Tottenham als Beispiel oder „kollektive Bildreportagen“

Die Proteste in Tottenham sind auf vielen Fotos zu finden. Bemerkenswert ist ein Nachrichtenartikel auf Yahoo.de, der den Artikel um Fotos Dritter auf Flickr gruppiert.

Wer auf Flickr.com „Tottenham“ eingibt, der erhält viele Suchergebnisse.

Canon Powershot SX10IS, EOS 50 D, Panasonic GF2, viele andere Kameras und Handyfotos zeigen hier, wie man auf einer Fotoplattform eine kollektive Bildreportage erstellt.

Natürlich soll dies alles auch als Geschäftsmodell dienen. Daher sind sehr viele Fotos nur nutzbar, wenn man sie über getty images kauft. Aber bei flickr selbst kann man sie ja alle kostenlos anschauen. Dadurch entsteht nicht nur ein Bild, sondern so etwas ist neu.

Es ist auch anders als bei Facebook, das  eher ein kommunikatives Adressbuch und Terminbuch ist, welches nur nach Anmeldung nutzbar ist, im Gegensatz zu flickr, wo jeder freigegebene Fotos sehen kann ohne Anmeldung.

Die Fotos bei flickr sind nur möglich in einer Demokratie mit einer solchen für jeden zugänglichen Software und durch die Erfindung der Digitalfotografie mit Kameras und Handys.

Natürlich muß man die Frage stellen, inwiefern „zensiert“ flickr. Man muß auch die Frage stellen, wo gibt es überhaupt Internet, das so zugänglich ist. Das will ich hier nicht diskutieren, weil dieser Artikel die Fotografie dabei als Thema hat, aber es gehört dazu.

Fakt ist für mich aber, dass hier schon länger auf solchen Fotoplattformen etwas medial Neues entstanden ist.

Tottenham ist natürlich nicht die erste kollektive Bildreportage. Aktuell müsste man bei flickr z.B. nur „Somalia“ „refugees“ oder anderes eingeben, dann kommen sehr viele Suchergebnisse. Nicht alle sind dokumentarisch aber viele authentisch.

So ergeben sich aus der Digitalfotografie neue Möglichkeiten der Information durch Bilder und hier durch eine „kollektive Bildreportage“ zum aktuellen Zeitgeschehen.

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