen die Strassenfotografie von heute neu kombinieren und gestalten.

Ich plädiere aktuell für die Geometrie eines Cartier-Bresson mit der Technik einer Ricoh und dem Sucher einer Fuji und es muß kein Vollformat sein.

Hinzu kommt damit auch abschließend die Chance, Strassenfotografie weiter zu demokratisieren.

Die Zeit des Ruhmes eines Cartier-Bresson ist für Schnappschussfotografen vorbei. Damit Geld verdienen zu wollen, ist ebenso schwierig. Aber jetzt kann man für kleines Geld viele gute Fotos machen und diese fast kostenlos im Internet verbreiten.

Das Problem im Internet ist nur, dass die Masse an digitalen Inhalten gar nicht mehr überschaubar ist. Doch das ist wiederum nicht von der Strassenfotografie zu lösen. Immerhin kommt so die Strasse ins Internet und zugleich das Internet auf die Strasse….

Na ja, wie auch immer.

Dieser Artikel ist schon vor Jahren geschrieben worden. Bis auf die neuen Kameras mußte ich am Inhalt nichts ändern, weil der Mensch und seine Sehtechnik gleich geblieben sind. Das ist dann der Unterschied zwischen Magazinartikel und tagesaktuellem Zeitungsartikel und dies dann auch noch online.

Abschließen möchte ich mit einem Hinweis auf das Foto. Es zeigt einen sympathischen Herrn, der ein guter Bekannter von mir ist. Er benutzt eine schon ziemlich alte kleine Canon Digitalkamera. Wenn man genau hinschaut, dann sieht man, dass die Kamera ein Gummi hat. Da an dem eingebauten Blitz die Feststellung kaputt ist, wird dies mit einem Gummi erledigt.

Der ältere Herr fotografiert leidenschaftlich gern mit dieser Kamera (und ihrem kleinen optischen Sucher), die ansonsten fast unkaputtbar erscheint und denkt vorläufig gar nicht daran, sich eine neue Kamera zu kaufen. Und er benutzt parallel als analoge Kamera eine Leica, aber keine M sondern eine Minilux. Soweit zum Thema Straßenfotografie in der Praxis und der Relativität der eigenen Ansichten.

Ich hoffe, Sie hatten Spass beim Lesen und haben anregende Gedanken erhalten.

Ist neu besser?

Es ist eine alte Weisheit, dass die Menschen in den letzten zehntausend Jahren ihren Charakter nicht geändert haben sondern nur ihre Zivilisation. Auf gut deutsch will ich jetzt dieses große Denken ummünzen in ganz kleines Denken. Ich will mir an einem Beispiel anschauen, wie sich in den letzten sechs bis sieben Jahren die Technik verändert hat und ob dies alles besser ist. Dazu habe ich mir die Canon Powershot Pro 1, die Powershot S5 IS, die Powershot SX 1 IS und die Powershot SX 30 IS rausgesucht. Wir fangen dazu ganz einfach an.

Powershot Pro 1

Powershot Pro 1

In diesem Artikel sind vier Fotos mit den Kameras aufgenommen worden. Das letzte Foto stammt von der Powershot SX 30 IS.

Außer leichten Veränderungen beim Weißabgleich sehen alle vier Fotos ziemlich identisch aus. Wie die technischen Spezifikationen aussehen, findet man u.a. hier.

Meine Frage dazu lautet, was wäre eigentlich, wenn Canon bei der Powershot Pro 1 stehen geblieben wäre?

Powershot S 5 IS

Powershot S 5 IS

Ich war von der Powershot Pro 1 seit meinem Kauf hellauf begeistert. Weitwinkel ab 28mm, Anfangsblende 2,4 und eine gute Bildqualität. Ich will hier keine technische Schlacht anfangen sondern mit mir und eventuell anderen über die Veränderungen seitdem sprechen. Waren es Verbesserungen? Der alte Schopenhauer hat geschrieben „Das Neue ist der Feind des Guten“. Welchen Sinn hatten die neuen Kameras?

Powershot SX 1 IS

Powershot SX 1 IS

An dieser Stelle möchte ich noch einen Hinweis formulieren. Es geht mir nicht um Canon, ich hätte auch Nikon Kameras oder andere nehmen können. Aber diese Kameras habe und benutze ich. Daher lag es nahe, darüber zu schreiben. Und letztlich spielte auch die zur Zeit mit der weltweit längsten Telebrennweite ausgestattete Bridgekamera Powershot SX30 IS eine Rolle. Ich stellte mir im Angesicht dieser technischen Daten die Frage, wo soll das denn enden und ist dies sinnvoll?

Kann es sein, dass es allein um die Frage geht, wer hat den längsten Zoom?

Hat das alles etwas mit sozialem Vergleich zu tun? Wie hat uns Eckart von Hirschhausen einmal erklärt? Wie viel man verdienen will hängt davon ab, wie viel die anderen um mich herum verdienen.

Ist es mit Kameras auch so, will ich mehr Zoom und mehr Auflösung haben, damit ich mehr als die anderen um mich herum habe?

Was ist technisch besser geworden? Richtig, die Auflösung von Monitor und elektronischem Sucher sind besser geworden und es gibt mehr Pixel auf kleineren Sensoren. Aber kann ich nun auch besser fotografieren?

Powershot SX 30 IS

Powershot SX 30 I

Wenn ich noch einen Schritt weiter zurückgehe, dann waren die meisten doch sogar mit den analogen Kameras zufrieden, außer mit den Kosten für die Filmentwicklung und die Ausdrucke. Wie viel Kamera braucht der Mensch für gute Fotos?

Vielleicht können wir uns dem Thema nähern, wenn wir einen Gedanken von Joachim Schmid aus „Hohe“ und „Niedere“ Fotografie aufgreifen: „Der real existierende Bilderberg hält (fast) alles bereit, was zur fotografischen Artikulation von Aussagen jeder Art benötigt wird. Daß täglich trotzdem unzählige Bilder produziert, nach einmaligem Gebrauch abgelegt und nur selten noch einmal benutzt werden, folgt aus der Eigendynamik des industriellen Systems.“ Das war 1995, hat aber nach dem Siegeszug der digitalen Fotografie nichts von seiner Aussagekraft verloren.

Doch um nicht in den Schatten der Fortschrittsfeinde zu kommen, möchte ich hinzufügen, ja es gibt Verbesserungen. Wer wollte bestreiten, dass ein sofortiger Blick auf das erstellte Foto mit Hilfe eines Displays ein Fortschritt ist. Hier ist neu besser. Und es gibt natürlich noch viele andere Beispiele.

Aber genau heute sind  wir soweit, dass wir nicht nur über das Neue sondern auch über die Grenzen des Neuen sprechen können. Der Rückschritt bei der Anzahl der Megapixel auf einem kleinen Chip zeigt eine Grenze. Die Rückkehr der großen Sucher, optisch und neuerdings auch elektronisch, zeigt eine andere Grenze. Es gibt zwei Grenzen, die eingehalten werden müssen. Erstens die Struktur des Menschen und zweitens die Machbarkeit von Bildqualität. Bestimmt wird dieser Artikel in 100 Jahren anders geschrieben. Aber ein Rückblick heute zeigt, dass neu nur bedingt besser ist. Und gerade bei Digitalkameras gab es viele sehr hoffnungsfrohe Ansätze, die leider nicht weiterverfolgt wurden. Ich nenne nur die Einhandkamera für Links- und Rechtshänder und die Kombination von Festbrenntweite und Wechseloptik in einer Kamera (z.B. Kodak V570).

Ich möchte an dieser Stelle die Webseite henner.info erwähnen. Henner Helmers betreibt seit Jahren systematisch eine Untersuchung von neuen Kameras gegen alte Modelle. Sein Vergleichsstück ist die Finepix F31 als kleine und praktische Reisekamera. Diese Kamera vergleicht er immer wieder mit neuen Modellen, um festzustellen, ob die neuen Kameras besser sind. Eigentlich hat er sich erst kürzlich entschieden, endgültig die F31 in den Ruhestand zu schicken und als neue Referenzkamera eine Casio FH100 zu nehmen, weil diese erstmals nach vielen Jahren „besser“ ist. Insofern empfehle ich diese Webseite, weil sie den Unterschied zwischen Mode und technischer Verbesserung sehr detailliert und nachvollziehbar darstellt.

Wenn man diesen Artikel, der eigentlich gar nicht enden kann, doch zu einem Ende bringen will, dann wäre mein Fazit, neu ist immer neuer aber nicht immer besser. Daher haben ältere Kameras bis heute ihre Berechtigung und sind manchmal sogar die besseren Kombinationen. Und optimal ist dann die Verbindung von neu und alt. Ich fand sie in der Nikon D80 mit dem Tamron 17-50/2,8 mit eingebautem Motor und Bildstabilisierung. So konnte ich an einer Kamera, die im ISO Bereich bis 800 erstklassige Fotos macht, auf einmal auch bei schlechterem Licht fotografieren, weil das neue Objektiv die Schwäche der etwas älteren Kamera im High-ISO ausgleicht. So, hier höre ich einfach auf.

Fuji bringt die Wunschkamera X100 mit eingebautem Sucher


Februar 2011:

Nun kommt die Fuji Anfang April 2010 laut Ankündigung. Der Preis wird mit 999 Euro UVP angegeben. Man hat dann eine Kamera mit Objektiv ohne Sonnenblende. Die Sonnenblende kostet noch einmal knapp 80 Euro UVP inklusive Adapterring. Zusätzlich gibt es dann noch eine Tasche für über 100 Euro UVP.

November 2010:

Mittlerweile gibt es eine Webseite zu diesem Thema, die die Technik und die Entwicklung zeigt: www.finepix-x100.com.

September 2010:

Ich traute meinen Augen kaum, als ich den Text las: „FUJIFILM kündigt Entwicklung der FINEPIX X100 an. Eine Premium-Kompaktkamera mit Hybrid-Optischem-Sucher, APS-C CMOS Sensor und Festbrennweite.

Kleve, 20. September 2010 – Profi-Fotografen und ambitionierte Amateure dürfen sich freuen: FUJIFILM entwickelt mit der FINEPIX X100 eine Premium-Kompaktkamera, die hinsichtlich der Bildqualität keine Wünsche mehr offen lässt. Die FINEPIX X100 ist eine Kompaktkamera der Extraklasse. Dafür sorgen der 12,3 Megapixel APS-C CMOS Sensor, das FUJINON Objektiv mit 23 mm (äquivalent zu 35 mm bei KB) Festbrennweite und der neu entwickelte Hybrid-Optische-Sucher. Die FINEPIX X100 wird ab Anfang 2011 im Handel erhältlich sein.

Viele Spiegelreflex-Fotografen möchten nicht immer ihr umfangreiches Kameraequipment mitnehmen, da es in vielen Situationen zu sperrig und zu schwer ist. Die FINEPIX X100 schließt diese Lücke perfekt. Sie bietet in einem kompakten Gehäuse eine brillante Bildqualität auf Spiegelreflex-Niveau und ist damit die ideale Ergänzung oder Alternative für anspruchsvolle Fotografen.
Bei der Entwicklung der FINEPIX X100 steht eine exzellente Bildqualität ganz eindeutig im Mittelpunkt, so dass die bestmögliche Kombination aus Objektiv und Sensor gewählt wurde. Das erstklassig vergüteteFUJINON Objektiv mit 23 mm Festbrennweite (äquivalent zu 35 mm bei KB) und der Lichtstärke F2 ist optimal auf den APS-C CMOS Sensor abgestimmt. Ergänzt wird dies durch den neu entwickelten EXR Prozessor, der sich durch eine Bildverarbeitungs-Technologie auszeichnet, die Maßstäbe setzt.

Hybrid-Optischer-Sucher – Kombination aus optischem und elektronischem Sucher
Der neu entwickelte und zum ersten Mal in einer Kamera eigesetzte Hybrid-Optische-Sucher der FINEPIX X100 verbindet die Präzision eines optischen mit der Funktionalität eines elektronischen Suchers. Der Invers-Galileische-Sucher verwendet nur reine Glaskomponenten mit extrem geringer Aberration und anstelle eines konventionellen Leuchtrahmens liegt ein LCD Element über dem Bild. Das kristallklare Sucherbild und die gestochen scharfe Einblendung des Leuchtrahmens mit unmittelbaren Informationen zur Aufnahme wird alle Fotografen begeistern. Für eine komfortable Vorschau und Wiedergabe kann jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck auf das große LC-Display mit 1,44 Millionen Pixeln umgeschaltet werden. Je nach Motivsituation und den eigenen kreativen Bedürfnissen wird die optimale Darstellung ermöglicht.

Da digitale Kompaktkameras in den vergangenen Jahren immer schlanker und kleiner wurden, ist das Einfangen und Betrachten der Motive mittels großer, hochauflösender LCDs generelle Praxis geworden. Auf der anderen Seite ist das Fotografieren mit einem optischen Sucher für viele, insbesondere professionelle oder ambitionierte Fotografen immer noch die bevorzugte Methode. Der Hybrid-Optische-Sucher bietet eine Kombination der Vorteile  beider Welten: Die Traditionalisten erhalten ein klares und scharfes Sucherbild. Das elektronische Display ermöglicht die Einblendung von Informationen wie Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich oderLichtempfindlichkeit.

Im „Optischer Sucher“-Modus zeigt der eingeblendete Leuchtrahmen im großzügigen Sucherbildfeld ganz genau den Aufnahmebereich an. Aufnahmeeinstellungen und andere Informationen werden automatisch mit der optimalen Helligkeit angezeigt. Im „Elektronischer Sucher“-Modus kann der Fotograf auf dem hochauflösenden LCD die Belichtung, Tiefenschärfe und den Weißabgleich kontrollieren und natürlich nach der Aufnahme die Ergebnisse sofort kontrollieren.

Optimal angepasster APS-C CMOS Sensor und EXR Prozessor
Der CMOS Sensor mit 12,3 Megapixeln im APS-C Format wurde speziell für die FINEPIX X100 angepasst. Dank einer optimierten Anordnung der Mikrolinsen können Lichtstrahlen genauer auf die Fotodioden treffen. Durch die Kombination aus Festbrennweite und optimiertem Sensor ist die Lichtempfindlichkeit 10-mal höher als bei herkömmlichen Kompaktkameras.* Dies führt zu einer außergewöhnlichen Bildqualität mit minimalem Rauschen. Schärfe und Helligkeit verbessern sich bis in die Randbereiche des Bildes.

Der in der FINEPIX X100 eingesetzte EXR Prozessor erzielt in Verbindung mit dem erstklassigen Objektiv sowie dem hochempfindlichen Sensor eine hohe Auflösung und verbessertLichtempfindlichkeit und Dynamikumfang. Außerdem sorgt der EXR Prozessor für eine deutlich schnellere Signalverarbeitung. Durch das schnelle Auslesen des CMOS Sensors wird zudem eine verbesserteAutofokus-Kontrolle mit einer gesteigerten AF-Geschwindigkeit ermöglicht.
*Im Vergleich zu früheren FUJIFILM Modellen.

Qualität ohne Kompromisse – FUJINON Objektiv mit 23 mm Festbrennweite
FUJIFILM hat sich bei der FINEPIX X100 für ein fest verbautes FUJINONObjektiv mit Festbrennweite entschieden, da diese Konfiguration eine maximale Bildqualität verspricht – von herausragender Auflösung und minimaler Aberration bis hin zu exzellenter Helligkeit in den Randbereichen des Bildes. Das hochwertig vergütete Objektiv aus derFUJINON Objektivschmiede garantiert eine erstklassige Abbildungsleistung.

Die ideale Brennweite für eine Vielzahl von Motiven bei gleichzeitig höchster Auflösung und Lichtstärke ist 23 mm (äquivalent zu 35 mm bei KB). Die Wahl der Lichtstärke 2 bei der Entwicklung des Objektivs garantiert nicht nur große Helligkeit und Kontrastempfindlichkeit, sondern erreicht auch eine maximale Kontrastempfindlichkeit mit einer um ein oder zwei Stufen geschlossenen Blende. Zusätzlich beinhaltet die Objektivkonstruktion eine 9-teilige Blende und einen eingebauten ND-Filter, was zu einer sehr ausgewogenen Objektivgröße beiträgt.

Mit der FINEPIX X100 sind Makroaufnahmen bis zu einer Distanz von 10 cm möglich. Unter voller Ausnutzung des großen APS-C  CMOS Sensors und der Lichtstärke (F2) können Objekte mit effektvoller Hintergrundunschärfe eingefangen werden.

Design-Highlight
Das Design der FINEPIX X100 ist inspiriert durch die Form klassischer Kameras. Die X100 vereint neueste technologische Innovationen in einem edlen Gehäuse, das Wertigkeit und Prestige ausstrahlt.
Das Gehäuse bietet eine optimale Balance von kompakten Abmessungen und anwenderfreundlicher Bedienbarkeit. Die Einstellmöglichkeiten an der Kamera sind gut durchdacht und erlauben dem Fotografen einen einfachen und schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen wie Blende, Belichtungszeit, ISO, etc. Dies erlaubt maximale Kreativität.

Die Premium-Qualität der FINEPIX X100 zeigt sich in jedem Detail. Das Gehäuse der X100 besteht aus einer widerstandsfähigen Magnesium-Legierung. Die oberen Bedienelemente sind aus massivem Metall. Durch die griffige, lederartige Oberfläche lässt sich die Kamera optimal halten.
Bei der FINEPIX X100 setzt FUJIFILM kompromisslos auf Qualität, die ein einziges Ziel hat: Die Freude am Fotografieren.

Weitere Informationen über die FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH und über ihre Produkte finden Sie im Internet unter www.finepix.de. Änderung des Designs und der technischen Daten ohne Vorankündigung vorbehalten.“

Super!


Nikon P7000 – Hurra, der optische Sucher ist da?


Nikon p7000

Und plötzlich war sie da und sie weckt Hoffnungen, die P7000.

Nachtrag Ende Februar 2011:
Mittlerweile habe ich mit der Kamera ausgiebig gearbeitet. Nach meiner persönlichen Einschätzung ist sie nach dem Firmware Update schneller geworden aber immer noch eher langsam – den Schnappschussmodus der Canon G11/G12 würde ich mir wünschen. Was mir überhaupt nicht gefällt ist die Tatsache, dass es kein ausführliches gedrucktes Handbuch dabei gibt. Da sind Canon und Nikon mittlerweile gleich bescheiden und das stört mich gewaltig. Die CD ist für unterwegs nicht wirklich nützlich. Ricoh ist an dieser Stelle meiner Meinung nach einfach besser und professioneller.

Kann sie die Hoffnungen erfüllen? – Nachtrag Ende Oktober 2010:
Ich habe in Foren Diskussionen über die Kamera gefunden, es wird die Fokussierung kritisiert und die Trägheit beim Tippen auf dem Display. Viele wünschen sich eine verbesserte Firmware. Insgesamt scheint diese Kamera noch Potential zu haben. Während die bautechnische Ausprägung oft gelobt wird, ist dort der Bereich der Firmware ein wesentlicher Diskussionspunkt. Es bleibt abzuwarten, wie Nikon reagiert.

„Info von Nikon: Neue Maßstäbe in puncto Reaktionszeit, Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und manuellen Steuerungsmöglichkeiten

Düsseldorf , 8. September 2010 – Nikon gibt heute die Einführung eines neuen Spitzenmodells der COOLPIX-Serie bekannt – die P7000. Sie verfügt über ein dezentes und elegantes Design und setzt neue Maßstäbe in der Qualitätsfotografie. Bei der Entwicklung der COOLPIX P7000 wurde das Feedback aus umfangreichen Umfragen unter Profifotografen berücksichtigt – das Ergebnis ist eine Kamera, die Bilder in herausragender Qualität liefert, dabei aber kleiner und handlicher ist als eine Spiegelreflexkamera.

Für die hervorragende Bildqualität der P7000 sorgen zum einen das hochpräzise 7,1-fach-Zoom -NIKKOR-Weitwinkelobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 28 bis 200 mm (entsprechend Kleinbild), zwei Linsen aus ED-Glas und einem optischen Bildstabilisator (VR), und zum anderen das brandneue Nikon-Bildverarbeitungssystem EXPEED C2.

Der neuentwickelte, großflächige 1/1,7-Zoll-CCD-Bildsensor mit einer moderaten effektiven Auflösung von 10,1 Megapixel weist einen großen Dynamikumfang auf und ermöglicht hervorragende Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Der 7,5-cm-Monitor (3,0 Zoll) mit ca. 920.000 Bildpunkten bietet beim Fotografieren oder Filmen beste Sicht aufs Motiv und somit eine einfache und genaue Bestimmung des Bildausschnitts und eine brillante Wiedergabe.

Jens Gutzeit, Product Manager Consumer Digital Cameras der Nikon GmbH: »Die COOLPIX P7000 überzeugt mit einer Fülle fortschrittlicher Funktionen und ergonomischer Bedienung, wie man sie ansonsten von Spiegelreflexkameras kennt. Dadurch wird sie zur perfekten kompakten Alternative für erfahrene Benutzer von Spiegelreflexkameras und Profifotografen, die sich eine handliche und reaktionsschnelle Kamera wünschen und keine Abstriche bei der Bildqualität in Kauf nehmen wollen. Unsere Kunden aus dem Profilager haben unsere Entscheidungen bezüglich des Funktionsumfangs entscheidend mitgeprägt. Die Ergebnisse sprechen für sich: hervorragende Bildqualität … einfach überall.«

Nur die besten Bilder

Die P7000 ist mit der neusten Spitzen-Technologie ausgestattet, die für bestmögliche Bildqualität sorgt. Dazu gehören ein großflächiger 1/1,7-Zoll-Bildsensor und das Bildverarbeitungssystem EXPEED C2 mit enormer Rechenleistung, die bessere Voraussetzungen für das Fotografieren bei schlechten Lichtverhältnissen und für Filmaufnahmen bieten. Das NIKKOR-Weitwinkelobjektiv mit 7,1-fach-Zoom verfügt über zwei ED-Glaslinsen zur Verringerung der chromatischen Aberration und von Farbsäumen beim Fotografieren mit längeren Brennweiten.

Bei sehr hellem Umgebungslicht wird der Belichtungsspielraum durch einen Neutralgraufilter (ND-Filter) noch vergrößert.

Der große Empfindlichkeitsspielraum der COOLPIX P7000 erstreckt sich von ISO 100 bis ISO 3.200 und kann bis auf die Einstellung »Hi 1« (entspricht ISO 6.400) erweitert werden. Ein Modus für rauscharme Nachtaufnahmen sorgt auch bei extrem schlechten Lichtverhältnissen für gute Ergebnisse, z.B. bei Innenaufnahmen mit Kerzenlicht. Mithilfe der Rauschunterdrückungsfunktion kann störendes Bildrauschen minimiert werden.

In Situationen mit sehr hohem Kontrast im Motiv kann es gelegentlich schwierig sein, die richtigen Einstellungen zu finden. In solchen Fällen rettet die Funktion »Active D-Lighting« die Detailzeichnung in Schatten und Lichterpartien bei einer insgesamt ausgewogenen, naturgetreuen Wiedergabe der Szene. Die kamerainterne Bildoptimierung mittels Picture-Control-Konfigurationen basiert auf der Technologie, die in Nikons D-SLR-Modellen zum Einsatz kommt und ermöglicht dem Fotografen eine gezielte Einflussnahme auf das Bildergebnis. In automatischen Belichtungsreihen können neben der Belichtung auch die ISO-Empfindlichkeit oder der Weißabgleich variiert werden, sodass das Bild mit der optimalen Einstellung in Ruhe später ausgewählt werden kann. Der neue virtuelle Horizont kann auf dem LCD-Monitor eingeblendet werden und hilft bei der horizontalen Ausrichtung der Kamera.

Verbesserte Aufzeichnung und Wiedergabe

In manchen Situationen soll es mehr sein als nur ein Bild – für diese Gelegenheiten bietet die COOLPIX P7000 eine Funktion zur Aufzeichnung von HD-Filmen (720p). Neben dem integrierten Stereomikrofon besteht auch die Option, ein externes Mikrofon anzuschließen. Der besonders große LCD-Monitor mit einer Bildschirmdiagonalen von 7,5 cm (3,0 Zoll) und einer extrem hohen Auflösung von ca. 920.000 Bildpunkten deckt den sRGB Farbraum zu nahezu 100 % ab. So wird die Bildwiedergabe zum Genuss. Der optische Sucher ist mit einer Dioptrieneinstellung ausgestattet. Darüber hinaus ermöglicht der HDMI-Anschluss eine direkte Verbindung zu HD-Fernsehern für eine schnelle Bildwiedergabe in hoher Qualität.

Mit den kamerainternen Bearbeitungsfunktionen der P7000 hat der Benutzer volle Kontrolle über seine Bilder. Bei der Aufnahme unterstützt eine Histogrammansicht mit Hervorhebung beliebiger Tonwertbereiche von den Schatten bis zu den Lichtern bei der präzisen Einstellung von ISO-Empfindlichkeit, Zeit und Blende oder Belichtungskorrektur.

Für Benutzer, die ihre Bilder lieber an einem Computer (PC oder Macintosh) bearbeiten, steht die Möglichkeit zum Speichern im verbesserten Format »NRW+« (COOLPIX-RAW-Format) zur Verfügung; dieses Format ist praktisch ein unkomprimiertes, digitales »Negativ«, das umfangreiche Bearbeitungen erlaubt. NRW+-Daten sind zu der im Lieferumfang der Kamera enthaltenen Software ViewNX 2 von Nikon sowie zur optional erhältlichen Nikon-Bildbearbeitungssoftware Capture NX2 kompatibel.

Einfache Bedienung an jedem Ort

Die P7000 wurde für Fotografen entwickelt, die die volle Kontrolle über ihre Aufnahmen haben möchten, und bietet die von digitalen Nikon-Spiegelreflexkameras vertraute intuitive Anordnung von Tasten und Wählrädern, z.B. bei Einstellrad und AE-L/AF-L-Taste. Die P7000 verfügt darüber hinaus über ein Wählrad im »analogen Retro-Stil«, über das die Belichtung in Schritten von 1/3 LW korrigiert werden kann. Andere häufig verwendete Funktionen können über das Schnell-Menüwählrad manuell gesteuert werden. Zwei User Settings erlauben den unmittelbaren Zugriff auf benutzerdefinierte Konfigurationen mithilfe des Funktionswählrads. Bis zu sieben verschiedenen Zoompositionen können benutzerdefiniert vorgewählt und gezielt angesteuert werden, ganz so, als würde man mit Festbrennweitenobjektiven fotografieren.
Die kompakte Systemkamera
Die COOLPIX P7000 ist das Herzstück eines Minisystems. Sie ist kompatibel zur i-TTL-Steuerung der hochgelobten Nikon-Blitzgeräte, zum neuen Weitwinkelkonverter WC-75A, der Aufnahmen mit einer Brennweitenentsprechung von 21 mm ermöglicht, und zur Infrarot-Fernsteuerung ML-L3. Im Lieferumfang der P7000 sind zudem die Software ViewNX 2, ein Hochleistungsakku EN-EL14 sowie ein Ladegerät MH-24 enthalten. Durch Anschluss eines externen Mikrofons (optional von Drittherstellern erhältlich) kann der Funktionsumfang der Kamera noch erweitert werden. Zum Schutz der Kamera steht eine Kameratasche (CS-P06) als optionales Zubehör zur Verfügung.
Verfügbarkeit und Preis
Die Nikon COOLPIX P7000 ist voraussichtlich ab Ende September 2010 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 549,00 EUR im Handel erhältlich.
Mehr Info unter www.nikon.de.“