Monthly Archives: April 2011

Panasonic Lumix DMC-G2 from B. Matsumoto and C. F. Roullard

The Unofficial Quintessential Guide

Do you like knowledge? Are you a reader and do you want to know why and what – then this book is the first choice. The book from Brian Matsumoto and Carol F. Roullard gives you the knowledge of the handbook combined with technical, photographic and user friendly experience.

The Panasonic G2 is one of the highlights of a new photographic system: cameras with „big“ sensors and changeable lenses. And following the actual trend including video and new forms of photographic possibilities.

But this book is not a book with a lot of pictures and less text. It is a book with very interesting text including handbook information in combination with information about handling and photographic possibilities.

After getting started you find an explanation of using „Basic Photographic Ideas“.

This book is for people asking „why“. It is for readers. If you want to know a lot of detailed information about the laws of photography – technically and visually – then this is your book.

The internal logic of the camera we can see on the mode dial and the auto-Button. What you wish will happen. The camera can do the whole work for you or you can say the camera what should be done. This is the way through the book. From „Automatic settings“ over „Taking Partial Control“ until „Manual Operation of the Camera“ you can find different chapters.

After that Brian Matsumoto and Carol F. Roullard show us the System Approach of the Micro Four Thirds system and the possibilities until laboratory and research. And they explain some features we never knew before.

„Remember that Panasonic distinguishes between facial identification and facial recognition. The former describes the identification of a generic face… Face recognition goes a step further in that the camera executes software to determine if the detected face is stored among the registered faces. If the camera recognizes the detected face, you will be informed of it while framing the image and the persons name and age will be stored with the saved picture.“

This example shows the possibilities of this new camera. The first seven chapters of the book explain the whole photographic handling of the camera with a lot of technical and practical information. But this is not the end.

After that we find a chapter about „Flash photography“. It is an introduction in this special field of information with the handling of the internal and with external flashes. With examples we see the possibilities and the borders of the internal flash and how to create special effects.

The next chapter is an explanation of the video-mode. After that you understand the many possibilities of the camera.

I think the term „Quintessential Guide“ is right for this informative book. If you want to understand the camera and the possibilities until into the technical depth than the book is really good.

And the best is that the information is divided in senseful chapters. You can read like you want from beginner questions until professional themes or you search for a special problem in the index.

Some time ago I wrote that the snapshot was reinvented with the Lumix G2 because you can focusing and activate the shutter by pressing on the screen.

Reading the book from Brian Matsumoto and Carol F. Roullard you see the innovative approach and the possibilities of this camera because you can use the wonderful electronic viewfinder (this is my favourite way of taking pictures) or you can use the bright LCD-Screen if you want.

Brian Matsumoto, Carol F. Roullard

The Panasonic Lumix DMC-G2. The Unofficial Quintessential Guide

rocky nook ISBN-10: 1933952776, ISBN-13: 9781933952772

Here you can read the content and some example pages

Die Fuji X100 in der Praxis

Es ist die Kamera, die ich mir seit zehn Jahren wünsche. Als ich die Kamera endlich kaufen konnte, war ich sehr erfreut. Ich denke, es ist eine Kamera, die nicht für Anfänger geeignet ist. Sie setzt (analoges) Wissen voraus und sie erwartet klare Anweisungen.

Man kann mit ihr auch einfach so fotografieren. Dafür ist sie eigentlich aber nicht gemacht. Man merkt der Kamera an, dass sie auf die Anweisungen des Fotografen bzw. der Fotografin wartet.

Dies ist ein 100 Prozent Ausschnitt aus einem Foto. Ich stand unterhalb der Strasse am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium und habe das Foto aufgenommen. Hier sieht man das ganze Foto:

Es handelt sich hier um eine verkleinerte Ansicht des Originalbildes. Man sieht, dass der Abstand ca. 200 Meter betragen hat zwischen mir und der Schwebebahn.

Ich trage ja eine Gleitsichtbrille und habe mir immer eine Kamera mit grossem optischen Sucher gewünscht. Für mich ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen. Hinzu kommt ein so leises Verschlussgeräusch, dass ich jubilieren könnte.

Es wird sicherlich genügend weltweite Diskussionen darüber geben, wo welches Rädchen besser gewesen wäre, welche Kamera besser ist etc.

Wo man bei anderen Kameras P, A oder S einstellen muß, geht die Fuji X100 anders vor. Man dreht das Rad auf A und kann dann einfach Fotografieren ( wie in P) oder man stellt am Objektiv dann eine Blende ein (wie in A). Wenn man das Rad von A weiterdreht, stellt man automatisch eine Verschlußzeit ein und ist damit im Modus S.

Ich empfinde den grossen optischen Sucher als sehr beruhigend für das suchende Auge. Die nächsten Monate sollen den fotografischen Möglichkeiten dieser Kamera gewidmet sein. Dabei steht für mich die Frage im Vordergrund, wie gut ist die Fuji X100 für Strassenfotografie und Fotoreportage?

Zur Erinnerung noch mal eine Info aus der damaligen Mitteilung von Fuji:

„Hybrid-Optischer-Sucher – Kombination aus optischem und elektronischem Sucher
Der neu entwickelte und zum ersten Mal in einer Kamera eigesetzte Hybrid-Optische-Sucher der FINEPIX X100 verbindet die Präzision eines optischen mit der Funktionalität eines elektronischen Suchers. Der Invers-Galileische-Sucher verwendet nur reine Glaskomponenten mit extrem geringer Aberration und anstelle eines konventionellen Leuchtrahmens liegt ein LCD Element über dem Bild. Das kristallklare Sucherbild und die gestochen scharfe Einblendung des Leuchtrahmens mit unmittelbaren Informationen zur Aufnahme wird alle Fotografen begeistern. Für eine komfortable Vorschau und Wiedergabe kann jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck auf das große LC-Display mit 1,44 Millionen Pixeln umgeschaltet werden. Je nach Motivsituation und den eigenen kreativen Bedürfnissen wird die optimale Darstellung ermöglicht.

Da digitale Kompaktkameras in den vergangenen Jahren immer schlanker und kleiner wurden, ist das Einfangen und Betrachten der Motive mittels großer, hochauflösender LCDs generelle Praxis geworden. Auf der anderen Seite ist das Fotografieren mit einem optischen Sucher für viele, insbesondere professionelle oder ambitionierte Fotografen immer noch die bevorzugte Methode. Der Hybrid-Optische-Sucher bietet eine Kombination der Vorteile beider Welten: Die Traditionalisten erhalten ein klares und scharfes Sucherbild. Das elektronische Display ermöglicht die Einblendung von Informationen wie Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich oderLichtempfindlichkeit.

Im „Optischer Sucher“-Modus zeigt der eingeblendete Leuchtrahmen im großzügigen Sucherbildfeld ganz genau den Aufnahmebereich an. Aufnahmeeinstellungen und andere Informationen werden automatisch mit der optimalen Helligkeit angezeigt. Im „Elektronischer Sucher“-Modus kann der Fotograf auf dem hochauflösenden LCD die Belichtung, Tiefenschärfe und den Weißabgleich kontrollieren und natürlich nach der Aufnahme die Ergebnisse sofort kontrollieren.

Optimal angepasster APS-C CMOS Sensor und EXR Prozessor
Der CMOS Sensor mit 12,3 Megapixeln im APS-C Format wurde speziell für die FINEPIX X100 angepasst. Dank einer optimierten Anordnung der Mikrolinsen können Lichtstrahlen genauer auf die Fotodioden treffen. Durch die Kombination aus Festbrennweite und optimiertem Sensor ist die Lichtempfindlichkeit 10-mal höher als bei herkömmlichen Kompaktkameras.* Dies führt zu einer außergewöhnlichen Bildqualität mit minimalem Rauschen. Schärfe und Helligkeit verbessern sich bis in die Randbereiche des Bildes.

Der in der FINEPIX X100 eingesetzte EXR Prozessor erzielt in Verbindung mit dem erstklassigen Objektiv sowie dem hochempfindlichen Sensor eine hohe Auflösung und verbessertLichtempfindlichkeit und Dynamikumfang. Außerdem sorgt der EXR Prozessor für eine deutlich schnellere Signalverarbeitung. Durch das schnelle Auslesen des CMOS Sensors wird zudem eine verbesserteAutofokus-Kontrolle mit einer gesteigerten AF-Geschwindigkeit ermöglicht.“

Wenn ich mir die Kamera nun betrachte, dann ist die Umsetzung meiner Meinung nach wirklich gelungen.

Das Jahr 2011 wird also interessant.

Nur eine Frage wird nie beantwortet werden: wäre sie der neue Liebling von Henri Cartier-Bresson geworden?

Übrigens, die Fortsetzung dieses Artikels finden Sie hier.

Einstieg in Lightroom 3 von Torsten Kieslich

Dieses Buch ist gut zu lesen und voller Informationen. Wer ein echtes Handbuch zu eigentlich allen Fragen rund um die Organisation von Fotos und die Entwicklung von RAW-Dateien sucht, der hat mit diesem Buch gefunden, was er oder sie gesucht hat.

Schon die Aufmachung des Buches bietet Grund zur Freude. Der vordere und der hintere Einband enthalten Tastenkürzel, Zusatzinfos und eine Übersicht wichtiger Aufgaben in Lightroom und wo man diese in dem Buch finden kann.

Darüber hinaus hat das Buch eine sehr sorgfältige und gute grafische Gestaltung. Hier sieht man, dass für die Leserinnen und Leser gedacht wurde. Es reicht nämlich nicht, möglichst viel in eine Grafik zu bringen. Gute erklärende Grafiken zeichnen sich durch ihre Übersichtlichkeit aus. Und das ist in meinen Augen hier gelungen.

Man ist ja mit jeder neuen Software wieder Anfänger, auch wenn man vorher bei anderer Software Profi war. Und deshalb finde ich es besonders gut, dass in dem Buch einerseits nichts als bekannt vorausgesetzt wird und andererseits viele andere bekannte Software-Tools vorgestellt oder diskutiert werden. Diese über den Tellerrand hinausgehenden Darstellungen und Beschreibungen machen das Buch noch interessanter. Denn man ist nicht mehr allein mit seinem Wissen aus anderen Teilen der Softwarewelt und man kann vieles besser einordnen.

“Einstieg” in Lightroom ist der Titel. Man steigt aber wirklich ein und kann dann alles kennenlernen. Das Buch vermittelt sehr viel Wissen und ist immer wieder interessant. Der Autor schafft es, viele Informationsthemen darzustellen und diese auch abzuschließen, also die Kunst von Anfang und Ende nicht nur des Buches sondern auch inhaltlich immer wieder zu gewährleisten.

Dies gefällt mir sehr. Für mich ist dieses Buch ein “Handbuch” für Lightroom 3. So gut die Onlinehilfe sein mag, ein Buch, das sich als Informationsstrasse mit Kreuzungen, Nebenstrassen und einem Blick in andere Gärten darstellt, gefällt mir einfach besser – und dies ist genau so ein Buch.

Lightroom gibt es nun schon in der Version 3, aber die Frage der Organisation von Dateien und die Umsetzung kann man durchaus verschieden sehen. Auf Seite 69 beginnt ein sehr informatives Kapitel über “Das Datenbankkonzept”. Meiner Erfahrung nach machen sich viele erst Gedanken um die Sicherheit ihrer Fotos, wenn der Crash da war.

Nun kann man im Zeitalter von Windows 7 und der Time Machine beim Mac natürlich sagen, es wird ja alles gesichert – wenn man es macht. Aber das ändert nichts an den Problemen nach dem Crash, die man ja leicht umgehen kann.

Aus diesem Grund halte ich dieses Kapitel für sehr wichtig und würde dieses Thema als eines der wichtigsten Themen für Fotografen – egal ob Hobby oder Beruf – ansehen. Torsten Kieslich spricht selbst ja auch alternative Programme an, die Lightroom ergänzen. Und die Frage von Dateien, Verzeichnissen, Ordnern und Katalogen ist letztlich mit die wichtigste Frage für ein Arbeiten ohne Angst vor Verlusten.

Gerade für Fotografen macht es Sinn, dieses Buch zu lesen. Es vermittelt Wege in eine gute Software für Fotografen und damit den Weg in die Praxis der digitalen Dunkelkammer.

Torsten Kieslich:
Einstieg in Lightroom 3
Bilder bearbeiten und organisieren
ISBN 978-3-8362-1599-2

The Wonderful World of Albert Kahn

Albert Kahn became famous because he wrote history with photos. „In 1909 the millionaire French banker an philanthropist Albert Kahn embarked on an ambitious project to create a colour photographic record of, and for, the peoples of the world.“

Brassai – The Monograph

Discover the night

“Brassai knew how to see the hundreds of insignificant details of daily life; many of the subjects of his photos are at first sight not very original: windows, cats, plane trees, people sleeping. He was receptive to their poetry just as it was, but unlike Robert Doisneau, for example, who said that he allowed himself to be impregnated by such poetry »like a piece of blotting paper« before re-creating it in effortless snapshots, Brassai absorbed it and used it to give a more detached poetry to his work. His starting point could equally be a nasturtium leaf or an iron chair in the Tuileries gardens.” (p. 155)
Discover photographie and other arts

The big book from Alain Sayag and Annick Lionel-Marie about “Brassai. The Monograph” is one of the best ways to understand a great photographer. The book contains articles about and from Brassai and a lot of photos and other ways of his art.

After half an hour you will develop a feeling for this man, after two days you will see in his way, after some weeks you will experience in his art. The book is impressive and a serious good work. Thank you for this book!

Aghet oder wie wichtig Fotos sein können

Bis heute scheint die türkische Regierung zu leugnen, dass im Ersten Weltkrieg die damalige Regierung einen Völkermord an den Armeniern beging. Wie wichtig in solchen historischen Fragen Augenzeugenberichte und Fotos sind, zeigt der Fernsehfilm Aghet auf arte.

 

Aber dieser Film hat auch filmtechnisch eine neue Dimension. Um dies alles lebendig zu gestalten sprechen Schauspieler Augenzeugenberichte. Dazu gibt es mit z.T. Ken Burns ähnlichen Effekten dargestellte Fotos. Es ist im Prinzip eine Audioslideshow fürs Fernsehen.

Die Produktion Aghet zeigt sehr deutlich, wie wichtig dokumentierende Fotografie sein kann. Die fürchterlichen Gemetzel und die Augenzeugenberichte über die Gemetzel helfen sehr, das tatsächliche Geschehen des Völkermordes an den Armeniern darzustellen. Aber die verbliebenen und nun gezeigten Fotos machen erst visuell deutlich, was damals geschah.

Darüber hinaus zeigt sich auch, dass Fotografie auch digital letztlich weiter den Druck nutzen muß. Vieles muß auf Papier – oder wie hier auf Glasplatten – aufbewahrt werden, um auch noch Jahrzehnte später Zeitgeist und Entwicklung aufzeigen zu können.

 

Scharfe Fotos oder das kleine Latinum der fotografischen Optik

Was bedeuten Schärfentiefe, Tiefenschärfe und hyperfokale Distanz?

Wenn Sie dies verstanden haben, dann haben Sie das kleine Latinum der fotografischen Optik. Der Lernstoff in diesem Artikel ist kurz, dicht und verlinkt, so dass ich Ihnen viel Erfolg wünsche. Und nun wollen wir beginnen:

Die Schärfentiefe ist der Bereich in einem Motiv, der auf dem Bild scharf abgebildet wird. Da man bei einem Foto immer nur auf einen Punkt/eine Stelle scharfstellen kann, sind die Bereiche davor und dahinter unscharf je weiter sie von dem scharfgestellten Punkt entfernt sind.

Die Schärfentiefe (depth of field) kann man berechnen und es gibt dazu viele erläuternde Webseiten.

Dagegen ist die Tiefenschärfe „eine Bezeichnung für die Qualität des Bereichs vor und hinter dem Schärfebereich. Eine hohe Tiefenschärfe bedeutet, dass der Hintergrund des Motivs vergleichsweise scharf ist – wobei er eben nicht wirklich scharf ist, sondern nur nicht völlig unscharf ist -, eine geringe Tiefenschärfe bedeutet, dass der Hintergrund sehr stark verschwimmt. Die Tiefenschärfe ist aus diesem Grund nicht exakt messbar, sondern ein recht schwammiger Begriff, ähnlich der Bewegungsunschärfe.“

Soweit die sehr exakte Erläuterung aus dem Buch von Reinhard Wagner und Klaus Kindermann „Meisterschule Digitale Fotografie“.

Damit sind wir bei der hyperfokalen Distanz. An diesen Begriff wagt sich kaum jemand. Deutsch wird er auch „Nah-Unendlichkeitspunkt“ genannt. Das ist Optik pur. Tom Striewisch schreibt dazu in seinem Buch/seiner Webseite: „Die hyperfokale Distanz ist der Abstand zwischen der Kamera und dem vordersten Punkt der Schärfentiefe, wenn auf Unendlich fokussiert wurde.“ Bei flaschenboden.de ist dies sehr schön anhand der Objektive erklärt. Und es gibt einen Artikel in der wikipedia. Und es gibt bei digitalpicture.at eine sehr instruktive Seite zur geometrischen Optik für alle, denen die Erläuterungen hier nicht tief genug sind und die Firma Zeiss hat dazu ein ganzes Buch online gestellt, welches auch die Frage nach dem Bokeh technisch und optisch erklärt.

Womit kann man dies alles nun steuern?

1. die Blendenöffnung = Größe des Lichtloches
2. die Brennweite = Entfernung bzw. Abstand zwischen der Linse und dem Brennpunkt
3. der Aufnahmeabstand

Die Firmen Nikon und Tamron haben beispielsweise im Internet Online-Programme veröffentlicht, mit denen sich die Brennweiten und die Schärfentiefe vergleichen lassen.

So, wenn Sie dies alles nun erarbeitet haben, dann gratuliere ich Ihnen zum kleinen Latinum der fotografischen Optik und wünsche Ihnen viel Erfolg mit diesem Wissen. Denn damit lassen sich die schönsten Bilder verwirklichen.

Übrigens, es gibt auch Menschen, die dies alles nicht wissen und trotzdem gute Fotos machen. Aber es schadet nicht, wenn man weiß, warum man etwas macht und wie man es richtig macht.

Damit dies nicht so trockene Theorie bleibt, sollten Sie einmal tanzen gehen. Und dort sollten sie dies alles anwenden. Dazu gibt es mit der Überschrift „Der Tänzer im Visier“ eine wunderbare Anleitung von Helmut Römhild. Dort wird auch deutlich, warum Kompaktkameras mit kleinem Chip (z.B. 1/1,7) und relativ gutem Umgang mit schlechtem Licht bei Tanzmotiven besser sein können als Kameras mit größeren Chips.

In diesem Sinne viel Spaß!

6mois oder wie die Fotoreportage ins Fernsehen kommt

6mois ist ein neues französisches Magazin. Es bietet Fotoreportagen. Bei arte wird darüber regelmässig berichtet. Das ist insofern bemerkenswert, weil ein gedrucktes Magazin jetzt multimedial aufbereitet ins Fernsehen und Internet kommt.

Die multimediale Aufbereitung der im Heft gezeigten Fotos ist ebenfalls sehr interessant. Es scheint so, als ob nach dem Soundslides Prinzip vorgegangen wird: erst wird eine Tonspur erstellt und dann werden Fotos eingefügt. Die Fotos werden dann durch Zoomen optisch bewegt. Dies erinnert mich sehr an Ken Burns und seine Effekte.

Insgesamt finde ich dieses Projekt richtig gut. Denn es nutzt das Foto und die Reportage so wie man sie heute multimedial nutzen kann. Vor allem wird auch deutlich, dass es keines Videos bedarf, um einen sehr guten Sachbeitrag zu erstellen.

Es ist sehr interessant und macht Lust auf mehr. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob dies ein neues Geschäftsmodell für kritischen und guten Fotojournalismus werden kann. Ich denke schon, weil hier viele Dinge gezeigt werden können, die man mit einem gedrehten Videofilm nicht (so) machen könnte. Hier ist wirklich weniger mehr.

Abschließend noch eine Bemerkung. Solange es das Internet nicht gab, hätte mir das Heft gereicht. Aber in diesem Fall bin ich über die Audioslideshows auf arte zum Heft gekommen. Das Heft hat viel mehr Informationen. Es ist allerdings nur auf französisch und damit nicht international ausgerichtet. Englisch wäre hilfreich gewesen. Man merkt aber sofort, dass man mit einer Audislideshow und Ken Burns Effekten viel mehr aus einem Foto machen kann als dies gedruckt möglich ist.

Insgesamt muß ich feststellen, dass es digital neben dem Video als echte Alternative Audioslideshows gibt. Diese brauchen das Foto und vermitteln damit Informationen in einer Weise, die als Video nicht so brauchbar wären. Es zeigt sich auch hier, dass der Weg nicht linear vom Druck zum Video geht, sondern parallel Druck, Audioslideshow und Video existieren. Es kommt eben immer auf die richtigen Mittel bei der Darstellung eines Stoffes an.