Fotobuch

fotobuch

WILD von Michael Nichols

Dieses Buch ist groß und großartig. Bilder eines Lebens mit besonderen Begegnungen und eine buchbinderische und gestalterische Meisterleistung ergeben zusammen ein Werk, das man immer wieder anschauen kann.

Art Wolfe, Die Jagd nach dem perfekten Bild

„Ich habe keine sentimentale Beziehung zu meinem Equipment – ich benutze, was ich mir leisten kann oder was ich gerade in die Finger bekommen. Wann immer möglich benutze ich ein Stativ, insbesondere bei Landschaftsaufnahmen.“

Diese wenigen Zeilen von Art Wolfe geben uns einen ersten Einblick auf das, was folgt.

Vincent Jarousseau, Die Wurzeln des Zorns

Die Wurzeln des Zorns von Vincent Jarousseau

Visual History und Dokumentarfotografie in seiner besten Form ist in diesem Buch zu finden.

„Aus dem Alltag von Menschen, die in unserer Gesellschaft nicht mehr zählen“ lautet der Untertitel des Buches.

Hier hat ein Dokumentarfotograf ein Buch gemacht, das Fotos mit Grafiken und erzählenden Sprechblasen mischt, eine sogenannte Graphic Novel.

Es ist eine gute Mischung geworden, die das Thema über Fotos viel sichtbarer und einsehbarer macht als es ein Text allein könnte.

Das Fotobuch in Kunst und Gesellschaft


„Partizipative Potenziale eines Mediums“ lautet der Untertitel. Herausgegeben von der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft erwartet die Leser*Innen ein Reader voller visueller und textlicher Erzählungen in deren Mittelpunkt das Ausstellungsprojekt Welt im Umbruch mit dem Thema Fotobücher steht.

Das Buch „versteht sich als einführender Reader zum „Fotobuch in Kunst und Gesellschaft“ mit mehreren Leseebenen, textlich und bildlich, die dazu einladen, sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven dem Medium Fotobuch anzunähern.“

Eberhard Klöppel, Das Mansfelder Land 1974–1989 Bildband

Ich habe hier eine außergewöhnlich gute Perle der Dokumentarfotografie gefunden.

Der Fotograf Eberhard Klöppel hat im Mitteldeutschen Verlag ein Fotobuch veröffentlicht, das am Beispiel des Mansfelder Landes durch Fotos mit großer dokumentarischer Kraft zeigt, wie es war bis zur Wende. Hinzu kommt der Längsschnitt und der Querschnitt durch die Zeit, der dies alles als Gesamtbild erfahrbar macht.

Ein Juwel – Big Hearts Strong Hands

In ihrem Bildband „Big Hearts Strong Hands“ porträtiert die norwegische Fotografin Anne Helene Gjelstad die Frauen, die auf den estnischen Inseln Kihnu und Manilaid leben.

Es ist eines dieser Bücher, die liebevoll, ehrlich und mit so viel Authentizität gemacht wurden, daß ich jedes Mal freudig staune, so ein Juwel der sozialdokumentarischen Fotografie zu finden.

Ich bin durch einen Bericht auf diepresse.com darauf gestoßen und habe es mir gleich bestellt.

Großartig!

Das wahre Leben wie ich es auch mitten in Deutschland noch vor 50 Jahren kennengelernt habe.

Frau Gjelstad hat hier etwas geschaffen, das nicht in Worte zu fassen ist. Es ist einfach echte soziale Dokumentarfotografie pur, die immer auch Porträtfotografie ist.

Hier sprechen starke Bilder durch Authentizität, durch Sein statt Schein.

Sie war dabei und es gelang ihr in den Fotos die soziale Situation oder die Person so zu zeigen, wie diese war bzw. ist, eben ein „echtes“ Portrait, auch vom sozialen Leben.

So müssen Fotos sein, die wirklich was sind in meinen Augen.

Bravo!

Man kann es nicht vergleichen, aber ebenso „gut“ sind Bücher wie Gesichter der Stille oder Zug der Schafe.

 

 

 

Wie Fotos wirken

„Wie wir sehen, wahrnehmen und denken“ von Brian Dilg ist eines der seltenen Bücher, die Substanz und Unterhaltungswert koppeln und zu einer verbesserten Fotopraxis führen können.