Fotobuch

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Eberhard Klöppel, Das Mansfelder Land 1974–1989 Bildband

Ich habe hier eine außergewöhnlich gute Perle der Dokumentarfotografie gefunden.

Der Fotograf Eberhard Klöppel hat im Mitteldeutschen Verlag ein Fotobuch veröffentlicht, das am Beispiel des Mansfelder Landes durch Fotos mit großer dokumentarischer Kraft zeigt, wie es war bis zur Wende. Hinzu kommt der Längsschnitt und der Querschnitt durch die Zeit, der dies alles als Gesamtbild erfahrbar macht.

Ein Juwel – Big Hearts Strong Hands

In ihrem Bildband „Big Hearts Strong Hands“ porträtiert die norwegische Fotografin Anne Helene Gjelstad die Frauen, die auf den estnischen Inseln Kihnu und Manilaid leben.

Es ist eines dieser Bücher, die liebevoll, ehrlich und mit so viel Authentizität gemacht wurden, daß ich jedes Mal freudig staune, so ein Juwel der sozialdokumentarischen Fotografie zu finden.

Ich bin durch einen Bericht auf diepresse.com darauf gestoßen und habe es mir gleich bestellt.

Großartig!

Das wahre Leben wie ich es auch mitten in Deutschland noch vor 50 Jahren kennengelernt habe.

Frau Gjelstad hat hier etwas geschaffen, das nicht in Worte zu fassen ist. Es ist einfach echte soziale Dokumentarfotografie pur, die immer auch Porträtfotografie ist.

Hier sprechen starke Bilder durch Authentizität, durch Sein statt Schein.

Sie war dabei und es gelang ihr in den Fotos die soziale Situation oder die Person so zu zeigen, wie diese war bzw. ist, eben ein „echtes“ Portrait, auch vom sozialen Leben.

So müssen Fotos sein, die wirklich was sind in meinen Augen.

Bravo!

Man kann es nicht vergleichen, aber ebenso „gut“ sind Bücher wie Gesichter der Stille oder Zug der Schafe.

 

 

 

Wie Fotos wirken

„Wie wir sehen, wahrnehmen und denken“ von Brian Dilg ist eines der seltenen Bücher, die Substanz und Unterhaltungswert koppeln und zu einer verbesserten Fotopraxis führen können.

Die Welt von gestern in Farbe

Der Historiker Dan Jones und die Künstlerin Marina Amaral haben ein Fotobuch herausgegeben, das es in sich hat. Die beiden Autoren erzählen hier mit Bildern eine Geschichte vom Krimkrieg bis zum Kalten Krieg und von der Dampfmaschine bis zur Raumfahrt.

Entscheidend ist in diesem Buch nach der Auswahl das Kolorieren der Fotos:

Die fotografische Inszenierung des Verbrechens. Ein Album aus Auschwitz

„Mit der Fertigstellung des Krematoriums III in Auschwitz Birkenau Ende Juni 1943 waren dort sämtliche Mord- und Verbrennungsanlagen funktionsfähig, die zusammen mit dem alten Krematorium in Auschwitz I 4756 Menschen am Tag einäschern konnten. Stolz benachrichtigte Karl Bischoff, Leiter der Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz, Hans Kammler über die „Leistung“ und Daten der Anlagen: 1440 Leichen pro Krematorium II und III sowie 768 Leichen pro Krematorium IV und V.“