Kameras & Technik

Streetfotografie und EU-Datenschutz – wie es klappen kann/könnte !?

Fotografieren ist digital ein Prozess der Datenverarbeitung in der Logik der EU-Datenschutzverordnung, wenn ich das richtig verstehe.

Auch ich als Privatperson speichere im öffentlichen Raum nach dieser Logik Daten, wenn ich fotografiere und soll mich an diese Verordnung halten. So gesehen besteht die ganze Welt nur noch aus Daten, weil Daten und Digital quasi eins werden. Gilt diese Logik immer und überall und werden damit alle Grundrechte außer Kraft gesetzt?

Schwierige Lichtverhältnisse in der Fotografie am Beispiel der Grenzen der Fuji X10

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Tageslicht und Kunstlicht, Deckenstrahler und Beamerlampe, abgedunkelter Raum vorne und offenes Licht durch das Fenster von hinten – eine absolut extreme Lichtsituation als Voraussetzung für den Einsatz. Es war soweit. Nun mußte die Fuji X10 zeigen, was sie konnte.

Hinzu kam die Vortragssituation. Bei einer solchen Situation muß die Kamera nicht nur diskret und still sein. Sie muß auch diese Lichtmischung hinbekommen, so daß ein ausgewogenes Bild zustandekommt.

Und natürlich ohne Blitz!

Denn das ist ja gerade die Herausforderung: das Licht und die Situation so einzufangen wie man es gerade vorfindet.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Das Foto mit der Frau vor der Leinwand: Solche Schattenspiele sind eine Variante, die sich aber auch nur in dieser Gestaltung anbietet.

Hier ging es mir darum, den schönen Hut mit dem feinen Netz und die Gestaltung des Kopfes zu zeigen. Da bot sich das Schattenspiel vor der Leinwand an.

Welche Messmethode, welche Einstellung, welche Blende sind hier am besten?

Es kommt darauf an, was für ein Foto ich haben möchte.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier spricht der Chef des Kunstmuseums Solingen. Das Foto wurde aus einer RAW-Datei entwickelt und zeigt alles so wie ich es sah.

Da das Licht von hinten kam war sein Gesicht auch nicht voll ausgeleuchtet.  Ich saß ca. 15 Meter entfernt und hatte die Fuji mit Blende 2.8 auf 112 Millimeter. Es wurde lediglich hinterher per Software automatisch die Beleuchtung der RAW-Datei vorgenommen, so daß so das Ergebnis so aussieht wie es war.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Hier ist das Ganze noch mal mit dem Abwedeln-Pinsel im Gesicht nachbearbeitet. Ich habe das Gesicht aufhellt. So hell und gut sichtbar war es eigentlich gar nicht aber zumindest sieht man, was möglich ist (wobei es für mich schon grenzwertig ist und mir das Bild ohne Aufhellung besser gefällt).

Aber es geht auch einfacher.

fujlicht9

Man braucht die Fuji nur auf Umgebungslicht zu stellen. Dann gibt es zwar keine RAW-Dateien aber es gibt fertige Fotos. Die sehen dann so aus:

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Das größere Foto im Hintergrund ist die Version, die direkt aus der Kamera kam. Die kleinere und aufgehellte Version ist die, die ich einfach mit dem Aufhellen der Schatten im Foto innerhalb von 5 Sekunden erzeugt habe.

Allerdings muß ich noch einmal betonen, daß die aufgehellten Gesichter nicht der tatsächlichen Wahrnehmungssituation entsprechen, weil von hinten die Personen durch direktes Tageslicht „beleuchtet“ waren und das Fotografieren gegen das Licht ohne Blitz nicht so einfach ist.

Für mich war die Fuji genau richtig. Sie löste alle Probleme:

  • Sie schaffte es bei schlechtem Licht zu fokussieren.
  • Sie erstellte Fotos, die die echte – schwierige – Lichtsituation wiedergeben.
  • Sie war sehr diskret und leise durch den Sucher und das Ausschalten des Monitors.
  • Der Akku hielt dadurch extrem lang.
  • Die Fotos konnte ich entweder selbst gestalten mit RAW und JPG oder der Kamera überlassen.

Für Reportage und einfache Drucke in Magazinen und natürlich im Web reichen die Ergebnisse allemal, auch bei Bildausschnitten.

Umgekehrt würde ich die Kamera nicht mitnehmen auf eine Klettertour in den Alpen.

Die Fuji ist eine Kamera für extreme Lichtsituationen. Sie ist nicht unbedingt eine Kamera für extreme Outdoor-Situationen mit wechselndem Wetter etc.

Aber als Reportagekamera für das klassische diskrete Fotografieren mit Sucher ist sie optimal. Und sie hat eine der extremsten Lichtsituationen wirklich gut gemeistert.

Sie braucht allerdings Licht. Sie ist nicht für lichtloses Fotografieren gemacht. Das ist aber auch nicht der Sinn der Lichtmalerei.

 

 

Das Low Light Luder – die Fuji X10

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Fuji X10 ist eine Kamera, die schon viele Höhen und Tiefen gesehen hat.

Sie ist wohl die einzige Kamera, die während ihrer Produktion einen anderen Sensor bekam, der aus Kundenwünschen heraus realisiert wurde.

Zudem ist sie schon durch ein anderes Modell mit einem wieder anderen Sensor ersetzt worden.

Aber sie ist eben eine Kamera für eine Zehn-Jahres-Bindung, denn sie hat etwas, das andere Kameras nicht haben.

Sie ist kein Boxenluder sondern ein Lichtluder im Sinne einer Verlockung bei Lowlight-Situationen.

  1. Denn erstens kann man mit der Kamera und dem Chip Fotos auch bei schlechtem Licht machen,
  2. zweitens gibt es dafür extra Aufnahmemodi von EXR bis zum Verschmelzen von vier Fotos zu einer Aufnahme und
  3. drittens hat sie den optischen Sucher, der gerade bei wenig Licht den klaren Blick ermöglicht.

Und dies alles geht im Prinzip völlig geräuschlos vor sich, weil das Auslösegeräusch abschaltbar ist und weil man den Monitor auf der Rückseite ausschalten kann. Es bleibt am Sucher der kleine grüne Punkt, wenn man scharfgestellt hat. Das ist alles.

Man kann mit der Kamera so fotografieren als ob es sich um eine analoge Kamera handelt. Gerade der relativ große optische Sucher und das Abschalten des Monitors machen aus der Kamera eine ideale Lowlight-Kamera.

Hätte Sie einen elektronischen Sucher wäre die Sicht durch den Sucher anders und sie würde mehr Strom brauchen.

Und durch das Ausschalten des Monitors spart man noch mehr Strom und verlängert so die Anzahl der möglichen Aufnahmen erheblich.

Kennen Sie eine andere Kamera in dieser Größe, die so wunderbar für diskrete Lowlight-Fotografie genutzt werden kann?

Es gibt sie nicht, weil keine andere Kamera über einen ähnlich großen optischen Sucher verfügt außer dem Nachfolgemodell, der X20.

Die hat aber einen anderen Sensor.

So bleibt die Fuji X10 eine Kamera für fotografische Indiviudalisten, die wissen was sie wollen und was sie tun.

Sie ist die Kamera, die Lust auf mehr gute Fotografie macht, sie reizt, eben ein echtes Luder …

Die Canon Powershot S100 als Reisekamera

Kann die Canon Powershot S100 eine vollwertige Einsteiger-DSLR ersetzen, wenn man vom Sucher einmal absieht? Diese Frage trieb mich um, als ich überlegte, welche Kamera sich als kleine und schmale Reisekamera eignet.

So probierte ich die Canon Powershot S100 mehrere Wochen unterwegs aus. Sie kann RAW und JPG, sie hat ein funktionierendes GPS und sie hat eine Blendenvorwahl bzw. überhaupt PASM.

Foto: Michael Mahlke

In südlichen Gefilden sitzt man nun einmal länger draussen. Den ersten Teil des Praxistests machte ich daher in Südfrankreich, genauer in Orange. Dort gibt es ein uraltes Theater aus römischer Zeit und wunderschöne Opern- und Operettenaufführungen, in diesem Fall La Boheme von Puccini.

Foto: Michael Mahlke

Schon der Weg dorthin war ein Genuss und viele Ausgrabungen zeigten stolz die Verbindung von Geschichte und Gegenwart.

Foto: Michael Mahlke

Hunderte von Frauen kamen uns entgegen, die alle von der Bühne kamen und sofort wieder auf die Bühne gingen.

Foto: Michael Mahlke

In Orange sind die Nächte lang. Nach der Aufführung geht es zum gepflegten Speisen in kleine Restaurants.

Foto: Michael Mahlke

Es war ein faszinierender Ort und ich war nicht der Einzige, der fotografierte.

Foto: Michael Mahlke

Aber die Canon eignete sich nicht nur für das Fotografieren bei schwierigen Lichtverhältnissen sondern auch am Strand und am Meer bei gutem Licht und gutem Wetter.

Foto: Michael Mahlke

Und sie braucht keinen Vergleich mit schweren grossen Kameras zu scheuen bei niedrigen ISO.

Foto: Michael Mahlke

Hier ein Ausschnitt in 100 Prozent Ansicht 1:1 vom vorherigen Bild:

Foto: Michael Mahlke

Wenn ich eine Kamera ohne Sucher als Reisekamera mit GPS, RAW und voller manueller Steuerung haben möchte, dann ist die Canon Powershot S100 für mich eine gute Wahl. Sie dürfte auch professionellen Ansprüchen genügen, wenn man kontrollierte Fotos haben möchte für Ausdrucke bis A3 und im Internet. Im Prinzip ist dies eine Kamera, die eine gute Wahl für Profis aus der Hosentasche ist, ohne weiteres Gepäck.

Einzig der Akku hält nicht so lange durch, wenn man GPS eingeschaltet hat. Aber ein zweiter Akku ist normalerweise kein Problem. Mit Stativ gelingen die Fotos zum Teil natürlich noch besser. Aber da man eher kein Stativ hat, habe ich die Fotos ebenfalls ohne Stativ aufgenommen.

Man kann mit dieser Kamera durchgängig gut und kontrolliert fotografieren und mit dem ND-Filter sogar dann, wenn es sehr hell ist. Allerdings gibt es bei Sonnenlicht auf dem Display das Problem, dass man fast nichts mehr sehen kann. Aber damit muss man leben, wenn die Kamera klein und flach sein soll, denn eine kleine und flache Kamera mit Sucher in dieser Art gibt es nicht.

Übrigens gefällt mir die Powershot S110 nicht besser. Ich halte sie schon haptisch und von den Feinheiten des Designs her eher für einen Rückschritt. Aber vielleicht sollten Sie selbst einfach mal beide Kameras in die Hand nehmen, dann verstehen Sie, was ich meine.

 

Der Abschied vom Messsucher

Früher war es das Element für meditative Ruhe in der Fotografie. Heute habe ich Abschied davon genommen – nicht von der Ruhe sondern vom Messsucher.

Wir alle wissen ja, dass Leica M Kameras benutzt werden müssen, damit sie nicht verharzen. Also nahm ich heute meine M6 und machte ein paar Fotos. Dabei fiel mir auf, dass ich schon länger nicht mehr ernsthaft mit dem Messsucher und dem gekoppelten Schnittbildentfernungsmesser fotografiert hatte.

Doch es war ein Abschied. Was mir früher zur Bildgestaltung so sehr gefallen hatte, ist nun etwas Besserem gewichen, der Fuji X100. Ja, die richtige Belichtung mit Hilfe zweier roter Dreiecke zu finden war schön bei der Leica M6. Und dann das Scharfstellen mit dem Schnittbildentfernungsmesser.

Aber irgendwie ist der optische Sucher der Fuji X100 einfach augenfreundlicher für mich. Je mehr ich durch die Leica schaute und dann die Fuji nahm, desto mehr bestätigte sich mein Eindruck.

Es hat etwas Neues begonnen. Es ist für mich weniger eine Frage der Technik als eine Frage des Sehens. Das meditative Sehen ist mit der Fuji ebenfalls gegeben.

Wenn ich nun im direkten Vergleich den Messsucher der Leica M6 TTL nehme, den elektronischen Sucher der Panasonic G2 und den optischen Sucher der Fuji, dann ist meine Wahl klar: es ist der optische Sucher der Fuji.

Die Leica ist nun wieder in der Tasche und wartet – wohl aufbewahrt – auf ihren nächsten Service durch mich.

Ich gebe aber zu, dass ich mit der neuen Leica M9-P noch nicht gearbeitet habe. Insofern ist meine Meinung an dieser Stelle auf der Grundlage der M6 TTL gebildet worden.

Die Zeit wird zeigen, ob sich meine Meinung festigt oder durch neue Sucher neue Bewertungen auftauchen.

Am Diemelsee mit der Nikon D7000

Ich hatte ein Buch im Gepäck, welches ich schon länger testen wollte. Das Buch handelte von der Nikon D7000 im Praxiseinsatz. Also nahm ich eine D7000 mit dem 18-200 VR II mit als Reisekombination, wenn man nur ein Objektiv mitnehmen will. Dann las ich das Buch und probierte die Nikon aus.

Alle hier gezeigten Fotos sind mit der D7000 produziert und in JPG Normal abgespeichert worden und mit ACDSee auf eine Kantenlänge von maximal 1000 Pixel an der längeren Seite verkleinert worden. Das Buchfoto habe ich mit einem Filter von ACDSee belegt.

Der Diemelsee ist eine Talsperre, die zum Wasserausgleich dient. Es ist keine Trinkwassertalsperre. Deshalb kann man darin Schwimmen, Angeln und auch Boot fahren.

Aus diesem Grund ist der See bei Campern, Anglern und Bikern so beliebt.

Auf dem See fährt meist jede Stunde tagsüber ein Boot. Damit kann man Rundfahrten machen oder sich quer übersetzen lassen. Das ist bei Wanderungen um den See sinnvoll, weil die Staumauer und die Strasse bis nach Heringhausen einen betonierten Fußgängerweg haben und eher nicht an dieser Stelle zum Wandern einladen.

Die meisten Fotos wurden mit dem Szeneprogramm „Landschaft“ aufgenommen.

Es gibt nicht gerade sehr viel Action an diesem See, so dass man hier Ruhe und Perspektive findet.

Das war mit der bunteste Fleck bei der Wanderung um den See.

Es zeigte sich auch, dass die Bänke am See zum Teil nur für ‚“Beinriesen“ gemacht waren und normale Erwachsene darauf nur sitzen konnten, wenn sie ihre Füße in der Luft baumeln lassen.

Wandern am See ist nicht sehr anstrengend, weil es eher flach ist.

Die Sportprogramme der Nikon konnte ich kaum nutzen, da die Kuh nicht bereit war, eine entsprechende Schnelligkeit an den Tag zu legen.

Auch der Hai hängt dort schon länger, so dass ein Foto keine besonderen Anforderungen an die Kamera stellte.

Hier sieht man einen Seitenarm des Diemelsee und die dahinter liegende Landschaft im Sauerland.

Der See lädt Motorradfahrer zum Verweilen ein und ist Grenzgebiet zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen. Wir waren von der Gastronomie überwiegend positiv überrascht.

Für Angler ist der See ein kleines Paradies. Abends und frühmorgens sind sehr viele Angler unterwegs und versuchen ihr Glück.

Für Familien mit kleinen Kindern, Campern und Anglern ist der See ein kleines und offenbar friedliches Paradies. Ansonsten ist hier nicht viel mehr zu finden. Die Nikon D7000 war mit ihren Möglichkeiten hier völlig unterfordert. Allerdings ermöglichte mir die Ruhe am See, das Buch und die Kamera theoretisch und praktisch auszuprobieren. Die Umstellung auf den Quiet-Modus, die Szeneprogramme und einiges mehr sind ein gelungener Versuch, eine professionelle Technik amateurtauglicher zu machen und das Problem des Auslösegeräusches zu bändigen.

Die Kamera ist ein technischer Kraftprotz, der nicht zu schwer ist. Die Kombination mit dem Objektiv erwies sich als richtig, obwohl mehr Tele besser gewesen wäre. Gerade der grosse optische Sucher machte mir das Leben leichter. Und im Sonnenlicht zu fotografieren war mit dem Sucher überhaupt kein Problem. Monitore hätten dort wahrscheinlich kläglich versagt. Obwohl die Kamera am Diemelsee völlig unterfordert war, war es doch richtig, sie mitzunehmen. Denn unterwegs in der Natur ist gerade der Regen ein Problem. Eine z.B. D3100 wäre zwar leichter gewesen aber in meinen Augen nicht die bessere Wahl in der Natur. Unterwegs – outdoor – muß eine Kamera sehr stabil sein und auch etwas Regen vertragen können, zumindest bis sie gut verstaut ist. Insofern war die Kamera zwar unterfordert aber für Outdoor in der Natur eine gute Wahl. In der Stadt hätte ich wohl eher eine D3100 mitgenommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Ansonsten möge dieser Artikel ein wenig visuelle Ruhe  vermitteln und die Gewissheit, dass die D7000 auch unterfordert eine gute Kamera ist, schnell, griffig, übersichtlich und leicht bedienbar..

Die Fuji X100 in der Praxis

Es ist die Kamera, die ich mir seit zehn Jahren wünsche. Als ich die Kamera endlich kaufen konnte, war ich sehr erfreut. Ich denke, es ist eine Kamera, die nicht für Anfänger geeignet ist. Sie setzt (analoges) Wissen voraus und sie erwartet klare Anweisungen.

Man kann mit ihr auch einfach so fotografieren. Dafür ist sie eigentlich aber nicht gemacht. Man merkt der Kamera an, dass sie auf die Anweisungen des Fotografen bzw. der Fotografin wartet.

Dies ist ein 100 Prozent Ausschnitt aus einem Foto. Ich stand unterhalb der Strasse am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium und habe das Foto aufgenommen. Hier sieht man das ganze Foto:

Es handelt sich hier um eine verkleinerte Ansicht des Originalbildes. Man sieht, dass der Abstand ca. 200 Meter betragen hat zwischen mir und der Schwebebahn.

Ich trage ja eine Gleitsichtbrille und habe mir immer eine Kamera mit grossem optischen Sucher gewünscht. Für mich ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen. Hinzu kommt ein so leises Verschlussgeräusch, dass ich jubilieren könnte.

Es wird sicherlich genügend weltweite Diskussionen darüber geben, wo welches Rädchen besser gewesen wäre, welche Kamera besser ist etc.

Wo man bei anderen Kameras P, A oder S einstellen muß, geht die Fuji X100 anders vor. Man dreht das Rad auf A und kann dann einfach Fotografieren ( wie in P) oder man stellt am Objektiv dann eine Blende ein (wie in A). Wenn man das Rad von A weiterdreht, stellt man automatisch eine Verschlußzeit ein und ist damit im Modus S.

Ich empfinde den grossen optischen Sucher als sehr beruhigend für das suchende Auge. Die nächsten Monate sollen den fotografischen Möglichkeiten dieser Kamera gewidmet sein. Dabei steht für mich die Frage im Vordergrund, wie gut ist die Fuji X100 für Strassenfotografie und Fotoreportage?

Zur Erinnerung noch mal eine Info aus der damaligen Mitteilung von Fuji:

„Hybrid-Optischer-Sucher – Kombination aus optischem und elektronischem Sucher
Der neu entwickelte und zum ersten Mal in einer Kamera eigesetzte Hybrid-Optische-Sucher der FINEPIX X100 verbindet die Präzision eines optischen mit der Funktionalität eines elektronischen Suchers. Der Invers-Galileische-Sucher verwendet nur reine Glaskomponenten mit extrem geringer Aberration und anstelle eines konventionellen Leuchtrahmens liegt ein LCD Element über dem Bild. Das kristallklare Sucherbild und die gestochen scharfe Einblendung des Leuchtrahmens mit unmittelbaren Informationen zur Aufnahme wird alle Fotografen begeistern. Für eine komfortable Vorschau und Wiedergabe kann jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck auf das große LC-Display mit 1,44 Millionen Pixeln umgeschaltet werden. Je nach Motivsituation und den eigenen kreativen Bedürfnissen wird die optimale Darstellung ermöglicht.

Da digitale Kompaktkameras in den vergangenen Jahren immer schlanker und kleiner wurden, ist das Einfangen und Betrachten der Motive mittels großer, hochauflösender LCDs generelle Praxis geworden. Auf der anderen Seite ist das Fotografieren mit einem optischen Sucher für viele, insbesondere professionelle oder ambitionierte Fotografen immer noch die bevorzugte Methode. Der Hybrid-Optische-Sucher bietet eine Kombination der Vorteile beider Welten: Die Traditionalisten erhalten ein klares und scharfes Sucherbild. Das elektronische Display ermöglicht die Einblendung von Informationen wie Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich oderLichtempfindlichkeit.

Im „Optischer Sucher“-Modus zeigt der eingeblendete Leuchtrahmen im großzügigen Sucherbildfeld ganz genau den Aufnahmebereich an. Aufnahmeeinstellungen und andere Informationen werden automatisch mit der optimalen Helligkeit angezeigt. Im „Elektronischer Sucher“-Modus kann der Fotograf auf dem hochauflösenden LCD die Belichtung, Tiefenschärfe und den Weißabgleich kontrollieren und natürlich nach der Aufnahme die Ergebnisse sofort kontrollieren.

Optimal angepasster APS-C CMOS Sensor und EXR Prozessor
Der CMOS Sensor mit 12,3 Megapixeln im APS-C Format wurde speziell für die FINEPIX X100 angepasst. Dank einer optimierten Anordnung der Mikrolinsen können Lichtstrahlen genauer auf die Fotodioden treffen. Durch die Kombination aus Festbrennweite und optimiertem Sensor ist die Lichtempfindlichkeit 10-mal höher als bei herkömmlichen Kompaktkameras.* Dies führt zu einer außergewöhnlichen Bildqualität mit minimalem Rauschen. Schärfe und Helligkeit verbessern sich bis in die Randbereiche des Bildes.

Der in der FINEPIX X100 eingesetzte EXR Prozessor erzielt in Verbindung mit dem erstklassigen Objektiv sowie dem hochempfindlichen Sensor eine hohe Auflösung und verbessertLichtempfindlichkeit und Dynamikumfang. Außerdem sorgt der EXR Prozessor für eine deutlich schnellere Signalverarbeitung. Durch das schnelle Auslesen des CMOS Sensors wird zudem eine verbesserteAutofokus-Kontrolle mit einer gesteigerten AF-Geschwindigkeit ermöglicht.“

Wenn ich mir die Kamera nun betrachte, dann ist die Umsetzung meiner Meinung nach wirklich gelungen.

Das Jahr 2011 wird also interessant.

Nur eine Frage wird nie beantwortet werden: wäre sie der neue Liebling von Henri Cartier-Bresson geworden?

Übrigens, die Fortsetzung dieses Artikels finden Sie hier.