Monthly Archives: August 2010

Optische Aufstecksucher – Die Letzten ihrer Art

optische AufstecksucherEs ist viel vom Artensterben die Rede. Langsam stirbt nun auch die alte Form der Digitalkamera aus. Als bekennender Fan von Henri Cartier-Bressons Art der Fotografie ist für mich der optische Sucher etwas Wunderbares.

Lange hielt ich am Messsucher fest, doch davor und dabei gab es auch den optischen Aufstecksucher, den ich zunehmend schätzen lernte.

Dieser hatte einen inneren Rahmen, der der Brennweite des Objektivs entsprach. Das Schöne am optischen Aufstecksucher war die wunderbare helle und klare Sicht.

Sie waren fast schon vergessen, doch dann kamen Sie vor knapp zwei Jahren wieder. Als die Versuche einsetzten, die Digitalkameras kleiner zu machen und die Chips darin größer, gab es sie wieder: die optischen Aufstecksucher. So wurde die LX3 von Panasonic und ihre Schwester von Leica mit diesem Zubehörteil ausgestattet, auch bei Ricoh wurde die GR mit diesem Zubehör verwöhnt.

Und die Olympus PEN E-P1, das erste Modell. Die Pen wurde mit einem wunderbaren Aufstecksucher und dem dazugehörigen Pancake Objektiv mit 17mm und Lichtstärke 2.8 ausgeliefert. Dies entsprach genau 34mm Brennweite im Kleinbildformat mit einer hervorragenden Blende 2.8 bei der Festbrennweite – also ziemlich genau (35mm) dem, womit in analogen Zeiten sehr viele Reporter fotografierten. Sigma liefert seit der DP1 über die DP1s bis zu weiteren Varianten ebenfalls einen optischen Aufstecksucher als Zubehör. So ist es also möglich, in digitalen Zeiten mit wunderbar klaren Blicken – auch mit Brille – zu fotografieren und dabei „alte“ Zeiten zu spielen.

Aber diese alten Zeiten haben einen besonderen Reiz. Denn man kann mit dem Autofokus arbeiten und dennoch durch einen wunderbaren optischen Aufstecksucher blicken. Das ist besser als zum Beispiel mit einer Leica M9 nur manuell fokussieren zu können. Man kann die V-Lux 3 oder die X1 von Leica nehmen, um sich den optischen Genuss mit Autofokus zu gönnen, um bei Leica zu bleiben. Ansonsten eben die von mir hier erwähnten Kameras.

Mir gefällt das, doch es scheint bald vorbei zu sein. So haben die meisten Nachfolgermodelle keinen optischen Sucher mehr sondern einen EVF, also einen elektronischen Aufstecksucher. Das muss nicht schlechter sein, ist aber anders und verändert die Möglichkeiten die Fotografierens. Dies wird im schnelllebigen Geschäft der Kameraindustrie kaum wahrgenommen werden. Aber für alle, die sich das Spiel mit der alten Art des Fotografierens gönnen wollen, sei daher darauf hingewiesen, dass diese Kameras bald abgelöst werden durch Modelle mit elektronischen Lösungen.

Ob dann ihr Wert steigt, glaube ich eher nicht. Aber ihre Seltenheitswert wird steigen, das ist gewiß!

Die Online Milliardäre

Wenn man sich mit einem neuen Angebot vorstellt, wird oft danach gefragt, ob man IVW geprüft sei. Was ist das? Die IVW – Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V – „ermittelt und prüft neutral und objektiv die Verbreitung von Werbeträgern. Sie liefert mit ihren Arbeitsergebnissen zuverlässige Daten für Verbraucher, professionelle Werbungtreibende und für den Leistungswettbewerb der Medien untereinander. Damit haben sich Medienanbieter, Werbungtreibende und Werbeagenturen ein effektives Kontrollsystem geschaffen, das unter ihrer gemeinsamen Aufsicht steht. Als staatlich unabhängige, nicht kommerzielle und neutrale Prüfinstitution versorgt die IVW die Medien- und Werbebranche sowie die interessierte Öffentlichkeit mit grundlegenden Daten für die Vermarktung von Medien als Werbeträger. Die IVW ermittelt, publiziert und kontrolliert die Auflagenhöhe von Zeitungen, Zeitschriften und weiteren periodisch erscheinenden Presseerzeugnissen. Bei der Tagespresse und den Fachzeitschriften erhebt sie zudem auch deren geografische Verbreitung. Im Bereich der Online-Medien stellt die IVW die Gesamtanzahl der Seitenabrufe und der einzelnen zusammenhängenden Nutzungsvorgänge von Web-Angeboten fest.“ Soweit die Eigendarstellung.

Ein Teil der Daten der IVW ist online einsehbar. Bei den Onlinemedien für Juli 2010 ergaben sich bei 1034 gemeldeten Seiten insgesamt 52 Milliarden 515 Millionen Klicks (PageImpressions) und 4 Milliarden 730 Millionen Besucher (Visits).

Mit knapp 420 Millionen führt T-Online vor den VZ-Netzen mit 414 Millionen Besuchern. Bild hat 154 Millionen Besucher, Spiegel Online hat gut 130 Millionen Besucher, Focus Online gut 27 Millionen Besucher, die sueddeutsche gut 30 Millionen Besucher, Xing 24 Millionen, Stern.de gut 20 Millionen, Flickr 6,5 Millionen, Geo.de 1,2 Millionen, RZ-Online 1,1 Millionen, RGA 231 Tausend, Solinger Tageblatt 230 Tausend, Naumburger Tageblatt 65 Tausend, der Schädelspalter ca. 2500 Besucher.

Diese Zahlen sind sehr interessant. Wer auf seinen Seiten Werbung verkaufen will, der kann die Daten der IVW nutzen, um bei den Mitgliedern der IVW zu werben. Interessant ist, auf wie wenig Internetadressen in Deutschland die Besucher verteilt sind. – Stopp! Diese Aussage stimmt eben nicht ganz. Hier sind ja nur gewerbsmässige Angebot erfasst. Zudem ist Traffic nicht gleich Traffic. Und es kommt hinzu, dass die Frage noch unbeantwortet ist, was mit all den anderen Adressen ist, die nicht erfasst werden, weil sie nicht gewerbsmässig sind und/oder nicht bei der ivw registriert?

Laut Bitkom, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., wurde im Jahr 2009, einem Krisenjahr, in Deutschland 1,5 Milliarden Euro für Internetwerbung ausgegeben. Daher wäre es interessant, mehr über die genaue Nutzung zu erfahren. Aber wie? Wenn ich das richtig verstanden habe, dann weiß Google, wer was sucht und Apple weiß, wer mit wem per Iphone telefoniert, aber wer weiß noch mehr? Vielleicht gibt es ja Kommentare zu diesen Gedanken, die uns alle gemeinsam weiterbringen und von mir noch unentdeckte Statistiken über die Nutzung des Internets.

Grosse Magnum Ausstellung bei CO Berlin

Zehn Jahre CO-Berlin sind Anlass für eine tolle Ausstellung in Kooperation mit Magnum. Die Fotoagentur Magnum zeigt ihren Weg von Fotos für Tageszeitungen, über grosse Bilderstrecken bis zu digitalen Installationen und multimedialen Shows. Die Ausstellung zeigt Geschichte und Dynamik. Die Räume zeigen die Verbindung von alt und neu und vor allem zeigt CO-Berlin die Einbettung in die Gegenwart. Die Agentur Magnum ist nun mal etwas besonderes.

Aber Magnum zeigt gerade durch diese Ausstellung in meinen Augen auch „nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ Und dadurch wird die Ausstellung zu einer bewussten Auseinandersetzung mit der neuen Welt.

Ausstellungseröffnung Magnum bei CO BerlinNeben der großartigen Ausstellung hat CO-Berlin an diesen Tagen aber noch mehr zu bieten, nämlich die photography days. Dabei geht es an drei Tagen um fotografische Themen und am ersten Tag um nichts geringeres als die Zukunft des Fotojournalismus. Und dieser Tag mit seinen Diskussionen hat es in sich. Man spürt, dass alles im Umbruch ist. Thomas Hoepker ist Teilnehmer dieser Veranstaltung und zugleich einer der Fotografen, dessen Stärke die klassisch guten Fotos sind, also Fotos, die über den Nachrichtenwert hinausgehen – das Schwierigste überhaupt. Doch neben seinen fotografischen Fähigkeiten hat er auch den nüchternen und klaren Umgang mit der Wirklichkeit und es gelang ihm daher, auch hier durch seine wohlgesetzten Worte die Diskussion in den Köpfen voranzutreiben.
Man merkt, dass es sich um historische Veränderungen handelt. Nach der Erfindung des Buchdrucks wurden ganz viele Mönche „arbeitslos“, weil Bücher nicht mehr kopiert werden mussten. Es fielen auch Monopole. Heute ist die Parallelität von Druck und Digital vorhanden. Alte Bezahlsysteme funktionieren im Web nicht mehr, neue sind so einfach nicht umzusetzen. Es geht um die Definition einer neuen Welt und da kommt noch einiges auf uns zu, das wir beantworten müssen.

photography daysIch weiss nicht, ob es Stefan Erfurt und seinen Mitstreitern bewusst war als sie die photography days planten und die Ausstellung mit Magnum. Aber es ist symbolisch und gut. Denn Magnum entstand, weil die Arbeits- und Bezahlungsbedingungen für Cartier-Bresson, Capa und viele andere sehr schlecht waren. Sie brachten den Mut auf, Durststrecken durchzuhalten und für ihre Rechte neue Bezahl- und Vertriebswege zu entwickeln und in einem mehrjährigen Prozess zu etablieren. Und hier schliesst sich der Kreis. Die Geschichte von Magnum ist in meinen Augen die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Fotojournalismus.  Es wird niemand kommen, der einem das Einbringen der eigenen Interessen abnimmt und es wird schwierig. Aber so war es immer schon und andere haben es auch geschafft.

Der Tod des Fotojournalismus und die Zeit danach

Perspektiven im Fotojournalismus

Perspektiven im Fotojournalismus

Es gab noch nie so viele preiswerte Möglichkeiten für gute Fotografinnen und Fotografen, um eine gute Fotoreportage zu machen. Das Internet ist billig und einigermassen demokratisch, die Globalisierung ist weltumspannend und die digitale Fotografie hat die Chance der massenhaften Verbreitung von Bildern wesentlich erhöht. Und doch steckt da irgendwas fest.

Früher hat man im deutschsprachigen Raum im Spiegel, dann im Focus und einigen Tageszeitungen wie FAZ oder Süddeutsche oder Frankfurter Rundschau oder TAZ gelesen und dort zum Teil Fotoreportagen gesehen, die Tagesthema wurden. Dann kamen die Magazine, allen voran National Geographic und GEO, und ermöglichten und ermöglichen bis heute wunderbare Reportagen mit guten Fotos.

Aber irgendwie spielt das keine Rolle mehr. Die Digitalisierung führt durch die Zunahme der Medien zu einem absoluten Verlust an Öffentlichkeit. In meinen Augen gibt es im bürgerlichen Sinn gar keine Öffentlicheit mehr für die man etwas produziert.

„Ich werde beobachtet, also bin ich.“ Der Hinweis von Thomas Miessgang auf diesen Satz von Stefan Römer als neue Haltung des Normalverbrauchers scheint mir das wesentlichste Kennzeichen dieser Situation zu sein. „Die Penetration öffentlicher und privater Sphären durch immer zielgenauer agierende mediale Projektoren… hat dazu geführt, dass der Karneval der Waren und Sensationen nicht der Ausnahmezustand ist, sondern ein Hochamt sinnbefreiter Permanenz.“ Es gilt die „Simultanität des Sensationalistischen. Man hat ständig das Gefühl, zu spät zu kommen, etwas zu versäumen, den Ereignissen hinterherzuhecheln.“ Diese Beschreibung von Miessgang in dem Buch „Das Prinzip Prominenz. Superstars von Warhol bis Madonna“ zeigt unsere neue Wirklichkeit.

Und die Folge davon ist für guten Fotojournalismus ganz einfach: wer soll sich die denn angucken und was soll daraus denn folgen? Wenn wir Blicke auf die Welt werfen, wer soll da tätig werden? Die Öffentlichkeit? – Welche? Die Staatsanwaltschaft? Die Massenmedien?

James Nachtwey hat mal gesagt „Die Stärke der Fotografie liegt darin, ein Gefühl für Humanität zu wecken.“ Aber Fotos selbst ändern nichts. Sie können über etwas informieren und als Reportage eben journalistisch aufbereitet einen Zusammenhang darstellen.

Und dann käme die Presse als Öffentlichkeit dran. Das Bild von der Presse als vierte Gewalt im Staat ist gut aber im Wesentlichen offenkundig überholt. Das war die Zeit der relevanten Reportagen. Das ist jetzt anders. Heute kann jeder über alles eine Fotoreportage machen, aber es kommt nicht mehr darauf an, weil es keine vierte Gewalt mehr gibt.

Ursache und Wirkung bedingen einander, auch in diesem Fall. Und es geht noch weiter. Es gibt Fotografen, die fotografieren Fabriken in China – von innen. Dadurch erhält die Welt Einblicke in diese Welt (ich meine dies wertneutral). Auf einer Veranstaltung wurde einer dieser Fotografen gefragt, von wem er denn die Erlaubnis erhalten habe. Die Antwort war bemerkenswert: „Von der chinesischen Verwaltung für eine chinesische Firma, amerikanische Firmen in China erlauben dies nicht.“ Da beginnt dann langsam die Umwertung der Pressefreiheit, wenn dies auch nur halbwegs stimmt.

Wir werden im Rahmen der Globalisierung noch manche Werte in einer neuen Welt neu definieren müssen. Das Recht auf das eigene Bild ist einerseits wichtig, andererseits bei jeder Kamera ausser kraft gesetzt. So gibt es selbst im alltäglichen Leben Parallelwelten, die widersprüchlicher nicht sein könnten.

Sascha Rheker hat in einem wunderbaren Artikel darauf hingewiesen, dass Neil Burgess den Tod des Fotojournalismus endgültig festgestellt hat. Er führt aus: „Denn Photojournalismus ist das ganze nur, wenn es auch zu diesem Zweck produziert wird, es von jemandem aus der Medienbranche finanziert wird und wenn es in einer Zeitung oder einem Magazin publiziert wird. Das Photographen „Photoreportagen“ als Kunstprojekte, für Hilfsorganisationen, Firmen, Stiftungen, sich selbst oder ganz andere produzieren ist kein Photojournalismus. Genausowenig wie die Illustrationsphotographien die für Artikel produziert werden oder das Photographieren auf Terminen, bei denen Inszenierungen abgelichtet werden, statt Geschichten zu erzählen, die man sich selbst ausgesucht hat.

Burgess macht das alles zum Beispiel auch daran deutlich, daß von den sieben britischen Photographen die in diesem Jahr etwas beim World Press Photo gewonnen haben, nicht einer von der britischen Medienbranche finanziert gearbeitet hat.“

Das spielt aber  in einer Gesellschaft ohne Öffentlichkeit keine Rolle. Es ist schon gut, dass es jemand aufgefallen ist. Aber es kommt eben nicht mehr darauf an. Die Gegenwartsgesellschaft ist auch vorstellbar ohne Fotojournalismus. Es gibt dann eben Fotoreportagen ohne Fotojournalismus. Für den World Press Award reicht es dann offenkundig trotzdem noch. Daher ist es eher ein Problem des Berufes der Fotoreporter und nicht der Gesellschaft

Die journalistische Aufbereitung von Inhalten wird eher zunehmen. Heute senden im Fernsehen schon viele Sender überwiegend (?) aufbereitete Inhalte aus dem Internet garniert mit Werbung. Nachrichten sind dann reduziert auf die Nachricht und weniger auf den Zusammenhang.

Es gibt Untersuchungen zur Lage der Fotojournalisten von verschiedenen Verbänden und an  verschiedenen Stellen . Dies zeigt aber auch alte neue Wahrheiten, nämlich dass die neue Realität neue Anforderungen an die Berichterstattung stellt, wenn man konkurrenzfähig sein will: Interview, Tonsammlung, Fotos und Video werden zukünftig von einer Person erstellt werden müssen.

Daher kommen auf den Pixeljournalisten der Zukunft neue Anforderungen zu. Er muss nicht mehr in erster Linie fotografieren müssen, er/sie muss in der Lage sein, mit Menschen zu sprechen, auf andere zuzugehen, um damit Videos zu erstellen. Es wird wohl nur darauf ankommen, ob er/sie das Material dann auch zum Film verarbeitet oder nur das Rohmaterial abliefert. Ich vermute, die Online-Anbieter wollen eher das Rohmaterial, weil sie dann in die Videos dauerhafte Werbeblöcke schneiden können. Den Journalisten wird dies auch gefallen, weil das Erstellen eines Videos relativ zeitaufwendig ist und Film schneiden oder Cuttern eben doch anders ist. Aber ob dies den Interviewten gefallen wird ist eine andere Frage, die ich mir aber nicht zum Problem mache. Und wenn daran alle verdienen und der Werbekunde zufrieden ist, dann haben alle den Sprung in die neue Welt geschafft.

Bis dahin eine gute Zeit …

Der linke Arm der Fotografie und seine Folgen

der linke ArmLinks und Rechts sind oft wichtiger als man denkt. Plötzlich war mein rechter Arm verletzt und durfte nicht mehr bewegt werden. Und auf einmal sah die Welt der Fotografie ganz anders aus. Ich wollte fotografieren – und konnte nicht. Und warum?

Weil alle Kameras ausschliesslich für eine Bedienung mit der rechten Hand ausgelegt sind, selbst kleine Kompaktkameras. Eine Mamyia hatte einen Linksauslöser. Aber die Kamera hatte ich nicht. So wurde mir schlagartig klar, wie eingeschränkt die eigene Sichtweise ist.

Natürlich fing die Recherche an. Und dann fand ich eine einzige Studie, die Hoffnung machte, die Canon Nova, obwohl auch diese Kamera eher an  Zwei-Hand-Bedienung erinnerte. Aber allein der Gedanke, dass der Griff mittig ist, erleichtert schon vieles.

Ich stellte mir diese Kamera als neue Systemkamera vor, die auf der Photokina vorgestellt wird und keine Menschen mit körperlichen Behinderungen mehr diskriminiert. Das wäre ein echtes Erfolgsrezept.

So entstand ein schöner Traum. Als ich ihn ausgeträumt hatte bemerkte ich, dass ich nicht fotografieren konnte, weil es keine Kamera für Linkshänder gibt. Es gibt sie also, die Diskriminierung der linken Hand – und das im Jahr 2010!

Wenn man sich überlegt, dass es sehr viele Menschen gibt, die nicht nur vorübergehend sondern dauerhaft rechts gehandicapt sind, dann ist dies überhaupt nicht nachvollziehbar. Selbst wenn es nur 1 Milliarde Linkshänder gibt und 5 oder 6 Milliarden Rechtshänder, es gäbe einen Markt. Abgesehen davon könnte man durch eine entsprechende Konstruktion dies von vornherein ausschliessen, so dass die Frage nach links oder rechts gar nicht gestellt werden müsste.

So, noch etwas. Sollte jemand eine solche Kamera für Linkshänder finden, würde mich ein entsprechender Kommentar an dieser Stelle sehr freuen.

Nachtrag 2012: Das Problem wird wohl durch Handys gelöst werden mit entsprechender Bildqualität wie z.B. dem Nokia Pureview 808. Dort ist die Kamera in der Mitte und der Auslöseknopf auch, so dass jede Hand Fotos machen kann.