16 Megapixel lohnen bei Kompaktkameras nicht

Alt ist oft besser

Ich war auf dem Flohmarkt. Dort wurden ältere Kompaktkameras verkauft. Egal ob Nikon P4 oder die flache Casio oder eine schicke kleine Sony. Für jede dieser Kameras wollte man maximal 35 Euro geben, obwohl jede über 200 Euro gekostet hat. Das war dem Verkäufer zu wenig. Später verkaufte er die Kameras zum Teil über eine Online-Börse. Da waren die Preise dann etwas höher und das war offenbar ok.

Und wer solche Kameras kauft, der ist nicht dumm. Denn vor kurzem hat  Verena Ottmann in der PC Welt ein Ergebnis ihrer Tests veröffentlicht, das eine einfach Wahrheit ausspricht: 16 Megapixel lohnen nicht bei Kompaktkameras, 10 bis 12 Megapixel sind besser.

Bei 6mpixel.org geht man noch weiter und zeigt, dass eigentlich schon 6 Megapixel das Optimum sind: „Der beste Kompromiss für eine Kompaktkamera ist ein Sensor mit 6 Millionen Pixeln oder besser eine Pixelgröße von > 3µm.“

Das hat natürlich Folgen für das Kaufverhalten und das Fotografierverhalten.

Die Chance des Schnäppchenjägers

Mit diesem Wissen kann man zum Schnäppchenjäger werden. Denn in den letzten Jahren sind relativ viele sehr gute Digitalkameras auf den Markt gekommen, die gerade im Abverkauf sind oder schon waren und daher bei Börsen im Internet wieder auftauchen.

Wenn ich als Suchkriterien eine Kompaktkamera mit 6, 8 oder 10 Megapixel und optischem Bildstabilisator nehme, dann geht es im Prinzip nur noch um die Frage, nehme ich eine Kamera mit dem neueren BSI-Sensor/CMOS oder mit dem älteren CCD-Sensor.

Je weniger Video ich brauche und je mehr pure Fotografie ich will, desto interessanter werden die bewährten CCD-Sensoren. Und damit kann ich mich dann für kleines Geld den kreativen Möglichkeiten der Fotografie widmen.

Pixelpitch als erste Orientierung

Nun geht das alles nur begrenzt. Bei Nikon gibt es eine Seite, die auch zeigt, wie man selbst den Pixelpitch berechnet. Allerdings weist Nikon darauf hin, dass man verschiedene „Generationen“ von Sensoren nicht miteinander vergleichen kann, aber ohne eine Differenzierungsmöglichkeit anzubieten. Daher ist die Feststellung so richtig wie sinnlos.

In diesem Fall hilft sogar die Wikipedia mehr.

Die beste Zusammenfassung habe ich hier gefunden.

So bleibt letztlich nicht viel mehr übrig, als sich das Vergnügen zu machen, dies alles auszuprobieren.

Einen Versuch von mir sehen Sie in dem Artikel über die Sony HX9V und die Lüneburger Heide. Dort ist neben Fotos, die mit der HX9V und 16MP aufgenommen worden sind, am Ende ein Foto, welches mit der Sony WX5 mit 12MP aufgenommen worden ist.

Dieses Foto der Sony WX5 mit 12MP ist in meinen Augen sichtbar besser als das Foto der Sony HX9V  mit 16MP – auch bei 100 Prozent.

Nun bin ich kein Labortester sondern benutze Digitalkameras in der Praxis unter sehr verschiedenen Bedingungen. Aber mittlerweile stimmen meine Erfahrungen mit den Aussagen, die ich hier zusammengetragen habe, so auffallend überein, dass dies schon einen Artikel wert ist.

 

 

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