Der Hype-Effekt oder Geld und Erfolg in der Fotografie

Ein grosses Thema kurz angeschnitten. Hier sieht man den Unterschied zwischen Fotokunst und Strassenfotografie.

Da erzielt ein Foto von Andreas Gurski einen Rekordpreis und auf der anderen Seite starb ein richtig guter Strassenfotograf, Friedrich Seidenstücker, völlig vereinsamt und sein Werk wollte noch nicht einmal jemand haben, bis es jetzt ans Licht geholt wurde. Zwischen den beiden Ereignissen liegt zwar eine erhebliche Zeitspanne aber beide Ereignisse sind gerade medial aktuell. Und es scheint exemplarisch.

natürliche Herbstkomposition, das Foto sucht für 5 Mio. einen Käufer - Foto: Michael Mahlke

Was lernen wir daraus? Vielleicht dass die Fotografie als Geldanlage dient und mit einfachen Motiven viel Geld verdient werden kann. Oder dass die Dokumentarfotografie keine gute Idee für das Geldverdienen ist – oder?

Dass es hier nicht mehr um exklusive oder besonders interessante Fotos geht, sondern um einen Hype, scheint sehr deutlich zu werden.

Darüber lesen wir: „Wie teuer ein Pollock, ein Gursky, ein Rauch unter den Hammer kommen oder über den Kojentisch gehen – habe nichts, aber auch gar nichts mit der Qualität des jeweiligen Werks zu tun, sondern schlicht mit der Summe des Geldes, die gerade in diesen Markt fließt. Wie sollte auch ein Börsenmanager, der mit Bezug auf Kunstwerke den Begriff „wall power“ im Munde führt, die Qualität eines Kippenberger beurteilen können?“

Ob das mit Strassenfotos auch erzielt werden kann?

Aber das ist noch nicht alles.

Bei Facebook werden pro Tag 250 Millionen Fotos hochgeladen – also 25 Milliarden in 100 Tagen, bei Google+ waren es in den ersten hundert Tagen 3,5 Milliarden Fotos. Die anderen Communities sind da noch nicht bei.

Allein die schiere Menge macht sprachlos. Und läßt viel Raum zum Nachdenken. Vor allem die Frage, wie kann man bei dieser Menge erfolgreich sein, zeigt, dass mediale Kanäle und Beziehungen und der Zufall eine Rolle spielen und/oder Krisen…

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