Aghet oder wie wichtig Fotos sein können

Bis heute scheint die türkische Regierung zu leugnen, dass im Ersten Weltkrieg die damalige Regierung einen Völkermord an den Armeniern beging. Wie wichtig in solchen historischen Fragen Augenzeugenberichte und Fotos sind, zeigt der Fernsehfilm Aghet auf arte.

 

Aber dieser Film hat auch filmtechnisch eine neue Dimension. Um dies alles lebendig zu gestalten sprechen Schauspieler Augenzeugenberichte. Dazu gibt es mit z.T. Ken Burns ähnlichen Effekten dargestellte Fotos. Es ist im Prinzip eine Audioslideshow fürs Fernsehen.

Die Produktion Aghet zeigt sehr deutlich, wie wichtig dokumentierende Fotografie sein kann. Die fürchterlichen Gemetzel und die Augenzeugenberichte über die Gemetzel helfen sehr, das tatsächliche Geschehen des Völkermordes an den Armeniern darzustellen. Aber die verbliebenen und nun gezeigten Fotos machen erst visuell deutlich, was damals geschah.

Darüber hinaus zeigt sich auch, dass Fotografie auch digital letztlich weiter den Druck nutzen muß. Vieles muß auf Papier – oder wie hier auf Glasplatten – aufbewahrt werden, um auch noch Jahrzehnte später Zeitgeist und Entwicklung aufzeigen zu können.

 

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